Familienalltag in der Krisenzeit – Woche 1

Hier, genau wie überall, ist seit Montag der Kindergarten geschlossen, bzw. er nimmt nur Kinder auf, wo beide Eltern in systemrelevanten Berufen arbeiten. Wir zählen da nicht dazu, denn der Mann ist ja den ganzen Tag daheim. Also bleiben unsere Kinder mindestens die nächsten 4-5 Wochen daheim und werden von uns betreut. Das bedeutet nun erstmal einen veränderten Familienalltag.
Ich selber war jetzt eine Woche krank. Dieses Wochenende bin ich arbeiten und dann habe ich erstmal 1,5 Wochen Urlaub. So geht das ganz gut bei mit der Betreuung momentan.

Kinderbetreuung daheim

Betreuung daheim bedeutet jetzt daher auch, dass wir mit den Kindern nun auch die Sachen machen, die sie sonst zur Zeit im Kindergarten machen würden. Dafür habe ich am Montag, als ich noch letzte Sachen aus der Kita geholt habe, mit den Erzieherinnen gesprochen, was wir denn nun so üben sollen. Das sind bei uns vorrangig Zählen, Schneiden und Sortieren, inklusive Konzentrationsübungen.

Wir versuchen auch unseren Alltag grob an die Kindergartenzeiten anzupassen, so dass die Kinder nicht zu sehr ihren Rhythmus verlieren. Das bedeutet auch, das wir zwischen 9-10 Uhr jeden Tag etwas kreatives machen werden.

Das war unsere erste Woche mit Kitaprogramm daheim

Montag:
Zu Beginn der Kindergartenfreien Zeit haben wir erstmal das Wochenende verlängert und so in den Tag hineingelebt. Wir Eltern müssen uns ja auch erstmal einen Überblick verschaffen, wie wir die nächsten Wochen wuppen und die Kinder auch sinnvoll fordern können.

Dienstag:
Heute stand Malen auf dem Programm. Am Montag Nachmittag habe ich im Downloadshop von Bine Brändle ein paar Malvorlagen gekauft, damit wir etwas Abwechslung im Programm haben. So gab es da auch ein Freebie mit kleinen Monstern, welche wir dann heute ausgemalt haben.

Monster ausmalen

Vor dem Malen gab es aber noch ein bisschen Training fürs Köpfchen. Mit Duplosteinen haben sortiert und Farben geübt. Danke an Lesulu für die tollen Vorlagekarten dafür. Bei ihr findet ihr noch tolle andere Sachen für die Kleinen.

Duplosteine sortieren

Mittwoch:
Die Kinder hatten sich Kneten für die Bastelstunde gewünscht, also haben sie alle dafür notwendigen Utensilien hervorgeholt und losgelegt. Mittlerweile kneten beide ja sehr schöne Figuren. Aus schon etwas älterer und festerer Knete haben wir am Ende dann noch ein paar Figuren gemacht, die nun auf der Fensterbank trocknen.

Donnerstag:
Basteln mit Papier, Schere und Leim geht auch immer gut bei unseren Kindern und damit wir nicht jeden Tag das gleiche machen, wurde heute rumgeschnippelt und geklebt. Entstanden sind wunderschöne Blumen, die wir in unser Treppenfenster gehangen haben.

Freitag:
Heute haben wir das Bastelprogramm ausgesetzt, denn die Kleine hatte einen Logopädie-Termin zur Grunddiagnostik. Letztendlich stellte sich heraus, dass sie überhaupt keine Logopädie braucht. Sie ist sprachlich sehr gut für ihr Alter.

Wochenende:
Samstag und Sonnstag lassen wir genauso laufen, wie auch an jedem anderen Wochenende. Es wird viel gespielt, innen wie außen. Wir machen uns keinen Stress, zuhause bleiben ist ja gerade eh so wichtig wie noch nie. Samstag waren wir u.a. spazieren und haben Ostereier an unseren kleinen Haselstrauch gehängt. Am Sonntag durften die Kinder dann den ganzen Tag im Schlafanzug herumrennen. So was muss auch mal sein. Das hat sie sehr gefreut, denn ansonsten bestehen wir ja darauf, dass sich trotzdem genauso angezogen wird wie an Kita-Tagen.

Ostereier aufhängen

Neuer Familienalltag

Neuer Familienalltag bedeutet auch, dass wir nun jeden Tag kochen, um wenigstens eine warme Mahlzeit auf dem Tisch zu haben. Bei uns ist das klar aufgeteilt. Ich plane, was es zu Essen gibt und der Mann kocht dann.

Diese Woche gab es bei uns folgendes zum Mittagessen, vielleicht inspiriert es euch ja.

Montag: Nudeln mit Tomatensoße und Käse – Apfelmus als Nachtisch
Dienstag: Straußenbraten (Rest aus dem Frost), Soße, Kartoffeln, Möhren-Erbsen-Gemüse – Birne als Nachtisch
Mittwoch: Fischfilet „Rosmarin-Zitrone“, Karoffelbrei, Gurkensalat
Donnerstag: Reispfanne mit mediteranen Gemüse, kleine Bratwüste dazu – Orange als Nachtisch
Freitag: Ofenpfannkuchen mit Zucker-Zimt und Fruchtsoßen – Schokopudding als Nachtisch
Samstag: Nudeln mit Putengulasch – Apfelmus als Nachtisch
Sonntag: Hähnchenschenkel mit Ofengemüse

So wird es nun auch die ganzen anderen Wochen ablaufen bis mindestens 19. April. Ich bin gespannt, wann sich dieser neue Familienalltag eingespielt hat. Auch arbeitsmäßig wird es da spannend. Momentan sieht es aber noch danach aus, dass für mich nach dem Urlaub ab Anfang April alles im gewohnten Gang weiter geht. Die einzige Neuerung ist jetzt, dass ich seit gestern in meinem Arbeitsrucksack eine Arbeitsbescheinigung mit mir rumtrage. Wir wissen ja noch nicht, in wie weit unser Leben noch eingeschränkt wird.

Spaziergang

Aber seien wir ehrlich, die Wahrscheinlichkeit, dass die momentane Krisensituaion weiter anhält, ist sehr groß. Trotzdem sollten wir positiv bleiben und an das Gute denken.

Bis bald eure Bianca

* Alle Links sind freiwillig. Ich wurde nicht dafür bezahlt.

No Spend Februar

Dieses Jahr bin ich ja sehr ambitioniert, was unsere Finanzen angeht und lege nun in diesem Monat noch eine kleine Schaufel drauf. Man muss ja schauen woher die Euronen kommen. Ende Januar habe ich daher beschlossen, das Jahr zu einem No Spend Jahr zu machen. Getreu dem Motto: Use what you have.

No-Spend Februar

Passend zu meinem Jahresvorhaben hat Nina von Plansmeetlife diesen Monat die No Spend Februar Challenge ausgerufen.
Ziel: Versuchen einen Monat alles links liegen zu lassen, was nicht notwendig ist. Außerdem online nicht spontan auf den Kaufen-Button zu drücken. Was man begehrt, soll auf eine Wunschliste geschrieben werden. Dann wird erst im nächsten Monat geschaut, ob das wirklich gebraucht wird oder nicht.

No Spend Februar
No Spend Februar Vorlage von Plansmeetlife

Was erlaube ich uns und was nicht

No Spend bedeutet ja soviel wie nix ausgeben. Einen Monat oder länger kein Geld auszugeben, ist bekanntlich aber etwas utopisch, schließlich hat man ja seine festen Ausgaben. Daher habe ich mir 2 kleine grobe Listen gemacht, mit den Sachen, die erlaubt sind und die nicht erlaubt sind.

Vor allen Einkäufen gilt aber das Gredo: Schauen was man wirklich braucht wird. Zuerst sollen jedoch alle Reserven daheim aufgebraucht werden, bevor Neues kommt.

Erlaubt ist:

  • Lebensmittel & Drogerieartikel → die benötigt werden
  • Kinderkleidung, wenn dringend benötigt (z.B. Schuhe)
  • seit längeren geplante Sachen im festgelegten finanziellen Rahmen (z.B. Farbe für geplante Malerarbeiten)
  • Geschenke für Familie/Freunde zu z.B. Geburtstag im festgelegten Budget

Nicht erlaubt ist:

  • Online Shopping
  • Kleidung und Schuhe → außer für die Kids in bestimmten Fällen (siehe oben)
  • Stoffkauf →erstmal alles vernähen was da ist
  • Zubehör (Schmuck, Accessoires, …)
  • Make-up, Hautpflege, Reinigungsmittel
  • Dekoration

Wie klappt es mit dem No Spend Februar bisher?

Ich muss sagen, bisher klappt es richtig gut. Es gab noch keine Impulskäufe und alles was sonst eingekauft wurde, war eigentlich auch geplant. Aber es waren auch ein paar wenige Online-Käufe dabei, weil es nicht anders ging. Das waren zum Beispiel:

  • Mein Ticket für die Blogfamilia im Mai + 2 Zugtickets dafür (zum Super-Spar-Preis)
  • Mein Ottobre-Abo (das war aber schon eingeplant ins Monatsbudget)
  • Faschingskostüm für den Großen via Ebay Kleinanzeigen→ hier hatte ich die Wahl zwischen Stoffkauf und Gebrauchtkauf, letzteres war min. 75% günstiger

Außerdem brauchte der Große neue Hausschuhe für die Kita, die alten gingen kaputt und waren zudem zu klein. Das Geld dafür habe ich aber vom Lebensmittelbudget abgeknipst. Auch bekommt jedes Kind seine eine Kinderzeitung pro Monat, die werden aber auch vom Lebensmittelgeld bezahlt.

No Spend Februar Zwischenstand
Zwischenstand bisher. Alles gut.

Diese Woche sind noch 2 kleine Ausgaben außerhalb des normalen Rahmens geplant. Einerseits ein Zugticket für mich heute, um zu einer Veranstaltung zu kommen. Dann werde ich beim monatlichen Nähtreff noch einer Nähfreundin etwas roten Stoff abkaufen, da meiner nicht ausreicht für das Faschingskostüm für die Kleine.

Wie weiter?

Auf alle Fälle möchte ich den No Spend Februar fortsetzen und schauen, ob ich es auch den Rest des Jahres schaffe. Ich möchte weiterhin Impulskäufe vermeiden und bewusst überlegen, was ich brauche. Größere Ausgaben weiter im Voraus planen. Dabei soll aber auch das Vergnügen, also z.B. Familienausflüge, nicht zu kurz kommen. Wenn alles im festgelegten Budget bleibt, ist alles gut.

Macht ihr auch einen No spend Monat oder Jahr oder änliches?

Bis bald eure Bianca

Was mich gerade beschäftigt 01/2020

Mein Kopf ist voll. Voller Gedanken. In den letzten Wochen gab und gibt es so ein paar Dinge, die mich zur Zeit stark beschäftigen und irgendwie nicht loslassen.
Haushaltsplanung – Cash Envelope System – Nachhaltigkeit – Aufräumen
Ich möchte euch gern daran teil haben lassen.

Was mich so umtreibt

Haushaltsbudgetplanung – Sparen

Ich weiß, über Geld redet man nicht, aber ich mache es trotzdem, weil es mich beschäftigt.
Ende 2019 war es wieder soweit, ich habe meinen jährlichen Finanzcheck gemacht. Seit Jahren schon führe ich Haushaltsbuch mit unseren Konten, mal intensive, mal lockerer. 2019 habe ich es aber sehr akribisch geführt und alle Kontoein- und -ausgänge genaustens aufgeschrieben. Dazu eine Jahresübersicht mit Kontoplus oder -minus. Ende des Jahres war ich dann sehr erleichtert, das wir insgesamt ein sehr gutes Plus gemacht haben. Unser Notgroschen ist nun endlich gefüllt und wir können andere Sparziele angehen.

2020 werde ich also mein System des Haushaltsbuches so weiterführen. Doch möchte ich mich noch intensiver mit einem festen Monatsbudget auseinander setzen. Dazu habe ich schon sehr viel hilfreiches gefunden.

Cash Envelope System

Das aus dem Amerikanischen stammende Cash Envelope System, also Bargeld-Umschlag-System, habe ich Mitte letzen Jahres bei der österreichischen Instagrammerin & Bloggerin Nina von PlansMeetLife entdeckt. Ich war sofort begeistert davon und bin bei ihr regelrecht hängen geblieben. Durch sie bin ich dann auch auf die Amerikanerin The Budget Mom aufmerksam geworden, welche das Cash Envelope System quasi u.a. perfektioniert hat. Seitdem dreht sich in meinem Kopf alles um Monatsbudgets, Sinking Funds (Sparziele) und Sparchallenges. Es ist echt verrückt.

Dadurch habe ich nun seit Anfang des Jahres mir auf den Plan geschrieben, die EC-Karte stecken zu lassen und nur noch mit Bargeld zu bezahlen, welches ich mir Anfang des Monats eingeteilt habe. Ich weiß ja durch meine genaue Führung des Haushaltsbuches mit welchen Fixkosten ich jeden Monat rechnen kann und was ich dann noch für variable Kosten zur Verfügung habe. Danach lege ich dann mein Bargeld fest. Der Januar und auch Februar dienen mir jetzt noch als Orientierungsmonate, was bedeutet, dass ich mein Bargeldbudget noch nicht in Kategorien unterteilt habe. Ich muss erstmal schauen, was ich denn so brauche.

Aber bisher finde ich das System echt klasse.

Nachhaltiger Alltag – Zero Waste – Less Waste

Wenn in dem einem Bereich Ordnung herrscht, dann wendet man sich dem nächsten zu. Unserem Alltag.
Wir haben in den letzten Jahren unser leben schon sehr umgekrempelt, was auch u.a. mit an den Kindern liegt. Ich überlege mittlerweile dreimal, ob ich etwas wirklich brauche und wie das dann sein soll. Ganz dem Trend spuckt auch in meinem Kopf das Wort Nachhaltigkeit herum. Aber ich bin fast schon immer der Typ, alles wird genutzt oder getragen, bis es kaputt geht. Oder zum Beispiel im Fall von Schuhen, bis sie durchgelaufen sind.

Natürlich wollen wir dadurch auch sparen, u.a. am Müll. Seit ich Hausbesitzer bin, weiß ich es umso deutlicher, was es kostet Müll zu entsorgen. Nicht nur Geldlich, sondern auch organisatorisch.
Wir haben bereits erste Schritte in die hoffentlich richtige Richtung unternommen, sind aber noch weit entfernt von wenig Müll, geschweige denn Null Müll, zu produzieren. Aber wir bemühen uns. Durch unseren kleinen Gemüsegarten sind wir im Bereich Lebensmittel sogar schon teilweise ein kleiner Selbstversorgen. Ganz ohne groß Abfall zu produzieren.

Ich lese zu dem Thema auch viel und erfolge einiges über Instagram. Ich sag nur #nachhaltigeralltag oder #plastikfrei.

Minimalismus – Aufräumen – Aussortieren

Ich war noch nie gut im Aufräumen, habe mir aber mittlerweile in einigen Bereichen des Lebens eine gewisse Ordnung aufgebaut ohne das Chaos herrscht. In meinen Schränken zum Beispiel. Mein Arbeitszimmer ist allerdings das pure Chaos, was mich immer an meine Kindheit erinnert. Mein Kinderzimmer war auch immer chaotisch und unaufgeräumt.
Ich habe einfach zu viel.

Das möchte ich jetzt endlich mal konsequent angehen und ausmisten. Ok, eher reduzieren.
– Was brauchen wir definitiv nicht mehr und kann somit weg.
– Was können wir reduzieren?
– Wo muss Ordnung reingebraucht werden.

Vieles nutzen wir schon lange nicht mehr oder sogar noch nie. Wir haben zum Beispiel seit Jahren einen Schnellkochtopf, denn wir noch nie benutzt haben. Der kommt jetzt demnächst weg. Ich werden ihn und viele andere Sachen also bei Ebay Kleinanzeigen einstellen. Wer also nicht verpassen möchte, was ich aus unserem Haushalt zu ein bisschen Geld machen möchte der möge mir bitte unauffällig auf folgenden Kanälen folgen.

In den nächsten Wochen habe ich vor dort einiges einzustellen. Auf Mamikreisel und Kleiderkreisel sind sogar schon Sachen drin. Allerdings akzeptiere ich dort zum Bezahlen nur das dortige Bezahlsystem, da ich dieses Geld wiederum dort nutzen möchte, um gebraucht Kleidung für uns zu shoppen.

Ich hatte im letzten Jahr ja sogar ein Buch zum Thema rezensiert, „Ordentlich glücklich – 30-Tage-Aufräum-Challenge„. Vielleicht sollte ich mit ihr beginnen. Es wäre ein guter Anfang.

Und was beschäftigt euch so gerade?

Wow, das tat gerade echt gut, dass alles mal aufzuschreiben, was meinen Kopf so beschäftigt. Vielleicht sollte ich das öfters hier machen.
Vielleicht schreibe ich zu dem ein oder anderen Thema ja dieses Jahr noch ein bisschen mehr, je nachdem wie es läuft. Was haltet ihr davon?

Bis bald eure Bianca

Haushaltsbuch, Cash Envelope System, Aufräum-Challenge

Weihnachtsnachlese

* Dieser Blogpost enthält Werbung durch gezeigte Produkte und Affiliate-Links (*)

Jetzt ist Weihnachten schon wieder einige Tage her und mit Abstand kann ich nun sagen, wie froh ich doch bin, es für dieses Jahr wieder geschafft zu haben. Alles hat nicht so funktioniert wie ich es mir vorgestellt habe und, ganz ehrlich, das wurmt mich total. Ich habe ja immer so ein ideales Bild vor Augen und wenn das dann nicht stimmt, werde ich genervt und gereizt. Trifft das dann noch, wie in diesem Jahr, zusätzlich noch auf das leidige monatlichen Frauending aufeinander, dann knallt es irgendwann.

Bei uns war das leider genau am 2. Weihnachtsfeiertag, als meine Familie zu Besuch da war. Doof gelaufen sag ich mal. Aber na ja, ändern können wir es jetzt eh nicht mehr und für nächstes Jahr sind die Pläne zum Glück eh anders. Aber alle haben die Feiertage überlebt und wir lieben uns immer noch. Das ist doch alles was zählt.

Aber egal, so waren unserer Weihnachtstage.

Weihnachtspost

Natürlich habe ich auch in diesem Jahr wieder reichlich Weihnachtskarten geschrieben und auch ein paar zurück bekommen. Jedoch gab es aber auch viele virtuelle Weihnachtsgrüße via Email, WhatsApp, Instagram und Co. Gefreut habe ich mich über alle.

Wir haben diesmal eine Schnur mit Klammer gespannt, um alle erhaltenen Weihnachtskarten aufzuhängen. Das sieht schön aus und ich hoffe ja, dass es im nächsten Jahr vielleicht mehr werden. Ich liebe es ja Karten zu bekommen.

Oh Tannenbaum

In der Woche vor dem Weihnachtsfest haben der Mann und ich dieses Jahr den Baum gekauft. Diesmal bei so nem Weihnachtsbaumhändler, anstatt selbst geschlagen im Wald und ohne Kinder. War zwar etwas teurer als die letzten Jahre, dafür isser aber auch schön gewachsen.

Aufgestellt wurde der Baum dann am nächsten Tag vom Mann und auch schon mit den LED-Kerzen* versehen. Geschmückt haben wir dann noch mal einen Tag später und zwar alle zusammen. Mein Schichtplan hat diese Stückelung leider so vorgegeben, aber das geht schon, die Kinder hatten jedenfalls so an 2 Tagen ihren Spaß.

In der Weihnachtsbäckerei

Man mag es kaum glauben, aber wir haben tatsächlich erst am 4. Adventswochenende zusammen Plätzchen gebacken. Beziehungsweise ich habe gebacken und die Kinder haben verziert. Insgesamt habe ich 4 Sorten Weihnachtsgebäck gebacken – Spritzgebäck, Haselnussmakronen, klassische Mürbeteigplätzchen mit Zuckerguss und Streuseln, gepimpte Mürbeteigplätzchen mit Orange und Schokoraspeln drin. Am 2. Weihnachttag folgten dann noch Honiglebkuchenmänner, die u.a. für unsere Gäste waren. Die habe ich gebacken und der Mann hat verziert. Teamwork hier.

4 von 5 Rezepten stammen aus dem alten Koch-Back-Buch „Wir kochen gut*“ von meiner Oma, was ich seit ihrem Umzug ins Altersheim dieses Jahr mein Eigen nennen darf. Ein gut gehütetes Erbstück also.

Weihnachtsfeiertage

An Heiligabend und am 1. Weihnachtsfeiertag bin ich noch arbeiten gegangen, Frühschicht stand auf dem Plan. Es ist schon immer sehr komisch an solchen Feiertagen zu arbeiten. Für mich ist es ein ganz normaler Tag, der aber durch die übelst wenigen Leute auf Arbeit sich wie Wochenende anfüllte obwohl es ein Montag und Dienstag war. Seit dem 2. Weihnachtsfeiertag habe ich nun Urlaub für den Rest des Jahres.

Unsere Pläne für die Weihnachtstage waren eigentlich überschaubar.
Heiligabend: Arbeiten, Krippenspiel, Bescherung, Faulenzen
1. Weihnachtstag: Arbeiten und Faulenzen
2. Weihnachtstag: Backen, Putzen, Feiern mit der Familie

So weit der Plan, der Heiligabend lief dann allerdings nicht so wie ursprünglich geplant. Schon am Tag zuvor wurde beschlossen, dass es kein Krippenspiel für die Kinder und mich gibt. Hauptsächlich aus dem Grund, dass die Kinder ihr Benehmen anscheinend im Kindergarten vergessen hatten. Ich sage nur: Wie die Duracellhasen und super super anstrengend. Nächstes Jahr dann vielleicht oder übernächstes. 
Zusätzlich musste ich nach der Arbeit erstmal eine Putzrunde einlegen. Wieso? Ach reden wir nicht darüber. Bescherung gab es dann erst kurz vor dem Abendbrot. Wenigstens haben sich die Kinder über ihre Geschenke gefreut, auch wenn davon nix auf ihrem Wunschzettel stand. Aber ich hatte halt fast alles schon seit über ein halbes Jahr geplant und da.

Beim Geschenkesack vor die Haustürstellen, ja der Weihnachtsmann hatte es leider sehr eilig und die Kinder haben ihn sogar zufällig vorbeilaufen gesehen, hat sich der Mann mal kurzerhand den linken Fuß gestoßen und dabei geprellt oder so. Jedenfalls konnte er ihn dann über 24 Stunden kaum belasten. Ich sah uns schon im Krankenhaus.

Gut das wir dann am 1. Weihnachtstag eine ruhige Kugel schoben. Ich war halt früh arbeiten, was alles andere als ruhig war, und nachmittags wurden dann die Geschenke bespielt und faul auf der Couch rumgelungert.

Am 2. Weihnachtstag kam dann meine Familie. Das geplante Putzen lief nicht ganz nach Plan, ich sag nur Mittagstief und werggeschlummert, aber wenigstens sind früh morgens Lebkuchen und Brot backen hervorragend gelungen. 
Am Nachmittag haben wir schön zusammen Kaffee getrunken, Familienfotos gemacht und Geschenke verteilt. Die Kinder haben in ihren Zimmern gespielt und getobt mit ihren Cousins und haben ab und zu das ganze auch ins Wohnzimmer verlegt. Aber irgendwann ist dann bei mir die Stimmung gekippt und ich musste mich nach nem kleinen Twist mit dem Mann erst einmal verkrümmeln und aus der ganzen Situation rausnehmen. Danach ging es halbwegs wieder, aber die weihnachtliche Stimmung war dahin. Aber egal, ändern können wir es eh nicht mehr.

Weihnachtsgeschenke

Dieses Jahr gab es für die Kinder wieder viele Geschenke, obwohl es sich eigentlich im Rahmen hielt. Pro Kind war es ungefähr genauso viel wie zu den Geburtstagen auch. Allerdings war in diesem Jahr der Materielle Preis höher als sonst, was aber vor allem daran lag, dass wir in längerfristige Geschenke investiert haben.

So gab es für die Kinder zusammen eine Toniebox* mit einigen Figuren, die ich u.a. Secondhand gekauft habe. Auch zusammen bekamen sie Lotti Karotti*, was sie schon aus dem Kindergarten kennen und lieben. Dann bekam jedes Kind einen TipToi-Stift* plus ein Buch (Fahrzeuge, Bauernhof). Die Stifte habe ich bereits sei 2 Jahren da, gekauft in einer Punkte-Sammelaktion bei nem Supermarkt und die Bücher habe ich über Kleinanzeigen und Mamikreisel Secondhand dazu gekauft. Als letzten Geschenk gab es von uns dann noch für jedes Kind ein Set Malschablonen, die wurden allerdings etwas missachtet, der Rest war interessanter.

Von meiner Familie gab es mit uns abgestimmte Geschenke. So bekamen die Kinder von Oma und Opa jeweils ein Buch für den TipToi-Stift und ein Spiel dazu. Zusätzlich bekam jedes Kind noch was zum Spielen, die Kleine Lego Duplo* und etwas für die Puppenküche, der Große ein Playmobil Flugzeug* und ne Lego Spielplatte*. Die Tante schenkte jedem Kind eine Toniefigur und damit wir auch mal Ruhephasen haben, schenkte der Onkel jedem Kind passende Kinderkopfhörer* dazu. 

Von den Schwiegereltern gab es Geld für die Spardose bzw. sollen sich die Kinder allein was aussuchen. Wie schon im letzten Jahr, heben wir das Geld wieder für spezielle Wünsche im Jahresverlauf auf. Denn sie sollen ja nicht nur zu Geburtstagen, Ostern und Weihnachten was bekommen, sondern auch mal zwischendurch.

Für uns als Eltern gab es wieder ein paar spezielle Geschenke. Wir bekommen immer von meiner Schwester ein exotisches Futterpaket. Dieses Jahr ist es sehr pikant und schreit nach ner Burgerparty im Sommer.

Alles in allem waren es doch schöne Tage, mit voll aufgeregten Kindern und leicht gestressten Eltern. Aber das muss so oder? Die Süßigkeitengläser der Kinder sind nun wieder voll und werden sich vermutlich erst in den nächsten Wochen leeren. Denn noch erfolgt hier die Süßigkeitenvertilgung streng rationiert und ich bin über unser System sehr zufrieden. Die Kinder kennen es nicht anders und versuchen auch gar nicht auf spektakuläre Weise unerlaubt ran zu kommen. Sie fragen immer nach und das zum Glück auch nur 1-2 mal pro Tag und dann gibt es natürlich etwas.

Wir bereiten uns nun auf den Jahreswechsel vor und den wieder normalen Alltag danach. Wir haben schon Raketen und Co für unser persönliches Feuerwerk da. Ich brauche das einfach und die Kinder freut es auch. Mal schauen ob wir dann den Jahreswechsel wieder verschlafen oder wach bleiben. Die Kinder hat die Knallerei übrigens noch nie gestört, die schlafen immer tief und fest.

Irgendwie bin ich ja froh nun erstmal wieder 10 Monate Ruhe zu haben ehe es mit der ganzen Schenkerei von vorn los geht. Ok Ostern ist noch dazwischen, aber das ist ja im Gegensatz zu Geburtstagen und Weihnachten ja eher beschaulich.

Für den Kindergarten ab dem zweiten Tag im neuen Jahr wieder ist auch schon alles vorbereitet, inklusiver neuer Schuhe für die Kids, die nötig waren. Dann hat uns der Alltag wieder.

Bis bald.

*Ich verwende Amazon-Partnerlinks. Das bedeutet, dass ich als Amazon-Partner bei qualifizierten Käufen über diese Links eine Provision erhalte, für Sie ändert sich der Kaufpreis nicht.
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20 Jahre Volljährig

Wenn ich so morgens in den Spiegel schaue, dann sehe ich eine Frau, Mutter, Tochter, Schwester, Tante. Das mit den Falten geht ja noch, ich denke mir immer: Ja mit ein bissl mehr Speck auf Hüften und Gesicht wäre alles echt noch gut glatt. Ungeschminkt sieht es ja so oft noch immer etwas nach Teenie aus.

Doch was soll ich sagen, mit 38 hat Frau schon einiges durchgemacht und das darf man ruhig sehen. Deshalb gibt es heute, zum besonderen Anlass, mal schnörkellose 38 Fakten über mich.

Heute … und überhaupt …

  • ist John Lennon schon seit 38 Jahren tot (same day)
  • bin ich echt schon seit 20 Jahren Volljährig
  • bin ich nur noch 166 cm groß – Hilfe ich schrumpfe
  • wiege ich 45,5 kg – yeah es geht bergauf
  • ist die Schuhgröße unverändert bei 39-40
  • besitze ich seit 18 Jahren den Führerschein – der ist jetzt also auch endlich Volljährig
  • besitze ich bereits mein 3. Auto
  • hatte ich schon 3 Autounfälle – einmal mit Totalschaden
  • blicke ich mittlerweile auf 19 Jahre Berufsleben (inklusive Lehre) zurück
  • habe ich 2 Ausbildungen, davon eine berufsbegleitend, erfolgreich hinter mich gebracht
  • bin ich seit 17 Jahren bei der gleichen Firma angestellt und seit fast 14 Jahren in ein und derselben Abteilung
  • arbeite ich seit bald 10 Jahren im Schichtdienst
  • fahre ich jeden Arbeitstag meine 3,5 km mit dem Rad – ok, außer zur Nachtschicht
  • bin ich seit 38 Jahren kleine Schwester und seit bald 30 Jahren große Schwester
  • bin ich seit über 15 Jahren Tante
  • bin ich seit über 4 Jahren Mutter
  • zwickt und zwackt es im Körper mehr als vor 20 Jahren
  • mache ich seit über 20 Jahren keinen Leistungssport mehr
  • hatte ich bis heute echt noch keinen einzigen Knochenbruch oder Bänderriss
  • habe ich von 3 Schwangerschaften keine bis zum Entbindungstermin durchgehalten (8+6, 37+5, 32+2)
  • habe ich nur bei einem Kind Elternzeit (bis zum 7. Monat) genommen und beim zweiten nur den Mutterschutz
  • ist die Familienplanung seit 3 Jahren abgeschlossen
  • kenne ich den Mann seit über 8 Jahren
  • bin ich seit mehr als 2,5 Jahre Verheiratet
  • bin ich seit über 5 Jahren Grundstückseigentümerin und seit 3 Jahren Hausbesitzerin
  • trage ich seit an die 30 Jahre eine Brille
  • hänge ich seit fast 8 Jahren streng an der Nähnadel
  • bin ich eventuell ein bissl Stoffsüchtig
  • habe ich eine ausgesprochene Deko-Schneemann-Liebe im Winter
  • liebe ich Bücher über alles – hier stehen noch über 10 Kisten unausgepackt rum
  • bin ich mehr und mehr ein Organisationsfreak, der ohne Kalender nicht leben kann
  • kann ich immer noch nicht gescheit kochen, dafür klappt es mit dem Backen
  • vertrage ich immer noch keinen Alkohol
  • trinke ich immer noch keinen Bohnenkaffee oder irgendwas wo Bohnenkaffee drin ist
  • bekommt man mich mit Schokolade oder Gummibärchen meistens um den Finger gewickelt
  • denkt man oft, dass ich irgendwie immer schlechte Laune habe – Grumpy Face
  • werden meine Nerven auch immer dünner
  • blogge ich seit 9 Jahren – Wahnsinn

Tja mehr fällt mir momentan gar nicht ein. Ist ja auch echt nicht so einfach 38 Jahre Revue passieren zu lassen. Wenn mir oder euch noch was einfällt, dann ergänze ich das einfach.

Happy Birthday to me.

So und jetzt fahre ich arbeiten. Spätschicht. Muss auch sein.

Bis bald.

Geburtstagskind

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