Buchrezension

Rezension: In den Ferien fahren wir in die Bredouille {Werbung}

Buchcover "In den Ferien fahren wir in die Ferien"

Was erleben Schüler*innen und Lehrer*innen eigentlich so den ganzen Tag lang in der Schule? Vieles sicherlich, doch bestimmt mehr, als es uns unsere Kinder erzählen.

Maximilian Lämpel ist Lehrer und unterrichtet an einem Berliner Gymnasium. Was er als Lehrer so in seinem Arbeitsalltag erlebt, kann man seit einigen Jahren auf seiner Facebook-Seite „Geheime Notizen eines Lehrers“ oder, neu seit Mitte Juni, in seinem Buch „In den Ferien fahren wir in die Bredouille“ nachlesen.

Buchcober "In den Ferien fahren wir in die Bredouille"
Abbildung: Goldmann Verlag

Kuriose Geschichten aus dem Lehrerleben

Maximilian Lämpel gewährt uns mit seinem 255 Seiten starken Buch (*Amazon Partner-Link) einen Einblick in den Schulalltag eines Schuljahres am Harry-Graf-Kessler-Gymnasiums in Berlin, mit all seinen schrägen Geschichten. Als Leser lernt man dabei die Lehrer*innen, Schüler*innen und sogar Eltern der Schüler*innen kennen. So gut teilweise, dass man sich in die jeweiligen Storys an der Schule hineinversetzt fühlt.

Es gibt da die Lehrer, die sich immer über alles und jeden aufregen. Oder die, die jedem ihr tägliches Leid klagen, egal ob vor ihnen Schüler*innen oder ein Kollege steht. Referendare, die irritiert und gleichgültig wirken und dann die Lehrer*innen, die immer cool bleiben. Da gibt es dann noch den Hausmeister, der eine zweifelhafte Vorstellung von Arbeitsmoral hat und sich eher für die Kaffeepausen, als fürs arbeiten interessiert. Bei den Schülern und Schülerinnen lernt man aus jeder Klassenstufe mindestens eine, wenn nicht sogar zwei kennen. Und dazu noch teilweise ihre Eltern, denn natürlich ist auch ein Elternabend bzw. Nachmittag mit Elternsprechstunde im Buch vorhanden.

Alle zusammen bilden laut Autor dabei einen Spiegel der Gesellschaft wieder. Lehrerzimmer, Klassenzimmer und Schulhof sind dabei ein Dreieck, was voneinander abhängig ist. Im Buch findet man sich dabei in gefühlt sämtlichen Räumen der Schule wieder. Es werden Geschichten aus dem Lehrerzimmer erzählt, vom Pausenhof, aus Vertretungsstunden und von der eigenen Klasse, wo Maximilian Lämpel der Klassenlehrer ist.
Die Geschichten aus dem Lehrerzimmer fand ich besonders amüsant, denn wer wollte in seiner Schulzeit nicht immer schon mal Mäuschen im Lehrerzimmer sein und wissen, was darin so vor sich geht. Auch bei den einzelnen Episoden rund um die Schüler*innen findet man sich als Leser irgendwie wieder, oder erkennt zum Teil seine eigene Schulzeit wieder, auch wenn sich viel verändert hat.

Rote Graffitis als roter Faden

Den roten Faden durch das Buch bilden rote Graffiti-Sprüche, die irgendjemand immer wieder an eine Wand in den heiligen Hallen des ehrwürdigen Gymnasiums schreibt. Sehr oft mit Rechtschreibfehlern. Immer wieder stellt man sich die Frage, „Wer war es?“ Einer der Schüler*innen des Gymnasiums? Oder vielleicht sogar ein Lehrer*in?
Wer der „Graffitikünstler“ ist, wird natürlich, so viel sei verraten, im Buch gelüftet, aber wirklich sehr weit weit am Ende. Ich war beim Lesen überrascht, dass man es wirklich noch erfährt.

Die einzelnen 26 Kapitel des Buches sind leicht und verständlich zu lesen. Durch den Schreibstil des Autors fühlt man sich direkt in die einzelnen Situationen hineinversetzt und bekommt alles sehr nahbar mit, was täglich passiert. Alles ist sehr humorvoll geschrieben und erinnert mich ein wenig an die Filmreihe „Die Lümmel von der ersten Bank“ (*) aus den 1960er und 1970er Jahren.

Für alle die gern realistische Geschichten aus dem Schulleben lesen daher sehr empfehlenswert.

Vielen Dank an den Goldmann Verlag und die Verlagsgruppe Penguin Randomhouse das wir rezensieren durften.

Bis bald eure Bianca.

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Vielen Dank.

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