Wochenende in Bildern 14./15.09.2019

Ein sonniges Spätsommer-Vollmond-Wochenende war es. Für mich hieß es aber diesmal auch Arbeiten. Spätschicht. Trotzdem haben wir das beste daraus gemacht.

Sonnabend

Ich bin noch sehr müde und verschlafen, als sich gegen 7 Uhr die Kleine zu mir ins Bett kuschelt. Mann und der Große sind schon eine Weile munter.

Heute besuche ich zusammen mit den Kindern zum ersten Mal den Spiel- und Singkreis für Vorschulkinder unserer Kirchgemeinde. Obwohl wir nicht kirchlich sind werden die Kinder herzlich begrüßt und willkommen geheißen. Einzig die Tatsache, dass Pfarrers Zwillinge die besten Kita-Freundinnen vom Großen sind, machte die Sache etwas anstrengend. Der Große wollte lieber bei denen spielen gehen als singen und so. Zum Glück ist der Spielkreis nur 1x im Monat.

Als die Kinder nach einer Bibelgeschichte ein Bild ausmalen sollen, sind die Kinder wieder voll dabei. Sie lieben malen, besonders der Große.

Nach dem Mittagessen und Kinder ins Bett bringen, muss ich dann auch schon bald los zur Arbeit. Natürlich mit dem Fahrrad und bei schönen Wetter.

Schattenbild Frau mit Fahrrad

Nach der Arbeit schaue ich auf der Couch noch Instagramstories und in die Livestorie einer meiner Lieblings-Instagrammerinnen rein. Sie hat gerade eine schlechte Diagnose erhalten und ist trotzdem positiv gestimmt. Ich bewundere sie und drücke ihr die Daumen, dass sie alles gut übersteht.

Sonntag

Der Sonntag beginnt verschlafen. Wir stehen erst kurz vor 8 auf. Die Kinder sind zwar schon eher munter, lassen uns Eltern aber noch etwas in Ruhe und spielen.

Zum Frühstück backe ich Brötchen auf und anschließend frühstücken wir gemeinsam. Sogar die Kinder schaffen jeweils fast 1,5 Brötchen.

Frühstück mit Schokobrot

Wir lassen den Tag entspannt anlaufen. Kurz nach denn Frühstück schreien die Kinder wieder nach Essen. Ich mache jedem einen Obstteller. Sie tauschen das Obst auch hin und her, denn der Große mag ja keinen Pfirsich.

Kreative Stunde. Um Nörgelein vorzubeugen hole ich den Kindern die Malsachen raus. Während der Große vier Kunstwerke zaubert, hat die Kleine schon bald keine Lust mehr und möchte lieber kneten. Also malt einer mit Geduld und eine knetet enthusiastisch. Danach geht’s noch für eine halbe Stunde in den Garten.

Wasserfarben

Während die Kinder durch den Garten toben, kocht der Mann das Mittagessen. Ich räume Mal- und Knetchaos weg und lege Wäsche zusammen.

Gefüllte Paprikaschoten im Ofen

Als alle Mittags schlummern, genieße ich die Ruhe und bereite die Bilder für diesen Post vor und füge sie schon mal hier ein. Den Blogpost schreibe ich erst nach der Arbeit fertig. Deswegen heute hier auch erst zur späten Stunde. Jetzt gehe ich aber ins Bett.

Und? Wie war denn euer Wochenende so?

Bis bald eure Bianca

Verlinkt beim Wochenende in Bildern von Grosseköpfe.

Alle bisherigen Wochenenden in Bildern findet ihr hier.

#WMDEDGT – August 2019

Montag. Frühschicht. Es ist der 5. des Monats. Zeit für #wmdedgt – „Was machst du eigentlich den ganzen Tag“.
Alle Mitmachwilligen versammeln sich wie immer bei Frau Brüllen. Los gehts.

Willkommen zur Frühschicht

Irgendwann in der Nacht, ich glaube es war irgendwas gegen 2 Uhr, krabbelten kleine große Füße in unser Elternbett und kuschelten sich an meinen Rücken. Da der Mann allerdings auf dem Sofa schlief, er ist dort eingeschlafen und da lasse ich ihn liegen, habe ich das große Kind mal entspannt auf die Mannesseite geschoben. Umdrehen und weiterschlafen.

4:15 Uhr klingelt der Wecker. Wäh, ich will nicht. Muss aber. Frühschicht, der Beginn einer wundervoll arbeitsreichen 7 Tage Woche steht an. Gegen 4:25 klappt es dann auch endlich mit dem Aufstehen und ich schleiche mich aus dem Bett ins untere Bad. Ich muss ganz leise machen, damit das Kind, welches neben mir im Bett lag, nicht munter wird. Es klappt. Badzeit.

Nach waschen, frisch machen, anziehen, Zähneputzen und den ganzen Bimbamborium bin ich kurz nach 5 fertig und schleiche mich in die Küche. Da wir eine offene Wohnküche haben, sehe ich den Mann selig auf dem Sofa schlafen. Es stört ihn nicht, das ich bei vollem Küchenlicht mein Frühstück und Mittagessen für die Arbeit vorbereite. Alles in den Rucksack, leise die Straßensachen anziehen und los. Frische 13 Grad draußen, auf dem Fahrrad gefühlt weniger. Ein Hoch auf den Zwiebellock.

Im Werk angekommen, erstmal umziehen und zur Anlage radeln. Übergabe von der Nachtschicht. Fahranweisung und alle Schichtinfos vom Wochenende nachlesen, Anlage checken ob alles läuft wie es muss. Erste Störungen beseitigen und zwischendurch ein Schokobrot essen. Zack 1 h rum. Kurz daheim anrufen und mit dem Mann den Tag besprechen. Er schafft die Kinder zum Kindergarten.

Weiter geht es mit der Vorbereitung für den Tag. Frühbesprechung mit den Chefs.

Ein Anlagenteil umstellen, einen außer Betrieb nehmen. Hier ne Freigabe schreiben, da ne Einweisung für Fremdmitarbeiter machen. Dies checken, jenes ändern, da was spülen. Hin und her. Irgendwann ist es Zeit fürs Frühstück und dann auch schon bald wieder Mittagessen. Danach geht es noch mal ordentlich rund. Hin und herlaufen. Zum Glück habe ich keinen Schrittzähler, denn ich möchte gar nicht wissen wie viele Kilometer ich an manchen Tagen laufe.

Frühschicht bedeutet, es ist immer was los, so will es das Gesetz. Ich denke lieber nicht an morgen. Heute dann noch eine Extra-Info-Veranstaltung nach der Schicht. Gegen 15:10 Uhr bin ich endlich wieder daheim. Auf dem Heimweg hat es getröpfelt. Als ich zuhause ankomme liegt der Mann schlafend auf dem Sofa. Immer noch oder schon wieder? Nein er macht nur seinen täglichen Mittagsschlaf. Die Medikamente fordern es so.

Nachmittags Familienzeit

Ich bin müde und kaputt. Hatte ich schon erwähnt, dass ich eine anstrengende Frühschicht hatte? Ja oder? Doch gleich müssen die Kinder abgeholt werden. Ich würde eher viel lieber im Bett verschwinden. Naja. Krone richten, weiter machen. Gähn.

Kurz vor 16 Uhr fahre ich zum Kindergarten. Abholen funktioniert heute gut. Obwohl das große Kind etwas sehr überdreht ist, hören beide auf mich. Das ist nicht immer so. Auf dem Heimweg halten wir am Briefkasten und werden 2 Briefe vom Mann ein.

Natürlich müssen wir an der aktuellen Baustelle im Dorf kurz anhalten und schauen. Eine Fußgängerbrücke über einen kleinen Kanal wird abgerissen und das ist natürlich total interessant. Zuhause gibt es dann erstmal ein Eis für die Kinder. Sommerritual, auch wenn es heute eher trüb ist.

Ich mache mir einen Malzkaffee, der Mann einen richtigen Kaffee. Die Kinder verschwinden nach dem Eis in Zimmer und Garten zum spielen. Pause.

Nach einem halben Kaffee ruft mich der Große, ich soll ein Legoquad bauen. Äh, erst Kaffee, dann Lego. Das Kind ist einverstanden, fragt aber gefühlt aller 10 Sekunden nach, wann ich komme. Dazwischen will auch die Kleine noch etwas. Irgendwie ist der Papa immer Luft wenn Mama daheim ist. Ungerecht.

Irgendwann sitze ich dann im Kinderzimmer des Großen vor dem ausgekippten Lego und versuche nach Online-Anleitung ein Quad zu bauen. Geht nicht bei dem Chaos. Wir beschließen die Legos erstmal etwas nach Farbe zu sortieren um dann besser bauen zu können. Mittlerweile hat sich auch das Töchterlein zu uns gesellt.

Während ich so auf dem Boden sitzend gemütlich Lego nach Farben sortiere, beschließen die Kinder im Zimmer der Tochter mit ihren alten Babybettmatrazen erst zu turnen und dann Buden zu bauen. Ich sortiere weiter Lego. Das ist echt entspannend. Dabei überlege ich, ob ich nicht farblich passende Säckchen für die Steine nähen sollte.

Die Kirchenturmuhr schlägt 18 Uhr

Kurz danach bin ich fertig mit sortieren und schleiche mich runter zum Mann und in den Garten. Als ich so an den Stangenbohnen stehe und ernte, stellen die Kinder fest, dass ich verschwunden bin. Laute Mama-Rufe durchhallen Haus und Garten. Der Große kommt zu mir. Wir schließen den Deal, das wir das Lego heute liegen lassen und morgen weiterbauen. Er ist einverstanden und nascht erstmal an den Himbeeren. Ich lasse ihn eine kleine Schüssel holen und gemeinsam ernten wir Himbeeren.

Während die Kinder etwas Trickfilm schauen dürfen, leistet der Mann mir Gesellschaft und erntet alle Bohnen, die ich übersehen habe. Danach noch Gurken und Erbsen durchsehen und ernten.

Zeit fürs Abendessen. In der Zeit, wo der Mann das Abendbrot für die Kinder vorbereitet, pulle ich die Erbsen und froste sie ein. Das waren ja nicht so viele. Die Kinder essen ihr Brot, Möhrchen und ein paar Schüttelgurken und schauen Sandmann. Ich sitze mit am Tisch und putze die Bohnen nebenher. Danach waschen und Schlafsachen anziehen. Da ich die Bohnen noch kleinschneide und die Kinder heute gut drauf waren, dürfen sie noch den Trickfilm nach dem Sandmann schauen. In der Zeit schaffe ich es dann auch die Bohnen zu schneiden und zu waschen.

Zeit fürs Bett. Wir bringen die Kinder in ihre Zimmer, schließen die Rollos und beide Kinder dürfen noch Toniebox hören. Ich mache mir mein Abendbrot und begebe mich zum Laptop um diesen Blogpost zu schreiben.
In der nächsten Stunde möchte jedes Kind wieder was von mir. Die Kleine was trinken oder ganz plötzlich ihre Socken aus des Bruders Zimmer holen. Der Große braucht dringend eine Massage zum Einschlafen von Mama, ich leite ihn direkt zum Mann weiter. Der kann das heute auch mal machen, ich will schreiben.

Dann muss der Große mir noch dringend was sagen, wie jeden Abend. Insgesamt ist es 3x was ganz dringendes. Ich versuche dem Kind zuzuhören. Am Ende singe ich ihm noch 2 Gute-Nacht-Lieder vor. Hoffen wir das nun Ruhe wird.

Ein langer Tag geht zu Ende.

Zwischendurch habe ich immer geschrieben und meine Schnittchen gegessen. Jetzt dann noch die Bohnen eintüten und einfrieren, Schlafzeug anziehen und ins Bett. Aber ne Rückenmassage könnte ich auch noch gut vertragen heute. Man bin ich verspannt.

Morgen früh geht der Tag wieder zeitig los. Wieder Frühschicht, die letzte für diese Woche. Wir erinnern uns, 4:15 Uhr klingelt der Wecker. Der Tag startet neu.

Wie war euer Tag denn so?

Verlinkt bei #wmdedgt.

Alle meine anderen Blogposts zu #wmdedgt findet ihr hier.

Heute ist Montag – Schichtarbeit und die Wochentage

Auch wenn der Kalender sagt, dass heute Freitag ist, ist für mich heute Montag. Morgen dann Dienstag, Mittwoch, … Ach das schöne Leben als Schichtarbeiter, wenn man nicht aufpasst, dann kann man ganz schön durcheinander kommen. Manchmal ertappe ich mich dabei, dass ich überlegen muss, welcher Wochentag heute ist.

Kein regulärer Wochenrhythmus

Für mich startet heute eine neue Arbeitswoche. Mit anschließendem Wochenende ist diese Woche 10 Tage lang. 7 Tage arbeiten, 3 Tage frei. Diesmal sind das 3 Frühschichten, 2 Spätschichten, 2 Nachtschichten und anschließend 3 Tage frei. Die freien Tage fallen dann zufällig auf ein richtiges Wochenende, wie immer einmal im Monat, sonst sind die immer unter der regulären Woche. Da sind dann sogar mal größere Unternehmungen drin.

So eine 10 Tage Woche habe ich nur einmal im Monat, sonst sind es immer 9 Tage pro Schichtwoche. Pro Monat macht das 3 volle Schichtblöcke und je nach Beginn am Monatsanfang, noch ein paar Tage dazu. Immer schön regelmäßig, das ganze Jahr durchgeplant. Es gibt Monate mit 21 Arbeitstagen, aber auch welche mit 24 Arbeitstagen. Dazwischen dann Urlaubstage und Freischichten, denn durch die Schichtarbeit baut man automatisch Überstunden auf und die müssen regelmäßig abgebaut werden. Die tarifliche Arbeitszeit liegt nämlich bei 21,75 Arbeitstagen im Monat, was einer 40h-Woche entspricht.

Planung ist alles

Jedes Jahr im Oktober habe ich dadurch auch immer schon meinen kompletten Urlaubs- und Freischichtenplan fürs kommende Jahr durchgeplant. Natürlich hebe ich mir immer ein paar Tage auf, denn man weiß ja nie was so noch kommt. Aber so eine Planbarkeit ist das großartige an Schichtarbeit.

Für reguläre Termine im Jahr, wie zum Beispiel Zahnarzt oder die Vorsorgeuntersuchungen der Kinder, hat so ein regelmäßiger Arbeitsrhythmus natürlich auch seine Vorteile, ich kann die Termine schon Monate vorher ausmachen, da ich genau weiß, wie ich arbeiten muss. Möchte ich allerdings mal wegfahren, zum Beispiel zu einer Bloggerkonferenz, so muss ich auch mal außer Plan Freischichten oder Urlaub nehmen, denn natürlich habe ich nicht an jedem Wochenende frei.

Auch die Hausarbeit lege ich meistens immer so, dass sie erledigt wird, wenn die Kinder im Kindergarten sind, also meist an Spät- und Nachtschichttagen. So kann ich dann die Zeit intensiver mit den Kindern verbringen, wenn ich nachmittags daheim bin. Den Wocheneinkauf erledige ich daher immer ohne die Kinder, was ein echter Luxus ist. Einzig auf den samstäglichen Marktbesuch nehme ich ab und zu ein Kind mit, sofern eins möchte. Das ist aber auch immer nur aller 14 Tage, denn auch hier hin kann ich nur, wenn ich den Samstagvormittag frei habe.

Familienleben light und intensiv

Jetzt mag man vermutlich denken: Oje, die armen Kinder, die sehen da ihre Mutter ja kaum.  Das kann nicht gut sein, da ist das Verhältnis bestimmt von Beginn an gestört.

Mmh – ich weiß nicht. Klar, es gibt Tage, da sehe ich meine Kinder wegen der Schichtarbeit nur früh bis ich sie in der Kita abgegeben habe und dann erst am nächsten Morgen wieder. Das sind immer die Spätschichttage unter der Woche und es sind hier zu Hause sogar die entspanntesten Tage. Für die Kinder, den Mann und oft auch für mich. Denn zu aller Überraschung sind die Kinder an diesen Tagen meist sehr pflegeleicht. Der Mann hat halt die Ruhe weg und das merken die Kinder.  Dafür telefonieren wir dann immer zur Abendbrotzeit miteinander.

Trotz der ganzen Schichtarbeit bin ich allerdings meist genauso so daheim, wie ein normaler Tagschichtarbeiter auch. Nur halt an den Spätschichttagen nicht und auch das Wochenende ist bei uns immer anders. Aber dafür genießen wir dann die gemeinsame Zeit intensiver miteinander. Wie heute nachmittag zum Beispiel oder morgen dann.

Morgen früh werde ich dann nun wieder zeitig aufstehen, wenn alle noch schlafen, mich fertig machen und zur Arbeit fahren. Der Mann kümmert sich um die Kinder. Wenn ich am frühen Nachmittag nach Hause komme, dann machen alle gerade ihren Mittagsschlaf (ja auch der Mann) und mit ein bissl Glück, habe ich dann so eine halbe Stunde oder etwas länger oder kürzer Zeit für mich und kann die Ruhe genießen und entspannen. Der Nachmittag wird dann voll genutzt mit Familie, Wäsche waschen (Monatsende, viel Kita-Wäsche) und Gartenzeit.

Zwinkern

Und wenn ich daran denke, auch zwischendurch mal ein paar Bilder zu machen, ja dann gibt es am Sonntag vielleicht sogar ein Wochenende in Bildern Frühschicht Edition. Vielleicht, kommt darauf an wie ko ich bin.

Bis bald.

Arbeiten am Feiertag

Wer mich kennt und weiß, was ich arbeite*, der weiß auch, dass es für mich keine regulären Wochenarbeitstage gibt, schon gar kein reguläres Wochenende, geschweige denn einen Feiertag, wo man mal die Beine hoch legen kann.
Puh, kompliziert oder? Was für eine Einleitung, aber einfacher ging es gerade nicht.

Ich bin Schichtarbeiter!

Und das nun schon fast mein ganzes Arbeitsleben lang, mal abgesehen von der Ausbildung und den ersten 2-3 Jahren danach. Ich habe mich damit arrangiert, mein unser Leben danach angepasst. Dazu zählt auch, dass ich am Wochenende und an Feiertagen, so wie heute, arbeiten gehen muss, sofern ich nicht Urlaub oder Überstundenabbau beantragt habe. Natürlich geht es vermutlich nicht nur mir so, sondern auch allen anderen Schichtarbeitern in den verschiedensten Berufen, wo rund um die Uhr alles am laufen gehalten werden muss. Hilft ja alles nix.

Wenn ich also zum Beispiel, so wie heute am 1. Mai, arbeiten muss, dann stört mich das eigentlich weniger. Es hat auch Vorteile an diesen Tagen auf Arbeit zu sein, denn an solchen Tagen, wo kein normaler Arbeitsbetrieb wie von Montag bis Freitag zwischen 7-17 Uhr herrscht, kommt man auch mal zu Sachen für die sonst eher weniger Zeit ist. Da wären Reinigungsarbeiten oder auch mal die ein oder andere Pflicht-Online-Schulung zu machen. Alles nebenher zum routinemäßigen Arbeitsplan und in der Hoffnung, dass es keine Störungen im Ablauf gibt.

Wird das alles auch gut bezahlt?

Natürlich. Ich habe das Glück, dass mein Arbeitgeber mit der Gewerkschaft gut zusammen arbeitet und wir Tariflohn bezahlt bekommen. Ich bekomme also tariflich zugesicherte Zuschläge für die Arbeit am Feiertag. Das ist in Monaten mit mehreren Feiertagen ein schöner kleiner Bonus. Aber ich sage mir immer trotzdem immer, dass ich Spaß an meiner Arbeit haben muss, Zuschläge hin oder her. Was nützt einem das viele Geld, wenn es einem mit der Arbeit nicht gut geht.

Und die Familie? Bleibt die an solchen Tagen nicht auf der Strecke?

Nein. Ich kann trotzdem, je nach Schicht, genügend Zeit mit meiner Familie verbringen. Auch wenn es einem  als Mama manchmal schwer fällt. Einzig die Spätschicht ist an Tagen wie Feiertag oder Wochenende wirklich ein bissl doof, da hat man nur den, meist kurzen, Vormittag zusammen und während im Sommer vielleicht der ein oder andere abends gemütlich grillt, hockt man auf Arbeit. Bei Früh- und Nachtschicht ist es aber recht angenehm, denn dann kann man auch am Nachmittag noch schön etwas gemeinsam unternehmen und zum Beispiel Ausflüge machen oder wie wir heute, einfach nur im Garten abhängen.

Man muss das Positive sehen.

Für mich bedeutet das arbeiten am heutigen Feiertag jedoch auch, dass ich nach meiner heutigen Feiertags-Nachtschicht, in mein Wochenende starten werde. Ja ein Wochenende mitten in der Woche. Während die meisten wieder arbeiten gehen, habe ich nun 2 Tage frei. Wenn ich also morgen früh wieder zuhause bin, dann stehen die Kinder auf, wir frühstücken gemeinsam und ich bringe sie in den Kindergarten.

Danach kann ich ganz erholsam ein paar Stündchen schlafen und wenn ich später (meist Mittags) wieder aufstehe, habe ich immer noch so 2-3 Stunden für mich, keine Mama-Auszeit, wo ich dann oft die Zeit im Arbeitszimmer an der Nähmaschine verbringe. In dieser Zeit macht nämlich der kranke Mann dann auch oft seinen Mittagsschlaf, so dass mich keiner stört.

Ich sage euch auch, dass so ein Wochenende unter der Woche echt Vorteile hat, den man kann zum Beispiel früh bei Zeiten Einkaufen gehen oder auch mal andere wichtige Sachen erledigen. Ganz ohne Stress und ohne Kinder, denn die sind ja dann den Vormittag in der Kita. Aber davon erzähle ich später mal mehr.

Wie sieht es bei euch eigentlich aus? Habt ihr Feiertags immer frei oder müsst ihr auch arbeiten gehen. Erzähl doch mal.

Bis bald.

Kalender mit Feiertag und Schichtarbeit
* Chemiebranche

Schnippisch

SCHNIPPISCH
schnippisch
schnippisch
SCHNIPPISCH – [denkt euch hier einfach verschiedene Tonlagen meiner Stimme]

Also ich muss ja ehrlich zugeben, dass ich dieses Wort, bzw. dieses Adjektiv, gerade erstmal im Duden (der dicke Gelbe) nachgeschlagen habe, um andere Worte dafür zu finden.
bissig, gallig, scharfzüngig, spitz; (umgangsprachlich abwertend – echt jetzt?) pampig, patzig, schnodderig; (salopp) rotzig
Ach ja ich vergaß: oft respektlos ungezogen. Wie so ne GÖRE.

Meine Güte noch mal. Ich bin ne Frau, sogar ne meistens sehr Erwachsen, stehe am Anfang eines neuen PMS-Schubes (mein Mann wird sich bedanken), habe leichtes Halsweh und der Rotz hängt heute in der Nase fest (rotzig – you know). Da kann man auch schon mal SCHNIPPISCH sein.
Der Tag begann gut und endet scheiße, denn wenn einem beim Arbeiten plötzlich gut verdrängte Vorkommnisse (die mir echt nah gingen und wonach ich maßlos enttäuscht war) der letzten Monate wieder hochkommen, ja dann ist halt die zuvor gute Laune urplötzlich im Keller und dann habe ich nun mal keinen Bock eine süß-liebensgewürzig-zuvorkommend-arschkriechend-gute Laune vorzugaukeln und lieb-nett-freundlich auf irgendwas/Irgendwenn zu antworten. Das sieht man mir eigentlich auch an, ich schau dann immer wie diese Grumpy-Cat. Und ja, dann bin ich halt mal schnippisch und vor allem GENERVT, wenn man mich was fragt. Weil ich dann keinen Bock auf Fragen oder eine Unterhaltung habe.

Mein Gott noch mal, wenn ich so drauf bin bzw. man mir das ansieht – ach ja dafür müsste man mir ja auch mal ins Gesicht schauen und keinen Kommentar aus der hinteren Reihe los lassen – dann ignoriert mich einfach. Schaut durch mich hindurch, wie ihr es sonst auch immer macht, und LASST MICH EINFACH IN RUHE. Wenn ich mit meinen Mitmenschen kommunizieren möchte, dann zeige ich das eigentlich, dann rede ich auch, lieb-nett-freundlich-liebensgewürzig. Das beherrsche ich nämlich auch, wie so ne kleine süße Püppi.

So das musste jetzt mal raus, ganz SCHNIPPISCH. Das hatte sich seit Wochen/Monaten angestaut. Man tut das gut. Zum Glück war zwischen den ersten Gedanken hierzu und den nun hier gerade aufgeschriebenen liebevoll schnippischen Worten eine sehr erfrischende Radfahrt im winterlich kühlen Wind, ansonsten wäre ich wohl noch ausfallender geworden. Jetzt ist meine schnippische Laune auch gleich besser. Jetzt könnte man sich sogar recht angenehm mit mir unterhalten.

Nun, wo mein Kopf und Herz erleichtert ist, werde ich selig in mein Bett gehen und schlafen, wohl wissend, dass ich garantiert ab morgen wieder, hinter vorgehaltenen Händen versteht sich, Dorf-/Arbeitsgespräch sein werde. Ja ja ich weiß, hier lesen so einige mit. Ja ja.

Aber wisst ihr was, das interessiert mich nicht. Denn wie sangen schon die Ärzte: „Lasst die Leute reden und lächle einfach mit, …
Doch hallo, über neue Leser freue ich mich immer.

Bis bald.