Unser Abschied vom Schnuller – Tränen und Meer

Fundstück beim Auto aussaugen am Wochenende. Ein hellblauer Schnuller!

Definitiv vom Großen, denn die Kleine war bzw. ist kein Schnullerkind. Wie lange der Schnuller wohl schon in der Tasche der rechten hinteren Autotür geschlummert hat? Hm … Also über ein Jahr mindestens, denn seit unserem Urlaub an der Ostsee letztes Jahr Ende Juli braucht der Große keinen mehr.

Tschüss Schnuller, nur wie?

Unser Großer liebte seinen Schnuller über alles. Immer hatten wir einen dabei. Immer an einem Schlüsselband um den Hals, damit er ihn nicht verlieren konnte. Normale Schnullerketten haben bei uns nicht funktioniert, er hat sie immer abgezogen.

Lange hatten wir uns auch keinen Gedanken darüber gemacht, ob er ihn noch braucht oder nicht. Klar zum Einschlafen war er überlebenswichtig und wehe er musste ihn suchen.

Das Kind wurde 2 Jahre alt, wurde 2,5 Jahre alt. Der Schnuller war immer noch wichtig. In der Krippe klappte es tagsüber sehr gut ohne ihn, nur zum Einschlafen war er wichtig. Doch zu Hause war das anders, da wurde der Schnuller immer mit herum getragen, wenn auch nur am Band, Hauptsache dabei. Ohne ging nicht.

Langsam machten wir uns Gedanken, wie wir das Kind wohl Schnullerfrei bekommen, immerhin sollte er ja ab August in den Kindergartenbereich unserer Kita wechseln. Zusammen setzten wir uns als Ziel, im Urlaub an der Ostsee bekommen wir das Kind los von seinem heißgeliebten Schnuller.

Kind mit Schnuller im Mund
Oktober 2016

Drama , Drama, Drama – Wie uns eine Effekthandlung half.

Dann war der Urlaub da und wir überlegten nun, wie wir die Aktion „Schnullerfrei“ angehen könnten. Auf die Frage, ob der Große es den nicht mal probieren möchte ohne Schnuller zu schlafen, gab er ganz bereitwillig seinen Schnuller ab. Yeah, das ging einfach, war dann doch ein zu schneller Gedanke. Das Kind weinte am Abend herzzerreißend und Mama wurde weich . Also zurück auf Anfang.

So einfach wurde es dann nicht mehr, das Kind roch den Braten immer. Letztendlich half uns der Zufall und eine reine Bauchentscheidung, getragen von einem gestressten Nervenkostüm.

An einem Abend, als die Kinder ins Bett gingen und schlafen sollten, drehte der Große mal wieder so richtig auf und tat alles um nicht schlafen zu müssen. Seine Schwester ließ er dadurch auch nicht zur Ruhe kommen und warf zudem immer lustig seinen Schnuller ins Elternbett und holte ihn sich wieder. Irgendwann war es uns dann aber zu bunt, wir wurden kurz laut und nahmen ihm den Schnuller weg. Zack.

Das Kind schrie wie am Spieß nach seinem Schnuller, doch diesmal blieben wir hart, auch wenn es weh tat. Nach kurzer Zeit beruhigte sich das Kind und schlief ein. Am nächsten Morgen wachte er ganz normal auf und fragte auch nicht nach seinem Schnuller. Jedoch habe ich ihm voller Stolz erzählt, dass er ohne Schnuller geschlafen hat und wir uns darüber freuen. Er hat gestrahlt wie ein Mondgesicht. Das klappte dann jede Nacht, auch wenn er sich anfangs etwas schwer tat mit dem Einschlafen.

Wenn er gefragt hat, wo sein Schnuller ist, dann haben wir ihm gesagt: „ Na den haben wir doch gemeinsam in die Ostsee geworfen, du bist doch schon groß und brauchst keinen mehr.“ Hat das Kind ohne zu meckern akzeptiert und immer stolz gesagt: „Ja ich bin schon groß.“

Kind am Strand
Ostsee Juli 2017

Und nach dem Urlaub in der Kinderkrippe?

Klar, unser Vorgehen klingt erstmal brutal, war aber im Nachhinein die beste Entscheidung überhaupt. Da geht es auch mal, das Kind ganz trocken anzulügen. Denn, oh Wunder, er brauchte den Schnuller gar nicht so sehr zum Einschlafen, wie er ihn sonst immer gefordert hat. 

Als er dann nach dem Urlaub wieder in die Krippe ging, erzählte er seinen Erzieherinnen voller Stolz, dass er nun keinen Schnuller mehr braucht. Und was tat Mama? Ich bestätigte es voller Stolz und forderte im Flüsterton von der Erzieherin gleich den Kita-Schnuller ein, denn wir wollten ja keinen Rückschlag riskieren. Die Erzieherin verstand und holte schnell heimlich den Schnuller aus seinem Fach und gab ihn mir.

Natürlich ist der Schnuller nicht weg, er schlummert nun in seiner Erinnerungskiste mit dem Vermerk, dass das sein letzter Schnuller war. Er hat nun in seiner Kiste, seinen ersten und seinen letzten Schnuller drin.

Die kleine Schwester? Another Story!

Die kleine Schwester ist, wie bereits erwähnt, kein Schnullerkind, dafür aber ein Daumen-Nuckel-Kind. Nun ist sie genauso alt, wie der Große im letzten Jahr und nimmt immer noch ihren Daumen wenn sie müde wird in den Mund.  Und zeitgleich die andere Hand an den Bauchnabel.
Doch so einfach wie vor einem Jahr mit dem Schnuller, wird hier die Abgewöhnung garantiert nicht. Einen Daumen kann ich ja schließlich nicht so einfach wegnehmen. Irgendwer Tipps dafür?

Wie habt ihr eigentlich euer Kind Schnullerfrei bekommen? Erzählt doch mal.

Bis bald.

Party Party – Unser Geburtstagswochenende

Das Wochenende (und eigentlich schon die ganze Woche) stand im Zeichen des Geburtstages des Großen, der hatte nämlich gestern am Samstag Geburtstag. Drei Jahre ist der kleine große Mann jetzt schon alt, unfassbar wie schnell die Zeit vergeht. Zu Besuch waren beide Großeltern und zwei Onkel. Die Tante und die Neffen konnten leider nicht kommen, denn bei denen ist nämlich momentan Krankenlager angesagt.
Ich habe das Wochenende extra frei gemacht, Überstunden abgebaut, denn der Geburtstag des Kindes ist wichtiger als 3 Tage Frühschicht. Im November beim Geburtstag der Kleinen mache ich es dann genauso, nur das ich dann Nachtschichten frei mache. Man muss halt Prioritäten setzen und die Kinder und der Mann haben alleroberste Priorität.

Samstag – Geburtstag

Das Geburtstagskind war gegen Viertel Sechs munter und hat dann schon mal eine Stunde in seinem Zimmer gespielt, bevor wir aufgestanden sind. Große Augen gab es dann beim betreten des Wohnzimmers, wo alles festlich geschmückt war und der Geburtstagstisch auf das Geburtstagskind wartete.
Geburtstagstisch,Geschenke
Erstmal hören, ob die Geschenke auch klappern.
Geschenke
Dann wurde erst einmal das Geburtstagsshirt (selbst genäht) anprobiert und erste Fotos gemacht. Natürlich mit Geschenk im Arm.
Geburtstagsshirt, Kuschelbär
Am Vormittag war ich dann zusammen mit dem Geburtstagskind noch ein paar Kleinigkeiten einkaufen und auf dem Markt, danach spielten die Kinder im Garten und probierten das Geschenk der Tante aus – ein Trettraktor*. Der ist zwar gebraucht, aber trotzdem noch sehr gut. Allerdings kapiert der Große immer noch nicht wie das mit dem Treten funktioniert, da müssen wir wohl noch mehr üben.
Trettraktor, Anhänger, Geburtstagsgeschenk.
Als Oma und Opa kamen wurde dann natürlich ein Geschenk nach dem anderen ausgepackt und gleich ausprobiert. Alle Geschenke wurden mit leuchtenden Augen begeistert angenommen.
Geburtstagsgeschenk, Staubsauger
Kein Tag ohne Schramme beim Geburtstagskind, er ist ein echter Bruchpilot. Mitten im feiern rutschte er von seinem Stuhl runter und biss sich dabei die Lippe einmal durch. Keine Ahnung wie das geht. Am Kinn ist nun auch ein fetter blauer Fleck. Zum Glück brauchten wir nicht zum Arzt, denn die Blutung stoppte sehr schnell und auch die Schwellung hielt sich in Grenzen.
Unterlippe, Wunde, Loch
Trotz Verletzung konnte das Geburtstagskind fröhlich weiterspielen.
Geburtstagsgeschenke, spielen
Nach dem Geburtstagsabendbrot wurden zuerst die Kinder nach und nach ins Bett gesteckt und dann verabschiedete sich ein Gast nach dem anderen und kurz nach 21 Uhr war wieder Ruhe im Haus. Ich brauchte dann erstmal ein Hustenbonbon, irgendwie ist hier ne fette Erkältung im Anmarsch.

Sonntag

Am Sonntag war der Große kurz nach halb sechs munter und kurz vor sechs Uhr bin ich mit ihm zusammen aufgestanden und ins Wohnzimmer gegangen. Der Mann und die Kleine haben noch 2 Stunden länger geschlafen.
Nach dem Frühstück durfte der Große etwas Trickfilme schauen während ich schon mal Wäsche gelegt habe und Löcher in seinen Kindergarten-Schlumperhosen geflickt habe.
Hosen flicken, Nähzeug
Die Kinder haben den ganzen Vormittag über friedlich gespielt. Die Geburtstagsgeschenke haben wir auch schon fast alle in das Zimmer vom Großen geräumt und dabei mal wieder ein kleines bisschen umgeräumt. Gesungen hat der Große auch, sein neues Musikbuch* (Geschenk vom Onkel) ist echt klasse.
Klavierbuch, Musik
Nach dem Mittagsschlaf hat der Mann zusammen mit den Kindern noch etwas Fußball geschaut, die ersten 60 Minuten hat er verschlafen.
Fußball, Fernsehen, Sky
Ich gönnte mir währenddessen etwas Geburtstagskuchen. Neben einer Benjamin Blümchen Torte gab es zum Geburtstag auch einen kleinen Quarkkuchen (selbst gebacken) und Blätterteiggebäck. Kleine Kuchen sind besser als Große, denn die Familie vom Mann ist nicht so der Kuchenesser.
Quarkkuchen
Später noch eine Runde spazieren gehen mit Enten schauen. Alle mussten mit, auch der Mann. Die Schnupfnasen der Familie brauchten dringend frische Luft. Die dunklen Wolken störten da nicht.
Spaziergang, Enten, Gänse
Nach dem Spaziergang haben die Kinder noch etwas im Garten getobt.
Garten, Rutsche
Der Abend war dann eigentlich wie jeder andere Sonntagabend auch mit Abendbrot und Kinder baden. Der Mann schaut nun einen Film (Trainspotting 2)  und ich schreibe hier Blog. Vieles ist durch die Geburtstagsvorbereitungen in dieser Woche liegen geblieben und das muss nun leider nachgeholt werden.
Bis bald.
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Bettenwechsel

Seit heute schläft der Große in seinem neuen Bett*. Yeah.
Kinderzimmer
Ich hatte ja letzte Woche geschrieben wie schlecht der Große neuerdings schläft bzw. wie zeitig er teilweise wach ist und das wir aufgrund der Schlaferkenntnisse aus dem Urlaub ihm nun ein großes Bett bestellt haben. Die Bestellung war Mitte September und gestern kam es an – freu. Wir haben ja schon jeden Tag mit dem Anruf einer Spedition gerechnet, dass das Bett dann allerdings ganz stinknormal mit Hermes angeliefert wird, damit haben wir nun mal gar nicht gerechnet. Die Teile des Bettes waren in drei Paketen verteilt und leider leider waren die Pakete zum Teil beschädigt. Jetzt hatten wir natürlich etwas Angst, dass der Inhalt ebenso beschädigt ist. Was sich aber zum Glück nicht bestätigte, denn als der Mann das Bett heute zusammenbaute, fand er lediglich zwei kleine Macken, die aber nicht weiter auffallen. Welch ein Glück.
Bett aufgebaut
Bevor wir die Kinder dann heute von der Kita abgeholt haben, waren wir noch schnell im nächst gelegenen Möbelhaus und haben für das neue Bett eine passende Matratze gekauft. Ein neues Lattenrost brauchten wir nicht, denn in unserem Besitz war immer noch das Lattenrost aus meinem Jugendzimmer. Das ist zwar mittlerweile so an die 22-25 Jahre alt, aber ohne Mängel und es passte perfekt ins neue Bett.
Als die Kinder schließlich daheim waren, haben wir erst einmal nicht gesagt, bis der Große  von allein in sein Zimmer ging um dort zu spielen. Als er die Treppe hoch lief, haben wir ganz gespannt gelauscht und gewartet, gewartet auf seine Reaktion. Wir lauschten also und es kam – nix. Das Kind war sprachlos und begeistert gleichzeitig. Er sprach die nächsten 5 Minuten nur vom großen Bett und konnte es gar nicht glauben was da in seinem Zimmer stand. Als dann auch noch seine Schwester mit ins Zimmer kam, war auch sie ganz begeistert von dem neuen Bett und ist die nächsten 15 Minuten erst einmal nur rauf und runter geklettert beim Bett. Und der Große? Der schleppte erst einmal seine Autos aufs Bett und spielte da. Bett angenommen würde ich sagen.
Kinder im Bett
Spielen im Bett
Es ist wunderbar zu sehen, mit welcher Freude das neue Bett angenommen wurde und nun liegt das kleine große Kind darin, welches nächste Woche echt schon 3 Jahre alt wird, und schläft ganz friedlich darin. Hoffentlich jetzt auch wieder länger. Da bin ich aber sehr hoffnungsvoll, denn seit zwei Tagen schon, schläft er nun auch mit einem großes Kopfkissen und, oh Wunder, schlief er da doch glatt etwas länger, bis ca. 5:40 Uhr. Das lässt hoffen. Mal schauen wann er nun nach seiner ersten Nacht im neuen Bett munter wird.
Bis bald
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Schlaflos

Unsere Kinder waren und sind immer schon super Schläfer gewesen. Durchgeschlafen haben sie schon recht zeitig mit 7 Monaten (der Große) bzw. mit 4 Monaten (die Kleine) und auch ein 2-3 stündiger Mittagsschlaf ist hier jeden Tag drin. Auch eingeschlafen wird in der Regel recht schnell und ohne Begleitung. So weit so gut.
Während die Kleine mit ihren fast 23 Monaten in ihrem Schlafverhalten immer noch wie ein Baby ist, tief und lange, hat sich das Schlafverhalten des Großen (bald 3) in den letzten Wochen und Monaten doch recht geändert. Das Einschlafen dauert mittlerweile des öfteren etwas länger, aber auch das geht noch, denn er versteht es sich in seinem Bett allein zu beschäftigen. Meist erzählt oder singt er noch eine Runde. Aber er möchte seit kurzem ein Nachtlicht zum Einschlafen haben. Zum Glück haben wir noch das Steckdosen-Nachtlicht aus der Stillzeit. Eine Zeit lang kam er auch noch ein paar Mal raus, dass war in dem Zeitraum, wo er anfing allein auf die Toilette zu gehen. Aber mittlerweile reicht ein Toilettengang vorm Schlafen zu und dann wird bis morgens durch geschlafen. Tief und fest, weswegen hier Nachts auch noch Windelpflicht herrscht.
Am gravierensten hat sich die Aufstehzeit des Großen geändert und zwar drastisch nach vorn, egal ob er zeitig oder spät ins Bett geht. Heute war es beispielsweise gegen 4:35 Uhr, gestern kurz nach 5 Uhr. Er muss dann immer auf die Toilette und kackern. Ja der Darmdrang ist mittlerweile sehr gut unter Kontrolle. Ich kann mich gar nicht mehr erinnern, wann er zuletzt in die Windel gesch… hat. Jedoch hat das nun halt zur Folge, dass das Kind sehr oft zeitig wach ist und nach dem Toilettengang nicht mehr schlafen möchte, geschweigedenn ins Bett. Meist zieht er sich nämlich auch schon komplett aus und geht nackisch ins Bad. Wenn wir ihn dann wieder in sein Bett schicken, dann meckert er immer total rum, bis zum lauten Geheule. Er möchte lieber spielen oder Trickfilm auf YouTube schauen. Aber das unterstützen wir nicht, jedenfalls nicht zu nachtschlafender Zeit. Wir haben auch versucht ihn zwischen uns in unserem Bett noch einmal zum schlafen zu bewegen, aussichtslos. Aber keines unserer beiden Kinder kann das, schon als Baby nicht, sie brauchen ihren Freiraum im Bett.
In den letzten Tagen habe ich mich morgens dann auf seine kleine Matratze vor seinem Bett mit hingelegt, nur damit er noch einmal versucht zu schlafen. Ach ja, es funktionierte nur so Semi und ist kein Dauerzustand, weshalb ich mich heute geweigert habe, als er wollte, dass ich mich wieder zu ihm vors Bett lege. Ich bin ja auch nicht immer morgens da, wenn er so zeitig wach wird. Die nächten drei Tage habe ich zum Beispiel Nachtschicht, da komme ich erst gegen 6 Uhr wieder heim.
Jetzt suchen wir nach einer Lösung für das Dilemma, denn kurioser Weise schläft er bei Oma und Opa auch immer noch einmal ein oder sogar länger. Auch im Urlaub im Hotel hat er super geschlafen. Wir vermuten jetzt mal, dass ihm sein Bett nicht mehr gefällt bzw es ihm unbequem oder zu klein wird, da er ja bei Oma in einem größeren aufblasbaren Kinderbett schäft und im Hotel ja auch in einem normalen Bett geschlafen hat. Er räumt sein Bett nämlich auch gern aus, aber das ist vermutlich nur kindlicher Spieltrieb. Oder es ist nur wieder ein Entwicklungsschritt, dass er jetzt immer so zeitig munter ist. Allerdings graut es mir deshalb nun vor der Zeitumstellung. Denn wenn die Uhrzeit eine Stunde zurückgestellt wird, dann würde das bedeuten, dass das Kind noch zeitiger wach ist. Oh weh.
Unsere Lösung kommt hoffentlich nächste oder übernächste Woche, denn wir haben ihm ein großes Bett* bestellt. Vielleicht bessert sich sein Schlafverhalten ja dann wieder zum besseren. Es wäre wüschenswert, denn jeden Tag so zeitig aufzustehen, ist nicht so toll. Reicht zu, dass ich das zur Frühschicht muss. Drück die Daumen.
Bis bald.
Schlafendes Kind
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Es ist alles nur eine Phase, es ist …

… ANSTRENGEND. Zur Zeit.
Zwei kleine Kinder – beide mitten in einem Entwicklungsschub. Anders kann ich mir das momentane Verhalten der Kinder nicht erklären. Der Alltag ist dadurch anstrengend geworden und auch unser Urlaub war dadurch sehr anstrengend.
Bisher waren wir ja sehr verwöhnt durch die Beiden. Sie schlafen durch seit sie 7 Monate (der Große) bzw. 4 Monate (die Kleine) alt sind, also seit Mama wieder arbeiten geht. Auch Mittagsschlaf machen beide sehr gut. Sie brauchen den auch, denn sonst ist am Nachmittag alles doof. Einschlafen ist ebenfalls nie ein Problem gewesen. Spätestens nach 10-15 Minuten war Ruhe, natürlich bestätigen Ausnahmen die Regel. Bisher jedoch top, meist hatten wir gegen 18:30 Uhr Ruhe und Zeit für uns. Auch sonst ist im Tagesablauf alles ok gewesen, wenn man mal von den kleinen typischen Kindermacken absieht.

Was ist jetzt anders?

Die Kleine
Die Kleine steckt momentan voll in diesem Entwicklungssprung, den die Kinder so mit 17 Monaten bekommen. Bei ihr begann der nur etwas später, da sie ja ein 32-Wochen-Frühchen ist, dadurch können wir diese Entwicklungsschübe bei ihr nicht so an der Literatur fest machen. So eine kleine versetzte Entwicklung ist aber normal für sie und uns und auch der Kinderarzt sagt da nicht dagegen, denn alles ist noch in der Norm. Diese Phase hatten wir ja auch beim Großen und erinnern uns mit Schrecken an diese Wochen im letzten Jahr zurück.
Beim Wickeln ist es nun wieder so, dass am besten der Papa wickelt, für Mama wird das nämlich eh nur zur Tortour, denn Kind weigert sich und nimmt ständig reiß aus. War beim Großen auch so, das gibt sich aber wieder, damit können wir leben. Ich trickse da immer etwas, da gibt es auch schon mal ein kleines Spielzeug mit zum Wickeln, nur damit das Kind liegen bleibt. Ansonsten beginnt bei ihr voll die Phase des Selbermachens und seit sie endlich laufen kann, ist sie natürlich noch mobiler und da muss sich selbst der Große in Acht nehmen, denn sie stänkert. Ja das kleine Mädel kann richtig böse werden (O-Ton Kindergärtnerin), mit beißen, an den Haaren ziehen, schubsen, kneifen und so weiter. Das ist an sich ja normal, solange es nur eine kurze Phase ist, sie testet halt ihre Grenzen aus, aber sie macht das ja nicht nur daheim, sondern auch in der Kita mit den anderen Kindern und das geht mal gar nicht. Da können wir leider nur schimpfen und immer wieder betonen: Nein das macht man nicht. Für mich ist allerdings das Allerschlimmste, dass meine eigene Mutter dann noch zu mir sagt: Ja sie ist genauso wie du als kleines Kind! Na danke schön auch. Genetik ist toll, bis sie vor einem steht und an der Hose zieht. 😉
Der Große
Der Große wird ja im Oktober 3 Jahre alt und damit beginnt für ihn nun eine neue Phase in der Kita. Er wird von der Krippe in den Kindergarten wechseln und dadurch werden die meisten Kids in seiner Gruppe jetzt schon auf die neue Situation vorbereitet. Das bedeutet unter anderem, dass er nun tagsüber Windelfrei ist und selbstständig auf Toilette geht. Ich bin ja persönlich sehr froh, dass die Kita das Startsignal dafür gegeben hat, denn wir waren mit der ganzen Situation, wann fängt man an , wie geht man vor etc., doch sehr überfordert. Aber jetzt läuft es sehr gut. Zum Schlafen oder wenn wir länger mit dem Auto unterwegs sind, dann bekommt er noch eine Windelhose an. Manchmal bleibt sie dann trocken, aber oft ist dann doch was drin. Ist jedoch ok für uns. Wir machen da jetzt keinen Stress, dass er auch noch beim Schlafen windelfrei wird.
Durch diese neue Freiheit ist es nun zu Hause aber so, dass er auch allein in die Bäder kommen muss und auch in/aus allen anderen Zimmern und das nutzt er schamlos aus momentan. Vor allem wenn es abends schlafen gehen soll. Rein raus, rein raus, rein raus. Ich muss noch mal aufs Klo. 1-2-3x am Abend. Aargh. Waren wir selber als Kind auch so? Vermutlich. Früh morgens ist er nun auch bei Zeiten munter. Die Blase drückt ja. Gern mal so gegen 5:30 Uhr, zum Glück manchmal auch etwas länger, so bis 6 oder 6:15 Uhr. Dann muss er immer zuerst auf die Toilette und ruft dann immer wegen Popo abwischen. Die erste Zeit kam er auch direkt in unser Schlafzimmer und hat so ganz leise gesagt: Papa, ich bin munter. Und grinste dabei noch frech. Tolle neue Freiheit. Das mit dem nach der Toilette wieder ins Bett gehen, klappt vielleicht einmal in der Woche. Ich möchte gern mein Kind wieder haben, das bis 7 Uhr schläft und dann auch im Bett liegen bleibt bzw. nach der Toilette wieder ins Bett huscht. Aber nein, er will ja noch nicht mal zu uns kuscheln kommen. Nein aufstehen und Frühstückskakao* trinken bitte. Unter der Woche wenn es in die Kita geht, kann ich ja mit 6 Uhr leben, aber am Wochenende nicht. Zum Glück weckt er seine Schwester nicht noch, denn die ist zum Glück Langschläferin, aber auch Morgenmuffel.
Auch möchte er Abends nicht mehr so einfach ins Bett. Wir haben es probiert mit später als normal, also nach seiner Schwester. Dann durfte er immer noch etwas spielen oder auch mal auf YouTube einen Trickfilm schauen. War jedoch nicht so gut, da wurde er dann immer erst recht bockig, wenn es ins Bett gehen sollte. Buch vorlesen klappt auch nur so semi, denn er ist noch zu ungeduldig was das zuhören angeht und quatscht ständig rein. Mmh. Und seit dem Urlaub, als wir wegen alle schlafen zusammen und die Kinder halten sich gegenseitig wach, wirklich mal Einschlafbegleitung machen mussten, ist er total neben der Spur und das zerrt. Oft sagt er: Mama aufpassen. Da versuche ich ihm dann zu erklären, dass ich immer auf ihn aufpasse, aber nicht im Raum bleibe. Denn wenn ich im Raum bleibe, fängt er an Faxen zu machen. Mehrfach ausprobiert, auch im Urlaub. Kannste vergessen. Ich verstehe jetzt alle, die das seit Monaten durch machen. Das einzig Positive an diesem ganzen Wirrwarr zur Zeit ist, dass er seit fast einer Woche ohne Schnuller schläft und er liebte seinen Schnuller. Da sind wir ganz stolz auf ihn und er auch auf sich. Jedoch, vielleicht kommt er deswegen insbesondere Abends nicht zur Ruhe?
Was beim Großen zur Zeit auch noch sehr unserer Nerven (insbesondere meine) zerrt, ist, dass er überhaupt nicht hört. Ok, das macht die Kleine auch des öfteren nicht, aber bei ihr ist sowieso immer etwas interessanter als das was Mama sagt und ich teste mal aus, wie weit man gehen kann. Doch beim Großen ist es wirklich Trotz, Blödsinn oder was auch immer. Der macht was er will und ich versuche echt ruhig zu bleiben, was jedoch selten funktioniert. Aber ich will auch nicht immer schimpfen müssen. Ich habe ihn noch nie so viel weinen sehen, wie zur Zeit und das nur, weil wir strenger sein müssen. Doch sonst würde er machen was er will und das soll ja auch nicht sein. Gewisse Regeln muss man natürlich einhalten. Wenn er dann aber dadurch sich dann richtig reinsteigert oder auch zu einem sagt: Geh weg. bzw. Du nicht., dann blutet mein Mamaherz und ich bin noch mehr fertig als sonst und stehle mich dann immer aus der Situation raus, weil ich nicht mehr kann. Ich kann das hier gar nicht so alles genau beschreiben. Könnte aber direkt losheulen bei den Gedanken an solche Situationen, die momentan jeden Tag da sind.

Wie ist das alles für uns Eltern?

Es ist so schlimm zur Zeit für mich. Beim Mann geht es noch, aber auch er ist momentan fertig. Was mir besonders zu schaffen macht, ist die Situation, dass es beim Mann viel besser klappt. Sie hören bei ihm besser, das ins Bett bringen funktioniert schneller und und und. Wenn ich auf Spätschicht bin, bekomme ich immer Bilder von ganz entspannten Kindern und einem entspannten Mann zu gesendet. Nicht nett vom Mann ich weiß, aber es zeigt, dass es auch anders geht.
Bin ich zu sehr innerlich angespannt und übertrage das an meine Kinder? Will ich zu viel von mir selbst oder was ist der Grund, dass es bei mir scheißer läuft. Vielleicht habe ich ja auch nicht so eine enge Mama-Kind-Bindung, obwohl die Kinder zuerst immer Mama schreien und auch ankommen wenn sie mich sehen. Bin ich zu doof zum Muttersein oder fehlt mir die nötige Empathie? Wie bleibt man denn bitte schön innerlich ruhig und gelassen. Das war ich ja schon in den Schwangerschaften nicht, also ruhig und gelassen,da ich immer in Angst war, dass ich die Kinder verliere und diese Angst ist immer noch da. Blockiert das vielleicht meine Gelassenheit mit all den Phasen der Kinder umzugehen und darauf zu reagieren? Ich bin ratlos.
Aber es macht mir auch Hoffnung in euren Kommentaren vom letzten Post zu lesen, das es besser wird und das hoffe ich sehr, denn ewig halte ich das nicht durch. Und sagt man nicht auch entspannte Eltern, entspannte Kinder. Drückt uns die Daumen.
Bis bald.
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