#WMDEDGT – September 2020

Sonnabend. Nachtschicht-Tag. 
Es ist der 5. des Monats. Zeit für #wmdedgt – „Was machst du eigentlich den ganzen Tag“. 
Alle Mitmachwilligen versammeln sich wie immer bei Frau Brüllen. Los gehts.

Nachtschicht

Der Tag beginnt auf Arbeit und ich spüre es: Der Herbst kommt. Die Nächte werden wieder so frisch, dass ich Leggings unter die Arbeitshosen ziehe und einen dünnen Schal am Hals bevorzuge. Auch wenn ich die Nacht auf Arbeit ausschließlich vor 8 Monitoren verbringe, ist mir gefüllt ständig kalt. Zwiebellook ist wieder angesagt.

Aber es lässt sich noch aushalten mit dem frieren. Übergangszeiten sind nicht gerade meine Lieblingszeiten, sich wieder an die kühleren Temperaturen zu gewöhnen ist furchtbar. Das macht mich immer so müde. Besonders zwischen 3 und 5 Uhr morgens ist es echt schwierig wach zu bleiben. Aber ich halte mich tapfer, glaube ich. Trotzdem fallen mir diesmal die Augen kurz zu. Verdammt.

Verschlafener Vormittag

Nach der Nachtschicht führt mich der Heimweg direkt beim Bäcker vorbei. Das ist mittlerweile ein festes Ritual an Nachtschicht-Wochenenden. Ich kaufe für die Kinder jeweils ein Käse-Schinken-Brötchen, dann für uns noch ein halbes Brot und große doppelte Brötchen. Das Auto füllt sich mit dem Duft von frischen Brötchen.

Zuhause angekommen, es ist halb 7, sind die Kinder schon wach und nehmen mich freudig in Empfang. Sie tragen die Bäckertüten in die Küche und angeln sich ihr Brötchen heraus. Käse-Schinken-abknabbernd sitzen sie nun am Esstisch. Nichts mit ruhigem Alleinfrühstück für mich heute, denn normalerweise schlafen die Kinder eigentlich noch. Nur heute halt nicht. Naja egal.

Nach dem Frühstück Kuschel ich mich mit den Kindern unter eine Decke aufs Sofa und mache ihnen Trickfilm an. Bis der Mann aufsteht, bleibe ich bei ihnen. Dann stelle ich noch eine Waschmaschine an und verschwinde gegen 7:45 Uhr ins Bett und schlafe bis kurz nach 14 Uhr.

Während ich schlief …

… waren der Mann und die Kinder viel im Garten. Die Kinder haben gespielt und der Mann begann im Garten eine Rohrleitung zu unserer Zisterne frei zu legen, denn wir befürchteten einen Rohrbruch. Dieser bestätigt sich am Nachmittag dann auch.
Dafür musste heute erstmal eine Himbeerpflanze weichen. Aber wir setzten sie wieder ein, wenn alles behoben ist.
Am Montag wird der Mann dann neue Rohrleitungsstücke holen, damit der Zulauf zur Zisterne wieder gesichert ist.

Zum Mittagessen kochte der wie jeden Sonnabend eine Nudelvariation. Heute mit Bolognesesoße. Für mich blieb sogar eine Portion übrig, die ich dann Abends gegessen habe.

Nachmittag

Kurz vor dem Mittagessen war ich mal kurz wach, da die Kinder an der Schlafzimmertür geklopft hatten. Diese schließe ich nämlich mittlerweile immer ab, um nach der Nachtschicht am Wochenende in Ruhe schlafen zu können.

Komplett geweckt wurde ich aber letztendlich gegen 14 Uhr als ich die Tochter weinen gehört habe. Also bin ich zu ihr hin, habe sie beruhigt und gemeinsam sind wir dann runter gegangen. Mann und Sohn waren mittlerweile schon wieder im Garten. Einer im Sandkasten und der andere im aufgebuddelten Gartenbeet.

Zusammen mit der Tochter habe ich aber erstmal die fertige Wäsche in den Trockner getan und eine weitere Waschladung angestellt. Anschließend machten wir beide für uns etwas zu Essen. Für sie ein kleines Vesper und für mich Malzkaffee und Brötchen als „Frühstück“. Danach ist auch sie in den Garten und ich habe mich fertig angezogen.

Nachdem ich mir im Garten die Rohrproblematik angesehen habe, bin ich wieder ins Haus und habe mir den Staubsauger geschnappt und den Wohnbereich auf Vordermann gebracht. Dazu habe ich mir Musik (Radio) angemacht. Zwischendurch musste ich aber immer mal wieder raus in den Garten. Die Kinder haben mir ihre verrückten Konstellation aus allen möglichen Fahrzeugen von ihnen gezeigt.

Als ich alles fertig gesaugt hatte, folgten noch Wäsche legen und wegräumen. Auch die Badesachen der Kinder habe ich heute verräumt. Ich glaube nicht, dass wir die Schwimmringe dieses Jahr noch brauchen.

Der Nachmittag verging dadurch wie im Flug.

Abendprogramm

Zum Abendessen durften die Kinder heute Trickfilm und Sandmann schauen. Manchmal gibt es halt auch solche Tage. Danach ging es heute direkt ins Bett, denn die Stimmung war leider sehr gekippt und da ist es das Beste hier, alle irgendwie aus der Situation rauszunehmen.

Die Kinder durften in ihren Betten aber noch Hörspiel hören und sind dann dabei eingeschlafen. Ich habe dann später bei ihnen die Geschichten und das Nachtlicht ausgemacht. Es beruhigt mich, dass sie dabei so gut einschlafen können.
Auch ich habe mich noch etwas hingelegt, denn ich brauche das vor der Nachtschicht. Selbst der Mann ist zeitig ins Bett, die Gartenbuddelei hat ihn heute ganz schön geschafft.

Bevor ich zur Arbeit gefahren bin, habe ich nochmal alles im Haus kontrolliert, denn das beruhigt mich immer. Jetzt kann ich mich 8 Stunden auf die Arbeit konzentrieren, obwohl die Gedanken trotzdem zum Teil daheim sind.

Bis bald
eure Bianca

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#WMDEDGT – August 2020

Mittwoch. Spätschicht-Tag.
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Start in den Tag

Der Wecker ist auf 6:30 Uhr gestellt, aber ich bin vorher schon immer mal wach, döse aber wieder weg. Neben mir kuschelt sich der Sohn mit unter meine Decke und klaut sie mir dabei manchmal. Jede Nacht kommt das Kind seit Monaten zu uns ins Bett. Manchmal, wie am Sonntag, schaffe ich ihn mitten in der Nacht wieder zurück in sein Bett und trotzdem liegt er dann morgens dann bei uns. Zur Not am Fußende unseres Bettes.

Als 6:45 Uhr der Wecker ein zweites Mal klingelt, stehe ich endgültig auf. Mann und Kinder sind schon wach. Ich gehe in die Kinderzimmer und öffne die Fenster um frische Luft reinzulassen. Dann schnappe ich mir das Töchterlein und gehe mit ihr runter ins Wohnzimmer. Dort zeige ich ihr die neue Hose, die ich gestern Abend nach 21:30 Uhr noch spontan für sie genäht habe. Sie ist begeistert und ich helfe ihr beim Anziehen. Anschließend rufe ich den Sohn runter, damit er sich auch anzieht. Wir müssen auch noch sein Bein eincremen.

Nachdem beide Kinder fertig sind, husche ich fix ins Bad und mache mich fertig zum Kinder in die Kita bringen. Der Mann bereitet währenddessen die Obst-Gemüse-Dose für die Tochter vor, der Sohn braucht heute keine in der Kita.
Gegen 7:15 Uhr sind wir abfahrbereit. Auf in die Kita.

Tränen in der Kita

Der Sohn hat sein Fahrrad mit in der Kita, da er heute Nachmittag mit seinen beiden Kita-Freundinnen (Pfarrers Zwillinge) nach Hause geht.
In der Kita besteht die Tochter darauf, dass sie zuerst ihren Bruder mit zu seiner Gruppe bringt. Dort erfahren wir dann, dass aus dem heutigen Spielenachmittag nichts wird, denn ein Zwilling ist erkrankt. Natürlich ist der Sohn nun total traurig und muss erstmal getröstet werden. Im Hintergrund meckert die Tochter langsam. Also verabschiede ich mich vom Sohn mit dem Versprechen, dass der Papa ihn heute Nachmittag mit dem Fahrrad abholt, denn ich soll das Rad nicht wieder mit heim nehmen.

Nach dem traurigen Sohn ist nun auch das Töchterlein etwas mufflig, denn es gefällt ihr nicht so sehr, dass ihr Bruder nun doch heute Nachmittag zu Hause ist. Denn nur wegen ihr kommt ja heute die Oma sie abholen und nun muss sie ja wahrscheinlich die Oma teilen. Oje. Aber ich kann sie beruhigen, dass der Papa ihren Bruder abholt und sie von der Oma. Trotzdem hängt die Laune quer beim Abgeben.

Vormittag

Wieder daheim mache ich mir nach so viel Aufregung in der der Kita erstmal einen Malzkaffee und 2 Schokotost. Der Mann ist mit seinem Kaffee schon fertig. Daheim lese ich dann auch die Nachricht vom abgesagten Spielenachmittag. Wie so oft nehme ich nämlich früh kein Handy mit zur Kita.

Während des Frühstücks durchstreife ich Social Media und plane meinen Vormittag. Ich beschließe heute das große Bad zu putzen und dann vielleicht noch etwas zu nähen. Der Mann fährt erstmal Getränke und Brot kaufen. Später verkriecht er sich auf dem Dachboden, um dort weiter auszubauen. Irgendwann soll da das Näh-Arbeitszimmer hin.

Nach einem ausgedehnten Frühstück denkt sich mein Kreislauf, dass er sich mal kurz ausschalten kann. So war das aber heute nicht geplant. Nach einer Stunde ausruhen, geht es mir wieder besser und ich starte mein Tagwerk. Zuvor aber erst noch schnell saubere Wäsche in die Schränke räumen und schmutzige einsammeln. Waschen tue ich heute aber nicht.

Badputz

Im großen Bad schalte ich das Radio ein und starte mit der Putzerei. Erstmal alles zusammen räumen was so rum steht. Die Pflanzen schreien auch nach Wasser. Den Staubsauger angeschaltet und alle Ecken, Kanten und unter dem Waschtischschrank gesaugt. Meine Güte waren wir Putzfaul im Urlaub. Die Fliesen freuen sich auch über eine ordentliche Politur mit dem Lappen. Vielleicht sollten wir uns mal einen Dampfreiniger zulegen. Die Dinger sollen ja super sein.

Kurz vorm Mittag ist das Bad dann wieder blitzeblank und der Mann weiß nun auch, dass sich 2 Fliesen gelockert haben. Da muss er demnächst mal ran.

Nach dem Badputz gehe ich in die Küche und fange an das Mittagessen zu kochen. Da es schon gegen 11:30 Uhr ist, gibt es heute nur was schnelles. Ich beschließe eine Tüte Bratkartoffelpfanne in die Pfanne zu werden. Meine eingeschränkten Kochkünste erkennt man übrigens daran, dass mir das Essen am Ende in der Pfanne anhängt, aber zum Glück nicht anbrennt.

Spätschicht

Nach dem Mittagessen habe ich noch etwas Zeit und gehe für 30 Minuten doch noch ins Nähzimmer. Ich schneide für die Tochter noch eine bequeme Kinderhose zu und nähe wenigstens noch die Beine zusammen. Die Bündchen mache ich dann nach der Arbeit dran.
Momentan braucht sie ein paar bequeme lange Hosen mehr. Durch einen Fahrradsturz vor knapp zwei Wochen und einem dadurch lädierten Knie, kann sie gerade keine Leggings anziehen. Das ist ihr zu eng Am Knie mit dem Pflaster drauf.

13 Uhr packe ich dann mein Essen für die Arbeit zusammen, ziehe mich um und mache mich frisch. Gegen 13:15 Uhr sag ich Tschüss zum Mann und radle los zur Arbeit.
Meine Schicht geht von 13:45 – 21:45 Uhr. Gegen 22:15 Uhr werde ich dann wieder daheim sein.

Nachmittags daheim

Wie immer rufe ich nach 16 Uhr daheim an, um zu fragen wie es in der Kita war und ob alles glatt läuft. Das Kinder abholen war, nach dem traurigen Tagesstart, ohne Probleme. Mann und Sohn sind geradelt, Oma und Tochter gelaufen. Zur Freude der Kinder hat die Oma noch den Neffen zum Spielen mitgebracht. Beide fahren dann 18 Uhr wieder heim.

Feierabend

Nach einem normalen Arbeitstag freue ich mich auf daheim und mein Bett. Aber bevor es schlafen geht, mache ich noch schnell die Hose fürs Töchterlein fertig. Wenn alles klappt, ist das nach 30 Minuten erledigt.

Bis bald
eure Bianca

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Donnerstag. Letzter Sommerurlaubstag für mich. Es ist der 5. September. Zeit für #wmdedgt – „Was machst du eigentlich den ganzen Tag“. 
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Letzter Urlaubstag

Seit Dienstag gehen die Kinder wieder in den Kindergarten und ich komme trotzdem früh noch nicht so richtig auf die Beine. Heute habe ich mir sogar den Wecker gestellt gehabt. Allerdings wurde ich vorher schon vom Großen geweckt. Um 6:50 Uhr stehe ich dann endlich auf, allerdings wie eine Rakete, denn ich höre in der Ferne die Müllabfuhr.

Mist. Tonne vergessen rauszustellen. Also fix auf und, noch im Schlafanzug, die Tonne an die Straße gestellt. Leider vergeblich wie sich später rausstellt. Die Müllabfuhr war schon durch. Dann halt in 2 Wochen, ist ja noch Platz und so viel Restmüll haben wir auch nicht mehr.

Vormittag

Dann die übliche Morgenroutine unter der Woche. Kinder anziehen und Obstpause vorbereiten. Selber fertig machen. Kleines Frühstück für die Kinder. Ab zum Kindergarten. Der Große hat heute morgen noch ein Bild für seinen Kita-Kumpel gemalt, der hat heute nämlich Geburtstag. Im Kindergarten läuft dann auch alles fast routinemäßig. Allerdings möchte die Kleine erst in ihre Gruppe, wenn die anderen Kinder raus sind. Ihr Gruppenzimmer ist nämlich auch das Frühdienstzimmer und da ist immer viel los.

Auf dem Heimweg regnet es ganz fein. Ich beeile mich. Kurz zuhause den Einkaufszettel geschrieben und mit dem Mann geschwätzt, dann ab zum kleinen Wochenendeinkauf und den Kampf um Kinder-Matschsachen beim Discounter. Kampf war es aber heute nicht, denn es war noch alles da und kaum Leute. Glück gehabt.

Wieder daheim erst einmal die Einkäufe verräumen und eine kurze Pause. Habe ja noch nichts gefrühstückt und es ist bereits gegen halb 10. Während ich Pause mache, geht der Mann in den Garten unsere roten Weintrauben ernten. Jetzt Anfang September sind sie endlich reif.

Wir machen Wein

Mit einem vollen Bottich roter Trauben kommt er wieder rein und geht hoch ins Bad. Die Trauben wäscht er in der Badewanne, denn heute setzen wir unseren neuen Wein an. Es soll ein Rotwein werden. Ich habe in dieser Zeit eine Waschmaschine voll Kinderwäsche gestartet.

Als alle Trauben fertig gewaschen und sortiert sind, kommt mein Part beim Weinansetzen – alle Trauben zermatschen. Wir machen das ganz einfach wie früher mit den Füßen. Also erstmal Beine und Füße schrubben und dann ab in den Bottich und Trauben zermatschen. Lecker.

Als alles zermatscht ist, lesen wir noch die Traubenstiele heraus, anschließend kommt die Maische, gut 10 Liter, in ein Kunststofffass, Hefe wird zugesetzt und muss nun reifen. Wir werden bestimmt noch einmal genauer über unsere Weinherstellung berichten.

Mittag. Heute gibt es Pizza für uns. Während die Pizza im Ofen ist, putze ich Buschbohnen, welche ich gestern von meiner Mama bekommen habe. Die kommen dann in den Frost. Nach dem Mittagessen macht der Mann ein Schäfchen und ich hänge die Wäsche auf und stelle noch eine Ladung an. Im Anschluss dann Arbeitszeit am Laptop bis die Kinder geholt werden müssen.

Nachmittag und Abend

Kurz nach 15 Uhr beende ich meine Schreibarbeit am Laptop fürs erste und setze mich zum Mann an den Esstisch und trinke einen Malzkaffee. Für den kompletten Kaffee reicht die Zeit nicht, ja ich bin ein Langsamtrinker, gegen 15:50 Uhr mache ich los die Kinder aus dem Kindergarten abzuholen.

Das Kinder abholen verläuft heute entspannt. Keiner motzt rum, dass er nicht nach Hause möchte und das Spielzeug wird auch ordentlich, ohne Verweigerung, weggeräumt. Sachen aus der Garderobe geholt und ab nach Hause. Daheim dann aber kurz Tränen, da der Große es versuchen wollte die Haustür auf zu schließen, die Kleine aber klingelte und der Papa geöffnet hat. Wir haben ihn dann aber trotzdem noch probieren lassen. Klappt noch nicht allein das Tür öffnen mit dem Schlüssel.

Dann gibt es eine Runde Eis mit Soße und Zuckerstreusel für die Kinder und ich trinke meinen Kaffee weiter. Während der Große dann in seinem Zimmer verschwindet und spielt, probiere ich mit der Kleinen die neuen Matschsachen an und auch noch welche vom Vorjahr. Merke 98/104 passt noch, wird aber nicht mehr lange reichen. Zum Glück habe ich schon Matschsachen in der nächsten Größe mit geholt. Das Kind wächst aber auch gerade wie Unkraut.

Danach geht auch sie spielen und ich mache bissl Haushalt. Als die Kinder dann ihren täglichen Trickfilm schauen, setze ich mich zu ihnen. Die Kleine kuschelt sich an mich ran. Erste Hungerschreie werden laut. Der Mann macht den Kindern die restliche Pizza vom Mittag warm und dazu Gurken. Da die Kleine dem Großen ein Stück Pizza klaut, isst er noch ein Käsebrötchen und Pudding hinterher. Ich nehme derweil die Wäsche von der Leine ab und stecke die andere fertige Waschmaschinenladung in den Trockner.

Dann kommt auch schon der Sandmann und die Kinder schlüpfen in ihre Schlafsachen. Jetzt dürfen sie noch etwas spielen und dabei Hörspiel hören. 20 Uhr gehen sie ins Bett.

Der Mann macht Ordnung in der Küche. Ich schreibe meinen Blogpost fertig und telefoniere kurz mit meinen Schichtkollegen auf Arbeit um morgen zum ersten Arbeitstag nach dem Urlaub das gröbste zu wissen. Das mache ich auch nur, da ich am Wochenende die Schichtoberhand habe.

Jetzt noch den Tag gemütlich ausklingen lassen.

Bis bald eure Bianca

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Montag. Frühschicht. Es ist der 5. des Monats. Zeit für #wmdedgt – „Was machst du eigentlich den ganzen Tag“.
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Willkommen zur Frühschicht

Irgendwann in der Nacht, ich glaube es war irgendwas gegen 2 Uhr, krabbelten kleine große Füße in unser Elternbett und kuschelten sich an meinen Rücken. Da der Mann allerdings auf dem Sofa schlief, er ist dort eingeschlafen und da lasse ich ihn liegen, habe ich das große Kind mal entspannt auf die Mannesseite geschoben. Umdrehen und weiterschlafen.

4:15 Uhr klingelt der Wecker. Wäh, ich will nicht. Muss aber. Frühschicht, der Beginn einer wundervoll arbeitsreichen 7 Tage Woche steht an. Gegen 4:25 klappt es dann auch endlich mit dem Aufstehen und ich schleiche mich aus dem Bett ins untere Bad. Ich muss ganz leise machen, damit das Kind, welches neben mir im Bett lag, nicht munter wird. Es klappt. Badzeit.

Nach waschen, frisch machen, anziehen, Zähneputzen und den ganzen Bimbamborium bin ich kurz nach 5 fertig und schleiche mich in die Küche. Da wir eine offene Wohnküche haben, sehe ich den Mann selig auf dem Sofa schlafen. Es stört ihn nicht, das ich bei vollem Küchenlicht mein Frühstück und Mittagessen für die Arbeit vorbereite. Alles in den Rucksack, leise die Straßensachen anziehen und los. Frische 13 Grad draußen, auf dem Fahrrad gefühlt weniger. Ein Hoch auf den Zwiebellock.

Im Werk angekommen, erstmal umziehen und zur Anlage radeln. Übergabe von der Nachtschicht. Fahranweisung und alle Schichtinfos vom Wochenende nachlesen, Anlage checken ob alles läuft wie es muss. Erste Störungen beseitigen und zwischendurch ein Schokobrot essen. Zack 1 h rum. Kurz daheim anrufen und mit dem Mann den Tag besprechen. Er schafft die Kinder zum Kindergarten.

Weiter geht es mit der Vorbereitung für den Tag. Frühbesprechung mit den Chefs.

Ein Anlagenteil umstellen, einen außer Betrieb nehmen. Hier ne Freigabe schreiben, da ne Einweisung für Fremdmitarbeiter machen. Dies checken, jenes ändern, da was spülen. Hin und her. Irgendwann ist es Zeit fürs Frühstück und dann auch schon bald wieder Mittagessen. Danach geht es noch mal ordentlich rund. Hin und herlaufen. Zum Glück habe ich keinen Schrittzähler, denn ich möchte gar nicht wissen wie viele Kilometer ich an manchen Tagen laufe.

Frühschicht bedeutet, es ist immer was los, so will es das Gesetz. Ich denke lieber nicht an morgen. Heute dann noch eine Extra-Info-Veranstaltung nach der Schicht. Gegen 15:10 Uhr bin ich endlich wieder daheim. Auf dem Heimweg hat es getröpfelt. Als ich zuhause ankomme liegt der Mann schlafend auf dem Sofa. Immer noch oder schon wieder? Nein er macht nur seinen täglichen Mittagsschlaf. Die Medikamente fordern es so.

Nachmittags Familienzeit

Ich bin müde und kaputt. Hatte ich schon erwähnt, dass ich eine anstrengende Frühschicht hatte? Ja oder? Doch gleich müssen die Kinder abgeholt werden. Ich würde eher viel lieber im Bett verschwinden. Naja. Krone richten, weiter machen. Gähn.

Kurz vor 16 Uhr fahre ich zum Kindergarten. Abholen funktioniert heute gut. Obwohl das große Kind etwas sehr überdreht ist, hören beide auf mich. Das ist nicht immer so. Auf dem Heimweg halten wir am Briefkasten und werden 2 Briefe vom Mann ein.

Natürlich müssen wir an der aktuellen Baustelle im Dorf kurz anhalten und schauen. Eine Fußgängerbrücke über einen kleinen Kanal wird abgerissen und das ist natürlich total interessant. Zuhause gibt es dann erstmal ein Eis für die Kinder. Sommerritual, auch wenn es heute eher trüb ist.

Ich mache mir einen Malzkaffee, der Mann einen richtigen Kaffee. Die Kinder verschwinden nach dem Eis in Zimmer und Garten zum spielen. Pause.

Nach einem halben Kaffee ruft mich der Große, ich soll ein Legoquad bauen. Äh, erst Kaffee, dann Lego. Das Kind ist einverstanden, fragt aber gefühlt aller 10 Sekunden nach, wann ich komme. Dazwischen will auch die Kleine noch etwas. Irgendwie ist der Papa immer Luft wenn Mama daheim ist. Ungerecht.

Irgendwann sitze ich dann im Kinderzimmer des Großen vor dem ausgekippten Lego und versuche nach Online-Anleitung ein Quad zu bauen. Geht nicht bei dem Chaos. Wir beschließen die Legos erstmal etwas nach Farbe zu sortieren um dann besser bauen zu können. Mittlerweile hat sich auch das Töchterlein zu uns gesellt.

Während ich so auf dem Boden sitzend gemütlich Lego nach Farben sortiere, beschließen die Kinder im Zimmer der Tochter mit ihren alten Babybettmatrazen erst zu turnen und dann Buden zu bauen. Ich sortiere weiter Lego. Das ist echt entspannend. Dabei überlege ich, ob ich nicht farblich passende Säckchen für die Steine nähen sollte.

Die Kirchenturmuhr schlägt 18 Uhr

Kurz danach bin ich fertig mit sortieren und schleiche mich runter zum Mann und in den Garten. Als ich so an den Stangenbohnen stehe und ernte, stellen die Kinder fest, dass ich verschwunden bin. Laute Mama-Rufe durchhallen Haus und Garten. Der Große kommt zu mir. Wir schließen den Deal, das wir das Lego heute liegen lassen und morgen weiterbauen. Er ist einverstanden und nascht erstmal an den Himbeeren. Ich lasse ihn eine kleine Schüssel holen und gemeinsam ernten wir Himbeeren.

Während die Kinder etwas Trickfilm schauen dürfen, leistet der Mann mir Gesellschaft und erntet alle Bohnen, die ich übersehen habe. Danach noch Gurken und Erbsen durchsehen und ernten.

Zeit fürs Abendessen. In der Zeit, wo der Mann das Abendbrot für die Kinder vorbereitet, pulle ich die Erbsen und froste sie ein. Das waren ja nicht so viele. Die Kinder essen ihr Brot, Möhrchen und ein paar Schüttelgurken und schauen Sandmann. Ich sitze mit am Tisch und putze die Bohnen nebenher. Danach waschen und Schlafsachen anziehen. Da ich die Bohnen noch kleinschneide und die Kinder heute gut drauf waren, dürfen sie noch den Trickfilm nach dem Sandmann schauen. In der Zeit schaffe ich es dann auch die Bohnen zu schneiden und zu waschen.

Zeit fürs Bett. Wir bringen die Kinder in ihre Zimmer, schließen die Rollos und beide Kinder dürfen noch Toniebox hören. Ich mache mir mein Abendbrot und begebe mich zum Laptop um diesen Blogpost zu schreiben.
In der nächsten Stunde möchte jedes Kind wieder was von mir. Die Kleine was trinken oder ganz plötzlich ihre Socken aus des Bruders Zimmer holen. Der Große braucht dringend eine Massage zum Einschlafen von Mama, ich leite ihn direkt zum Mann weiter. Der kann das heute auch mal machen, ich will schreiben.

Dann muss der Große mir noch dringend was sagen, wie jeden Abend. Insgesamt ist es 3x was ganz dringendes. Ich versuche dem Kind zuzuhören. Am Ende singe ich ihm noch 2 Gute-Nacht-Lieder vor. Hoffen wir das nun Ruhe wird.

Ein langer Tag geht zu Ende.

Zwischendurch habe ich immer geschrieben und meine Schnittchen gegessen. Jetzt dann noch die Bohnen eintüten und einfrieren, Schlafzeug anziehen und ins Bett. Aber ne Rückenmassage könnte ich auch noch gut vertragen heute. Man bin ich verspannt.

Morgen früh geht der Tag wieder zeitig los. Wieder Frühschicht, die letzte für diese Woche. Wir erinnern uns, 4:15 Uhr klingelt der Wecker. Der Tag startet neu.

Wie war euer Tag denn so?

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#WMDEDGT – Juli 2019

Es ist wieder Zeit für #WMDEDGT (Was machst du eigentlich den ganzen Tag?). Immer am 5. des Monats versammeln sich bei Frau Brüllen die Freunde des Tagebuchbloggens. Heute bin ich wieder mit dabei.

Von der Nachtschicht ins Wochenende

Der Tag startet bei mir auf Arbeit. Ich habe wieder Nachtschicht.
Bis morgens 5:45 Uhr wurschteln der Kollege und ich vor uns hin. Probenahme – Dokumention – Auswertung von Analysenmessungen – dafür sorgen, dass die Anlage ruhig fährt und leider auch Störungen dokumentieren. Letzteres ist ja immer unschön. Zeitweise habe ich ganz schön mit der Müdigkeit zu kämfen. Nach Schichtübergabe, Duschen, Umziehen und Heimweg, sitze ich dann gegen 6:10 Uhr zuhause auf dem Sofa und könnte gleich einschlafen.

Aber schlafen ist nicht, eigentlich. Da im Haus noch alle in ihren Betten liegen, ok fast alle, der Große spielt in seinem Zimmer, lege ich mich auf dem Sofa etwas hin und schließe die Augen. Um 6:30 Uhr kommt der Große runter und quatscht mich erstmal mit diversen Wünschen voll. Auf so was habe ich ja zum frühen Morgen überhaupt keine Lust.

Da ich dem Kind widerspreche und Nein sage, bekommt er erstmal einen kleinen Wutanfall. Warum auch nicht. Ich gehe also lieber die Sachen für die Kinder holen. Auf den Weg zu den Kinderzimmern läuft mir die Kleine über den Weg und brüllt gleich direkt los. Huch. Wie kann ich auch nur so plötzlich vor ihr stehen. Daraufhin verkriecht sie sich wieder in ihr Bett. Meine Laune sinkt gegen Null. Der Mann ist nun auch wach und ebenso wenig begeistert von der negativen Stimmung am Morgen. Unbeirrt hole ich nun erst einmal die Kleidung der Kinder aus den Schränken.

Anschließend fülle ich die Obstdosen der Kinder. Der Große bekommt Apfel und Gartenhimbeeren mit, die Kleine Apfel und Rosinen. Sie mag zur Zeit mal wieder keine Himbeeren. Dazu für jeden ein paar Mandeln. Mittlerweile hat sich das große Kind sogar allein angezogen, nur die Kleine bockt noch rum. Also auf in den nächsten Kampf. Als wir fertig sind, essen die Kinder noch eine Kleinigkeit.

Ab in den Kindergarten. Heute sogar ansatzweise pünktlich. Da aber im Kindergarten zur Zeit wieder ein Büchertisch aufgestellt ist, bekomme ich beide Kinder nur sehr schwer zum ausziehen. Doch ich bin echt müde und habe keine Lust auf Diskussion. Also gehe ich allein in die Garderobe der Kleinen. Das wirkt, sie kommt hinterher. Anschließend begleiten wir den Großen zu seiner Garderobe im Obergeschoss der Kita. Fertig, Kinder ins Frühdienstzimmer bringen und verabschieden. Das klappt heute wunderbar. Gegen halb 8 bin ich wieder daheim.

Das Bett ruft und ich schlafen bis kurz vor 13 Uhr. Zwischendurch werde ich nur mal kurz wach, als kurz hintereinander das Telefon und die Haustür klingelt. Aufstehen tue ich aber erst nach halb 2. Den Mann finde ich schlafend auf dem Sofa vor und auf meinem Arbeitstisch ein Paket.

Ich habe doch gar nichts bestellt? Oder doch? Ah, es sind die Informationshefte für Kinder von der Stadtentwässerung Dresden zum Thema Wasser, die ich für nächste Woche angefordert habe. Denn am Mittwoch werde ich den Kindern in der Kitagruppe vom Großen erklären, wie Abwasser gereinigt wird und was auf keinen Fall ins Abwasser gehört. Zur Zeit behandeln sie nämlich das Thema Wasser und zur Abwasserreinigung kenne ich mich nun berufsbedingt ja sehr gut aus. Also unterstütze ich da gern die Erzieherin im Kindergarten.

Nach einem kleinen Frühstück gönne ich mir noch etwas Me-Time und male ein bisschen mit meinen Aquarellfarben und -buntstiften. Das ist wie Meditation und tut mir gut. Heute habe ich mich an einer Sonnenblume versucht. Der Haushalt kann bis morgen warten.

Gegen 15:45 Uhr mache ich dann los die Kinder aus der Kita abholen. Das klappt heute recht gut, bis auf die Verweigerung der Kleinen bei einer Erzieherin Tschüß zu sagen. Es endet wieder in einem fantastischen Trotzanfall ihrerseits. Bis daheim hat sie sich zum Glück wieder beruhigt.

Wieder zuhause gibt es erst einmal, wie jeden Tag, Kekse und Eis. Irgendwie ist das durch die heißen Tage letzte Woche so in den Köpfen der Kinder hängen geblieben. Der Mann und ich trinken dazu jeder einen Kaffee. Man könnte diesen Ablauf auch gut als unser Ritual zwischen 16:15 – 16:45 Uhr bezeichnen. Es ist jeden Tag der Gleiche. Anschließend spielen die Kinder oben in ihren Zimmern. Jeder für sich. Mittlerweile hat es sich vor allem beim Großen so eingebürgert, dass er nach der Kekspause mindestens eine halbe Stunde für sich allein in seinem Zimmer braucht. Sei es ihm gegönnt.

Den Restnachmittag verbringen wir dann chillig mit kuscheln und Bücher anschauen auf der Couch. Als ich dann gegen 18 Uhr das Abendbrot beginne vorzubereiten, dürfen die Kinder Trickfilme auf Kika schauen. Heute geht das Abendbrot machen jedoch wie von allein, denn es gibt Milchreis und den kocht die Küchenmaschine.

Nach Abendbrot und Sandmann gehen wir noch gemeinsam in den Garten und gießen Gemüse und Blumen. Die Kinder dürfen heute mitmachen, denn das Wasser aus dem Kinderpool ist total dreckig und muss raus. Sie haben voll den Spaß beim Blumen gießen. Ich ernte nebenbei viele Himbeeren.

Mit nassen Füßen und Hosen geht es wieder ins Haus und ins Bad. Waschen, Schlafsachen anziehen. Anschließend dürfen die Kinder noch spielen, es ist ja Freitag Abend und Wochenende. Während der Mann sich vor den Fernseher setzt, schreibe ich hier diesen Blogpost. Unterbrochen wird das Ganze nur, als wir dann gegen 20:30 Uhr die Kinder in ihre Betten bringen. Heute hört jeder noch eine Hörspielgeschichte und hoffentlich schlafen beide dabei ein.

Jetzt genießen der Mann und ich gemeinsam die restliche Abendzeit auf der Couch. Allerdings bin ich schon wieder sehr müde und werde heute vermutlich bald in Bett gehen. Spätestens dann, wenn der Große eventuell noch X-Mal raus kommt und nach Kuscheln verlangt. Dabei schlafe ich dann garantiert ein.

Und wie war euer Tag?

Bis bald
eure Bianca

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Sonnenblume gemalt Aquarell