Mein Vormittag vor der Spätschicht

So ne Spätschicht auf Arbeit ist ja immer etwas blöd, denn der halbe Tag ist weg und man versucht daheim alles in wenige Stunden zu quetschen. An manchen Spätschichttagen fühle ich mich richtig gehetzt, weshalb ich schon vor längerer Zeit beschlossen habe, dass diese Vormittage ohne irgendwelche Großunternehmungen ist.

Der Tag beginnt

Der Wecker klingelt gegen 6:20 Uhr , natürlich ist ein, manchmal auch beide, Kind(er) schon munter. Meist ist das so kurz nach 5:30 Uhr der Fall. Entweder wird dann noch zusammen gekuschelt oder ich schicke die Kinder spielen. Letzteres ist dann immer der Fall wenn ich noch sehr müde bin.

Nach dem Aufstehen gehe ich normalerweise zuerst ins Bad, doch heute wollten die Kinder zuerst was zu trinken und zu essen. Anschließend mache ich mich grob tagesfertig, der finale Touch erfolgt dann erst kurz bevor ich auf Arbeit los muss.

Nachdem ich ansehnlich bin, hole ich die Kleidung der Kinder aus den Schränken und helfe ihnen beim Anziehen, die Kleine muss ja auch noch gewickelt werden. Heute gab es mal wieder, wie in 80% der Fällen täglich, Theater ums anziehen. Die Kleine machte heute freiwillig und super mit, beim Großen war es wieder sehr schwerfällig. Haben eure fast 4-jährigen auch so eine „Babyphase“ zur Zeit bzw. hatten sie so eine? Ich glaube ich muss mal mit seiner Erzieherin reden, ob er in der Kita auch so viel Unterstützung beim Anziehen braucht.

Irgendwann zwischenzeitlich steht auch der Mann auf, heute hat er mal keinen Arzt- oder Amtstermin, lediglich das Auto muss er heute noch in die Werkstatt schaffen. Ich schnippel derweil das Obst für den Großen für die Kita. Bei der Kleinen in der Krippe besorgt die Erzieherin die Obstpause.
Zusammen ziehen wir dann die Kinder final straßenfertig an und ich schaffe sie in die Kita.

Wieder daheim ist es kurz vor 7:30 Uhr und ich geselle mich zum Mann und wie frühstücken zusammen, bzw. ich frühstücke, er trinkt seinen Kaffee. Davor habe ich schon eine Waschmaschine angestellt. Noch eine kleine Einkaufsliste schreiben und fix die Dinge einkaufen. Als ich wieder daheim bin ist es kurz vor 9.

Der Mann füllt die derweil fertige Wäsche in den Trockner um und ich stelle eine neue Waschmaschine an. Heute ist nur Bettwäsche dran. Danach fange ich an Wohnzimmer und Küche aufzuräumen, das Spielzeug der Kinder was eigentlich in Ihre Zimmer gehört stelle ich auf die Treppe. Wir beginnen nämlich gerade mit dem Einführen kleiner Aufgaben. Dazu gehört es auch das eigene Spielzeug wieder in die Zimmer zu räumen.

Es wird Mittag

Nachdem eine gewisse Grundordnung wieder da ist, lege ich noch Wäsche und lausche ab 10 Uhr dem freitäglichen Instagram-Live-Kaffeerunde mit Daily-Pia. Dabei putze ich weiter und erledige etwas Bürokram.
Gegen halb 11 beginnt der Mann mit dem Mittagessen kochen, heute gibt es für uns beide Kartoffeln mit Kräuterquark und Leberwurst. Um nicht immer überlegen zu müssen, was wir kochen, machen wir mittlerweile einen Essensplan. So einfach.

Nach dem Mittagessen geht der Mann wieder in den Garten und ich widme mich noch schnell etwas PC-Arbeit (u.a. dieser Blogpost) und schaue nebenbei Instastories. Ab 13 Uhr mache ich mich dann Arbeitsfertig und düse mit dem Rad los zur Arbeit. Gegen 22:30 Uhr werde ich wieder daheim sein.

Der Mann holt später die Kinder ab und dann werden die Drei entspannt ins Wochenende starten. Zum Abendessen telefonieren wir dann wieder kurz miteinander.

Heute ist Montag – Schichtarbeit und die Wochentage

Auch wenn der Kalender sagt, dass heute Freitag ist, ist für mich heute Montag. Morgen dann Dienstag, Mittwoch, … Ach das schöne Leben als Schichtarbeiter, wenn man nicht aufpasst, dann kann man ganz schön durcheinander kommen. Manchmal ertappe ich mich dabei, dass ich überlegen muss, welcher Wochentag heute ist.

Kein regulärer Wochenrhythmus

Für mich startet heute eine neue Arbeitswoche. Mit anschließendem Wochenende ist diese Woche 10 Tage lang. 7 Tage arbeiten, 3 Tage frei. Diesmal sind das 3 Frühschichten, 2 Spätschichten, 2 Nachtschichten und anschließend 3 Tage frei. Die freien Tage fallen dann zufällig auf ein richtiges Wochenende, wie immer einmal im Monat, sonst sind die immer unter der regulären Woche. Da sind dann sogar mal größere Unternehmungen drin.

So eine 10 Tage Woche habe ich nur einmal im Monat, sonst sind es immer 9 Tage pro Schichtwoche. Pro Monat macht das 3 volle Schichtblöcke und je nach Beginn am Monatsanfang, noch ein paar Tage dazu. Immer schön regelmäßig, das ganze Jahr durchgeplant. Es gibt Monate mit 21 Arbeitstagen, aber auch welche mit 24 Arbeitstagen. Dazwischen dann Urlaubstage und Freischichten, denn durch die Schichtarbeit baut man automatisch Überstunden auf und die müssen regelmäßig abgebaut werden. Die tarifliche Arbeitszeit liegt nämlich bei 21,75 Arbeitstagen im Monat, was einer 40h-Woche entspricht.

Planung ist alles

Jedes Jahr im Oktober habe ich dadurch auch immer schon meinen kompletten Urlaubs- und Freischichtenplan fürs kommende Jahr durchgeplant. Natürlich hebe ich mir immer ein paar Tage auf, denn man weiß ja nie was so noch kommt. Aber so eine Planbarkeit ist das großartige an Schichtarbeit.

Für reguläre Termine im Jahr, wie zum Beispiel Zahnarzt oder die Vorsorgeuntersuchungen der Kinder, hat so ein regelmäßiger Arbeitsrhythmus natürlich auch seine Vorteile, ich kann die Termine schon Monate vorher ausmachen, da ich genau weiß, wie ich arbeiten muss. Möchte ich allerdings mal wegfahren, zum Beispiel zu einer Bloggerkonferenz, so muss ich auch mal außer Plan Freischichten oder Urlaub nehmen, denn natürlich habe ich nicht an jedem Wochenende frei.

Auch die Hausarbeit lege ich meistens immer so, dass sie erledigt wird, wenn die Kinder im Kindergarten sind, also meist an Spät- und Nachtschichttagen. So kann ich dann die Zeit intensiver mit den Kindern verbringen, wenn ich nachmittags daheim bin. Den Wocheneinkauf erledige ich daher immer ohne die Kinder, was ein echter Luxus ist. Einzig auf den samstäglichen Marktbesuch nehme ich ab und zu ein Kind mit, sofern eins möchte. Das ist aber auch immer nur aller 14 Tage, denn auch hier hin kann ich nur, wenn ich den Samstagvormittag frei habe.

Familienleben light und intensiv

Jetzt mag man vermutlich denken: Oje, die armen Kinder, die sehen da ihre Mutter ja kaum.  Das kann nicht gut sein, da ist das Verhältnis bestimmt von Beginn an gestört.

Mmh – ich weiß nicht. Klar, es gibt Tage, da sehe ich meine Kinder wegen der Schichtarbeit nur früh bis ich sie in der Kita abgegeben habe und dann erst am nächsten Morgen wieder. Das sind immer die Spätschichttage unter der Woche und es sind hier zu Hause sogar die entspanntesten Tage. Für die Kinder, den Mann und oft auch für mich. Denn zu aller Überraschung sind die Kinder an diesen Tagen meist sehr pflegeleicht. Der Mann hat halt die Ruhe weg und das merken die Kinder.  Dafür telefonieren wir dann immer zur Abendbrotzeit miteinander.

Trotz der ganzen Schichtarbeit bin ich allerdings meist genauso so daheim, wie ein normaler Tagschichtarbeiter auch. Nur halt an den Spätschichttagen nicht und auch das Wochenende ist bei uns immer anders. Aber dafür genießen wir dann die gemeinsame Zeit intensiver miteinander. Wie heute nachmittag zum Beispiel oder morgen dann.

Morgen früh werde ich dann nun wieder zeitig aufstehen, wenn alle noch schlafen, mich fertig machen und zur Arbeit fahren. Der Mann kümmert sich um die Kinder. Wenn ich am frühen Nachmittag nach Hause komme, dann machen alle gerade ihren Mittagsschlaf (ja auch der Mann) und mit ein bissl Glück, habe ich dann so eine halbe Stunde oder etwas länger oder kürzer Zeit für mich und kann die Ruhe genießen und entspannen. Der Nachmittag wird dann voll genutzt mit Familie, Wäsche waschen (Monatsende, viel Kita-Wäsche) und Gartenzeit.

Zwinkern

Und wenn ich daran denke, auch zwischendurch mal ein paar Bilder zu machen, ja dann gibt es am Sonntag vielleicht sogar ein Wochenende in Bildern Frühschicht Edition. Vielleicht, kommt darauf an wie ko ich bin.

Bis bald.

Arbeiten am Feiertag

Wer mich kennt und weiß, was ich arbeite*, der weiß auch, dass es für mich keine regulären Wochenarbeitstage gibt, schon gar kein reguläres Wochenende, geschweige denn einen Feiertag, wo man mal die Beine hoch legen kann.
Puh, kompliziert oder? Was für eine Einleitung, aber einfacher ging es gerade nicht.

Ich bin Schichtarbeiter!

Und das nun schon fast mein ganzes Arbeitsleben lang, mal abgesehen von der Ausbildung und den ersten 2-3 Jahren danach. Ich habe mich damit arrangiert, mein unser Leben danach angepasst. Dazu zählt auch, dass ich am Wochenende und an Feiertagen, so wie heute, arbeiten gehen muss, sofern ich nicht Urlaub oder Überstundenabbau beantragt habe. Natürlich geht es vermutlich nicht nur mir so, sondern auch allen anderen Schichtarbeitern in den verschiedensten Berufen, wo rund um die Uhr alles am laufen gehalten werden muss. Hilft ja alles nix.

Wenn ich also zum Beispiel, so wie heute am 1. Mai, arbeiten muss, dann stört mich das eigentlich weniger. Es hat auch Vorteile an diesen Tagen auf Arbeit zu sein, denn an solchen Tagen, wo kein normaler Arbeitsbetrieb wie von Montag bis Freitag zwischen 7-17 Uhr herrscht, kommt man auch mal zu Sachen für die sonst eher weniger Zeit ist. Da wären Reinigungsarbeiten oder auch mal die ein oder andere Pflicht-Online-Schulung zu machen. Alles nebenher zum routinemäßigen Arbeitsplan und in der Hoffnung, dass es keine Störungen im Ablauf gibt.

Wird das alles auch gut bezahlt?

Natürlich. Ich habe das Glück, dass mein Arbeitgeber mit der Gewerkschaft gut zusammen arbeitet und wir Tariflohn bezahlt bekommen. Ich bekomme also tariflich zugesicherte Zuschläge für die Arbeit am Feiertag. Das ist in Monaten mit mehreren Feiertagen ein schöner kleiner Bonus. Aber ich sage mir immer trotzdem immer, dass ich Spaß an meiner Arbeit haben muss, Zuschläge hin oder her. Was nützt einem das viele Geld, wenn es einem mit der Arbeit nicht gut geht.

Und die Familie? Bleibt die an solchen Tagen nicht auf der Strecke?

Nein. Ich kann trotzdem, je nach Schicht, genügend Zeit mit meiner Familie verbringen. Auch wenn es einem  als Mama manchmal schwer fällt. Einzig die Spätschicht ist an Tagen wie Feiertag oder Wochenende wirklich ein bissl doof, da hat man nur den, meist kurzen, Vormittag zusammen und während im Sommer vielleicht der ein oder andere abends gemütlich grillt, hockt man auf Arbeit. Bei Früh- und Nachtschicht ist es aber recht angenehm, denn dann kann man auch am Nachmittag noch schön etwas gemeinsam unternehmen und zum Beispiel Ausflüge machen oder wie wir heute, einfach nur im Garten abhängen.

Man muss das Positive sehen.

Für mich bedeutet das arbeiten am heutigen Feiertag jedoch auch, dass ich nach meiner heutigen Feiertags-Nachtschicht, in mein Wochenende starten werde. Ja ein Wochenende mitten in der Woche. Während die meisten wieder arbeiten gehen, habe ich nun 2 Tage frei. Wenn ich also morgen früh wieder zuhause bin, dann stehen die Kinder auf, wir frühstücken gemeinsam und ich bringe sie in den Kindergarten.

Danach kann ich ganz erholsam ein paar Stündchen schlafen und wenn ich später (meist Mittags) wieder aufstehe, habe ich immer noch so 2-3 Stunden für mich, keine Mama-Auszeit, wo ich dann oft die Zeit im Arbeitszimmer an der Nähmaschine verbringe. In dieser Zeit macht nämlich der kranke Mann dann auch oft seinen Mittagsschlaf, so dass mich keiner stört.

Ich sage euch auch, dass so ein Wochenende unter der Woche echt Vorteile hat, den man kann zum Beispiel früh bei Zeiten Einkaufen gehen oder auch mal andere wichtige Sachen erledigen. Ganz ohne Stress und ohne Kinder, denn die sind ja dann den Vormittag in der Kita. Aber davon erzähle ich später mal mehr.

Wie sieht es bei euch eigentlich aus? Habt ihr Feiertags immer frei oder müsst ihr auch arbeiten gehen. Erzähl doch mal.

Bis bald.

Kalender mit Feiertag und Schichtarbeit
* Chemiebranche

Familie – Arbeit -Schlafen – Ein Spätschicht-Wochenende

Am Wochenende auf Spätschicht zu müssen gefällt keinem, auch nicht dem (immer noch kranken) Mann. Denn man hat so wenig vom Tage und bei schönem Wetter beneidet man alle, die ihre Freizeit genießen können. Ich versuche ja immer an Spätschichttagen den Vormittag ordentlich was zu schaffen daheim, was mir mit zwei Kleinkindern selten glückt.
Momentan beginnt jeder Tag zeitig, der Große steht auch an diesen Tagen pünktlich gegen halb sechs auf. Kuscheln und nochmal ne Runde schlafen bei uns im Elternbett scheitert meist nach 5-10 Minuten an seinem Rumgezappel, also wird das Kind angezogen und mit Trinkflasche zum Spielen in sein Zimmer geschickt. Ruhe und Schlaf für eine weitere halbe bis eine Stunde. Dann ist es aber auch vorbei und das Kind verlangt nach Kakao und Müsli. Am Samstag steht der Mann mit ihm auf, am Sonntag erbarme ich mich. Das ich erst gegen 23 Uhr am Vortag nach der Arbeit ins Bett kam, interessiert da ja keinen. Was solls. So frühstücken wir und warten darauf, das irgendwann gegen halb neun auch die Kleine mal munter wird.
Das Gute an solchem Morgen mit nur einem munteren Kind ist ja, man schafft mehr im Haushalt als mit Zweien. So kann ich an beiden Wochenendtagen morgens eine Waschmaschine starten und Küchenchaos beseitigen.

Vormittage mit der Familie

Am Samstag fahre ich vormittags mit dem Großen auf den Wochenmarkt, zur Apotheke und auch noch schnell Kleinigkeiten im Supermarkt besorgen. Zuhause wird dann von der Kleinen erstmal an den frischen Kräutern geschnuppert. Mmh.

Die Kinder gehen zum Spielen in ihre Zimmer und richten dort Chaos an, während ich Wäsche abnehme und frisch gewaschene aufhänge. Das machen wir am Samstag und auch am Sonntag so. Sammstag räumen wir dann in den Zimmern etwas um und auf. Am nächsten Morgen wird es aber wieder chaotisch aussehen. Den Sonntag Vormittag nutze ich um in unserem Schlafzimmer unser Bett frisch zu beziehen und mal wieder auch unterm Bett zu saugen. Quasi Zimmerputz von oben bis unten. Der Mann sorgt dafür, dass die Kinder nicht die komplette Zeit unser Bett als Trampolin nutzen. Dafür bin ich ihm sehr dankbar.

Papa ist immer für das Essen kochen zuständig, denn er kann das besser als Mama. Beliebtester Platz der Kinder währenddessen ist genau gegenüber vom Herd. Am Samstag gibt es traditionell Nudeln, diesmal Spagetti, was sahen die Kinder danach aus, und am Sonntag zaubert er eine Zucchini-Pfanne mit Hachfleisch, Kartoffeln und Gemüse. Das tolle an diesem Essen war ja, das alles an Gemüse aus unserem eigenen Garten stammte. Lecker lecker.

Nachmittage auf Arbeit

Nach dem Essen geht es für die Kinder ab ins Bett zum Mittagsschlaf und der Papa macht es sich auf dem Sofa gemütlich. Am Samstag schaut er Fußball (was ne Pleite diesmal) und am Sonntag spielt er im Keller etwas Darts.
Ich packe mein Essen für die Arbeit und mache mich fertig. Mit dem Rad geht es wie immer mitten durch die Natur zur 3,5 km entfernten Arbeitsstelle.

Das wichtigste dabei ist immer Musik auf die Ohren. Radio im MP3-Player ist was feines.

Während der Mann daheim die Kinder betreut, sorge mein Kollege und ich zusammen für sauberes Wasser. Alles läuft in seiner gewohnten Routine, nur am heutigen Sonntag haben wir eine kleine Störung. Aber das ist nicht schlimm. Das beste ist ja immer die tolle Aussicht, die wir teilweise haben, so wir auch eine Spätschicht am Wochenende erträglich.

Nachdem der Mann die Kinder ins Bett gebracht hat, telefonieren wir immer miteinander. Er ruft mich dann auf Arbeit an und erzählt mir von ihrem Nachmittag. Ich brauche das, auch wenn wir dabei immer wieder feststellen müssen, dass die Kinder beim Papa irgendwie entspannter und ruhiger sind. Wir suchen noch nach der Ursache. Zum Abschluss wüschen wir uns gegenseitig noch einen ruhigen Abend und Gute Nacht. Meist schläft der Mann schon wenn ich gegen 22 Uhr wieder daheim bin. Ich selber schaue dann noch etwas bei Instagram rein bevor ich auch ins Bett gehe. Selten später als 23 Uhr denn das große Kind wird wieder pünktlich gegen halb sechs munter sein.
Morgen und übermorgen erwarten mich dann zwei Nachtschicht-Tage, aber die werden entspannter und mit mehr Schlaf sein als das letzte Nachtschicht-Wochenende, denn beide Kinder sind ja tagsüber in der Kita.
Bis bald.
Verlinkt bei Wochenende in Bildern.

Aus dem Takt geraten

Es läuft gerade nicht rund bei mir, es harkt im Getriebe des Alltags. Ich schaffe gefühlt nichts mehr, die To-Do-Liste wird irgendwie immer länger. Es kann natürlich auch sein, dass ich einfach zu viel auf einmal möchte. Nichts neues bei mir. Aber irgendwie schaffe ich es nicht, mir die Zeit so aufzuteilen und die Aufgaben darin unterzubringen, ohne das etwas auf der Strecke oder liegen bleibt. Ein Teufelskreis.
Seit April laufe ich gefühlt in einem Hamsterrad. Immer voran, doch irgendwie auf der Stelle tretend.

Der Mann ist seit Ende März krank geschrieben und auch die Kinder waren in der ersten Aprilhälfte ständig krank. Gemeinsam und allein. Zudem sind beide momentan in Phasen, die einem als Eltern sehr viel Kraft kosten.Vor allem nervlich. Da bin ich aber immer noch froh darüber, dass wir hier wenigstens keine Schlafprobleme mit beiden haben und din Nächte, sowie Mittagsschlaf, ruhig sind. So entstehen da wenigstens keine Defizite, außer naturgemäß an Nachtschichttagen bei mir.

Natürlich gibt und gab es zwar Ausbrüche aus dem Alltag (Kurzurlaub zu zweit, Ausflüge mit den Kids, Blogfamilia und Nähtreff für mich) um nicht komplett verloren zu gehen, aber dafür blieben halt andere Sachen liegen, die sich dadurch nun stapeln. Das ist nicht schlimm, aber es wie Sand um Getriebe, irgendwann knirscht es und gerät ins stocken.
Hinzu kommt, dass ich auf der Arbeit in den letzten Wochen mehr Frühschichten gemacht habe und zusätzlich auch noch einen mehrtägigen Lehrgang hatte, der fiel passender Weise so, dass ich statt Nachmittags oder Nachts zu Tagschichtzeiten auf Arbeit weilte.

Der Nachmittag ist dann immer, logischerweise, mit den Kindern verplant bis diese ins Bett gehen. Da schaffe ich also momentan auch nichts nebenher. Sobald ich irgendwas machen möchte, und sei es nur der Abwasch welcher nicht in den Geschirrspüler darf, hängen die Kinder an meinen Beinen, vor allem die Kleine ist da ganz Profi darin mich von der Hausarbeit abzuhalten. Egal ob der Papa in der Nähe ist oder nicht. Mama First, heißt es da momentan. Doch wenn es ums hören geht, wird bei Mama ständug auf Dirchzug geschalten. Aber es sei ihnen ja gegönnt, da sie durch die Schichtarbeit oft auf mich oder den Mann verzichten müssen.

Allerdings merke ich durch solche Tage, an denen etwas anderes ansteht, schon wie sehr mir meine Spät- und Nachtschichttage unter der Woche fehlen. Denn wenn die Kinder in der Krippe sind, schaffe ich halt viel mehr, als wenn sie daheim sind. Logisch oder. Da rennt mir niemand dazwischen und ich kann mein Ding machen.

Zum Glück sollte sich das in nächster Zeit wieder normalisieren und ich finde dann hoffentlich in meinen gewohnten Alltagsrhythmus zurück. Allerdings stehen ja jetzt noch ein paar Feiertage an und ich habe Mitte Juni noch einmal zwei Tage Lehrgang.  Aber dann vielleicht, spätestens hoffentlich nach unserem Urlaub Anfang Juli wird es werden. Bis dahin möchte ich aber trotzdem wieder halbwegs zurückfinden.

Hinzu kommen einige Blogbeiträge (Blogfamilia, eine Rezension und und und) die sich hier stapeln und ich euch noch schuldig bin. Zudem bräuchte ich mal ein bissl Nähzeit. Aber da zwängt sich momentan immer die Gartenarbeit dazwischen. Klingt ein bisschen nach Ausrede fürs nicht schreiben, ist es aber weiß Gott nicht. Die Gartenarbeit ist zum Teil echt entspannend (meditatives Unkraut ziehen), frisst jedoch leider zusätzlich Zeit, welche ich auch gern zum Blog schreiben oder nähen nutzen würde.

Wie macht ihr das eigentlich alle, um alles auf eurer To-Do-Liste zu schaffen? Vielleicht habt ihr ja noch ein paar Tipps für mich, wie ich mich besser strukturieren könnte. Schreibt das doch mal in die Kommentare.

Bis bald.

Spätschicht-Wochenende

Wochenenden mit Spätschicht werden eigentlich von keinem geliebt. Weder von meinen Kollegen, noch von meinem Mann, ebenso nicht von mir selbst und das obwohl es mit die ruhigsten Schichten sind, wenn man Glück hat.

Besonders im Sommer sind das dann aber die härtesten Wochenenden. Dann beneide ich ja immer alle, die was unternehmen oder daheim die freie Zeit genießen können, zum Beispiel im Garten. Meine Arbeitsstelle liegt ja direkt am Elbradweg und ich habe teilweise viel an der frischen Luft zu tun, ihr könnt euch sicherlich vorstellen, wie die Arbeitslaune steigt sinkt, wenn man die ganzen Spaziergänger und Radfahrer sieht.

Zuhause wird an den Spätschicht-Wochenenden vormittags leider auch nicht viel bzw die Vormittage sind voll von früh bis Mittag. Normalerweise hat der Mann an den Tagen, wo ich Spätschicht habe, Frühschicht und da bin ich dann voll mit Kinderbetreuung beschäftigt. Vielleicht schaffe ich eine Waschmaschine und nebenbei ein klein wenig aufräumen, im Normalfall aber kaum was. Einkaufen gehe ich da eigentlich auch nicht, das artet nur in Stress aus mit den Kindern. Selbst beim Mittagessen kochen, hängen mir die Kinder die meiste Zeit an den Beinen oder wollen mitmachen. Ich hoffe, dass sich das etwas gibt wenn sie größer sind. Momentan kann ich da nicht viel erwarten, außer mich anzupassen. Da ist es umso angenehmer, wenn der Mann daheim ist, wie momentan, wo er postoperativ noch krank geschrieben ist. Dann komme ich auch zu ein bissl mehr Haushalt bzw wir teilen uns rein.

Ich genieße zudem immer die ruhige Stunde bevor ich zur Arbeit muss, wenn die Kinder schon zum Mittagsschlaf in ihren Betten liegen. Das ist immer sehr angenehm, vor allem an den Tagen wo schon ab 6 Uhr früh eines der Kinder (meist der Große) einen vollquatscht, wie auch an diesem Wochenende.

Samstag

Der Samstag startete wieder sehr früh um kurz nach 6, der Große war munter, also bin ich mit ihm aufgestanden, zusammen haben wir uns angezogen und ein Mutter-Sohn-Frühstück gemacht. Später, als auch der Rest munter war, habe ich es mal wieder probiert und das mit dem Einkaufen zusammen mit den Kindern versucht, damit der Mann etwas Ruhe hat. Ich sags euch, meine Laune war danach im Keller und die Kindern haben geheult, weil es nicht nach ihrem Kopf ging und ich mich durchgesetzt habe.

Der Wochenmarkt ging ja noch, kurz im Einkaufsmarkt was besorgen auch nur, weil ich an der Fleischtheke für beide ein Wiener Würstchen gekauft hatte. Im Schuhladen (die Kleine brauchte endlich mal paar Hausschuhe für die Krippe) war schon nicht mehr so ohne. Aber die Idee von mir anschließend noch in den Spielzeugladen zu gehen, um das Ostergeld der Uroma umzulegen, war der größte Fehler an dem Tag. Wie so ein Anfänger. Der Große fand alles ganz toll, musste hier und da gucken und wollte nicht mehr raus. Die Kleine hatte ich die ganze Zeit auf dem Arm inklusive des ausgesuchten Spielzeugs. Zja, hätte ich nur den Kinderwagen aus dem Auto mitgenommen, wie zuvor beim Markt. Aber nein, ich wollte ja eigentlich schnell sein. Fehler, großer Fehler.

Daheim war dann zum Glück die Waschmaschine schon fertig und ich konnte, während die Kinder ihr neues Spielzeug ausprobierten in Ruhe die Wäsche aufhängen während der Mann Mittag kochte. Es gab Nudelauflauf. Alle glücklich. Als die Kinder schliefen, bin ich auf Arbeit und der Mann legte sich auch zu einem Mittagsschläfchen lang. Am Nachmittag waren die Drei dann unterwegs beim Kumpel des Mannes.

Sonntag

Den heutigen Sonntagvormittag starteten wir zum Glück später als am Samstag. Der Mann hatte die Kinder am Abend zuvor etwas später als üblich ins Bett gesteckt, in der Hoffnung sie schlafen länger. Na ja, hat nur so semioptimal funktioniert. Aber immerhin wurde ich erst gegen halb acht ganz sanft vom Großen geweckt und habe nun dafür zwei Kratzer auf der Nase.

Nach Frühstück, einer Spielrunde und dem Starten einer Waschmaschine, haben wir den Vormittag im Garten verbracht. Heute war ja schönster Sonnenschein. Es wurde von mir etwas Unkraut gejätet, natürlich wollten die Kinder da unbedingt mitmachen und klauten mir ständig mein Werkzeug. Dann habe ich mit dem Großen Regenwürmer beobachtet, die sich unter Steinen die wir beiseite geräumt hatten, angesammelten. Zwischendurch wurde gerutscht, im Sandkasten gespielt und mit Bobby Car und Co rum gefahren. Der Mann reparierte ein Verlängerungskabel und versuchte nebenbei die quengelige Kleine zu beruhigen. Sie zahnt gerade mal wieder und war dadurch heute echt unleidlich. Leider ist sie, im Gegensatz zu ihrem Bruder, der Typ, der gleich mehrere Zähne auf einmal schiebt und dann mal so paar Monate Pause bei der Zahnung einlegt. Ach ja.

Nach dem Mittagessen, Fischstäbchen und Kartoffelbrei – geht immer, habe ich dann schnell die Wäsche vom Vortag abgenommen und die Neue aufgehängt, während der Mann beide Kinder für den Mittagsschlaf zurecht gemacht hat und schlafen legte. Dann wieder eine ruhige Runde auf der Couch bevor es auf Arbeit ging.

Was dann nachmittags zuhause passierte, weiß ich noch gar nicht, denn wenn ich von der Spätschicht komme, schlafen alle schon. Da frage ich dann morgen früh nach. Aber ich vermute mal, dass sie wieder beim Kumpel des Mannes im Garten waren. Normalerweise telefonieren wir immer, wenn die Kinder Abendbrot essen. Da hören sie mich noch einmal und freuen sich immer sehr darüber. Der Große erzählt, was er gerade macht bzw isst. Da geht es dann immer: Mama, Mama, Mama. Zudem kann ich beiden auch noch eine gute Nacht wünschen.

Morgen zum Feiertag muss ich zum Glück erst zur Nachtschicht auf Arbeit sein. So haben wir alle den Tag zusammen. Mal schauen was wir machen werden.

Bis bald