#WMDEDGT – November 2020

Donnerstag. Frühschicht.
Es ist der 5. des Monats. Zeit für #wmdedgt – „Was machst du eigentlich den ganzen Tag“.  Alle Mitmachwilligen versammeln sich wie immer bei Frau Brüllen. Los gehts.

Eiskalter Morgen

Mitten in der Nacht kam wieder der Sohn zu uns mir ins Bett gekrabbelt und nahm mir wieder mal die halbe Decke und Bettseite weg. Als mein Wecker um 4:15 Uhr zum ersten Mal klingelte, kroch das Kind leise aus dem Bett, ging auf Toilette und verkrümelte sich dann in sein Bett zum weiterschlafen. Der Wecker klingelte dann noch mal, aber eh ich aufgestanden war, war es dann schon 4:45 Uhr.

Noch vor mir ist der Mann aus dem Bett aufgestanden. Was ich nun gar nicht verstehe, denn der könnte noch locker ne halbe bis eine Stunde weiterschlafen, eh er aufstehen muss um sich für seinen Schulweg fertig zumachen. Aber er möchte in Ruhe seinen Kaffee trinken, sagt er. Für mich ist er um die Uhrzeit eher ein ungewohntes störendes Etwas. Ich komme mir dabei so beobachtet vor.

Aber ich ließ mich nicht aus dem Konzept bringen und machte meine gewohnte Frühschicht-Morgenroutine. Toilette – Anziehen – Waschen – Zähne putzen – Gesicht so zaubern, das es halbwegs munter aussieht. Danach mache ich mir mein Frühstück für die Arbeit und packe mein Mittagessen ein. All zu viel muss ich aber nicht einpacken, da ich einen kleinen Essvorrat auf Arbeit habe. Dann dicke Jacke, Schal und halbhohe Boots anziehen. Gekrönt wird der Look dann noch von Mütze, Fahrradhelm und etwas dickeren Handschuhen, denn mich erwartet die erste Fahrradfahrt des Herbstes mit Morgenfrost. Kühl frostige 1°C war es draußen. Da hat meine Lunge ganz schön zu kämpfen bei der Kälte.

Arbeitsreicher Vormittag

Auf Arbeit angekommen, hieß es erstmal raus aus den Sachen, rein in die Sachen. Mittlerweile wird es aufwendiger mit der Arbeitskleidung. Zwiebellook ist angesagt, da ich nie weiß, was komm und ob ich nur vor mehreren Monitoren sitze oder auch mal raus in die Anlage muss.

Kurz nach 6 Uhr rufe ich dann nochmal kurz daheim an. Der Mann hat mittlerweile die Kinder geweckt, ihnen ein kleines erstes Frühstück gegeben und nun waren sie schon in Aufbruchsstimmung. Denn bevor der Mann seine 1h-Schulweg antritt, muss er die Kinder in die Kita bringen. Geht halt nicht anders, wenn ich Frühschicht habe.

Der Tag auf Arbeit ist heute alles anderes als ruhig. Ich komme ein bisschen an meine Grenzen, da ich mich mit der Anlage, die ich momentan steuere noch nicht so gut auskenne. Aber wie sagt man so schön, so ein Sprung ins kalte Wasser hat noch keinem geschadet. Naja. Fürs nächste Mal bin ich nun schlauer und weiß, was ich wie machen muss und kann.

Kurze Ruhe daheim

Nach der Arbeit erstmal wieder das lustige Klamottenspiel mit An- und Ausziehen, nur diesmal gibt es noch den Bonus heiße Dusche dazwischen. Heimgeradelt bin ich dann bei strahlendem Sonnenschein, aber es war immer noch frisch. Ok, ich gehöre ja jetzt auch eher zur Kategorie Frostbeule, also ist „frisch“ da natürlich eher relativ.

Zu Hause ist mein erster Gang dann zur Waschmaschine. Ich hatte mir vorgenommen, heute die Bettwäsche vom Sohn, welche ich am Dienstag gewechselt habe, zu waschen. Anschließend habe ich gleich noch bei der neuen Packung Farbfangtücher alle Tücher halbiert. Reicht und ich habe länger was davon. Zudem spart es Geld nur halbe Tücher zu verwenden.

Jetzt habe ich noch eine knappe Stunde Zeit, bis ich los und die Kinder aus der Kita abholen muss. Da sie ja heute morgen sehr zeitig in der Kita waren, müssen sie nun auch eher als sonst abgeholt werden. Was nun also tun? Einer erste Überlegung war ein kleines Nickerchen auf dem Sofa. Aber letztendlich habe ich mich selbst dazu überredet, endlich die Weihnachtswünsche der Kinder rauszusuchen und via Mail an meine Eltern zu schicken. Dann ist das erledigt und ich werde nicht weiter gefragt, was geschenkt werden soll.

Alle wieder daheim

Während ich auf dem Weg zur Kita laufe, telefoniere ich kurz mit meinen Eltern und informiere sie zu meiner Mail. Alles klar, Geschenke werden bestellt.
Das Abholen funktioniert heute ohne Probleme. Ok, ich habe einen kleinen Köder in Form von Lollis einstecken. Aber ich brauchte Motivation, denn wir müssen auf dem Heimweg einen kleinen Umbogen über die Post mit laufen, denn es lag eine Paketkarte im Briefkasten. So geht der Heimweg dann einmal durchs halbe Dorf und wir sind kurz vor dem Mann wieder daheim. Als ich die Haustür aufgeschlossen hatte, fuhr er gerade in die Garage.

Alle Mann ausziehen, Hände waschen und erst dann gibt es was zu Essen und trinken. Malzkaffee und Waffel für mich, die Kinder tranken warmen Tee. Denn hatte ich vorm Losgehen zur Kita noch fix angesetzt. Der Mann verzichtete auf seinen Kaffee. Danach gingen die Kinder in ihre Zimmer spielen und der Mann und ich unterhielten uns über unseren Tag.

Schnell wurde es auch schon dunkel draußen und die Frage der Tochter, ob sie nochmal rausgehen kann und schaukeln, musste leider abgelehnt werden. An die zeitige Dunkelheit müssen wir uns alle erstmal wieder gewöhnen.

Abend

Die Bitte von uns Eltern fürs Kinderzimmer aufräumen, wurde mit Unmut beantwortet. Aber mal ehrlich, wenn ich die Zimmertüre nicht schließen kann, weil dort knapp 100 große Pappbausteine liegen, dann müssen sie leider weggeräumt werden. Genauso wie alle Bücher aus dem Regal, die wie ein bunter Teppich auf dem Boden lagen. Es war also wieder ein Kampf. Erst als ich mich mit ins Zimmer setzte, wurde mieslaunig alles aufgeräumt. Ich habe nebenher gleich noch ein paar Buntstifte gespitzt.

Das Aufräumen zog sich wieder wie Kaugummi in die Länge und so hieß es heute nach dem Abendbrot sofort ab ins Bett für die Kinder. Schlafsachen hatten sie schon davor angezogen und so mussten sie sich hinterher nur noch waschen und Zähne putzen. Ok, letzteres haben sie vergessen. Naja.

Jetzt. Ruhe im Haus. Der Mann hört Musik, ich schreibe Blog und gleich gibt es für mich noch ein bisschen TV. Eigentlich wollte ich ja auf Joyn die aktuelle Folge „Reign“ sehen, aber die haben das Programm geändert und so kommt die Folge nun erst 1,5 Stunden später. Grmpf.

Morgen und das ganze Wochenende habe ich dann Spätschicht. Da wird dann auch nicht viel daheim.

Bis bald
eure Bianca

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Ein Gedanke zu „#WMDEDGT – November 2020

  1. Ich empfinde meinen Mann morgens auch immer als „störendes Etwas“ lach wenn er mit da ist in der Woche, weil er zum Bsp. Spätdienst hat…das kann ich gar nicht leiden…brauch morgens immer erstmal eine Zeit nur für mich alleine und mit Kaffee ganz in Ruhe. Fühl mich sonst auch so beobachtet…ja kann man tatsächlich so sagen 😉 LG

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