#WMDEDGT – Januar 2021

Dienstag. Freier Tag = Wochenende.
Es ist der 5. des Monats. Zeit für #wmdedgt – „Was machst du eigentlich den ganzen Tag“.  Alle Mitmachwilligen versammeln sich wie immer bei Frau Brüllen. Los gehts.

Guten Morgen im Lockdown

Mittlerweile können die Kinder „ausschlafen“. Seit Beginn des Lockdowns Mitte Dezember fängt hier kein Tag vor 7 Uhr an. Einzige Ausnahme sind meine Frühschicht-Tage. Daran kann man sich echt gewönnen.
Heute Nacht hat der Große mal wieder bei mir im Bett verbracht, nachdem ich ihn gestern Abend nach einem Nachtschreck zu mir genommen habe. Der Mann hat sich deswegen ins Bett vom Großen geschlafen. Freiwillig.

Da heute nichts außerordentliches geplant ist und auch niemand außer Haus muss, starten wir ganz gemütlich in den Tag. Kaffee für den Mann, Malzkaffee für mich und Vanillemilch für die Kinder. Dazu mehr oder weniger zu essen als Frühstück. Danach ziehen sich die Kinder an und gehen spielen.

Für mich heißt es nach dem Frühstück eine große Runde Telefondienst. Ich arbeite mich durch meine Liste mit fälligen Arztterminen für das erste halbe Jahr. Insgesamt mache ich fast 10 Termine für uns 4 aus. Nur beim Augenarzt für die Kleine werde ich auf Februar vertröstet, da die Terminvergabe für August/September jetzt noch nicht stattfindet. Beim Hausarzt geht entweder keiner ran oder es ist ständig besetzt.

Während ich telefoniert habe, startete der Mann mit seinem Homeschooling. Später hatte er auch noch eine Live-Unterrichtsstunde via Webcam. Das war allerdings zu einer sehr ungünstigen Zeit. 11 Uhr ist der Mann hier eigentlich mit Essen kochen beschäftigt. Das musste ich dann übernehmen.

Kita-Programm daheim

Damit die Kinder nicht nur mit Spielen, rumtoben und Chaos machen beschäftigt sind, veranstalten wir jeden Tag eine kleine Art Kita-Programm daheim. Je nach Plan entweder Vormittags oder Nachmittags. Für den Großen ist das ja wichtig zwecks Vorschule. Unser Wochenthema ist gerade „Vögel im Winter“.

Nachdem wir gestern ein praktisches Programm hatten mit der Herstellung von Vogelfutter, wurde es heute künstlerisch. Die Kinder sollten ein Vogelhaus malen, inklusive Futter (Sonnenblumenkerne) aufkleben. Während die Kleine begeistert mitgemacht hat und sich nicht ablenken ließ, war der Große nicht ganz bei der Sache und brach nach einer Weile ab. Er verzog sich dann in sein Zimmer und schmollte. Anscheinend war ich heute etwas zu streng. Aber auch Konzentration muss gelernt werden.

Nach dem Malen spielten die Kinder wieder in ihren Zimmern und ich habe mich den vollen Wäschekörben gewidmet, bevor ich das Mittagessen begonnen habe zu kochen. Der Mann hatte schon alles vorbereitet bevor er zu seinem Webmeeting musste.

Mittagsruhe

Heute standen Bratkartoffeln mit Würstchen (Kinder) und Spiegelei auf unserem Essensplan. Wir haben die Bratkartoffeln in 2 Chargen gebraten, denn ich wusste nicht wie lange der Homeschooling Unterricht vom Mann dauern würde. Die Kinder sollten daher nicht warten müssen. So aßen sie ihre Bratkartoffeln und Würstchen heute mal allein und wir Eltern unser Mittag dann, als die Kinder bereits im Bett lagen.

Ich muss ehrlich gestehen, dass es herrlich ist, mal wieder in Ruhe sein Mittag zu essen und zu genießen. Der Mann fand es auch schön. Vielleicht sollten wir so ein geteiltes Mittagessen ab und zu wiederholen.

Als dann auch der Mann sich zu einem Mittagschlaf zurückgezogen hatte, telefonierte ich kurz mit meinen Eltern und genoss dann ein wenig Me-Time mit YouTube. Diese wurde allerdings immer wieder vom Großen unterbrochen, der keinen Mittagsschlaf machen wollte. Wir einigten uns daher darauf, dass er sich auf die Couch legt und Bücher anschaut.

Nachmittags- und Abendprogramm

Gegen 15 Uhr waren alle Familienmitglieder wieder munter und angezogen. Nach einem Vesper mit Keksen verzogen sich die Kinder wieder zum Spielen in ihre Zimmer. Rausgehen war heute leider nicht, denn das Wetter war eindeutig zu unstet und nass.

Zeit für ein bisschen Finanzarbeit. Ich habe unser Dezemberbudget abgeschlossen und das vom Januar auf einen aktuellen stand gebracht. Alle Ausgaben in meine Liste eingetragen und geschaut, was bist zum nächsten Lohn noch ansteht. Zwischendurch musste ich immer mal wieder zu den Kindern hoch. Streit schlichten oder auch für Ruhe sorgen, denn es muss ja nicht die ganze Nachbarschaft alles mitbekommen.

Nach dem Budget stand bissl Hausarbeit auf dem Programm, aber ohne Stress. Der Papiermüll musste raus, denn morgen wird die blaue Tonne abgeholt. Mittlerweile machen das die Kinder, die finden es nämlich klasse die Tonne zu füllen. Der Mann hat sie dann später an die Straße gestellt.

Ab 17 Uhr durften die Kinder dann ein wenig fernsehen. Dazu gab es für jeden eine große Möhre als Snack, denn bis zum Abendessen war noch etwas Zeit. Ich verräumte dann noch die gelegte Wäsche und machte ein wenig Ordnung im Zimmer der Kleinen. Der Mann machte irgendwas am Laptop.

Gegen halb Sieben deckten wir dann den Tisch und aßen zusammen zu Abend. Nach dem Sandmann schlüpften die Kinder in die Schlafanzüge und spielten noch eine Runde in ihrem Zimmern. Der Mann machte in der Küche Ordnung und ich ging Duschen und Haare waschen.

Für die Kinder hieß es dann noch Zähne putzen und ab ins Bett. Ich setzte mich auf die Couch und schreibe diesen Blogpost hier. Der Mann schaut fern.

Morgen muss ich wieder zeitig raus zur Frühschicht und der Mann muss Kinder und sein Homeschooling allein managen. Aber das bekommt er bestimmt wie immer gut hin.

Bis bald
eure Bianca

Verlinkt bei #wmdedgt.

Alle bisherigen Beiträge von #WMDEDGT findet ihr hier.

Du liebst unsere Blogbeiträge und möchtest uns unterstützen, dann kannst du gern ein paar Münzen in unseren kleinen PayPal-Kaffeekasse geben. Wir sagen Danke dafür.

#WMDEDGT – Dezember 2020

Sonnabend. Spätschicht.
Es ist der 5. des Monats. Zeit für #wmdedgt – „Was machst du eigentlich den ganzen Tag“.  Alle Mitmachwilligen versammeln sich wie immer bei Frau Brüllen. Los gehts.

Auf dem Sofa aufgewacht

Als ich gestern Abend von Spätschicht nach Hause gekommen bin, habe ich mich noch etwas auf Sofa gesetzt und bin dann dort eingeschlafen. Zum Glück hatte ich meine Schlafsachen an. Als der Mann mich dann heute morgen nach halb Sieben sanft weckte, bin ich, noch in der Sofadecke eingekuschelt, direkt in mein Bett umgezogen. Schlafen konnte ich aber nicht mehr richtig. Stattdessen habe ich dann die Ruhe genossen und bisschen in Social Media gelesen. Die Kinder waren auch schon wach, haben aber in ihren Zimmern gespielt.

Gegen halb Acht bin ich dann aufgestanden und habe zuerst an der Tür der Tochter gelauscht. Sie hat mit ihrer Kindergitarre (hier ein ähnliches Modell*) gespielt und dabei „Ich geh mit meiner Laterne“ gesungen. Als ich dann leise ihre Tür öffnete hat sie mich gar nicht bemerkt, so vertieft war sie in ihrem Spiel. Als sie fertig war, habe ich leise applaudiert. Es war so schön sie auf dem Boden sitzend z sehen, Gitarre und Plektrum in den Händen und ein Liederbuch (*) vor sich aufgeschlagen. Klar, sie kann weder richtig Gitarre spielen, noch Noten lesen, aber sie kannte das Lied und ihr Spiel passte irgendwie dazu.

Nachdem sie mir dann noch ein paar Lieder vorgesungen hat, habe ich ihr Sachen gegeben und ihr beim Anziehen geholfen. Anschließend sind wir runter zu Mann und Sohn in die Wohnküche gegangen.
Der Sohn schaute, bereits fertig angezogen, etwas Trickfilm und der Mann saß am Laptop und arbeitete etwas für die Schule. Nach einem Guten Morgen habe ich mich angezogen und erstmal eine Waschmaschine angestellt. Durch meinen Spätdienst dieses Wochenende ist die Waschzeit streng getacktet.

Spielen, Einkaufen, Mittagessen

Während des Frühstücks habe ich dann den Einkaufszettel für den Lebensmitteleinkauf geschrieben. Der Kühlschrank ist sehr leer und deswegen wird der Einkauf heute etwas größer ausfallen.

Danach habe ich mit der Tochter erst einmal ihren heutigen Adventskalenderinhalt verbastelt. Sie hatte einen Nikolausstiefel aus Bügelperlen drin. Eine geschickte Andeutung auf eine wichtige Aufgabe für heute noch. 😉
Beim Steckern musste ich ihr ein wenig helfen. Nach dem Bügeln habe ich dann einen Faden durch den Bügelperlen-Nikolausstiefel gezogen. Er fand dann einen Platz am Kinderweihnachtsbaum (davon berichte ich euch demnächst).

Der Sohn hatte heute Lego im Adventskalender und jetzt den Unterboden für sein neues Fahrzeug fertig. Über die nächsten Adventstage wird das Auto dann wachsen.
Kurz bevor ich zum Einkaufen los bin, musste ich noch eine Runde Labyrinth-Spiel der Kinder überwachen, damit es auch fair zugeht. Die Kleine ist da dann doch schnell frustriert wenn was nicht passt und da muss ich dann beruhigen. Der Mann hat während eine kleine Arbeit in der Gartenhütte fertig gestellt.

Als ich zum Einkaufen los bin, schien die Sonne so sehr, dass ich doch tatsächlich mit Sonnenbrille fahren musste. Der niedrige Sonnenstand jetzt im Winter ist echt jedes Jahr gewöhnungsbedürftig.
Beim Einkaufen war dann einiges los, aber alle Leute haben sich fast vorbildlich mit der Maskenpflicht verhalten. Nur das mit dem Abstand, dass muss noch geübt werden. Ich konnte aber meine Liste schnell abarbeiten. Nur Eier habe ich vergessen, wie sich später daheim rausstellte.

Zuhause mussten wir dann die Kinder kurz etwas ablenken, denn ich hatte ein Weihnachtsgeschenk mit gekauft, was erstmal schnell versteckt werden musste. Die Kinder sind ja immer völlig aus dem Häuschen, wenn ich vom Einkauf komme. Als wäre ich mehrere Wochen weg gewesen. 🙂
Während ich den Einkauf verräumt habe, hat der Mann Mittagessen gekocht. Wie immer Samstags gab es heute ein Nudelgericht. Kurz vorm Mittagessen musste dann die Wäsche noch schnell in den Trockner wandern, denn natürlich war die Waschmaschine mit ihrem Programm längst fertig. Hatte ich vollkommen vergessen.

Spätschicht

Nach dem Mittagessen habe ich mir für die Arbeit noch einen TassenKuchen angerührt und in der Mikrowelle „gebacken“. Dabei habe ich dann auch die fehlenden Eier bemerkt, aber es waren ja zum Glück noch 2 Stück da. Kaufe ich dann nächste Woche welche nach.

Als Mann und Kinder zum Mittagessen in den Betten verschwunden waren, habe ich mich für etwas mehr als eine halbe Stunde auf Sofa gelegt und ein kleines Schläfchen gemacht. Das ist oft sehr hilfreich.
Danach ging es mit dem Fahrrad zur Arbeit. Heute bei etwas milderem Temperaturen und mittlerweile weniger Sonne als noch vor wenigen Stunden.

Nach ein paar Stunden Arbeit rufe ich dann immer Zuhause an und frage wie es so läuft. Heute war der Mittagsschlaf ok, dafür wollen die Kinder aber anscheinend den Nachmittag in den Schlafsachen verbringen. Immerhin waren sie als ich anrief gerade beim Stiefel putzen. Na da kann der Nikolaus ja heute Nacht kommen.

Auf Arbeit ist es heute ruhig. Alles läuft entspannt. Als ich Abends nach Hause komme, schlafen Mann und Kinder schon. Ich werden mich jetzt wieder kurz auf das Sofa setzen, nachdem ich den Nikolaus kurz assistiert habe. 😉
Ich nehme mir auch fest vor, diese Nacht in meinem Bett zu schlafen.

Bis bald
eure Bianca

Verlinkt bei #wmdedgt.

Alle bisherigen Beiträge von #WMDEDGT findet ihr hier.

Du liebst unsere Blogbeiträge und möchtest uns unterstützen, dann kannst du gern ein paar Münzen in unseren kleinen PayPal-Kaffeekasse geben. Wir sagen Danke dafür.

#WMDEDGT – November 2020

Donnerstag. Frühschicht.
Es ist der 5. des Monats. Zeit für #wmdedgt – „Was machst du eigentlich den ganzen Tag“.  Alle Mitmachwilligen versammeln sich wie immer bei Frau Brüllen. Los gehts.

Eiskalter Morgen

Mitten in der Nacht kam wieder der Sohn zu uns mir ins Bett gekrabbelt und nahm mir wieder mal die halbe Decke und Bettseite weg. Als mein Wecker um 4:15 Uhr zum ersten Mal klingelte, kroch das Kind leise aus dem Bett, ging auf Toilette und verkrümelte sich dann in sein Bett zum weiterschlafen. Der Wecker klingelte dann noch mal, aber eh ich aufgestanden war, war es dann schon 4:45 Uhr.

Noch vor mir ist der Mann aus dem Bett aufgestanden. Was ich nun gar nicht verstehe, denn der könnte noch locker ne halbe bis eine Stunde weiterschlafen, eh er aufstehen muss um sich für seinen Schulweg fertig zumachen. Aber er möchte in Ruhe seinen Kaffee trinken, sagt er. Für mich ist er um die Uhrzeit eher ein ungewohntes störendes Etwas. Ich komme mir dabei so beobachtet vor.

Aber ich ließ mich nicht aus dem Konzept bringen und machte meine gewohnte Frühschicht-Morgenroutine. Toilette – Anziehen – Waschen – Zähne putzen – Gesicht so zaubern, das es halbwegs munter aussieht. Danach mache ich mir mein Frühstück für die Arbeit und packe mein Mittagessen ein. All zu viel muss ich aber nicht einpacken, da ich einen kleinen Essvorrat auf Arbeit habe. Dann dicke Jacke, Schal und halbhohe Boots anziehen. Gekrönt wird der Look dann noch von Mütze, Fahrradhelm und etwas dickeren Handschuhen, denn mich erwartet die erste Fahrradfahrt des Herbstes mit Morgenfrost. Kühl frostige 1°C war es draußen. Da hat meine Lunge ganz schön zu kämpfen bei der Kälte.

Arbeitsreicher Vormittag

Auf Arbeit angekommen, hieß es erstmal raus aus den Sachen, rein in die Sachen. Mittlerweile wird es aufwendiger mit der Arbeitskleidung. Zwiebellook ist angesagt, da ich nie weiß, was komm und ob ich nur vor mehreren Monitoren sitze oder auch mal raus in die Anlage muss.

Kurz nach 6 Uhr rufe ich dann nochmal kurz daheim an. Der Mann hat mittlerweile die Kinder geweckt, ihnen ein kleines erstes Frühstück gegeben und nun waren sie schon in Aufbruchsstimmung. Denn bevor der Mann seine 1h-Schulweg antritt, muss er die Kinder in die Kita bringen. Geht halt nicht anders, wenn ich Frühschicht habe.

Der Tag auf Arbeit ist heute alles anderes als ruhig. Ich komme ein bisschen an meine Grenzen, da ich mich mit der Anlage, die ich momentan steuere noch nicht so gut auskenne. Aber wie sagt man so schön, so ein Sprung ins kalte Wasser hat noch keinem geschadet. Naja. Fürs nächste Mal bin ich nun schlauer und weiß, was ich wie machen muss und kann.

Kurze Ruhe daheim

Nach der Arbeit erstmal wieder das lustige Klamottenspiel mit An- und Ausziehen, nur diesmal gibt es noch den Bonus heiße Dusche dazwischen. Heimgeradelt bin ich dann bei strahlendem Sonnenschein, aber es war immer noch frisch. Ok, ich gehöre ja jetzt auch eher zur Kategorie Frostbeule, also ist „frisch“ da natürlich eher relativ.

Zu Hause ist mein erster Gang dann zur Waschmaschine. Ich hatte mir vorgenommen, heute die Bettwäsche vom Sohn, welche ich am Dienstag gewechselt habe, zu waschen. Anschließend habe ich gleich noch bei der neuen Packung Farbfangtücher alle Tücher halbiert. Reicht und ich habe länger was davon. Zudem spart es Geld nur halbe Tücher zu verwenden.

Jetzt habe ich noch eine knappe Stunde Zeit, bis ich los und die Kinder aus der Kita abholen muss. Da sie ja heute morgen sehr zeitig in der Kita waren, müssen sie nun auch eher als sonst abgeholt werden. Was nun also tun? Einer erste Überlegung war ein kleines Nickerchen auf dem Sofa. Aber letztendlich habe ich mich selbst dazu überredet, endlich die Weihnachtswünsche der Kinder rauszusuchen und via Mail an meine Eltern zu schicken. Dann ist das erledigt und ich werde nicht weiter gefragt, was geschenkt werden soll.

Alle wieder daheim

Während ich auf dem Weg zur Kita laufe, telefoniere ich kurz mit meinen Eltern und informiere sie zu meiner Mail. Alles klar, Geschenke werden bestellt.
Das Abholen funktioniert heute ohne Probleme. Ok, ich habe einen kleinen Köder in Form von Lollis einstecken. Aber ich brauchte Motivation, denn wir müssen auf dem Heimweg einen kleinen Umbogen über die Post mit laufen, denn es lag eine Paketkarte im Briefkasten. So geht der Heimweg dann einmal durchs halbe Dorf und wir sind kurz vor dem Mann wieder daheim. Als ich die Haustür aufgeschlossen hatte, fuhr er gerade in die Garage.

Alle Mann ausziehen, Hände waschen und erst dann gibt es was zu Essen und trinken. Malzkaffee und Waffel für mich, die Kinder tranken warmen Tee. Denn hatte ich vorm Losgehen zur Kita noch fix angesetzt. Der Mann verzichtete auf seinen Kaffee. Danach gingen die Kinder in ihre Zimmer spielen und der Mann und ich unterhielten uns über unseren Tag.

Schnell wurde es auch schon dunkel draußen und die Frage der Tochter, ob sie nochmal rausgehen kann und schaukeln, musste leider abgelehnt werden. An die zeitige Dunkelheit müssen wir uns alle erstmal wieder gewöhnen.

Abend

Die Bitte von uns Eltern fürs Kinderzimmer aufräumen, wurde mit Unmut beantwortet. Aber mal ehrlich, wenn ich die Zimmertüre nicht schließen kann, weil dort knapp 100 große Pappbausteine liegen, dann müssen sie leider weggeräumt werden. Genauso wie alle Bücher aus dem Regal, die wie ein bunter Teppich auf dem Boden lagen. Es war also wieder ein Kampf. Erst als ich mich mit ins Zimmer setzte, wurde mieslaunig alles aufgeräumt. Ich habe nebenher gleich noch ein paar Buntstifte gespitzt.

Das Aufräumen zog sich wieder wie Kaugummi in die Länge und so hieß es heute nach dem Abendbrot sofort ab ins Bett für die Kinder. Schlafsachen hatten sie schon davor angezogen und so mussten sie sich hinterher nur noch waschen und Zähne putzen. Ok, letzteres haben sie vergessen. Naja.

Jetzt. Ruhe im Haus. Der Mann hört Musik, ich schreibe Blog und gleich gibt es für mich noch ein bisschen TV. Eigentlich wollte ich ja auf Joyn die aktuelle Folge „Reign“ sehen, aber die haben das Programm geändert und so kommt die Folge nun erst 1,5 Stunden später. Grmpf.

Morgen und das ganze Wochenende habe ich dann Spätschicht. Da wird dann auch nicht viel daheim.

Bis bald
eure Bianca

Verlinkt bei #wmdedgt.

Alle bisherigen Beiträge von #WMDEDGT findet ihr hier.

Du liebst unsere Blogbeiträge und möchtest uns unterstützen, dann kannst du gern ein paar Münzen in unseren kleinen PayPal-Kaffeekasse geben. Wir sagen Danke dafür.

#WMDEDGT – Oktober 2020

Montag. Hallo „Wochenende“.
Es ist der 5. des Monats. Zeit für #wmdedgt – „Was machst du eigentlich den ganzen Tag“.  Alle Mitmachwilligen versammeln sich wie immer bei Frau Brüllen. Los gehts.

Start in mein „Wochenende“

Wie schon im September beginnt mein 5. des Monats auf Arbeit, ich habe Nachtschicht. Aber im Gegensatz zum Vormonat ist es diesmal bereits meine 3. Nachtschicht und somit die letzte vor meinem „Wochenende“.
Auf Arbeit läuft alles seinen gewohnten Gang. Es wird eine ruhige Schicht.

Als ich kurz nach 6 Uhr morgens wieder zuhause bin, ist alles ruhig, Mann und Kinder schlafen noch. Ich setze mich auf Sofa und scrolle durch Social Media. Dabei schlafe ich ein, werde aber halb Sieben vom Handywecker des Mannes geweckt. Ich schalte ihn aus und döse wieder weg. Im Haus ist es immer noch ruhig. Wenig später kommt die Tochter runter und kuschelt sich an mich. Aufgrund eines Arzttermines hat sie heute Kitafrei. Kurz vor 7 steht dann auch der Sohn auf. Ich frage ihn, ob er zum Frühstück in die Kita möchte oder erst danach. Er möchte zum Frühstück in die Kita. Das bedeutet nun aber Husch Husch mit Anziehen und fertig machen. Schwierig bei einem müden Kind, aber ich helfe dem Sohn. Nach dem Anziehen packe ich ihm noch eine Banane für die Obstpause in den Rucksack. Während der Sohn sich die Staßensachen anzieht, kuschelt sich die Tochter wieder aufs Sofa.
In der Kita kommen wir pünktlich an. Voller Begeisterung sieht der Sohn den Schulbus vorfahren. Nächstes Jahr fährt er dann damit.
Ich gebe das Kind ab, rede noch kurz mit der Erzieherin und fahre dann nach Hause.

Vormittag ohne Schlaf

Normalerweise würde ich nun ins Bett gehen und den fehlenden Nachtschlaf nachholen, doch heute ist dafür erstmal keine Zeit. Viertel Zehn hat die Tochter heute einen Arzttermin, wo weitere Schritte für ihre Behandlung im SPZ besprochen werden sollen.
Um die Zeit bis dahin zu überbrücken, erledige ich einfach schon mal paar Dinge des Tages. Ich packe ein Päckchen von einem Mamikreisel-Verkauf und eins für meine liebe Co-Autorin Ines. Für sie gibt es ein paar Kleidungsstücke für den kleinen Sohn und ein neues Buch als Rezensionsexemplar, was wir euch demnächst vorstellen werden. Als wir dann zum Arzt losfahren, versuche ich nebenbei noch bei meinem Hausarzt anzurufen. Ständig ist besetzt. Kurz vorm Ziel komme ich endlich durch und lasse mir einen Termin für Morgen geben. Mir geht es in letzter Zeit nicht gut und ich muss jetzt auf meinen Körper hören.

Im SPZ läuft alles nach Plan. Wir besprechen eine neue Behandlungsstrategie um die kleinen unkontrollierten Wutausbrüche der Tochter in den Griff zu bekommen. Der Arzt sieht uns dabei auf einem gutem Weg und wir sind auch zuversichtlich.
Nach dem Arzttermin fahren wir noch in die Stadt. Wir geben die Pakete bei der Post ab und gehen danach ins Schuhgeschäft um der Tochter Schuhe für den Herbst zu kaufen. Wir werden sogar fündig. Gar nicht so einfach für die Kinder immer passende Schuhe zu finden, denn wegen ihrer orthopädischen Einlegesohlen müssen wir die Schuhinnensohlen raus nehmen können. Doch dieses Jahr haben wir Glück und finden schöne Schuhe. Die Tochter nennt nun einen rosa Schuh-Mädchentraum aus Wildlederimitat ihr eigen. Danach noch einen kurzen Abstecher in den Drogeriemarkt und zum Bäcker.
Kurz nach 11 Uhr sind wir wieder daheim.

Endlich Schlaf

Während ich mich nun endlich Bettfertig mache, bereiten Mann und Kind für sich ein schnelles Mittagessen zu. Ich lege mich hin und schlafe bis kurz nach 15 Uhr tief und fest.
Nebenbei telefoniert der Mann noch mit Handwerkern, denn wir haben durch Zufall (Angebotseinholung für ein neues größeres Dachausstiegsfenster) bei unseren Dachziegeln einen Schaden entdeckt, der nach gerade mal 5 Jahren eigentlich nicht sein sollte. So etwas kurz vor Ende der Baugewährleistung ist echt ärgerlich, denn nun zieht sich unser geplanter Dachausbau in die Länge. Und ehrlicherweise habe ich momentan überhaupt keine Lust und Nerven auf hitzige Diskussionen, wer den Schaden nun übernimmt.

Nach dem Mittagsschlaf holt der Mann zusammen mit der Tochter den Sohn aus der Kita ab und macht sich dann auf den Weg zu seinem Facharzttermin. Ich esse mit den Kindern ein paar Kekse und Salzbrezeln, und trinke nebenbei meinen Malzkaffee. Im Hintergrund brodelt unser neuer Einkochautomat (*Amazon-Affiliate-Link) mit Bolognese-Gläsern vor sich hin. Die haben wir gestern Abend gekocht und heute noch einmal aufgekocht und abgefüllt.

Nachmittag und Abend

Nach dem Kaffee spielen die Kinder in ihrem Zimmern, während ich mich aufs Sofa verkrieche. Mit mir ist momentan nicht viel anzufangen und so verschiebe ich den Haushalt auf morgen. Später schaue ich mit den Kindern ihre Lieblingstrickserien und mache uns Abendbrot. Danach gibt es eine Kuschelrunde mit Geschichte vorlesen.
Als der Mann heim kam, spielten die Kinder noch etwas in ihren Zimmern, bevor es für sie ins Bett ging. Jetzt sitzen der Mann und ich auf dem Sofa. Er schaut Film und ich schreibe hier im Blog.

Nun ist der Tag schon wieder um und morgen ist ein Neuer. Für mich ist dann Sonntag und für den Rest Dienstag.

Bis bald
eure Bianca

Verlinkt bei #wmdedgt.

Alle bisherigen Beiträge von #WMDEDGT findet ihr hier.

Du liebst unsere Blogbeiträge und möchtest uns unterstützen, dann kannst du gern ein paar Münzen in unseren kleinen PayPal-Kaffeekasse geben. Wir sagen Danke dafür.

#WMDEDGT – September 2020

Sonnabend. Nachtschicht-Tag. 
Es ist der 5. des Monats. Zeit für #wmdedgt – „Was machst du eigentlich den ganzen Tag“. 
Alle Mitmachwilligen versammeln sich wie immer bei Frau Brüllen. Los gehts.

Nachtschicht

Der Tag beginnt auf Arbeit und ich spüre es: Der Herbst kommt. Die Nächte werden wieder so frisch, dass ich Leggings unter die Arbeitshosen ziehe und einen dünnen Schal am Hals bevorzuge. Auch wenn ich die Nacht auf Arbeit ausschließlich vor 8 Monitoren verbringe, ist mir gefüllt ständig kalt. Zwiebellook ist wieder angesagt.

Aber es lässt sich noch aushalten mit dem frieren. Übergangszeiten sind nicht gerade meine Lieblingszeiten, sich wieder an die kühleren Temperaturen zu gewöhnen ist furchtbar. Das macht mich immer so müde. Besonders zwischen 3 und 5 Uhr morgens ist es echt schwierig wach zu bleiben. Aber ich halte mich tapfer, glaube ich. Trotzdem fallen mir diesmal die Augen kurz zu. Verdammt.

Verschlafener Vormittag

Nach der Nachtschicht führt mich der Heimweg direkt beim Bäcker vorbei. Das ist mittlerweile ein festes Ritual an Nachtschicht-Wochenenden. Ich kaufe für die Kinder jeweils ein Käse-Schinken-Brötchen, dann für uns noch ein halbes Brot und große doppelte Brötchen. Das Auto füllt sich mit dem Duft von frischen Brötchen.

Zuhause angekommen, es ist halb 7, sind die Kinder schon wach und nehmen mich freudig in Empfang. Sie tragen die Bäckertüten in die Küche und angeln sich ihr Brötchen heraus. Käse-Schinken-abknabbernd sitzen sie nun am Esstisch. Nichts mit ruhigem Alleinfrühstück für mich heute, denn normalerweise schlafen die Kinder eigentlich noch. Nur heute halt nicht. Naja egal.

Nach dem Frühstück Kuschel ich mich mit den Kindern unter eine Decke aufs Sofa und mache ihnen Trickfilm an. Bis der Mann aufsteht, bleibe ich bei ihnen. Dann stelle ich noch eine Waschmaschine an und verschwinde gegen 7:45 Uhr ins Bett und schlafe bis kurz nach 14 Uhr.

Während ich schlief …

… waren der Mann und die Kinder viel im Garten. Die Kinder haben gespielt und der Mann begann im Garten eine Rohrleitung zu unserer Zisterne frei zu legen, denn wir befürchteten einen Rohrbruch. Dieser bestätigt sich am Nachmittag dann auch.
Dafür musste heute erstmal eine Himbeerpflanze weichen. Aber wir setzten sie wieder ein, wenn alles behoben ist.
Am Montag wird der Mann dann neue Rohrleitungsstücke holen, damit der Zulauf zur Zisterne wieder gesichert ist.

Zum Mittagessen kochte der wie jeden Sonnabend eine Nudelvariation. Heute mit Bolognesesoße. Für mich blieb sogar eine Portion übrig, die ich dann Abends gegessen habe.

Nachmittag

Kurz vor dem Mittagessen war ich mal kurz wach, da die Kinder an der Schlafzimmertür geklopft hatten. Diese schließe ich nämlich mittlerweile immer ab, um nach der Nachtschicht am Wochenende in Ruhe schlafen zu können.

Komplett geweckt wurde ich aber letztendlich gegen 14 Uhr als ich die Tochter weinen gehört habe. Also bin ich zu ihr hin, habe sie beruhigt und gemeinsam sind wir dann runter gegangen. Mann und Sohn waren mittlerweile schon wieder im Garten. Einer im Sandkasten und der andere im aufgebuddelten Gartenbeet.

Zusammen mit der Tochter habe ich aber erstmal die fertige Wäsche in den Trockner getan und eine weitere Waschladung angestellt. Anschließend machten wir beide für uns etwas zu Essen. Für sie ein kleines Vesper und für mich Malzkaffee und Brötchen als „Frühstück“. Danach ist auch sie in den Garten und ich habe mich fertig angezogen.

Nachdem ich mir im Garten die Rohrproblematik angesehen habe, bin ich wieder ins Haus und habe mir den Staubsauger geschnappt und den Wohnbereich auf Vordermann gebracht. Dazu habe ich mir Musik (Radio) angemacht. Zwischendurch musste ich aber immer mal wieder raus in den Garten. Die Kinder haben mir ihre verrückten Konstellation aus allen möglichen Fahrzeugen von ihnen gezeigt.

Als ich alles fertig gesaugt hatte, folgten noch Wäsche legen und wegräumen. Auch die Badesachen der Kinder habe ich heute verräumt. Ich glaube nicht, dass wir die Schwimmringe dieses Jahr noch brauchen.

Der Nachmittag verging dadurch wie im Flug.

Abendprogramm

Zum Abendessen durften die Kinder heute Trickfilm und Sandmann schauen. Manchmal gibt es halt auch solche Tage. Danach ging es heute direkt ins Bett, denn die Stimmung war leider sehr gekippt und da ist es das Beste hier, alle irgendwie aus der Situation rauszunehmen.

Die Kinder durften in ihren Betten aber noch Hörspiel hören und sind dann dabei eingeschlafen. Ich habe dann später bei ihnen die Geschichten und das Nachtlicht ausgemacht. Es beruhigt mich, dass sie dabei so gut einschlafen können.
Auch ich habe mich noch etwas hingelegt, denn ich brauche das vor der Nachtschicht. Selbst der Mann ist zeitig ins Bett, die Gartenbuddelei hat ihn heute ganz schön geschafft.

Bevor ich zur Arbeit gefahren bin, habe ich nochmal alles im Haus kontrolliert, denn das beruhigt mich immer. Jetzt kann ich mich 8 Stunden auf die Arbeit konzentrieren, obwohl die Gedanken trotzdem zum Teil daheim sind.

Bis bald
eure Bianca

Verlinkt bei #wmdedgt.

Alle bisherigen Beiträge von #WMDEDGT findet ihr hier.

Du liebst unsere Blogbeiträge und möchtest uns unterstützen, dann kannst du gern ein paar Münzen in unseren kleinen PayPal-Kaffeekasse geben. Wir sagen Danke dafür.