#WMDEDGT – August 2019

Montag. Frühschicht. Es ist der 5. des Monats. Zeit für #wmdedgt – „Was machst du eigentlich den ganzen Tag“.
Alle Mitmachwilligen versammeln sich wie immer bei Frau Brüllen. Los gehts.

Willkommen zur Frühschicht

Irgendwann in der Nacht, ich glaube es war irgendwas gegen 2 Uhr, krabbelten kleine große Füße in unser Elternbett und kuschelten sich an meinen Rücken. Da der Mann allerdings auf dem Sofa schlief, er ist dort eingeschlafen und da lasse ich ihn liegen, habe ich das große Kind mal entspannt auf die Mannesseite geschoben. Umdrehen und weiterschlafen.

4:15 Uhr klingelt der Wecker. Wäh, ich will nicht. Muss aber. Frühschicht, der Beginn einer wundervoll arbeitsreichen 7 Tage Woche steht an. Gegen 4:25 klappt es dann auch endlich mit dem Aufstehen und ich schleiche mich aus dem Bett ins untere Bad. Ich muss ganz leise machen, damit das Kind, welches neben mir im Bett lag, nicht munter wird. Es klappt. Badzeit.

Nach waschen, frisch machen, anziehen, Zähneputzen und den ganzen Bimbamborium bin ich kurz nach 5 fertig und schleiche mich in die Küche. Da wir eine offene Wohnküche haben, sehe ich den Mann selig auf dem Sofa schlafen. Es stört ihn nicht, das ich bei vollem Küchenlicht mein Frühstück und Mittagessen für die Arbeit vorbereite. Alles in den Rucksack, leise die Straßensachen anziehen und los. Frische 13 Grad draußen, auf dem Fahrrad gefühlt weniger. Ein Hoch auf den Zwiebellock.

Im Werk angekommen, erstmal umziehen und zur Anlage radeln. Übergabe von der Nachtschicht. Fahranweisung und alle Schichtinfos vom Wochenende nachlesen, Anlage checken ob alles läuft wie es muss. Erste Störungen beseitigen und zwischendurch ein Schokobrot essen. Zack 1 h rum. Kurz daheim anrufen und mit dem Mann den Tag besprechen. Er schafft die Kinder zum Kindergarten.

Weiter geht es mit der Vorbereitung für den Tag. Frühbesprechung mit den Chefs.

Ein Anlagenteil umstellen, einen außer Betrieb nehmen. Hier ne Freigabe schreiben, da ne Einweisung für Fremdmitarbeiter machen. Dies checken, jenes ändern, da was spülen. Hin und her. Irgendwann ist es Zeit fürs Frühstück und dann auch schon bald wieder Mittagessen. Danach geht es noch mal ordentlich rund. Hin und herlaufen. Zum Glück habe ich keinen Schrittzähler, denn ich möchte gar nicht wissen wie viele Kilometer ich an manchen Tagen laufe.

Frühschicht bedeutet, es ist immer was los, so will es das Gesetz. Ich denke lieber nicht an morgen. Heute dann noch eine Extra-Info-Veranstaltung nach der Schicht. Gegen 15:10 Uhr bin ich endlich wieder daheim. Auf dem Heimweg hat es getröpfelt. Als ich zuhause ankomme liegt der Mann schlafend auf dem Sofa. Immer noch oder schon wieder? Nein er macht nur seinen täglichen Mittagsschlaf. Die Medikamente fordern es so.

Nachmittags Familienzeit

Ich bin müde und kaputt. Hatte ich schon erwähnt, dass ich eine anstrengende Frühschicht hatte? Ja oder? Doch gleich müssen die Kinder abgeholt werden. Ich würde eher viel lieber im Bett verschwinden. Naja. Krone richten, weiter machen. Gähn.

Kurz vor 16 Uhr fahre ich zum Kindergarten. Abholen funktioniert heute gut. Obwohl das große Kind etwas sehr überdreht ist, hören beide auf mich. Das ist nicht immer so. Auf dem Heimweg halten wir am Briefkasten und werden 2 Briefe vom Mann ein.

Natürlich müssen wir an der aktuellen Baustelle im Dorf kurz anhalten und schauen. Eine Fußgängerbrücke über einen kleinen Kanal wird abgerissen und das ist natürlich total interessant. Zuhause gibt es dann erstmal ein Eis für die Kinder. Sommerritual, auch wenn es heute eher trüb ist.

Ich mache mir einen Malzkaffee, der Mann einen richtigen Kaffee. Die Kinder verschwinden nach dem Eis in Zimmer und Garten zum spielen. Pause.

Nach einem halben Kaffee ruft mich der Große, ich soll ein Legoquad bauen. Äh, erst Kaffee, dann Lego. Das Kind ist einverstanden, fragt aber gefühlt aller 10 Sekunden nach, wann ich komme. Dazwischen will auch die Kleine noch etwas. Irgendwie ist der Papa immer Luft wenn Mama daheim ist. Ungerecht.

Irgendwann sitze ich dann im Kinderzimmer des Großen vor dem ausgekippten Lego und versuche nach Online-Anleitung ein Quad zu bauen. Geht nicht bei dem Chaos. Wir beschließen die Legos erstmal etwas nach Farbe zu sortieren um dann besser bauen zu können. Mittlerweile hat sich auch das Töchterlein zu uns gesellt.

Während ich so auf dem Boden sitzend gemütlich Lego nach Farben sortiere, beschließen die Kinder im Zimmer der Tochter mit ihren alten Babybettmatrazen erst zu turnen und dann Buden zu bauen. Ich sortiere weiter Lego. Das ist echt entspannend. Dabei überlege ich, ob ich nicht farblich passende Säckchen für die Steine nähen sollte.

Die Kirchenturmuhr schlägt 18 Uhr

Kurz danach bin ich fertig mit sortieren und schleiche mich runter zum Mann und in den Garten. Als ich so an den Stangenbohnen stehe und ernte, stellen die Kinder fest, dass ich verschwunden bin. Laute Mama-Rufe durchhallen Haus und Garten. Der Große kommt zu mir. Wir schließen den Deal, das wir das Lego heute liegen lassen und morgen weiterbauen. Er ist einverstanden und nascht erstmal an den Himbeeren. Ich lasse ihn eine kleine Schüssel holen und gemeinsam ernten wir Himbeeren.

Während die Kinder etwas Trickfilm schauen dürfen, leistet der Mann mir Gesellschaft und erntet alle Bohnen, die ich übersehen habe. Danach noch Gurken und Erbsen durchsehen und ernten.

Zeit fürs Abendessen. In der Zeit, wo der Mann das Abendbrot für die Kinder vorbereitet, pulle ich die Erbsen und froste sie ein. Das waren ja nicht so viele. Die Kinder essen ihr Brot, Möhrchen und ein paar Schüttelgurken und schauen Sandmann. Ich sitze mit am Tisch und putze die Bohnen nebenher. Danach waschen und Schlafsachen anziehen. Da ich die Bohnen noch kleinschneide und die Kinder heute gut drauf waren, dürfen sie noch den Trickfilm nach dem Sandmann schauen. In der Zeit schaffe ich es dann auch die Bohnen zu schneiden und zu waschen.

Zeit fürs Bett. Wir bringen die Kinder in ihre Zimmer, schließen die Rollos und beide Kinder dürfen noch Toniebox hören. Ich mache mir mein Abendbrot und begebe mich zum Laptop um diesen Blogpost zu schreiben.
In der nächsten Stunde möchte jedes Kind wieder was von mir. Die Kleine was trinken oder ganz plötzlich ihre Socken aus des Bruders Zimmer holen. Der Große braucht dringend eine Massage zum Einschlafen von Mama, ich leite ihn direkt zum Mann weiter. Der kann das heute auch mal machen, ich will schreiben.

Dann muss der Große mir noch dringend was sagen, wie jeden Abend. Insgesamt ist es 3x was ganz dringendes. Ich versuche dem Kind zuzuhören. Am Ende singe ich ihm noch 2 Gute-Nacht-Lieder vor. Hoffen wir das nun Ruhe wird.

Ein langer Tag geht zu Ende.

Zwischendurch habe ich immer geschrieben und meine Schnittchen gegessen. Jetzt dann noch die Bohnen eintüten und einfrieren, Schlafzeug anziehen und ins Bett. Aber ne Rückenmassage könnte ich auch noch gut vertragen heute. Man bin ich verspannt.

Morgen früh geht der Tag wieder zeitig los. Wieder Frühschicht, die letzte für diese Woche. Wir erinnern uns, 4:15 Uhr klingelt der Wecker. Der Tag startet neu.

Wie war euer Tag denn so?

Verlinkt bei #wmdedgt.

Alle meine anderen Blogposts zu #wmdedgt findet ihr hier.

#WMDEDGT – Juli 2019

Es ist wieder Zeit für #WMDEDGT (Was machst du eigentlich den ganzen Tag?). Immer am 5. des Monats versammeln sich bei Frau Brüllen die Freunde des Tagebuchbloggens. Heute bin ich wieder mit dabei.

Von der Nachtschicht ins Wochenende

Der Tag startet bei mir auf Arbeit. Ich habe wieder Nachtschicht.
Bis morgens 5:45 Uhr wurschteln der Kollege und ich vor uns hin. Probenahme – Dokumention – Auswertung von Analysenmessungen – dafür sorgen, dass die Anlage ruhig fährt und leider auch Störungen dokumentieren. Letzteres ist ja immer unschön. Zeitweise habe ich ganz schön mit der Müdigkeit zu kämfen. Nach Schichtübergabe, Duschen, Umziehen und Heimweg, sitze ich dann gegen 6:10 Uhr zuhause auf dem Sofa und könnte gleich einschlafen.

Aber schlafen ist nicht, eigentlich. Da im Haus noch alle in ihren Betten liegen, ok fast alle, der Große spielt in seinem Zimmer, lege ich mich auf dem Sofa etwas hin und schließe die Augen. Um 6:30 Uhr kommt der Große runter und quatscht mich erstmal mit diversen Wünschen voll. Auf so was habe ich ja zum frühen Morgen überhaupt keine Lust.

Da ich dem Kind widerspreche und Nein sage, bekommt er erstmal einen kleinen Wutanfall. Warum auch nicht. Ich gehe also lieber die Sachen für die Kinder holen. Auf den Weg zu den Kinderzimmern läuft mir die Kleine über den Weg und brüllt gleich direkt los. Huch. Wie kann ich auch nur so plötzlich vor ihr stehen. Daraufhin verkriecht sie sich wieder in ihr Bett. Meine Laune sinkt gegen Null. Der Mann ist nun auch wach und ebenso wenig begeistert von der negativen Stimmung am Morgen. Unbeirrt hole ich nun erst einmal die Kleidung der Kinder aus den Schränken.

Anschließend fülle ich die Obstdosen der Kinder. Der Große bekommt Apfel und Gartenhimbeeren mit, die Kleine Apfel und Rosinen. Sie mag zur Zeit mal wieder keine Himbeeren. Dazu für jeden ein paar Mandeln. Mittlerweile hat sich das große Kind sogar allein angezogen, nur die Kleine bockt noch rum. Also auf in den nächsten Kampf. Als wir fertig sind, essen die Kinder noch eine Kleinigkeit.

Ab in den Kindergarten. Heute sogar ansatzweise pünktlich. Da aber im Kindergarten zur Zeit wieder ein Büchertisch aufgestellt ist, bekomme ich beide Kinder nur sehr schwer zum ausziehen. Doch ich bin echt müde und habe keine Lust auf Diskussion. Also gehe ich allein in die Garderobe der Kleinen. Das wirkt, sie kommt hinterher. Anschließend begleiten wir den Großen zu seiner Garderobe im Obergeschoss der Kita. Fertig, Kinder ins Frühdienstzimmer bringen und verabschieden. Das klappt heute wunderbar. Gegen halb 8 bin ich wieder daheim.

Das Bett ruft und ich schlafen bis kurz vor 13 Uhr. Zwischendurch werde ich nur mal kurz wach, als kurz hintereinander das Telefon und die Haustür klingelt. Aufstehen tue ich aber erst nach halb 2. Den Mann finde ich schlafend auf dem Sofa vor und auf meinem Arbeitstisch ein Paket.

Ich habe doch gar nichts bestellt? Oder doch? Ah, es sind die Informationshefte für Kinder von der Stadtentwässerung Dresden zum Thema Wasser, die ich für nächste Woche angefordert habe. Denn am Mittwoch werde ich den Kindern in der Kitagruppe vom Großen erklären, wie Abwasser gereinigt wird und was auf keinen Fall ins Abwasser gehört. Zur Zeit behandeln sie nämlich das Thema Wasser und zur Abwasserreinigung kenne ich mich nun berufsbedingt ja sehr gut aus. Also unterstütze ich da gern die Erzieherin im Kindergarten.

Nach einem kleinen Frühstück gönne ich mir noch etwas Me-Time und male ein bisschen mit meinen Aquarellfarben und -buntstiften. Das ist wie Meditation und tut mir gut. Heute habe ich mich an einer Sonnenblume versucht. Der Haushalt kann bis morgen warten.

Gegen 15:45 Uhr mache ich dann los die Kinder aus der Kita abholen. Das klappt heute recht gut, bis auf die Verweigerung der Kleinen bei einer Erzieherin Tschüß zu sagen. Es endet wieder in einem fantastischen Trotzanfall ihrerseits. Bis daheim hat sie sich zum Glück wieder beruhigt.

Wieder zuhause gibt es erst einmal, wie jeden Tag, Kekse und Eis. Irgendwie ist das durch die heißen Tage letzte Woche so in den Köpfen der Kinder hängen geblieben. Der Mann und ich trinken dazu jeder einen Kaffee. Man könnte diesen Ablauf auch gut als unser Ritual zwischen 16:15 – 16:45 Uhr bezeichnen. Es ist jeden Tag der Gleiche. Anschließend spielen die Kinder oben in ihren Zimmern. Jeder für sich. Mittlerweile hat es sich vor allem beim Großen so eingebürgert, dass er nach der Kekspause mindestens eine halbe Stunde für sich allein in seinem Zimmer braucht. Sei es ihm gegönnt.

Den Restnachmittag verbringen wir dann chillig mit kuscheln und Bücher anschauen auf der Couch. Als ich dann gegen 18 Uhr das Abendbrot beginne vorzubereiten, dürfen die Kinder Trickfilme auf Kika schauen. Heute geht das Abendbrot machen jedoch wie von allein, denn es gibt Milchreis und den kocht die Küchenmaschine.

Nach Abendbrot und Sandmann gehen wir noch gemeinsam in den Garten und gießen Gemüse und Blumen. Die Kinder dürfen heute mitmachen, denn das Wasser aus dem Kinderpool ist total dreckig und muss raus. Sie haben voll den Spaß beim Blumen gießen. Ich ernte nebenbei viele Himbeeren.

Mit nassen Füßen und Hosen geht es wieder ins Haus und ins Bad. Waschen, Schlafsachen anziehen. Anschließend dürfen die Kinder noch spielen, es ist ja Freitag Abend und Wochenende. Während der Mann sich vor den Fernseher setzt, schreibe ich hier diesen Blogpost. Unterbrochen wird das Ganze nur, als wir dann gegen 20:30 Uhr die Kinder in ihre Betten bringen. Heute hört jeder noch eine Hörspielgeschichte und hoffentlich schlafen beide dabei ein.

Jetzt genießen der Mann und ich gemeinsam die restliche Abendzeit auf der Couch. Allerdings bin ich schon wieder sehr müde und werde heute vermutlich bald in Bett gehen. Spätestens dann, wenn der Große eventuell noch X-Mal raus kommt und nach Kuscheln verlangt. Dabei schlafe ich dann garantiert ein.

Und wie war euer Tag?

Bis bald
eure Bianca

Verlinkt bei #WMDEDGT.

Sonnenblume gemalt Aquarell

#WMDEDGT – Mai 2019

Es ist der 5. und damit wieder Zeit für #WMDEDGT von Frau Bruellen. Diesen Monat bin ich wieder mit dabei, weil es einerseits passt und ich mir auch ein paar Regelmäßigkeiten für den Blog angewöhnen möchte.

Mein / unser Tag

Es ist Sonntag und normalerweise steht wie im Vormonat Frühschicht im Kalender. Diesmal aber nicht, ich bin momentan eine kleine Weile daheim. Das bedeutet nun, dass hier kein Wecker klingelt und wir uns von den Kindern wecken lassen. Trotzdem bin ich schon vor 6 Uhr munter, der inneren Uhr kann man halt nichts vormachen. Von den Kindern ist noch nichts zu hören. Neben mir schnarcht der Mann selig. Ich versuche noch etwas zu schlafen, das klappt aber nur so semi gut. Also vertreibe ich mir die Zeit mit Nachrichten lesen im Internet via Handy. Aufstehen möchte ich auch noch nicht, es ist so schön warm im Bett.

Kurz vor 7 steht dann das erste Kind auf, kurz danach das zweite. Kurz darauf stehen sie an meinem Bett und „wecken“ mich. Natürlich war ich so clever und habe mich schlafend gestellt. Ich kann die Kinder dazu überreden noch etwas zu spielen. Das lassen sich die beiden natürlich nicht zweimal sagen und verschwinden wieder in ihre Zimmer. Gegen dreiviertel 8 lassen sie sich aber nicht mehr fernhalten und wecken uns Eltern nun komplett mit aller Liebe. *Springen durch unser Bett

Also aufstehen und Frühstück vorbereiten. Das Geschrei nach Fernsehen überhören wir heute mal ganz dezent und so frage ich nach den Frühstückswünschen. Der Große entscheidet sich für Milchbrötchen und die Kleine für warmes Toastbrot, dazu gibt es Milch. Naja anscheinend ist der Hunger dann doch nicht so groß. Sie flitzen wieder davon zum Spielen. So können der Mann und ich wenigsten in Ruhe Kaffee trinken und frühstücken.

Nach dem Anziehen, heißt es dann Kinderzimmer aufräumen und Staubsaugen. In beiden Zimmern sieht es aus als hätte ein Tornado gewütet. Da die Kinder nur sehr wenig hilfsbereit sind, mache ich zuerst das Zimmer vom Großen und dann das von der Kleinen. Ich bin dabei ja auch so fies, denn ich möchte vorankommen, dass ich die Kinder des Zimmers verweise, wo ich gerade drin bin.

Während ich in den Kinderzimmer bin, fängt der Mann an das Mittagessen vorzubereiten. Heute gibt es Rinderbraten, der braucht seine Zeit. Die Kinder rennen immer zwischen oben und unten hin und her. Zwischendurch müssen wir Streit schlichten. Das die Kinder sogar freiwillig in den Garten gehen, ist auch nur den Traktor auf dem Feld zu verdanken. Aber nach gefühlt 5 Minuten waren sie auch schon wieder drin.

So schleicht der Vormittag voran und pünktlich zur Mittagszeit schreien die Kinder nach Hunger. Wir brauchen echt keinen Wecker hier. Der Mann hat lecker gekocht, es gibt Rinderbraten mit Kartoffeln und Bohnen. Die Kinder lieben Kartoffeln und Bohnen. Danach ist Zeit für den Mittagsschlaf.

Die Kinder tun sich heute schwer, also heißt es neben dem Bett sitzen bleiben und warten, dass sie einschlafen. Erst bei der Kleinen, dann beim Großen. Letztendlich schläft der Große beim Mann in unserem Bett mit und die Kleine in ihrem Bett. Ich mache keinen Mittagsschlaf.

Jetzt habe ich Zeit für weiter Hausarbeit oder Bürokram. Also erstmal eine Waschmaschine anstellen und anschließend kehren. Danach setze ich mich aufs Sofa, stelle mir eine Dokumentation über Queen Victoria auf YouTube an und lege in aller Ruhe zwei Körbe mit Wäsche. Ich genieße die Ruhe. Die Waschmaschine ist auch irgendwann fertig und wandert in den Trockner.

Gegen Dreiviertel 4 ist dann der Erste aus dem Mittagsschlaf aufgewacht und stapft die Treppe herunter. Es ist der Große. Ich helfe ihm beim Umziehen und gebe ihm eine kleine Knabberei als Vespersnack. Kurz danach kommt auch die Kleine herunter und fängt beim ersten Wortwechsel an zu weinen und hört nicht wieder auf. Wenn ich nicht wüsste, dass sie gerade ausreichend Mittagsschlaf gemacht hat, würde ich ja sagen, sie ist müde. Aber so. Man kann ihr auch nichts recht machen. Sie ist vollkommen unzufrieden mit sich und der Welt.

Mit Kind auf dem Arm weise ich den Großen an, wie er für den Papa einen Kaffee mit dem Automaten macht. Er ist da ganz stolz darauf. Dann erstmal das kleine Kind von seiner Stinkerwindel befreien und anziehen. Als sie sich immer noch nicht beruhigt, bringt der Mann sie dann doch wieder in ihr Bett. Kurze Zeit später ist kein Geweine mehr zu hören. Nach ein paar Minuten ist sie dann auch wieder bei uns. Immer noch unzufrieden, aber nicht mehr weinend. Ich versuche sie mit dem Anschauen einer Kinderzeitung abzulenken. Es klappt ganz gut.

Da die Kinder trotz Sonnenschein auch am Nachmittag nicht raus wollen, spielen sie in ihren Zimmern. Ich verräume die gelegte Wäsche und stöbere nebenbei noch etwas bei Kleiderkreisel nach Maxiröcken. Dann noch den heutigen Instagram-Post für #meetthebloggerde19 schreiben und posten. Heute geht es um Organisation. Passt ja wieder mal voll zu uns, der Tag wird weitestgehend durch die Kinder bestimmt.

Pünktlich gegen 17:30 Uhr schreit die Kleine wie jeden Tag nach Essen, bis zum Abendbrot ist aber noch eine Stunde Zeit. Also bekommt sie ein bissl Gemüsezwieback zum knabbern, bzw. sie holt es sich eigenständig. Kurz vor 18 Uhr mache ich den Kindern dann KIKA an für die tägliche Dosis Trickfilm bis zum Sandmann. Der Mann bereitet derweil das Abendbrot für die hungrigen Mäuler vor. Aus den Resten vom Mittagessen brutzelt er eine kleine Kartoffelpfanne.

Nach dem Sandmann gibt es dann das obligatorische Sonntagsbad der Kinder. Heute zusammen mit dem Papa. Als Tagesabschluss dann noch Gute-Nacht-Geschichte und Kuscheln für die Kleine, der Große hört in seinem Zimmer zur gleichen Zeit ein Hörbuch. Man kann sich ja schließlich nicht zweiteilen.

Gegen halb 9 ist dann auch der Große im Bett und nun geht es zum gemütlichen Teil des Tages über. Couch und Fernsehen mit dem Mann.

Bis bald eure Bianca.

Verlinkt bei #WMDEDGT.

#WMDEDGT – April 2019

Ich habe mal nachgeschaut, wann ich das letzte Mal bei Frau Brüllen #WMDEDGT – Was machst du eigentlich den ganzen Tag?, mitgemacht habe. Das war im Juli 2017. Oooooh. Wird also Zeit, dass ich mal wieder bei #WMDEDGT mit dabei bin.

Mein / Unser Tag

Der Wecker klingelt um 4:10 Uhr und ich schrecke regelrecht hoch. Echt schon Zeit zum Aufstehen? Och nö. Ich drehe mich nochmal für 10 Minuten um. Dann heißt es aber aufstehen. Ich schleiche mich ganz leise die Treppe runter zum Bad und hoffe, dass kein Kind munter wird. Im Bad dann das übliche Prozedere vor einer Frühschicht – Anziehen, Klo, Waschen, Zähneputzen, Eincremen und ein bissl Kajal auf die Augen. Dann noch Haare richten und fertig. Nebenbei schaue ich Insta-Stories.

Nach dem Bad geht es in die Küche. Frühstück für die Kinder und die Arbeit vorbereiten. Gegessen wird erst auf Arbeit. Dann das Frühstück der Kinder gut abdecken und auf dem Tisch platzieren. Noch meinen Rest für die Arbeit zusammenpacken, Anziehen und so gegen 5:15 Uhr fahre ich dann mit dem Fahrrad los. Ich bin 5 Minuten zu spät dran. Draußen sind es laut Thermometer so 9°C, doch auf dem Fahrrad fühlt sich das immer etwas kühler an.

5:45 Uhr beginnt bei uns die Frühschicht. Heute bin ich echt knapp dran, denn unterwegs hatte ich noch das Pech und musste am Bahnübergang an der Schranke stehen. Die Schichtübergabe habe ich damit leider verpasst.

Der Arbeitstag beginnt ruhig, aber wir wissen schon, dass es nicht dabei bleibt. Freitags ist in der Frühschicht immer viel los. Gegen 6:30 Uhr rufe ich kurz daheim an – traditioneller Weckdienst. Mann und Kinder sind schon wach und wir klären kurz, was der Mann mit zur Kita nehmen muss und den Erzieherinnen ausrichten soll. Der Mann schafft dann nach 7 Uhr die Kinder zur Kita. Um 7:30 Uhr gibt es dort Frühstück.

Dann Arbeiten bis 13:45 Uhr plus Schichtübergabe. Mit Duschen und Umziehen bin ich letztendlich kurz nach 14:15 Uhr aus dem Werk raus. Auf dem Heimweg mache ich einen kurzen Stopp beim Edeka, ich brauche zum Brotbacken noch eine bestimmte Mehlsorte und Backmalz. Beides bekomme ich.

Zuhause angekommen, schaue ich nach dem Mann. Ich finde ihn schlafend im Bett vor. Mit Blick in den Garten und auf das fertig gesiebte Beet, weiß ich dass er sich seinen Mittagsschlaf ausreichend verdient hat. Nach einer kurzen Pause auf dem Sofa, setze ich mich an den Laptop und suche nach Brotrezepten. Gegen 15:45 Uhr mache ich dann los die Kinder abholen. Der Mann ist mittlerweile auch aufgestanden.

Kinder abholen klappt dann heute mal ohne großes rumgemecker von den Kindern. Sie verabschieden sich von Erzieherinnen und Freunden und wir fahren nach Hause. Kurz vor Abfahrt haben wir noch schnell einem Spielbesuch zugesagt, der gleich nach der Kita zu uns kommt.

Kaum zuhause angekommen, schreien die Kinder schon wieder nach Essen, als würde es den ganzen Tag nix geben in der Kita. Als der Kita-Kumpel vom Großen mit seinem jungen Opa bei uns ankommt, serviere ich den Kindern einen bunten Keksteller. Die Kinder toben zu dritt durch den Garten und wir Erwachsen unterhalten uns bei Kaffee und Radler. Irgendwann entscheiden sich die Kinder dann zum Spielen im Kinderzimmer und später wieder für draußen. Es geht hin und her.

Kurz vor 17:30 Uhr setzte ich das Abendessen an. Da heute Freitag ist, ist Milchreis-Tag. Die Kinder lieben Milchreis. Seit ich meine neue Küchenmaschine (* Amazon Affiliate-Link) habe, geht das Milchreis zubereiten wie von Zauberhand und wird daher auch ausreichend genutzt.
Während der Milchreis kocht, verabschiedet sich der Kindergartenkumpel mit seinem Opa und fährt nach Hause. Ich packe Portmonee und Einkaufszettel zusammen und fahre noch schnell zum Einkaufen in den Nachbarort.

Während ich einkaufe, gibt der Mann den Kindern ihren Milchreis zum Abendbrot. Sie essen beide ihre Portionen auf. Als ich wieder daheim bin, packt der Mann die Einkäufe aus und ich die Kinder in ihre Schlafsachen. Nach dem Sandmann dürfen die Kinder heute noch eine Stunde spielen, denn es ist ja Freitag und morgen dann Wochenende. Dass das ins Bett bringen dann natürlich zum Schwerstkampf wir, hätte ich mir eigetlich auch denken können. Naja, wir lernen dazu.

Gleich geht es wieder zeitnah ins Bett, denn morgen früh klingelt der Wecker wieder unerbittlich um 4:10 Uhr.

Bis bald.

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Unser Mittwoch – #WMDEDGT-Edition

Heute war der erste Kita-Tag für die Kinder nach dem Urlaub. Die Kinder haben sich sehr darauf gefreut wieder hin zu gehen und dementsprechend ging dann heut morgen alles ganz flott voran.

Der Große war gegen 6 Uhr munter, die Kleine wurde, weil Morgenmuffel, kurz vor knapp geweckt. Dadurch gab es keine Wutausbrüche oder ähnliches zum frühen Morgen. Juhu, der Tag beginnt entspannend. Gegen 7:15 Uhr waren wir mit Sack und Pack unterwegs zur Kita.
Vollbepackt, weil Monatsanfang (=frische Bettwäsche) und Wechselwäsche-Fach auffüllen. Der Große erzählte seiner Erzieherin gleich voller Stolz, dass er nun ohne Schnuller schläft und ich ließ mir damit gleich den Kita-Schnuller mit nach Hause geben, ohne das er es mitbekam. Dafür gab es Lob am noch vor dem Frühstück.

Für uns Eltern begannen also die letzten Urlaubstage angenehm und vor allem ruhig nachdem die Kids außer Haus waren. Das ist so toll wenn es ganz still im Haus ist und man seinem eigenen Trott machen kann. Herrlich. Ich habe gleich erstmal eine Waschmaschine angestellt und dann den Geschirrspüler vorbereitet, um ihn direkt nach dem Frühstück anzustellen. Dann schon den Tee für die Kinder vorbereitet, den gibt es hier täglich als Getränk.Natürlich ungesüßt. Die Sorte wechsel täglich, mal Früchte, mal Kräuter. Heute habe ich Apfelfrucht von Goldmännchen aufgegossen. Für den Mann habe ich die Kaffeemaschine vorbereitet. Dann wurde in aller Ruhe gefrühstückt mit Instagram-Stories vom Vortag.

Der Mann durfte heute ausschlafen, da er gestern seinen kinderfreien Abend hatte und unterwegs war. Er kam erst ganz spät in der Nacht wieder heim. Somit hatten die Kinder ihn gar nicht gesehen, was aber nicht schlimm ist, denn wenn er ab nächster Woche wieder arbeiten geht, dann ist er ja auch an Frühschicht-Tagen morgens nicht da. Andersrum, also wenn ich Frühschicht habe, ist es ja genauso.

Nachdem der Mann dann irgendwann aufgestanden ist und auch gefrühstückt hat, sprich Kaffee getrunken hat, legten wir langsam los mit dem Tag. Also wir trotteten den Morgen so dahin. Nach zwei Wochen mit Kindern nonstop mit den Kids mussten wir die Ruhe einfach genießen. Jeder hat seinen Kram gemacht und zwischendurch auch mal was Notwendiges.

Der Mann hatte u.a. ein Telefonat mit der Arbeit, zwecks seines Wiedereinstiegs nach langer Krankheit und war auch noch Getränke einkaufen. Ich habe zwei Waschmaschinen Wäsche gewaschen, das Zimmer vom Großen aufgeräumt, gesaugt und dabei auch mal wieder umgeräumt. Was man halt so tut in seinem Urlaub. Ansonsten war chillen und ausruhen angesagt. Der Mann hat auch einen Mittagsschlaf gehalten, während ich in der Zeit nen Film geschaut habe.

Nachmittags haben wir dann zusammen die Kinder aus der Kita abgeholt und wurden dabei stürmisch in Empfang genommen. Zusammen sind wir dann noch zum Sonderpostenmarkt gefahren und haben Rasensamen und -dünger gekauft. Anschließend sind wir noch tanken gefahren, denn das Auto hatte Durst. So haben wir dem Großen vor einigen Monaten mal Tanken erklärt. Das Auto hat dann genauso Durst wie er auch und braucht was zu trinken und seitdem sagt er immer: „Auto hat Durst. Auto muss trinken.“ Sehr süß.

Wieder zuhause angekommen, hieß es erst einmal etwas trinken und Kekse essen. Wie jeden Nachmittag. Dann spielte die Kleine kurz draußen im Garten, als sie dann aber feststellte, dass ihr Bruder oben in seinem Zimmer war und dort spielte, wollte sie auch hoch. Ok, also ausziehen und ab nach oben. Wir haben dann noch Decken auf den oberen Balkon gelegt und ich habe mich auf den Balkon gesetzt. Die Kids sind dann immer mal raus gekommen und wieder rein gegangen. Hin-her-hin-her. Der Papa wurde beim Rasen nachsäen und düngen beobachtet. Großes Kino.

Dann sind wir wieder runtergegangen, es wurde Tee getrunken und ab ging es wieder in den Garten. Der Große allerdings ging wieder hoch. Somit war ein Kind dann oben auf dem Balkon und eins spielte unten. Unterhaltung lief dann von oben nach unten und umgekehrt ab. Das nervte etwas, da die Kinder auch langsam müde und somit quenglig wurden.

Der Mann hatte dann die tolle Idee im Garten noch Kartoffeln auszubuddeln und somit den Großen zu beschäftigen. Der fand das spitzenmäßig und war voll bei der Sache. Ich habe nebenher versucht die Kleine zu beschäftigen. Die Männer haben unsere lila Kartoffeln geerntet, was ein Experiment war, da die Saatkartoffeln davon nicht gerade günstig waren und wir daher auch nur eine Reihe davon hatten. Aus 6 oder 7 lila Saatkartoffeln wurden immerhin ca. 6 kg lila Kartoffeln. Woah. Also wenn unsere anderen Kartoffeln auch so gut gewachsen sind, dann gibt es hier demnächst ungefähr 100 kg Kartoffeln im Vorrat oder auch mehr.

Zum Abendbrot gegen 18 Uhr waren die Kids dann leider sehr quenglig. Der Große weigerte sich erst die Hände zu waschen und wollte lieber duschen. Essen war dann auch nur so halberfolgreich, aber Pudding geht zum Glück immer und auch Rohkost sowie Obst. Die Kleine sah danach aus, als wäre sie in ihren Pudding gefallen und machte beim Säubern ein Theater, als würde man ihr was antun wollen. Aber das macht sie immer, wirklich immer. Das Kind mag einfach keinen Waschlappen im Gesicht.

Während der Mann die Kleine ins Bett brachte, durfte der Große noch etwas Trickfilm via YouTube schauen, um sich danach (halbe Stunde später so gegen 19 Uhr) wieder in Rage zu brüllen, als es ins Bett gehen sollte. Unser mittlerweile täglicher abendlicher Wutausbruch. Puh. Ich glaube morgen geht es direkt nach dem Abendbrot ins Bett. Ohne Trickfilm.

Heute bin ich dann nur noch einmal nach oben zu ihm gegangen, als er wieder raus kam, den Rest habe ich dem Mann überlassen, da ich auch in Ruhe mein Abendbrot essen wollte. Der Mann hatte schon mit den Kindern zusammen gegessen, aber ich wollte dazu meine Ruhe haben. Wie morgens beim Frühstück. Also durfte er den abendlichen Kampf auf sich nehmen.

Irgendwann war dann Ruhe, allerdings unter Tränen des Großen, der einfach nicht verstehen wollte, das der Tag nun vorbei war und er schlafen sollte. Und das lag noch nicht einmal am umgestellten Kinderzimmer, das fand er toll. Nein, man könnte ja was verpassen und wenn ich gefühlt 10x auf die Toilette muss, dann kann ich mich vor dem Schlafen gehen drücken. Es ist anstrengend zur Zeit. Aber das Schrieb ich ja schon.

Es wurde dann tatsächlich ruhig und nach einer kurzen Aufräumrunde und sen Tag sacken lassen, verabschiedete sich der Mann schon bei Zeiten ins Bett, während ich noch ein paar YouTube-Videos schaute.

Jetzt heißt es aber auch bei mir gute Nacht und bis bald.

Verlinkt bei WMDEDGT.

#WMDEDGT – Was machst du eigentlich den ganzen Tag – Oktober 2016

Jeden Monat am 5. fragt Frau Brüllen #WMDEDGT – Was machst du eigentlich den ganzen Tag? Dieses Mal bin ich wieder mit dabei und verrate es euch.

Ich stehe kurz nach 6:20 Uhr auf, vorher habe ich schon zweimal auf den Wecker geillert wie spät es ist und ob der Mann sich zuckt. Nix. Mann schläft noch, Kinder ebenso. Da der Herbstzwerg aber in die Kita muss heißt es jetzt für mich: Raus aus den Federn. Ob ich will oder nicht.

Ich stehe auf ohne jemanden zu wecken. Klappt gut. Der Mann ist immer wieder beeindruckt davon wie ich mich still und leise aus dem Bett stehlen kann. Ich gehen nach unten und verschwinde erstmal im Bad. Ich ziehe mich gleich schon um, denn ich muss dann ja den Zwerg in die Kita bringen.

Danach geht es in die Küche um für den Mann Kaffee anzusetzen. Ich gehen in den Keller um einen Apfel für die Obstpause in der Kita zu holen und setze vorher eine Waschmaschine mit Wollwäsche (Mützen, Lammfell) an. Das brauchen wir demnächst und ich habe es echt das ganze Jahr nicht geschafft, das zu waschen. Schlimm.
Apfel schälen und schneiden für den Herbstzwerg und kleinen Frühstückssnack vorbereiten.

Der Mann ist aufgestanden und freut sich über seinen Kaffee. 6:50 Uhr gehen wir gemeinsam das Kind wecken und anziehen. Momentan ist das Windelwechseln wieder ein Kampf. Versucht er sich durch wegrennen davor zu drücken, wissen wir genau das die Windel ordentlich vollgesch… ist. Zähne bekommen ist doof. Nach Töpfchen, Windeln und Anziehen gehts  zusammen zurück nach unten. Ganz leise, wie wir zum Zwerg sagen, damit die noch schlafende kleine Schwester nicht geweckt wird.

Es gibt Snack, D-Flourette und Tee. Gegen 7:15 Uhr machen wir uns auf dem Weg in die Kita. Es ist kalt 4°C. Wer hat das denn bitteschön bestellt. In der Kita klappt zum Glück alles super. Kind fällt der Erzieherin glücklich in die Arme.

Zuhause zurück ist der Mann bei Kaffee No.2 und die Kleine schläft immer noch. Ich bin erstaunt, denn eigentlich schläft sie nur solange wenn ich Frühschicht habe. Klasse, kann ich in Ruhe frühstücken. Toast in den Toaster. Nebenbei bissl Ordnung machen und die fertige Waschmachine noch mal schleudern lassen. Keine 15 min später ist auch das fertig und das Kind ebenso wach. Ich gehe also fix die Wäsche aufhängen und danach das vergnügte Kind aus dem Bett holen.

Während die Kleine etwas spielt, mache ich endlich mein Frühstück. Der Mann bereitet die Flasche vor und füttert die Kleine während ich  selber frühstücke. Das Kind isst trinkt schneller. Mittlerweile ist es kurz nach 8. Windeln wechsel und Kind anziehen die Zweite des Tages. Spielzeit.

Kind und Mann spielen, ich bereite alles für den Besuch unserer Versicherungslady vor. WhatsApp von selbiger. Sie kommt eine halbe Stunde später. Na hoffentlich schaffen wir da alles. 10:30 Uhr ist Kinderarzttermin.

Gegen 9 ist sie da. Wir begrüßen uns herzlich. Es ist jedesmal eher wie ein Freundinnenbesuch. Die Begrüßung wird von Babygeschrei untermalt, denn der Mann ärgert das verschnupfte Kind mit Nase frei machen. Zur Entschädigung gibt es eine Runde Kuscheln mit der Versicherungslady. Die Kleine ist ganz ruhig und genießt. Der Mann und ich sind ganz baff. Kind darf wieder spielen und wir Erwachsenen widmen uns den wichtigen Dingen. Zwischendurch muss ich beim Kinderarzt anrufen das es später wird. Dafür haben wir aber nun komplett aktualisierte Unfallversicherungen nach neustem Standard.

Alles fertig. Wir verabschieden uns und ich fahre mit der Herbstmaus zum Kinderarzt. Gegen 11 kommen wir an, eine halbe Stunde später als bestellt. Zum Glück müssen wir nicht allzu lang obwohl das Wartezimmer gut gefüllt ist. Heute ist die erste RSV-Impfung der neuen Saison dran. Da die Herbstmaus ein Frühchen ist, welches beatmet werden musste, braucht sie diesen Schutz. Das Spritzen wird mit lautem Gebrüll als doof abgestempelt. Verständlich. Nächster Impftermin in 4 Wochen, das geht jetzt bis April so weiter, da die Impfung keinen Langzeitschutz bringt.

Wieder Zuhause gibt es Mittagessen. Erst für das Kind, dann für Mama und Papa. Während die Kleine Mittagsschlaf macht, widmet sich der Mann den Pflasterarbeiten vorm Haus und ich mache mich für die Arbeit fertig. Spätschicht. Der Mann hat Kinderdienst, aber er ist ja auch in Elternzeit.

Auf Arbeit läuft alles seinen gewohnten Gang. Kontrollen, Anlagenüberwachung, Probenahme und so weiter. Normaler Tag in der Kläranlage eine Chemiewerkes. Nur der Regen stört etwas und es ist kalt und windig. Das sind die Schattenseiten wenn man zum Teil viel an der frischen Luft arbeiten muss. Aber es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung und deswegen packen wir uns gut ein.

Gegen 16:30 Uhr ruft der Mann mich an. Er hat, nach Kind aus Kita abholen, mit den Kinderlein zusammen einen Birnbaum und ein paar Beerenobstpflanzen eingekauft. Bedeutet, in den nächsten Tagen gibt es hier ne Pflanzaktion im noch etwas kahlen Garten.

Um 21:45 Uhr ist endlich Feierabend. Leider regnet es noch. Ich quäle mich mit dem Fahrrad bei Gegenwind nach Hause. Wenigstens ist, im Gegensatz zum Montag, meine Kleidung wetterfest. Dank Allwetterjacke, Stiefeletten und Regenhose vom Mann (X-Nummern zu groß, aber geht schon) komme ich nicht durchgeweicht zu Hause an.
Die Kinder schlafen wie immer selig. Den Mann finde ich schlafend auf dem Sofa vor, der Kamin glüht noch etwas. Er hat es sich also schön gemütlich gemacht. Ich setze mich an den Laptop und schreibe diesem Eintrag, denn ich habe Lust dazu.

Jetzt ist es kurz vor Mitternacht. Ich werde mich jetzt bettfertig machen. Versuchen den Mann vom Sofa ins Bett zu bekommen (vermutlich erfolglos) und dann schlafen gehen. Spätestens halb 7 ist die Nacht wieder vorbei und der Tag beginnt ähnlich wie heute von vorn. Was heute nachmittag daheim alles so los war, erfahre ich dann beim Frühstück.

Gute Nacht und bis bald.

Verlinkt bei #wmdedgt.

#WMDEDGT – Was machst du eigentlich den ganzen Tag

Heute möchte ich mal an der Aktion „WMDEDGT – Was machst du eigentlich den ganzen Tag“ von Frau Brüllen teilnehmen. Immer am 5. des Monats wird dabei das eigene Tagesgeschehen dokumentiert.

Hier also mein heutiger Tag, ganz ungeschönt. Setzt euch bequem hin, am besten ne Tasse Tee dazu, es wird lang, denn ich schreibe heute mal ausführlich und ungeschönt.
2:08 Uhr – Die kleine Maus fängt an rum zu meckern. Nach 6h Schlaf hat sie Hunger. Ich stehe auf, nehme sie hoch und gehe mit ihr in die Stube/Küche. Da lege ich sie zuerst in ihre Kuschelecke auf der Couch und anschließend hole ich ihre Muttermilchflasche aus dem Kühlschrank und stelle sie in den Flaschenerwärmer – 10 Minuten.

Man glaubt gar nicht was man in den 10 Minuten des Flasche erwärmen so alles schafft.

  • Den Wasserkocher fürs Teewasser anstellen.
  • Kaffeemaschine für den Mann vorbereiten, so dass er sie nach dem aufstehen nur noch einschalten muss.
  • Selber etwas trinken, ne Kleinigkeit essen und Tee aufgießen, immerhin hat der Große Durst wenn er später aufsteht.
  • Die Kleine entpucken und ihr die Vitamin-D-Tropfen über den Schnuller geben. Der bleibt danach natürlich nicht lange im Mund.
  • Milchpumpe vorbereiten und dann ist die Milch für die Kleine auch schon fertig.

2:20 Uhr – Dem Kind die Flasche geben. Zwischendurch wird dabei gewickelt. Die Flasche stelle ich während des Wickelns in den ausgeschaltenen Flaschenwärmer und dabei vom erwärmten Wasser warm gehalten.
Flasche bis auf einen kleinen Schluck leer. 120g Muttimilch hat sie getrunken. Kurz kuscheln und dann das Kind wieder in Puck- und Schlafsack stecken. Flasche reinigen.

3:10 Uhr – Jetzt 15 Minuten Muttimilch abpumpen. Ausbeute: 2 Mahlzeiten. Milchflaschen mit Inhaltsmenge beschriften und in den Kühlschrank stellen. Pumpe reinigen.
Das mittlerweile wieder schlafende Kind nehmen und wieder ins Bett gehen. Jetzt ist es

3:45 Uhr. Gute Nacht.

6:00 Uhr – Der Wecker klingelt. Ab jetzt muss alles wie am Schnürchen klappen, denn 7:30 Uhr muss der Große zum Frühstück in der Krippe sein. Aber beim Anblick des nicht so richtig munter werden wollenden Babys, ahne ich schon das es knapp wird heute. Dabei ist tagsüber auf die kleine Fressraupe verlass mit den Zeiten zwischen den Mahlzeiten. Also das Kind aus dem Bett nehmen und in Stube/Küche gehen.

Unten treffen wir den Mann beim Kaffee trinken an. Ich lege die Babymaus ab und befreie sie von Schlaf- und Pucksack. Spätestens in 5 Minuten wird sie meckern, ich kenne mein Kind. Ich stelle die Milch aus dem Kühlschrank in den Flaschenerwärmer und verschwinde erstmal ins Bad mich umziehen. Nach paar Minuten höre ich das Baby. Jaja, darauf ist Verlass. Als ich wieder zu ihr komme ist die Milch fertig. Sie bekommt noch ihre Eisentropfen. Fütterzeit.

Kurz vor 6:30 Uhr verabschiedet sich dann der Mann auf Arbeit und ich merke schon, dass das Trinken heute zäh wird. Immer wieder nickt das Kind ein. Auch das Wickeln und umziehen zwischendurch bringt nicht viel Munterheit hinein. Am Ende hat sie gerade mal 95g getrunken. Muss erstmal reichen, denn das andere Kind will auch noch geweckt werden.

Schnell Flasche und Sauger reinigen und das, wieder schlafende, Baby fix für draußen anziehen und schon mal in den Kinderwagen legen. Ich stoße auf keinen Widerstand.
Es ist bereits 7:00 Uhr als ich endlich den Großen wecken kann. Die Schlafmütze will auch nach 13h Schlaf nicht von allein aufstehen. Aber zum Glück lässt sich das Kind problemlos wecken. Nachdem wir zusammen das Rollo hochgemacht haben und kurz aus dem Fenster sahen (das liebt er),stand der schwierigste Teil bevor, umziehen und Windel wechseln.

Diesmal war ich aber vorbereitet und mit einer Toastscheibe und Teeflasche ausgerüstet. Dadurch ging das ausziehen und Windel wechseln zum Glück problemlos. Auch Body und Pullover konnte ich ihm noch anziehen, doch dann war das Toast alle, das Kind richtig munter und das tägliche „Fang mich, wenn du mich anziehen willst“-Spiel ging los. Denn so schnell wie er sich aus der Rückenlage umdreht und weg ist, kann ich ihn nicht festhalten, zudem habe ich immer Angst ihm weh zu tun.

Irgendwie schaffe ich es dann doch noch ihn mehrmals einzufangen und Strumpfhose und Skianzug anzuziehen. Puh. Dann ab nach unten Schuhe, Mütze, Schal anziehen. Ich ziehe mich auch an. Kind aufs Kiddieboard stellen und ab Richtung Kinderkrippe. Es ist nun schon 7:20 Uhr als wir endlich aus dem Haus kommen. Also geht es im Eiltempo voran.

Als wir ankommen sitzen bereits alle Kinder am Frühstückstisch. Mist zu spät. Das Kind wieder zu entblättern und ihm die Hausschuhe anzuziehen ist wieder ein kleiner Kampf, ständig will er wegrennen. Mit Mutti kann mans ja machen. Aber letztendlich kann ich das Kind abgeben und schaue noch wie er gleich in sein Brot beißt. Auf nach Hause, ich habe Hunger.

Kurz vor 8 bin ich wieder mit dem Baby daheim. Ich Rabenmutter lasse die Kleine in ihrem Kinderwagen im Flur stehen. Ich möchte sie noch schlafen lassen, denn wenn ich sie rausnehme und ausziehe ist sie garantiert gleich munter und mein Frühstück wäre dahin.

Zuerst aber noch schnell in den Keller gehuscht und eine Waschmaschine mit gefühlten 100 Arbeitssocken vom Mann anstellen. Nun aber Frühstück, ich mache mir einen Stilltee und Marmeladentoast, dazu esse ich dann noch den letzten Pfannkuchen von gestern nachmittag. Nebenbei wird Zeitung gelesen und bissl bei Instagram und Twitter nachgeschaut.

8:40 Uhr – Muttermilch abpumpen muss auch noch sein, denn den regelmäßigen Rhythmus sollte ich schon einhalten. Nach 15 Minuten Milch in den Kühlschrank stellen und alles sauber machen. Dabei noch übrig gebliebene Milch der letzten Tage mit weggießen. Da ich noch mehr habe als das Kind trinkt, bleibt mir leider nichts anderes übrig. Schade drum, aber ich kann nicht alles einfrieren, dann bräuchte ich eine extra Kühltruhe nur für die Milch. Und mit aufgetauter Milch haben wir zudem beim Großen letztes Jahr schlechte Erfahrung gemacht, er bekam davon Durchfall.

9:30 Uhr Waschmaschine ist fertig. Schnell aufhängen und dann das Baby aus seinem Kinderwagen holen. Sie wird bald wieder nach Essen schreien. Als ich fertig bin, hole ich sie aus dem Kinderwagen und ziehe ihr ihren Anzug und Mütze aus. Keine Angst, dem Kind war in der ganzen Zeit nicht zu warm. In unserem Flur/Treppenhaus ist es angenehm frisch und sie schläft immer am besten, wenn sie schön eingekuschelt ist. Wäre dem nicht so, so würde sie sich melden. Da ist sie wie ihr großer Bruder.

9:55 Uhr – Pünktlich wie ein Wecker fängt das Baby an zu meckern. Ich breite die Flasche vor und dann wird auch schon getrunken. Die nächste Stunde gehört nur ihr. Trinken, Wickeln, Kuscheln.
Sie trinkt diesmal zügig und die ganze Flasche aus, 121g sind es diesmal. Beim Kuscheln versucht sie ständig ihren Kopf zu heben und ich habe dabei zu tun sie ordentlich festzuhalten, so turnt sie herum. An ein Schläfchen ist jetzt nicht zu denken.

Wir haben unsere Kuscheleinheit etwas ausgedehnt und mache uns gegen 11:30 Uhr fertig um in die Stadt zu fahren und ein paar Erledigungen und Einkäufe zu machen. Gegen 12 fahren zuerst zur Bank ein Schreiben abgeben und anschließend in den Supermarkt. Zum Abschluss besorgen wir noch ein paar neue Gardinen im Möbelhaus. Schon im Supermarkt hat die kleine Maus angefangen rum zu meckern, kein Wunder die nächste Essenszeit rückt immer näher. Aber dank Schnuller beruhigt sie sich zum Glück schnell.

Als wir kurz nach 14 Uhr wieder daheim ankommen, ist der Mann schon daheim und nimmt mir die Kleine ab. Als sie aus ihrem MaxiCosi geholt wird, verlangt sie gleich lautstark nach ihrer Flasche. Auch etwas kuscheln mit dem Papa beruhigt sie nicht. Doch der Flaschenerwärmer braucht nun mal seine 10 Minuten. Ich übernehme wieder und gebe ihr die Flasche und wickel sie. Nach dem Wickeln gibt der Mann ihr den Rest warmgehaltene Milch, während ich abpumpe.

Dann ist es auch schon 15:15 Uhr und ich muss los um den Großen aus der Krippe abholen. Eigentlich wollte ich ja mit dem Buggy laufen, doch das Wetter macht mir einen Strich durch die Rechnung. Also Auto.

In der Krippe angekommen, räume ich erstmal die Schmutzwäsche (Schlafanzug und Schlafsack) in einen Beutel und lege alle Sachen parat. Dann gehe ich zur Gruppentür und klopfe. Der Zwerg sieht mich und kommt gleich freudestrahlend angerannt. Beim verabschieden von der Erzieherin ist er gleich mal wieder etwas bockig, denn er will ja raus zu mir. Als ich ihn entgegen genommen habe und ihn auf die Bank zum anziehen setzte, steht er schnurstracks wieder auf und rennt mir davon. Ok, das Hascherspielchen geht wieder los. Warum immer nur bei mir.

Ich locke ihn mit einer Softwaffel zurück, denn etwas zu Essen kann er nie widerstehen. Trotzdem wird das anziehen wieder zum Kraftakt zwischen ihm und mir. Am Ende gewinne natürlich ich und er heult mal wieder eine Runde, da er seinen Dickschädel nicht durchbekommen hat. Wir fahren nach Hause.

Zu Hause angekommen ist es schon fast 16 Uhr. Die kleine Maus schläft in Bauchlage in ihrer Kuschelecke und der Mann werkelt im Keller. Er will heute den Kellervorraum fertig fliesen, gestern hatte er schon damit angefangen. Ich ziehe den Großen aus und gehe mit ihm in die Stube. Er bekommt eine weitere Waffel und Tee. Mit Essen in der Hand geht er direkt zu seinem Tisch und will sich hinsetzen. Ich helfe ihm ein wenig dabei.

Während er isst, gehe ich schnell in den Keller und stelle eine Waschmaschine mit Handtüchern an. Wieder oben angekommen, schneide ich ihm einen halben Apfel zurecht und stelle ihn ihm hin. Er will aber nicht mehr sitzen, sondern zu seinem Spielzeug. Ich werkel derweil in der Küche vor mir hin. Bei einem erneutem Blick zu ihm, stelle ich erstaunt fest, dass er bereits mit einem leeren Teller durch die Gegend rennt. Schon aufgegessen. Wow. Ich mache ihm also noch die andere Hälfte, den er meckert rum. Als ich ihm den Teller bringe, stelle ich fest, dass er die andere Apfelhälfte in seinen Laufwagen gelegt hat. Mama erfolgreich veräppelt, würde ich mal sagen.

Die nächste Viertelstunde spielt er dann mit mir das Spielchen Essen vom Teller werfen und Mutti darf aufheben oder mit dem Teller durch die Gegend rennen und das Essen verteilen. Irgendwann habe ich die Faxen dicke und nehme ihm den Teller samt Apfel weg. Ein strenger Geruch weißt mich darauf hin, dass ich ihm die Windel wechseln muss. Ein Kampf, wir sind mal wieder beim Hascherspielchen, als ich ihm die neue Windel umgebunden habe. Irgendwann schaffe ich es dann auch seinen Body wieder zu schließen. Ihm die Strumpfhose wieder anzuziehen probiere ich gar nicht erst, soll er doch barfuss durch die Gegend rennen. Das ist der Beginn von knapp 2 Stunden, wo er mich an meine Grenzen bringt.

Als er dann noch auf die Couch klettert und seiner schlafenden Schwester halb gegen den Kopf tritt (natürlich unbewusst) ist Schluss mit lustig. Ich schimpfe mit ihm und stecke ihn in sein Laufgitter. Jetzt heult er erstmal eine Runde, genauso wie seine Schwester, was bei ihr aber verständlich ist. Ich tröste sie kurz, dann schläft sie zum Glück weiter. Jedoch ahne ich bereits jetzt, dass das nicht lange anhalten wird. Als endlich Ruhe eingekehrt ist, setze ich mich auf die Couch und schalte den Fernseher ein. Wir schauen uns „Abenteuer Leben“ an. Ich atme kurz durch.

Kurz vor 17:30 Uhr fangen beide Kinder an zu heulen, als hätten sie sich abgesprochen. Also einmal Flasche für die Kleine erwärmen und Schnitte für den Großen machen. Den Großen in seinen Tripp Trapp setzten und die Schnitte und Tee hinstellen. Während ich der kleinen Maus die Flasche gebe, spielt der Zwerg mit seinem Essen und Teller rum. Am Ende landet eine halbe angebissene Schnitte auf dem Fußboden und den Teller kann man auch gut wie eine Trommel benutzen. Meine Nerven.

Zwischendurch ermahne ich ihn immer wieder sitzen zu bleiben. Ich werde erfolgreich überhört. Als er dann so rumhampelt, dass er fast runterfällt, muss ich eingreifen. Also Baby sicher ablegen und sich dem großen Böckchen widmen. Die Krönung ist dann die Verteilung vom Tee auf dem Tisch. Auch wenn die Trinklernsauger auslaufsicher sind, so weiß das Kind trotzdem wie es den Tee auch so raus bekommt. Einmal aufwischen bitte.
Nun wird es aber Zeit um ins Bett zu kommen, aber heute ist vorher Baden angesagt. Beim Ausziehen dann, ihr ahnt es vermutlich schon, Hascherspielchen mit Mutti.

Ich bin fertig mit den Nerven, warum nur immer bei mir. Ich heule erstmal ne Runde. Ja auch vorm Kind. Ist mir egal. Nach gefühlten unendlichen Minuten schaffe ich es das Kind windelfrei zu bekommen und mit ihm ins Bad zu gehen. Während ich Wasser einlasse, rennt das Kind immer noch wie so ein Duracell-Hase durchs Bad. Zum Glück badet er gern, so dass ich ihm problemlos den Body ausziehen kann und ab ins Wasser. Kind vergnügt und Mami atmet tief durch.

Endlich kommt der Mann dazu, er hat den Kellervorraum fertig und übernimmt die Badbetreuung. Während der Große fertig gemacht wird gehe ich zur Babymaus um sie badefertig zu machen. Ein Glück sie ist noch nicht eingeschlafen. Kinderwechsel im Bad. Ich setze den Großen aufs Töpfchen und der Mann badet die Kleine. Als er damit fertig ist, nehme ich die Kleine und er den großen Wirbelwind. Gleichzeitig wickeln wir beide Kinder und ziehen ihnen das Schlafzeug an. Der Mann ist schneller als ich und bringt den Großen hoch in sein Bett. Ich pucke die Kleine und stecke sie in ihren Schlafsack. Sie darf noch bei uns bleiben.

Es ist nun gegen 19:10 Uhr als hier endlich Ruhe einkehrt. Der Mann duscht noch schnell und wir machen uns Abendbrot. Es gibt Ciabatta mit Kräuter Creme Fraiche, Schinken und Käse für mich, der Mann nimmt neben der Creme Fraiche Thunfisch, Camenbert und Käse darauf. Alles wird dann im Ofen überbacken. Während das Essen im Ofen ist, hole ich schnell die Wäsche aus der Waschmaschine und pumpe Muttimilch ab. Wir setzen uns gemütlich aufs Sofa und schauen beim Essen unter anderem „The Voice Kids“.

Nach dem Essen schreibe ich diesen Blogeintrag hier weiter. Der Mann verschwindet gegen 21:15 Uhr mit der Kleinen ins Bett. Ich muss nun noch schnell die Wäsche aufhängen und dann gehe ich auch ins Bettchen. Mal schauen ob ich vor Mitternacht noch einmal aufstehen muss, um die kleine Babymaus zu füttern. Wenn sie ihre Zeiten so einhält, wie die letzten Tage, dann dürfte sie sich gegen Mitternacht bzw kurz danach melden. Aber ich vermute mal stark, dass ich gar nicht erst ins Bett komme, denn gerade quäkte es von oben. Ja genau. Ich bin dann mal Flasche warm machen.

Wenn ich bis hier hin durchgehalten habt mit lesen, dann könnt ihr euch ungefähr vorstellen, wie hier der tägliche Wahnsinn tobt.

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