#WMDEDGT – Oktober 2020

Montag. Hallo „Wochenende“.
Es ist der 5. des Monats. Zeit für #wmdedgt – „Was machst du eigentlich den ganzen Tag“.  Alle Mitmachwilligen versammeln sich wie immer bei Frau Brüllen. Los gehts.

Start in mein „Wochenende“

Wie schon im September beginnt mein 5. des Monats auf Arbeit, ich habe Nachtschicht. Aber im Gegensatz zum Vormonat ist es diesmal bereits meine 3. Nachtschicht und somit die letzte vor meinem „Wochenende“.
Auf Arbeit läuft alles seinen gewohnten Gang. Es wird eine ruhige Schicht.

Als ich kurz nach 6 Uhr morgens wieder zuhause bin, ist alles ruhig, Mann und Kinder schlafen noch. Ich setze mich auf Sofa und scrolle durch Social Media. Dabei schlafe ich ein, werde aber halb Sieben vom Handywecker des Mannes geweckt. Ich schalte ihn aus und döse wieder weg. Im Haus ist es immer noch ruhig. Wenig später kommt die Tochter runter und kuschelt sich an mich. Aufgrund eines Arzttermines hat sie heute Kitafrei. Kurz vor 7 steht dann auch der Sohn auf. Ich frage ihn, ob er zum Frühstück in die Kita möchte oder erst danach. Er möchte zum Frühstück in die Kita. Das bedeutet nun aber Husch Husch mit Anziehen und fertig machen. Schwierig bei einem müden Kind, aber ich helfe dem Sohn. Nach dem Anziehen packe ich ihm noch eine Banane für die Obstpause in den Rucksack. Während der Sohn sich die Staßensachen anzieht, kuschelt sich die Tochter wieder aufs Sofa.
In der Kita kommen wir pünktlich an. Voller Begeisterung sieht der Sohn den Schulbus vorfahren. Nächstes Jahr fährt er dann damit.
Ich gebe das Kind ab, rede noch kurz mit der Erzieherin und fahre dann nach Hause.

Vormittag ohne Schlaf

Normalerweise würde ich nun ins Bett gehen und den fehlenden Nachtschlaf nachholen, doch heute ist dafür erstmal keine Zeit. Viertel Zehn hat die Tochter heute einen Arzttermin, wo weitere Schritte für ihre Behandlung im SPZ besprochen werden sollen.
Um die Zeit bis dahin zu überbrücken, erledige ich einfach schon mal paar Dinge des Tages. Ich packe ein Päckchen von einem Mamikreisel-Verkauf und eins für meine liebe Co-Autorin Ines. Für sie gibt es ein paar Kleidungsstücke für den kleinen Sohn und ein neues Buch als Rezensionsexemplar, was wir euch demnächst vorstellen werden. Als wir dann zum Arzt losfahren, versuche ich nebenbei noch bei meinem Hausarzt anzurufen. Ständig ist besetzt. Kurz vorm Ziel komme ich endlich durch und lasse mir einen Termin für Morgen geben. Mir geht es in letzter Zeit nicht gut und ich muss jetzt auf meinen Körper hören.

Im SPZ läuft alles nach Plan. Wir besprechen eine neue Behandlungsstrategie um die kleinen unkontrollierten Wutausbrüche der Tochter in den Griff zu bekommen. Der Arzt sieht uns dabei auf einem gutem Weg und wir sind auch zuversichtlich.
Nach dem Arzttermin fahren wir noch in die Stadt. Wir geben die Pakete bei der Post ab und gehen danach ins Schuhgeschäft um der Tochter Schuhe für den Herbst zu kaufen. Wir werden sogar fündig. Gar nicht so einfach für die Kinder immer passende Schuhe zu finden, denn wegen ihrer orthopädischen Einlegesohlen müssen wir die Schuhinnensohlen raus nehmen können. Doch dieses Jahr haben wir Glück und finden schöne Schuhe. Die Tochter nennt nun einen rosa Schuh-Mädchentraum aus Wildlederimitat ihr eigen. Danach noch einen kurzen Abstecher in den Drogeriemarkt und zum Bäcker.
Kurz nach 11 Uhr sind wir wieder daheim.

Endlich Schlaf

Während ich mich nun endlich Bettfertig mache, bereiten Mann und Kind für sich ein schnelles Mittagessen zu. Ich lege mich hin und schlafe bis kurz nach 15 Uhr tief und fest.
Nebenbei telefoniert der Mann noch mit Handwerkern, denn wir haben durch Zufall (Angebotseinholung für ein neues größeres Dachausstiegsfenster) bei unseren Dachziegeln einen Schaden entdeckt, der nach gerade mal 5 Jahren eigentlich nicht sein sollte. So etwas kurz vor Ende der Baugewährleistung ist echt ärgerlich, denn nun zieht sich unser geplanter Dachausbau in die Länge. Und ehrlicherweise habe ich momentan überhaupt keine Lust und Nerven auf hitzige Diskussionen, wer den Schaden nun übernimmt.

Nach dem Mittagsschlaf holt der Mann zusammen mit der Tochter den Sohn aus der Kita ab und macht sich dann auf den Weg zu seinem Facharzttermin. Ich esse mit den Kindern ein paar Kekse und Salzbrezeln, und trinke nebenbei meinen Malzkaffee. Im Hintergrund brodelt unser neuer Einkochautomat (*Amazon-Affiliate-Link) mit Bolognese-Gläsern vor sich hin. Die haben wir gestern Abend gekocht und heute noch einmal aufgekocht und abgefüllt.

Nachmittag und Abend

Nach dem Kaffee spielen die Kinder in ihrem Zimmern, während ich mich aufs Sofa verkrieche. Mit mir ist momentan nicht viel anzufangen und so verschiebe ich den Haushalt auf morgen. Später schaue ich mit den Kindern ihre Lieblingstrickserien und mache uns Abendbrot. Danach gibt es eine Kuschelrunde mit Geschichte vorlesen.
Als der Mann heim kam, spielten die Kinder noch etwas in ihren Zimmern, bevor es für sie ins Bett ging. Jetzt sitzen der Mann und ich auf dem Sofa. Er schaut Film und ich schreibe hier im Blog.

Nun ist der Tag schon wieder um und morgen ist ein Neuer. Für mich ist dann Sonntag und für den Rest Dienstag.

Bis bald
eure Bianca

Verlinkt bei #wmdedgt.

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#WMDEDGT – Juli 2019

Es ist wieder Zeit für #WMDEDGT (Was machst du eigentlich den ganzen Tag?). Immer am 5. des Monats versammeln sich bei Frau Brüllen die Freunde des Tagebuchbloggens. Heute bin ich wieder mit dabei.

Von der Nachtschicht ins Wochenende

Der Tag startet bei mir auf Arbeit. Ich habe wieder Nachtschicht.
Bis morgens 5:45 Uhr wurschteln der Kollege und ich vor uns hin. Probenahme – Dokumention – Auswertung von Analysenmessungen – dafür sorgen, dass die Anlage ruhig fährt und leider auch Störungen dokumentieren. Letzteres ist ja immer unschön. Zeitweise habe ich ganz schön mit der Müdigkeit zu kämfen. Nach Schichtübergabe, Duschen, Umziehen und Heimweg, sitze ich dann gegen 6:10 Uhr zuhause auf dem Sofa und könnte gleich einschlafen.

Aber schlafen ist nicht, eigentlich. Da im Haus noch alle in ihren Betten liegen, ok fast alle, der Große spielt in seinem Zimmer, lege ich mich auf dem Sofa etwas hin und schließe die Augen. Um 6:30 Uhr kommt der Große runter und quatscht mich erstmal mit diversen Wünschen voll. Auf so was habe ich ja zum frühen Morgen überhaupt keine Lust.

Da ich dem Kind widerspreche und Nein sage, bekommt er erstmal einen kleinen Wutanfall. Warum auch nicht. Ich gehe also lieber die Sachen für die Kinder holen. Auf den Weg zu den Kinderzimmern läuft mir die Kleine über den Weg und brüllt gleich direkt los. Huch. Wie kann ich auch nur so plötzlich vor ihr stehen. Daraufhin verkriecht sie sich wieder in ihr Bett. Meine Laune sinkt gegen Null. Der Mann ist nun auch wach und ebenso wenig begeistert von der negativen Stimmung am Morgen. Unbeirrt hole ich nun erst einmal die Kleidung der Kinder aus den Schränken.

Anschließend fülle ich die Obstdosen der Kinder. Der Große bekommt Apfel und Gartenhimbeeren mit, die Kleine Apfel und Rosinen. Sie mag zur Zeit mal wieder keine Himbeeren. Dazu für jeden ein paar Mandeln. Mittlerweile hat sich das große Kind sogar allein angezogen, nur die Kleine bockt noch rum. Also auf in den nächsten Kampf. Als wir fertig sind, essen die Kinder noch eine Kleinigkeit.

Ab in den Kindergarten. Heute sogar ansatzweise pünktlich. Da aber im Kindergarten zur Zeit wieder ein Büchertisch aufgestellt ist, bekomme ich beide Kinder nur sehr schwer zum ausziehen. Doch ich bin echt müde und habe keine Lust auf Diskussion. Also gehe ich allein in die Garderobe der Kleinen. Das wirkt, sie kommt hinterher. Anschließend begleiten wir den Großen zu seiner Garderobe im Obergeschoss der Kita. Fertig, Kinder ins Frühdienstzimmer bringen und verabschieden. Das klappt heute wunderbar. Gegen halb 8 bin ich wieder daheim.

Das Bett ruft und ich schlafen bis kurz vor 13 Uhr. Zwischendurch werde ich nur mal kurz wach, als kurz hintereinander das Telefon und die Haustür klingelt. Aufstehen tue ich aber erst nach halb 2. Den Mann finde ich schlafend auf dem Sofa vor und auf meinem Arbeitstisch ein Paket.

Ich habe doch gar nichts bestellt? Oder doch? Ah, es sind die Informationshefte für Kinder von der Stadtentwässerung Dresden zum Thema Wasser, die ich für nächste Woche angefordert habe. Denn am Mittwoch werde ich den Kindern in der Kitagruppe vom Großen erklären, wie Abwasser gereinigt wird und was auf keinen Fall ins Abwasser gehört. Zur Zeit behandeln sie nämlich das Thema Wasser und zur Abwasserreinigung kenne ich mich nun berufsbedingt ja sehr gut aus. Also unterstütze ich da gern die Erzieherin im Kindergarten.

Nach einem kleinen Frühstück gönne ich mir noch etwas Me-Time und male ein bisschen mit meinen Aquarellfarben und -buntstiften. Das ist wie Meditation und tut mir gut. Heute habe ich mich an einer Sonnenblume versucht. Der Haushalt kann bis morgen warten.

Gegen 15:45 Uhr mache ich dann los die Kinder aus der Kita abholen. Das klappt heute recht gut, bis auf die Verweigerung der Kleinen bei einer Erzieherin Tschüß zu sagen. Es endet wieder in einem fantastischen Trotzanfall ihrerseits. Bis daheim hat sie sich zum Glück wieder beruhigt.

Wieder zuhause gibt es erst einmal, wie jeden Tag, Kekse und Eis. Irgendwie ist das durch die heißen Tage letzte Woche so in den Köpfen der Kinder hängen geblieben. Der Mann und ich trinken dazu jeder einen Kaffee. Man könnte diesen Ablauf auch gut als unser Ritual zwischen 16:15 – 16:45 Uhr bezeichnen. Es ist jeden Tag der Gleiche. Anschließend spielen die Kinder oben in ihren Zimmern. Jeder für sich. Mittlerweile hat es sich vor allem beim Großen so eingebürgert, dass er nach der Kekspause mindestens eine halbe Stunde für sich allein in seinem Zimmer braucht. Sei es ihm gegönnt.

Den Restnachmittag verbringen wir dann chillig mit kuscheln und Bücher anschauen auf der Couch. Als ich dann gegen 18 Uhr das Abendbrot beginne vorzubereiten, dürfen die Kinder Trickfilme auf Kika schauen. Heute geht das Abendbrot machen jedoch wie von allein, denn es gibt Milchreis und den kocht die Küchenmaschine.

Nach Abendbrot und Sandmann gehen wir noch gemeinsam in den Garten und gießen Gemüse und Blumen. Die Kinder dürfen heute mitmachen, denn das Wasser aus dem Kinderpool ist total dreckig und muss raus. Sie haben voll den Spaß beim Blumen gießen. Ich ernte nebenbei viele Himbeeren.

Mit nassen Füßen und Hosen geht es wieder ins Haus und ins Bad. Waschen, Schlafsachen anziehen. Anschließend dürfen die Kinder noch spielen, es ist ja Freitag Abend und Wochenende. Während der Mann sich vor den Fernseher setzt, schreibe ich hier diesen Blogpost. Unterbrochen wird das Ganze nur, als wir dann gegen 20:30 Uhr die Kinder in ihre Betten bringen. Heute hört jeder noch eine Hörspielgeschichte und hoffentlich schlafen beide dabei ein.

Jetzt genießen der Mann und ich gemeinsam die restliche Abendzeit auf der Couch. Allerdings bin ich schon wieder sehr müde und werde heute vermutlich bald in Bett gehen. Spätestens dann, wenn der Große eventuell noch X-Mal raus kommt und nach Kuscheln verlangt. Dabei schlafe ich dann garantiert ein.

Und wie war euer Tag?

Bis bald
eure Bianca

Verlinkt bei #WMDEDGT.

Sonnenblume gemalt Aquarell