#WMDEDGT

#WMDEDGT – Juni 2021

Was machst du eigentlich den ganzen Tag?

Sonnabend. Spätschicht Krank.
Es ist der 5. des Monats. Zeit für #wmdedgt – „Was machst du eigentlich den ganzen Tag“.  Alle Mitmachwilligen versammeln sich wie immer bei Frau Brüllen. Los gehts.

Turbulenter Morgen

Irgendwann in der Nacht kam der Sohn wieder zu uns ins Bett geschlichen. Mittlerweile schaue ich dabei kaum noch auf die Uhr, sondern sehe zu, dass ich schnell wieder einschlafe. Mit einem Kind neben einem, bzw. gern an meinen Beinen, ist es allerdings kein erholsamer Schlaf. Gegen 7:45 Uhr werden langsam alle wach und stehen auf. Bis auf den Mann, der krabbelt erst kurz vor 9 Uhr aus dem Bett.

Kaum munter beginnen für mich an die 2 Stunden, wo ich eigentlich nicht zum Sitzen komme. Als erstes versuche ich die Kinder zum anziehen zu bewegen, klappt leider nicht. Sie rufen nach Essen. Also schiebe ich ihnen den Toaster hin und reiche das Toastbrot. Dazu noch Butter und Pflaumenmus, sowie Brettchen und Messer. Den Rest können sie mittlerweile ganz gut alleine, nur beim Durchschneiden vom Brot musste ich helfen. Ich husche schnell ins Bad mich anziehen. Die Tochter verlangt lautstark nach den gestern gekauften Erdbeeren, während im Hintergrund der Wasserkocher pfeift. Ich mache mir also meinen Kaffee und richte für die Kinder nebenbei Erdbeeren her. Da es schon nach 8 Uhr ist, wird das gleich ihre Obstpause. Spät frühstücken hat auch seinen Vorteil, man kann zwei Essensgaben miteinander verbinden.

Die restlichen Erdbeeren schneide ich klein und zuckere sie, so haben wir Mittags ein leckeres Kompott. Nebenbei trinke ich meinen Kaffee schlückchenweise, um ihn heiß genießen zu können. Mit vollem Bauch ziehen sich die Kinder dann auch an. Irgendwann steht dann auch der Mann auf. Gesessen habe ich selber noch nicht. Während der Kaffeeautomat läuft, verschwinde ich kurz in den Keller um eine Waschmaschine anzustellen. Dann endlich sitzen und den Rest Kaffee lauwarm austrinken.

Geschäftiger Vormittag

Die Kinder machen sich fertig zum spielen im Garten und gehen raus. Ruhe. Nach dem Kaffee etwas Ordnung schaffen. Gegen halb 10 Uhr fahre ich kurz mit dem Rad auf die andere Dorfseite um einen Brief in den Briefkasten zu werfen. Ich habe wieder etwas Kinderkleidung über Vinted verkauft. Als ich wieder da bin, räumt der Mann den Geschirrspüler ein und schaltet in an. Gemeinsam machen wir etwas Ordnung in der Küche. Zack, schon ist die Ruhe auch wieder vorbei. Die Kinder schleichen um den Pool herum, den der Mann gestern aufgebaut und befüllt hat. Wir lassen sie gewähren und kaum gesagt sind sie schon in ihren Badesachen.

Bissl kalt ist das Wasser aber noch. Stört die Kinder aber wenig. Stattdessen wird nach Schwimmbrett und Schwimmreifen verlangt. Was unteranderem so viel bedeutet wie: Mama jetzt mach mal und gib uns die Sachen aus de Schrank und puste den Schwimmring auf. Nebenbei verursacht die Tochter noch eine kleine Überschwemmung auf dem Esstisch als sie ihren Trinkbecher umstößt. Und was liegt noch auf dem Esstisch, das Tablet vom Mann. Der schimpft mit dem Kind und ich mit ihm, da er es nie wegräumt. Tolle Stimmung heute wieder. Ich schicke ALLE raus und trockne Tisch und Stühle. Nebenbei draußen die nächsten Katastrophen versuchen zu verhindern. Der Mann fängt an die Pflanzen zu gießen und ich stecke im Haus den Staubsauger an. Erdgeschoss einmal durchsaugen bitte.

Zwischenzeitlich wird ein Bild, welches ich bei Ebay Kleinanzeigen zum Verschenken eingestellt hatte, abgeholt. Die Abholerin stellte sich als ehemalige Schulkameradin von mir heraus, auch wenn wir in unserer Schulzeit nichts miteinander zu tun hatten, da sie in eine Parallelklasse ging. Aber vor 2 Jahren zum 20-Jährigen Klassentreffen hatten wie uns getroffen. Die Welt ist echt ein Dorf. Zum Dank für das kostenlose Bild bekam ich ein Glas selbstgemachte Brombeermarmelade. Lecker. Und da wir schon bei meinen Kleinanzeigen sind, hat mir eine Arbeitskollegin geschrieben, dass sie 3 von mir eingestellte Romane haben möchte. Manchmal lohnt es sich wirklich die Sachen einzustellen, sogar in den WhatsApp-Status.

Mittagszeit = Hungrige Kinder

Langsam schritt die Zeit Richtung Mittag voran und die Kinder, insbesondere die Tochter, riefen wieder nach Essen. Ich vertröstete sie mit einer trockenen Scheibe Toastbrot. Allgemein ist die Stimmung bei den Kindern gerade wieder sehr angespannt. Zum Glück gehen sie sich im Moment aus dem Weg. Die Tochter liegt eingeschnappt auf einer Liege im Garten und der Sohn spielt mittlerweile in seinem Zimmer. Ach ich liebe solche Tage. Nicht.

Da heute Sonnabend ist, hole ich aus dem Keller ein Paket Nudeln. Dazu Bolognesesoße aus dem Frost. Unsere Letzte, wir müssen dringend wieder neue kochen. Als alles fertig ist, wollen die Kinder natürlich nur wieder Nudeln pur. Ohne Soße, ohne Käse. Ich denke mir meinen Teil und bin still. Beim Mittagessen dann wieder aufgeheizte Stimmung, da der Sohn die dicken Nudeln kaum kaut und eher runterschlingt. Das ist für den Mann ja gar nichts. Als Nachtisch gibt es für die Kinder die gezuckerten Erdbeeren. Das Töchterlein möchte sie pur, der Sohn mi einer Kugel Vanilleeis. Beide Kinder zufrieden.

Zum Mittagschlaf dann das nächste Drama, als die Tochter lieber in ihrem Bett schlafen möchte, anstatt wie in letzter Zeit üblich mit Papa und Bruder im Elternbett. Allerdings machen wir momentan keine Kompromisse, den in ihrem Bett schläft sie Mittags nicht allein und sie braucht den Schlaf noch. Also gibt es dicke Tränen und Gemecker, aber nach 5 Minuten ist komplette Ruhe und sie schläft, genauso wie Papa und Bruder.
Solche Situationen machen mich momentan echt fertig und ich muss mich auch erstmal aufs Sofa legen um wieder runter zu kommen. Danach schaffe ich die Wäsche von der Waschmachine in den Trockner, denn draußen sind dicke dunkle Wolken aufgezogen. Nichts mit Frischlufttrocknen heute. Das ist mir zu riskant. Eine halbe Stunde später ist allerdings wieder strahlender Sonnenschein. Na jetzt nicht mehr.

Gechillter Nachmittag

Kurz nach 13 Uhr fahre ich eine halbe Stunde zum übernächsten Baumarkt um eine Sandfilterpumpe (*Amazon-Affiliate-Link) für unseren Pool zu kaufen. Die ist nämlich bei Obi im Angebot und das möchte ich auf letzte Elle noch nutzen. Unsere kleine Filterpumpe, die beim Poolkauf letztes Jahr dabei war, ich nicht die Ideallösung. Dazu hole ich noch Filterbälle* anstatt Quarzsand. Die können bei Verschmutzung gewaschen und wieder verwendet werden. Außerdem wandern Rasenkalk und Poolchemie in den Einkaufswagen. Zack 138€ ärmer. Aber das Geld hatte ich eingeplant und somit parat.

Nach knapp 1,5 Stunden bin ich wieder daheim. Mann und Kinder schlafen noch. Ich hole die Wäsche aus dem Trockner und beginne sie mit der Wäsche von vorgestern zu legen. Kurz nach 15 Uhr kommen die Kinder gut gelaunt angelaufen. 5 Minuten später auch der Mann. Ich unterbreche meine Arbeit und versorge die hungrigen Kinder mit Keksen und Wassermelone. Der Mann schaut sich derweil meinen Einkauf an.

Während die Kinder ihre Melonenstücke essen, beginnt der Mann mit dem Zusammenbau der neuen Pumpe. Ach es ist doch schön, wenn es mal wieder was Neues zum bauen gibt. Da nehmen sich Erwachsene nichts zu Kindern, stelle ich immer wieder fest. Ich wiege zwischenzeitlich die benötigte Menge an Filterbälle ab und bringe sie zum Mann. Dann nur noch an den Pool anschließen und schon plätschert es. Was für ein Unterschied zu der alten Mini-Filterpumpe.
Die Kinder sind derweil angezogen und auf dem Weg zu einer Kita-Freundin, um sie für gemeinsames Spielen zu fragen. Leider hat die Familie Besuch und so wird das nichts mit dem spontanen zusammen spielen. In den Pool können die Kinder auch noch nicht wieder, da wir das neue Algenschutzmittel und Pool-Desinfektion zugegeben haben. Das Wasser soll jetzt erst einmal eine Weile umwälzen. Trübe Gesichter bei den Kindern. Aber sie begnügen sich mit dem Trampolin und anderem Spielerein. Ich reiche ihnen nebenher kalten Tee und was zu knabbern. Gab ja nicht gerade erst Obst.

Als die Kinder versorgt waren, widmete ich mich wieder der Wäsche und schaute nebenher etwas YouTube. Der Mann las im Tablet Nachrichten. Für die Kinder hatten wir einen Wecker gestellt, wann sie in den Pool könne und das ließen sie sich dann auch nicht zweimal sagen. Der Mann bereute es zwischenzeitlich kurz, den Pool schon aufgebaut zu haben, denn die Kinder sind deswegen ein klein wenig nervig. Aber das gibt sich bestimmt wieder.
So schlich der Nachmittag dahin und pünktlich kurz vor 18 Uhr kam bei den Kindern wieder der Hunger durch. Mit Ansage zum Aufräumen widmete ich mich also den Abendbrotvorbereitungen. Draußen am Himmel wurde es währenddessen immer dunkler.

Abendzeit

Nachdem die Kinder aufgeräumt hatten, durften sie sich den Fernseher an machen. Ich schmierte Brote, schnitt Paprika und legte Mini-Salami auf die Teller der Kinder. Heute gibt es Sofa-Abendbrot. Für den Pudding im Anschluss mussten sie sich aber an den Tisch setzen. Pünktlich zum Sandmann fing es stark an zu regnen. Den Sandmann wollten die Kinder übrigens nicht schauen, dafür lieber Tom & Jerry.

Bevor es ins Bett geht, wasche ich beiden Kindern noch die schmutzigen Füße und dann spielt jeder noch in seinem Bett. Beziehungsweise, die Tochter hört ein Hörspiel* und der Sohn schaut Bücher an. Während ich mich nun an den Laptop zum Blog schreiben zurückziehe, macht der Mann uns Abendessen. Er bringt es mir ins Arbeitszimmer, damit ich in Ruhe nebenher weiterschreiben kann. Mein Schreibfluss wird aber durch mehrere Besuche vom Sohn unterbrochen. Naja. Mal schauen wann die Kinder morgen früh munter sind, wenn sie heute erst wieder spät einschlafen.

Bis bald
eure Bianca

Verlinkt bei #wmdedgt.

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