Heute ist Montag – Schichtarbeit und die Wochentage

Auch wenn der Kalender sagt, dass heute Freitag ist, ist für mich heute Montag. Morgen dann Dienstag, Mittwoch, … Ach das schöne Leben als Schichtarbeiter, wenn man nicht aufpasst, dann kann man ganz schön durcheinander kommen. Manchmal ertappe ich mich dabei, dass ich überlegen muss, welcher Wochentag heute ist.

Kein regulärer Wochenrhythmus

Für mich startet heute eine neue Arbeitswoche. Mit anschließendem Wochenende ist diese Woche 10 Tage lang. 7 Tage arbeiten, 3 Tage frei. Diesmal sind das 3 Frühschichten, 2 Spätschichten, 2 Nachtschichten und anschließend 3 Tage frei. Die freien Tage fallen dann zufällig auf ein richtiges Wochenende, wie immer einmal im Monat, sonst sind die immer unter der regulären Woche. Da sind dann sogar mal größere Unternehmungen drin.

So eine 10 Tage Woche habe ich nur einmal im Monat, sonst sind es immer 9 Tage pro Schichtwoche. Pro Monat macht das 3 volle Schichtblöcke und je nach Beginn am Monatsanfang, noch ein paar Tage dazu. Immer schön regelmäßig, das ganze Jahr durchgeplant. Es gibt Monate mit 21 Arbeitstagen, aber auch welche mit 24 Arbeitstagen. Dazwischen dann Urlaubstage und Freischichten, denn durch die Schichtarbeit baut man automatisch Überstunden auf und die müssen regelmäßig abgebaut werden. Die tarifliche Arbeitszeit liegt nämlich bei 21,75 Arbeitstagen im Monat, was einer 40h-Woche entspricht.

Planung ist alles

Jedes Jahr im Oktober habe ich dadurch auch immer schon meinen kompletten Urlaubs- und Freischichtenplan fürs kommende Jahr durchgeplant. Natürlich hebe ich mir immer ein paar Tage auf, denn man weiß ja nie was so noch kommt. Aber so eine Planbarkeit ist das großartige an Schichtarbeit.

Für reguläre Termine im Jahr, wie zum Beispiel Zahnarzt oder die Vorsorgeuntersuchungen der Kinder, hat so ein regelmäßiger Arbeitsrhythmus natürlich auch seine Vorteile, ich kann die Termine schon Monate vorher ausmachen, da ich genau weiß, wie ich arbeiten muss. Möchte ich allerdings mal wegfahren, zum Beispiel zu einer Bloggerkonferenz, so muss ich auch mal außer Plan Freischichten oder Urlaub nehmen, denn natürlich habe ich nicht an jedem Wochenende frei.

Auch die Hausarbeit lege ich meistens immer so, dass sie erledigt wird, wenn die Kinder im Kindergarten sind, also meist an Spät- und Nachtschichttagen. So kann ich dann die Zeit intensiver mit den Kindern verbringen, wenn ich nachmittags daheim bin. Den Wocheneinkauf erledige ich daher immer ohne die Kinder, was ein echter Luxus ist. Einzig auf den samstäglichen Marktbesuch nehme ich ab und zu ein Kind mit, sofern eins möchte. Das ist aber auch immer nur aller 14 Tage, denn auch hier hin kann ich nur, wenn ich den Samstagvormittag frei habe.

Familienleben light und intensiv

Jetzt mag man vermutlich denken: Oje, die armen Kinder, die sehen da ihre Mutter ja kaum.  Das kann nicht gut sein, da ist das Verhältnis bestimmt von Beginn an gestört.

Mmh – ich weiß nicht. Klar, es gibt Tage, da sehe ich meine Kinder wegen der Schichtarbeit nur früh bis ich sie in der Kita abgegeben habe und dann erst am nächsten Morgen wieder. Das sind immer die Spätschichttage unter der Woche und es sind hier zu Hause sogar die entspanntesten Tage. Für die Kinder, den Mann und oft auch für mich. Denn zu aller Überraschung sind die Kinder an diesen Tagen meist sehr pflegeleicht. Der Mann hat halt die Ruhe weg und das merken die Kinder.  Dafür telefonieren wir dann immer zur Abendbrotzeit miteinander.

Trotz der ganzen Schichtarbeit bin ich allerdings meist genauso so daheim, wie ein normaler Tagschichtarbeiter auch. Nur halt an den Spätschichttagen nicht und auch das Wochenende ist bei uns immer anders. Aber dafür genießen wir dann die gemeinsame Zeit intensiver miteinander. Wie heute nachmittag zum Beispiel oder morgen dann.

Morgen früh werde ich dann nun wieder zeitig aufstehen, wenn alle noch schlafen, mich fertig machen und zur Arbeit fahren. Der Mann kümmert sich um die Kinder. Wenn ich am frühen Nachmittag nach Hause komme, dann machen alle gerade ihren Mittagsschlaf (ja auch der Mann) und mit ein bissl Glück, habe ich dann so eine halbe Stunde oder etwas länger oder kürzer Zeit für mich und kann die Ruhe genießen und entspannen. Der Nachmittag wird dann voll genutzt mit Familie, Wäsche waschen (Monatsende, viel Kita-Wäsche) und Gartenzeit.

Zwinkern

Und wenn ich daran denke, auch zwischendurch mal ein paar Bilder zu machen, ja dann gibt es am Sonntag vielleicht sogar ein Wochenende in Bildern Frühschicht Edition. Vielleicht, kommt darauf an wie ko ich bin.

Bis bald.

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