Wochenende in Bildern 14./15.09.2019

Ein sonniges Spätsommer-Vollmond-Wochenende war es. Für mich hieß es aber diesmal auch Arbeiten. Spätschicht. Trotzdem haben wir das beste daraus gemacht.

Sonnabend

Ich bin noch sehr müde und verschlafen, als sich gegen 7 Uhr die Kleine zu mir ins Bett kuschelt. Mann und der Große sind schon eine Weile munter.

Heute besuche ich zusammen mit den Kindern zum ersten Mal den Spiel- und Singkreis für Vorschulkinder unserer Kirchgemeinde. Obwohl wir nicht kirchlich sind werden die Kinder herzlich begrüßt und willkommen geheißen. Einzig die Tatsache, dass Pfarrers Zwillinge die besten Kita-Freundinnen vom Großen sind, machte die Sache etwas anstrengend. Der Große wollte lieber bei denen spielen gehen als singen und so. Zum Glück ist der Spielkreis nur 1x im Monat.

Als die Kinder nach einer Bibelgeschichte ein Bild ausmalen sollen, sind die Kinder wieder voll dabei. Sie lieben malen, besonders der Große.

Nach dem Mittagessen und Kinder ins Bett bringen, muss ich dann auch schon bald los zur Arbeit. Natürlich mit dem Fahrrad und bei schönen Wetter.

Schattenbild Frau mit Fahrrad

Nach der Arbeit schaue ich auf der Couch noch Instagramstories und in die Livestorie einer meiner Lieblings-Instagrammerinnen rein. Sie hat gerade eine schlechte Diagnose erhalten und ist trotzdem positiv gestimmt. Ich bewundere sie und drücke ihr die Daumen, dass sie alles gut übersteht.

Sonntag

Der Sonntag beginnt verschlafen. Wir stehen erst kurz vor 8 auf. Die Kinder sind zwar schon eher munter, lassen uns Eltern aber noch etwas in Ruhe und spielen.

Zum Frühstück backe ich Brötchen auf und anschließend frühstücken wir gemeinsam. Sogar die Kinder schaffen jeweils fast 1,5 Brötchen.

Frühstück mit Schokobrot

Wir lassen den Tag entspannt anlaufen. Kurz nach denn Frühstück schreien die Kinder wieder nach Essen. Ich mache jedem einen Obstteller. Sie tauschen das Obst auch hin und her, denn der Große mag ja keinen Pfirsich.

Kreative Stunde. Um Nörgelein vorzubeugen hole ich den Kindern die Malsachen raus. Während der Große vier Kunstwerke zaubert, hat die Kleine schon bald keine Lust mehr und möchte lieber kneten. Also malt einer mit Geduld und eine knetet enthusiastisch. Danach geht’s noch für eine halbe Stunde in den Garten.

Wasserfarben

Während die Kinder durch den Garten toben, kocht der Mann das Mittagessen. Ich räume Mal- und Knetchaos weg und lege Wäsche zusammen.

Gefüllte Paprikaschoten im Ofen

Als alle Mittags schlummern, genieße ich die Ruhe und bereite die Bilder für diesen Post vor und füge sie schon mal hier ein. Den Blogpost schreibe ich erst nach der Arbeit fertig. Deswegen heute hier auch erst zur späten Stunde. Jetzt gehe ich aber ins Bett.

Und? Wie war denn euer Wochenende so?

Bis bald eure Bianca

Verlinkt beim Wochenende in Bildern von Grosseköpfe.

Alle bisherigen Wochenenden in Bildern findet ihr hier.

Heute ist Montag – Schichtarbeit und die Wochentage

Auch wenn der Kalender sagt, dass heute Freitag ist, ist für mich heute Montag. Morgen dann Dienstag, Mittwoch, … Ach das schöne Leben als Schichtarbeiter, wenn man nicht aufpasst, dann kann man ganz schön durcheinander kommen. Manchmal ertappe ich mich dabei, dass ich überlegen muss, welcher Wochentag heute ist.

Kein regulärer Wochenrhythmus

Für mich startet heute eine neue Arbeitswoche. Mit anschließendem Wochenende ist diese Woche 10 Tage lang. 7 Tage arbeiten, 3 Tage frei. Diesmal sind das 3 Frühschichten, 2 Spätschichten, 2 Nachtschichten und anschließend 3 Tage frei. Die freien Tage fallen dann zufällig auf ein richtiges Wochenende, wie immer einmal im Monat, sonst sind die immer unter der regulären Woche. Da sind dann sogar mal größere Unternehmungen drin.

So eine 10 Tage Woche habe ich nur einmal im Monat, sonst sind es immer 9 Tage pro Schichtwoche. Pro Monat macht das 3 volle Schichtblöcke und je nach Beginn am Monatsanfang, noch ein paar Tage dazu. Immer schön regelmäßig, das ganze Jahr durchgeplant. Es gibt Monate mit 21 Arbeitstagen, aber auch welche mit 24 Arbeitstagen. Dazwischen dann Urlaubstage und Freischichten, denn durch die Schichtarbeit baut man automatisch Überstunden auf und die müssen regelmäßig abgebaut werden. Die tarifliche Arbeitszeit liegt nämlich bei 21,75 Arbeitstagen im Monat, was einer 40h-Woche entspricht.

Planung ist alles

Jedes Jahr im Oktober habe ich dadurch auch immer schon meinen kompletten Urlaubs- und Freischichtenplan fürs kommende Jahr durchgeplant. Natürlich hebe ich mir immer ein paar Tage auf, denn man weiß ja nie was so noch kommt. Aber so eine Planbarkeit ist das großartige an Schichtarbeit.

Für reguläre Termine im Jahr, wie zum Beispiel Zahnarzt oder die Vorsorgeuntersuchungen der Kinder, hat so ein regelmäßiger Arbeitsrhythmus natürlich auch seine Vorteile, ich kann die Termine schon Monate vorher ausmachen, da ich genau weiß, wie ich arbeiten muss. Möchte ich allerdings mal wegfahren, zum Beispiel zu einer Bloggerkonferenz, so muss ich auch mal außer Plan Freischichten oder Urlaub nehmen, denn natürlich habe ich nicht an jedem Wochenende frei.

Auch die Hausarbeit lege ich meistens immer so, dass sie erledigt wird, wenn die Kinder im Kindergarten sind, also meist an Spät- und Nachtschichttagen. So kann ich dann die Zeit intensiver mit den Kindern verbringen, wenn ich nachmittags daheim bin. Den Wocheneinkauf erledige ich daher immer ohne die Kinder, was ein echter Luxus ist. Einzig auf den samstäglichen Marktbesuch nehme ich ab und zu ein Kind mit, sofern eins möchte. Das ist aber auch immer nur aller 14 Tage, denn auch hier hin kann ich nur, wenn ich den Samstagvormittag frei habe.

Familienleben light und intensiv

Jetzt mag man vermutlich denken: Oje, die armen Kinder, die sehen da ihre Mutter ja kaum.  Das kann nicht gut sein, da ist das Verhältnis bestimmt von Beginn an gestört.

Mmh – ich weiß nicht. Klar, es gibt Tage, da sehe ich meine Kinder wegen der Schichtarbeit nur früh bis ich sie in der Kita abgegeben habe und dann erst am nächsten Morgen wieder. Das sind immer die Spätschichttage unter der Woche und es sind hier zu Hause sogar die entspanntesten Tage. Für die Kinder, den Mann und oft auch für mich. Denn zu aller Überraschung sind die Kinder an diesen Tagen meist sehr pflegeleicht. Der Mann hat halt die Ruhe weg und das merken die Kinder.  Dafür telefonieren wir dann immer zur Abendbrotzeit miteinander.

Trotz der ganzen Schichtarbeit bin ich allerdings meist genauso so daheim, wie ein normaler Tagschichtarbeiter auch. Nur halt an den Spätschichttagen nicht und auch das Wochenende ist bei uns immer anders. Aber dafür genießen wir dann die gemeinsame Zeit intensiver miteinander. Wie heute nachmittag zum Beispiel oder morgen dann.

Morgen früh werde ich dann nun wieder zeitig aufstehen, wenn alle noch schlafen, mich fertig machen und zur Arbeit fahren. Der Mann kümmert sich um die Kinder. Wenn ich am frühen Nachmittag nach Hause komme, dann machen alle gerade ihren Mittagsschlaf (ja auch der Mann) und mit ein bissl Glück, habe ich dann so eine halbe Stunde oder etwas länger oder kürzer Zeit für mich und kann die Ruhe genießen und entspannen. Der Nachmittag wird dann voll genutzt mit Familie, Wäsche waschen (Monatsende, viel Kita-Wäsche) und Gartenzeit.

Zwinkern

Und wenn ich daran denke, auch zwischendurch mal ein paar Bilder zu machen, ja dann gibt es am Sonntag vielleicht sogar ein Wochenende in Bildern Frühschicht Edition. Vielleicht, kommt darauf an wie ko ich bin.

Bis bald.

Arbeiten am Feiertag

Wer mich kennt und weiß, was ich arbeite*, der weiß auch, dass es für mich keine regulären Wochenarbeitstage gibt, schon gar kein reguläres Wochenende, geschweige denn einen Feiertag, wo man mal die Beine hoch legen kann.
Puh, kompliziert oder? Was für eine Einleitung, aber einfacher ging es gerade nicht.

Ich bin Schichtarbeiter!

Und das nun schon fast mein ganzes Arbeitsleben lang, mal abgesehen von der Ausbildung und den ersten 2-3 Jahren danach. Ich habe mich damit arrangiert, mein unser Leben danach angepasst. Dazu zählt auch, dass ich am Wochenende und an Feiertagen, so wie heute, arbeiten gehen muss, sofern ich nicht Urlaub oder Überstundenabbau beantragt habe. Natürlich geht es vermutlich nicht nur mir so, sondern auch allen anderen Schichtarbeitern in den verschiedensten Berufen, wo rund um die Uhr alles am laufen gehalten werden muss. Hilft ja alles nix.

Wenn ich also zum Beispiel, so wie heute am 1. Mai, arbeiten muss, dann stört mich das eigentlich weniger. Es hat auch Vorteile an diesen Tagen auf Arbeit zu sein, denn an solchen Tagen, wo kein normaler Arbeitsbetrieb wie von Montag bis Freitag zwischen 7-17 Uhr herrscht, kommt man auch mal zu Sachen für die sonst eher weniger Zeit ist. Da wären Reinigungsarbeiten oder auch mal die ein oder andere Pflicht-Online-Schulung zu machen. Alles nebenher zum routinemäßigen Arbeitsplan und in der Hoffnung, dass es keine Störungen im Ablauf gibt.

Wird das alles auch gut bezahlt?

Natürlich. Ich habe das Glück, dass mein Arbeitgeber mit der Gewerkschaft gut zusammen arbeitet und wir Tariflohn bezahlt bekommen. Ich bekomme also tariflich zugesicherte Zuschläge für die Arbeit am Feiertag. Das ist in Monaten mit mehreren Feiertagen ein schöner kleiner Bonus. Aber ich sage mir immer trotzdem immer, dass ich Spaß an meiner Arbeit haben muss, Zuschläge hin oder her. Was nützt einem das viele Geld, wenn es einem mit der Arbeit nicht gut geht.

Und die Familie? Bleibt die an solchen Tagen nicht auf der Strecke?

Nein. Ich kann trotzdem, je nach Schicht, genügend Zeit mit meiner Familie verbringen. Auch wenn es einem  als Mama manchmal schwer fällt. Einzig die Spätschicht ist an Tagen wie Feiertag oder Wochenende wirklich ein bissl doof, da hat man nur den, meist kurzen, Vormittag zusammen und während im Sommer vielleicht der ein oder andere abends gemütlich grillt, hockt man auf Arbeit. Bei Früh- und Nachtschicht ist es aber recht angenehm, denn dann kann man auch am Nachmittag noch schön etwas gemeinsam unternehmen und zum Beispiel Ausflüge machen oder wie wir heute, einfach nur im Garten abhängen.

Man muss das Positive sehen.

Für mich bedeutet das arbeiten am heutigen Feiertag jedoch auch, dass ich nach meiner heutigen Feiertags-Nachtschicht, in mein Wochenende starten werde. Ja ein Wochenende mitten in der Woche. Während die meisten wieder arbeiten gehen, habe ich nun 2 Tage frei. Wenn ich also morgen früh wieder zuhause bin, dann stehen die Kinder auf, wir frühstücken gemeinsam und ich bringe sie in den Kindergarten.

Danach kann ich ganz erholsam ein paar Stündchen schlafen und wenn ich später (meist Mittags) wieder aufstehe, habe ich immer noch so 2-3 Stunden für mich, keine Mama-Auszeit, wo ich dann oft die Zeit im Arbeitszimmer an der Nähmaschine verbringe. In dieser Zeit macht nämlich der kranke Mann dann auch oft seinen Mittagsschlaf, so dass mich keiner stört.

Ich sage euch auch, dass so ein Wochenende unter der Woche echt Vorteile hat, den man kann zum Beispiel früh bei Zeiten Einkaufen gehen oder auch mal andere wichtige Sachen erledigen. Ganz ohne Stress und ohne Kinder, denn die sind ja dann den Vormittag in der Kita. Aber davon erzähle ich später mal mehr.

Wie sieht es bei euch eigentlich aus? Habt ihr Feiertags immer frei oder müsst ihr auch arbeiten gehen. Erzähl doch mal.

Bis bald.

Kalender mit Feiertag und Schichtarbeit
* Chemiebranche

Aus dem Takt geraten

Es läuft gerade nicht rund bei mir, es harkt im Getriebe des Alltags. Ich schaffe gefühlt nichts mehr, die To-Do-Liste wird irgendwie immer länger. Es kann natürlich auch sein, dass ich einfach zu viel auf einmal möchte. Nichts neues bei mir. Aber irgendwie schaffe ich es nicht, mir die Zeit so aufzuteilen und die Aufgaben darin unterzubringen, ohne das etwas auf der Strecke oder liegen bleibt. Ein Teufelskreis.
Seit April laufe ich gefühlt in einem Hamsterrad. Immer voran, doch irgendwie auf der Stelle tretend.

Der Mann ist seit Ende März krank geschrieben und auch die Kinder waren in der ersten Aprilhälfte ständig krank. Gemeinsam und allein. Zudem sind beide momentan in Phasen, die einem als Eltern sehr viel Kraft kosten.Vor allem nervlich. Da bin ich aber immer noch froh darüber, dass wir hier wenigstens keine Schlafprobleme mit beiden haben und din Nächte, sowie Mittagsschlaf, ruhig sind. So entstehen da wenigstens keine Defizite, außer naturgemäß an Nachtschichttagen bei mir.

Natürlich gibt und gab es zwar Ausbrüche aus dem Alltag (Kurzurlaub zu zweit, Ausflüge mit den Kids, Blogfamilia und Nähtreff für mich) um nicht komplett verloren zu gehen, aber dafür blieben halt andere Sachen liegen, die sich dadurch nun stapeln. Das ist nicht schlimm, aber es wie Sand um Getriebe, irgendwann knirscht es und gerät ins stocken.
Hinzu kommt, dass ich auf der Arbeit in den letzten Wochen mehr Frühschichten gemacht habe und zusätzlich auch noch einen mehrtägigen Lehrgang hatte, der fiel passender Weise so, dass ich statt Nachmittags oder Nachts zu Tagschichtzeiten auf Arbeit weilte.

Der Nachmittag ist dann immer, logischerweise, mit den Kindern verplant bis diese ins Bett gehen. Da schaffe ich also momentan auch nichts nebenher. Sobald ich irgendwas machen möchte, und sei es nur der Abwasch welcher nicht in den Geschirrspüler darf, hängen die Kinder an meinen Beinen, vor allem die Kleine ist da ganz Profi darin mich von der Hausarbeit abzuhalten. Egal ob der Papa in der Nähe ist oder nicht. Mama First, heißt es da momentan. Doch wenn es ums hören geht, wird bei Mama ständug auf Dirchzug geschalten. Aber es sei ihnen ja gegönnt, da sie durch die Schichtarbeit oft auf mich oder den Mann verzichten müssen.

Allerdings merke ich durch solche Tage, an denen etwas anderes ansteht, schon wie sehr mir meine Spät- und Nachtschichttage unter der Woche fehlen. Denn wenn die Kinder in der Krippe sind, schaffe ich halt viel mehr, als wenn sie daheim sind. Logisch oder. Da rennt mir niemand dazwischen und ich kann mein Ding machen.

Zum Glück sollte sich das in nächster Zeit wieder normalisieren und ich finde dann hoffentlich in meinen gewohnten Alltagsrhythmus zurück. Allerdings stehen ja jetzt noch ein paar Feiertage an und ich habe Mitte Juni noch einmal zwei Tage Lehrgang.  Aber dann vielleicht, spätestens hoffentlich nach unserem Urlaub Anfang Juli wird es werden. Bis dahin möchte ich aber trotzdem wieder halbwegs zurückfinden.

Hinzu kommen einige Blogbeiträge (Blogfamilia, eine Rezension und und und) die sich hier stapeln und ich euch noch schuldig bin. Zudem bräuchte ich mal ein bissl Nähzeit. Aber da zwängt sich momentan immer die Gartenarbeit dazwischen. Klingt ein bisschen nach Ausrede fürs nicht schreiben, ist es aber weiß Gott nicht. Die Gartenarbeit ist zum Teil echt entspannend (meditatives Unkraut ziehen), frisst jedoch leider zusätzlich Zeit, welche ich auch gern zum Blog schreiben oder nähen nutzen würde.

Wie macht ihr das eigentlich alle, um alles auf eurer To-Do-Liste zu schaffen? Vielleicht habt ihr ja noch ein paar Tipps für mich, wie ich mich besser strukturieren könnte. Schreibt das doch mal in die Kommentare.

Bis bald.

Spätschicht-Wochenende

Wochenenden mit Spätschicht werden eigentlich von keinem geliebt. Weder von meinen Kollegen, noch von meinem Mann, ebenso nicht von mir selbst und das obwohl es mit die ruhigsten Schichten sind, wenn man Glück hat.

Besonders im Sommer sind das dann aber die härtesten Wochenenden. Dann beneide ich ja immer alle, die was unternehmen oder daheim die freie Zeit genießen können, zum Beispiel im Garten. Meine Arbeitsstelle liegt ja direkt am Elbradweg und ich habe teilweise viel an der frischen Luft zu tun, ihr könnt euch sicherlich vorstellen, wie die Arbeitslaune steigt sinkt, wenn man die ganzen Spaziergänger und Radfahrer sieht.

Zuhause wird an den Spätschicht-Wochenenden vormittags leider auch nicht viel bzw die Vormittage sind voll von früh bis Mittag. Normalerweise hat der Mann an den Tagen, wo ich Spätschicht habe, Frühschicht und da bin ich dann voll mit Kinderbetreuung beschäftigt. Vielleicht schaffe ich eine Waschmaschine und nebenbei ein klein wenig aufräumen, im Normalfall aber kaum was. Einkaufen gehe ich da eigentlich auch nicht, das artet nur in Stress aus mit den Kindern. Selbst beim Mittagessen kochen, hängen mir die Kinder die meiste Zeit an den Beinen oder wollen mitmachen. Ich hoffe, dass sich das etwas gibt wenn sie größer sind. Momentan kann ich da nicht viel erwarten, außer mich anzupassen. Da ist es umso angenehmer, wenn der Mann daheim ist, wie momentan, wo er postoperativ noch krank geschrieben ist. Dann komme ich auch zu ein bissl mehr Haushalt bzw wir teilen uns rein.

Ich genieße zudem immer die ruhige Stunde bevor ich zur Arbeit muss, wenn die Kinder schon zum Mittagsschlaf in ihren Betten liegen. Das ist immer sehr angenehm, vor allem an den Tagen wo schon ab 6 Uhr früh eines der Kinder (meist der Große) einen vollquatscht, wie auch an diesem Wochenende.

Samstag

Der Samstag startete wieder sehr früh um kurz nach 6, der Große war munter, also bin ich mit ihm aufgestanden, zusammen haben wir uns angezogen und ein Mutter-Sohn-Frühstück gemacht. Später, als auch der Rest munter war, habe ich es mal wieder probiert und das mit dem Einkaufen zusammen mit den Kindern versucht, damit der Mann etwas Ruhe hat. Ich sags euch, meine Laune war danach im Keller und die Kindern haben geheult, weil es nicht nach ihrem Kopf ging und ich mich durchgesetzt habe.

Der Wochenmarkt ging ja noch, kurz im Einkaufsmarkt was besorgen auch nur, weil ich an der Fleischtheke für beide ein Wiener Würstchen gekauft hatte. Im Schuhladen (die Kleine brauchte endlich mal paar Hausschuhe für die Krippe) war schon nicht mehr so ohne. Aber die Idee von mir anschließend noch in den Spielzeugladen zu gehen, um das Ostergeld der Uroma umzulegen, war der größte Fehler an dem Tag. Wie so ein Anfänger. Der Große fand alles ganz toll, musste hier und da gucken und wollte nicht mehr raus. Die Kleine hatte ich die ganze Zeit auf dem Arm inklusive des ausgesuchten Spielzeugs. Zja, hätte ich nur den Kinderwagen aus dem Auto mitgenommen, wie zuvor beim Markt. Aber nein, ich wollte ja eigentlich schnell sein. Fehler, großer Fehler.

Daheim war dann zum Glück die Waschmaschine schon fertig und ich konnte, während die Kinder ihr neues Spielzeug ausprobierten in Ruhe die Wäsche aufhängen während der Mann Mittag kochte. Es gab Nudelauflauf. Alle glücklich. Als die Kinder schliefen, bin ich auf Arbeit und der Mann legte sich auch zu einem Mittagsschläfchen lang. Am Nachmittag waren die Drei dann unterwegs beim Kumpel des Mannes.

Sonntag

Den heutigen Sonntagvormittag starteten wir zum Glück später als am Samstag. Der Mann hatte die Kinder am Abend zuvor etwas später als üblich ins Bett gesteckt, in der Hoffnung sie schlafen länger. Na ja, hat nur so semioptimal funktioniert. Aber immerhin wurde ich erst gegen halb acht ganz sanft vom Großen geweckt und habe nun dafür zwei Kratzer auf der Nase.

Nach Frühstück, einer Spielrunde und dem Starten einer Waschmaschine, haben wir den Vormittag im Garten verbracht. Heute war ja schönster Sonnenschein. Es wurde von mir etwas Unkraut gejätet, natürlich wollten die Kinder da unbedingt mitmachen und klauten mir ständig mein Werkzeug. Dann habe ich mit dem Großen Regenwürmer beobachtet, die sich unter Steinen die wir beiseite geräumt hatten, angesammelten. Zwischendurch wurde gerutscht, im Sandkasten gespielt und mit Bobby Car und Co rum gefahren. Der Mann reparierte ein Verlängerungskabel und versuchte nebenbei die quengelige Kleine zu beruhigen. Sie zahnt gerade mal wieder und war dadurch heute echt unleidlich. Leider ist sie, im Gegensatz zu ihrem Bruder, der Typ, der gleich mehrere Zähne auf einmal schiebt und dann mal so paar Monate Pause bei der Zahnung einlegt. Ach ja.

Nach dem Mittagessen, Fischstäbchen und Kartoffelbrei – geht immer, habe ich dann schnell die Wäsche vom Vortag abgenommen und die Neue aufgehängt, während der Mann beide Kinder für den Mittagsschlaf zurecht gemacht hat und schlafen legte. Dann wieder eine ruhige Runde auf der Couch bevor es auf Arbeit ging.

Was dann nachmittags zuhause passierte, weiß ich noch gar nicht, denn wenn ich von der Spätschicht komme, schlafen alle schon. Da frage ich dann morgen früh nach. Aber ich vermute mal, dass sie wieder beim Kumpel des Mannes im Garten waren. Normalerweise telefonieren wir immer, wenn die Kinder Abendbrot essen. Da hören sie mich noch einmal und freuen sich immer sehr darüber. Der Große erzählt, was er gerade macht bzw isst. Da geht es dann immer: Mama, Mama, Mama. Zudem kann ich beiden auch noch eine gute Nacht wünschen.

Morgen zum Feiertag muss ich zum Glück erst zur Nachtschicht auf Arbeit sein. So haben wir alle den Tag zusammen. Mal schauen was wir machen werden.

Bis bald

Familienleben im Schichtbetrieb

Ich habe letzte Woche nach einem passenden Untertitel für den Blog gesucht. Er sollte passend zu unserem jetzigen Leben passen und doch vielschichtig sein. Das ist gar nicht so einfach wie man denkt, ich fand die Entscheidung sehr schwer und deshalb hatte ich bei Twitter und auf Facebook um Entscheidungshilfe gebeten und zum Glück waren die Meinungen auf beiden Portalen gleich. Der Blog-Untertitel heißt …

Familienleben im Schichtbetrieb

Sehr passend, sogar der Mann fand diesen Titel am besten.
Was sagt der neue Untertitel nun über uns aus? Viel sogar. Nämlich unter anderem, wie wir arbeiten – in Schichten. Der Mann erst seit dem Ende der Elternzeit vor wenigen Wochen und ich schon seit Jahren. Er geht aus gesundheitlichen Gründen 80% und auch erstmal nur für ein halbes Jahr, um zu sehen wie das so geht mit der Gesundheit. Ich schon seit Jahren in Vollzeit. Unsere ganzen Planungen, also auch unser Familienleben, sind voll darauf abgestimmt.

Es gibt dadurch aber nun auch Tage,wo der Mann und ich uns nicht sehen. Das ist immer dann, wenn er Frühschicht und ich Spätschicht habe. Da telefonieren wir aber immer spätestens dann zusammen, wenn die Kinder im Bett sind.

Wir arbeiten in aufeinanderfolgenden Schichten. Da haben wir lange darüber nachgedacht und auch viel nachgerechnet, welche Schicht-Kombination für uns die Beste ist und welche nicht. Am Ende habe wir uns dafür entschieden, dass ich immer nach dem Mann auf Schicht gehe. Das bedeutet aber auch, dass einer von uns an den Tagen, wo die Kids nicht in der Kinderkrippe sind, entweder eher aufhören muss (der Mann) oder später anfängt zu arbeiten (ich). Aber das geht bei uns zum Glück ganz gut zu arrangieren. Den Großteil davon übernehme ich und wenn ich aufgrund der Arbeit nicht später anfangen kann, dann muss der Mann halt eher aufhören, damit wir eine ordentliche Kinderübergabe, oder passend zur Arbeit, eine Schichtübergabe machen können.

Wir haben da natürlich auch den Vorteil, dass wir den gleichen Arbeitgeber haben, nuur in unterschiedlichen Bereichen arbeiten. Er an dem einen Ende vom Chemiewerk, ich am anderen. Und natürlich verschiedene Schichten.

Und wie verkraften das die Kinder?
Ganz gut. Sie kennen es ja nicht anders. Bisher war zwar immer nur Mama auf Arbeit und der Papa daheim, doch jetzt ist auch mal der Papa auf Arbeit. Aber ansonsten hat sich für sie nichts verändert. Der Tagesablauf ist immer der Gleiche, nur manchmal halt nur mit Mama, nur mit Papa oder Mama und Papa zusammen. Bei dem einen klappt es besser und beim anderen weniger. Bei Mama leider das weniger, aber dass liegt leider eher daran, dass hier zwei totale Papakinder wohnen. Na ja kein Wunder wenn der Papa die meiste Elternzeit genommen hat.

Wenn der Große nachfragt, dann sagen wir immer z.B.: Der Papa ist auf Arbeit. Als Antwort kommt dann: Papa arbeit und er zeigt in Richtung Chemiewerk, welches am Horizont zu sehen ist. Andersrum genauso. Die Kleine versteht es mit ihren 15 Monaten vermutlich eh noch nicht so ganz und von daher ist es für sie ebenfalls normal. Sie werden halt damit groß, dass es Zeiten gibt, wo Mama oder Papa auf Arbeit sind.

Und bei den Tagen, wo wir es nicht so ganz hinbekommen mit der Organisation, weil zum Beispiel die Kita zu hat oder wir an einem Feiertag arbeiten müssen, dann können wir zum Glück auf meine Eltern und meine Schwester zurückgreifen. Die Kinder haben dann mal Oma/Opa/Tante-Tag und übernachten auswärts. Klappt zum Glück auch ohne Probleme.

Diese Woche habe ich nun eine volle Schichtwoche, also von Montag bis Sonntag, dafür hat der Mann diese Woche ein paar Tage zusätzlich frei. Seine 80% werden nämlich über das Überstundenkonto abgerechnet, da man bei einem 24/7-Betrieb mit 8h-Schichten mal nicht so einfach jeden Tag 6,5h gehen kann. Also hat er jeden Monat ein paar Tage extra, die er freinehmen muss. Auch schön.

Mal schauen wie es dann wird, wenn mal ein Kind oder beide zusammen krank werden. Hatten wir ja bisher noch nicht, aber ich denke mal, durch die Schichtarbeit können wir auch das gut händeln, da ja eigentlich immer jemand daheim ist, außer einer kommt von Nachtschicht und der andere muss zur Frühschicht, dann müssen wohl auch wir mal Kindkrank machen.
Aber alles nur eine Frage der Organisation sage ich da immer.

Bis bald.