Familienalltag in der Krisenzeit – Woche 1

Hier, genau wie überall, ist seit Montag der Kindergarten geschlossen, bzw. er nimmt nur Kinder auf, wo beide Eltern in systemrelevanten Berufen arbeiten. Wir zählen da nicht dazu, denn der Mann ist ja den ganzen Tag daheim. Also bleiben unsere Kinder mindestens die nächsten 4-5 Wochen daheim und werden von uns betreut. Das bedeutet nun erstmal einen veränderten Familienalltag.
Ich selber war jetzt eine Woche krank. Dieses Wochenende bin ich arbeiten und dann habe ich erstmal 1,5 Wochen Urlaub. So geht das ganz gut bei mit der Betreuung momentan.

Kinderbetreuung daheim

Betreuung daheim bedeutet jetzt daher auch, dass wir mit den Kindern nun auch die Sachen machen, die sie sonst zur Zeit im Kindergarten machen würden. Dafür habe ich am Montag, als ich noch letzte Sachen aus der Kita geholt habe, mit den Erzieherinnen gesprochen, was wir denn nun so üben sollen. Das sind bei uns vorrangig Zählen, Schneiden und Sortieren, inklusive Konzentrationsübungen.

Wir versuchen auch unseren Alltag grob an die Kindergartenzeiten anzupassen, so dass die Kinder nicht zu sehr ihren Rhythmus verlieren. Das bedeutet auch, das wir zwischen 9-10 Uhr jeden Tag etwas kreatives machen werden.

Das war unsere erste Woche mit Kitaprogramm daheim

Montag:
Zu Beginn der Kindergartenfreien Zeit haben wir erstmal das Wochenende verlängert und so in den Tag hineingelebt. Wir Eltern müssen uns ja auch erstmal einen Überblick verschaffen, wie wir die nächsten Wochen wuppen und die Kinder auch sinnvoll fordern können.

Dienstag:
Heute stand Malen auf dem Programm. Am Montag Nachmittag habe ich im Downloadshop von Bine Brändle ein paar Malvorlagen gekauft, damit wir etwas Abwechslung im Programm haben. So gab es da auch ein Freebie mit kleinen Monstern, welche wir dann heute ausgemalt haben.

Monster ausmalen

Vor dem Malen gab es aber noch ein bisschen Training fürs Köpfchen. Mit Duplosteinen haben sortiert und Farben geübt. Danke an Lesulu für die tollen Vorlagekarten dafür. Bei ihr findet ihr noch tolle andere Sachen für die Kleinen.

Duplosteine sortieren

Mittwoch:
Die Kinder hatten sich Kneten für die Bastelstunde gewünscht, also haben sie alle dafür notwendigen Utensilien hervorgeholt und losgelegt. Mittlerweile kneten beide ja sehr schöne Figuren. Aus schon etwas älterer und festerer Knete haben wir am Ende dann noch ein paar Figuren gemacht, die nun auf der Fensterbank trocknen.

Donnerstag:
Basteln mit Papier, Schere und Leim geht auch immer gut bei unseren Kindern und damit wir nicht jeden Tag das gleiche machen, wurde heute rumgeschnippelt und geklebt. Entstanden sind wunderschöne Blumen, die wir in unser Treppenfenster gehangen haben.

Freitag:
Heute haben wir das Bastelprogramm ausgesetzt, denn die Kleine hatte einen Logopädie-Termin zur Grunddiagnostik. Letztendlich stellte sich heraus, dass sie überhaupt keine Logopädie braucht. Sie ist sprachlich sehr gut für ihr Alter.

Wochenende:
Samstag und Sonnstag lassen wir genauso laufen, wie auch an jedem anderen Wochenende. Es wird viel gespielt, innen wie außen. Wir machen uns keinen Stress, zuhause bleiben ist ja gerade eh so wichtig wie noch nie. Samstag waren wir u.a. spazieren und haben Ostereier an unseren kleinen Haselstrauch gehängt. Am Sonntag durften die Kinder dann den ganzen Tag im Schlafanzug herumrennen. So was muss auch mal sein. Das hat sie sehr gefreut, denn ansonsten bestehen wir ja darauf, dass sich trotzdem genauso angezogen wird wie an Kita-Tagen.

Ostereier aufhängen

Neuer Familienalltag

Neuer Familienalltag bedeutet auch, dass wir nun jeden Tag kochen, um wenigstens eine warme Mahlzeit auf dem Tisch zu haben. Bei uns ist das klar aufgeteilt. Ich plane, was es zu Essen gibt und der Mann kocht dann.

Diese Woche gab es bei uns folgendes zum Mittagessen, vielleicht inspiriert es euch ja.

Montag: Nudeln mit Tomatensoße und Käse – Apfelmus als Nachtisch
Dienstag: Straußenbraten (Rest aus dem Frost), Soße, Kartoffeln, Möhren-Erbsen-Gemüse – Birne als Nachtisch
Mittwoch: Fischfilet „Rosmarin-Zitrone“, Karoffelbrei, Gurkensalat
Donnerstag: Reispfanne mit mediteranen Gemüse, kleine Bratwüste dazu – Orange als Nachtisch
Freitag: Ofenpfannkuchen mit Zucker-Zimt und Fruchtsoßen – Schokopudding als Nachtisch
Samstag: Nudeln mit Putengulasch – Apfelmus als Nachtisch
Sonntag: Hähnchenschenkel mit Ofengemüse

So wird es nun auch die ganzen anderen Wochen ablaufen bis mindestens 19. April. Ich bin gespannt, wann sich dieser neue Familienalltag eingespielt hat. Auch arbeitsmäßig wird es da spannend. Momentan sieht es aber noch danach aus, dass für mich nach dem Urlaub ab Anfang April alles im gewohnten Gang weiter geht. Die einzige Neuerung ist jetzt, dass ich seit gestern in meinem Arbeitsrucksack eine Arbeitsbescheinigung mit mir rumtrage. Wir wissen ja noch nicht, in wie weit unser Leben noch eingeschränkt wird.

Spaziergang

Aber seien wir ehrlich, die Wahrscheinlichkeit, dass die momentane Krisensituaion weiter anhält, ist sehr groß. Trotzdem sollten wir positiv bleiben und an das Gute denken.

Bis bald eure Bianca

* Alle Links sind freiwillig. Ich wurde nicht dafür bezahlt.

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