#WMDEDGT – August 2019

Montag. Frühschicht. Es ist der 5. des Monats. Zeit für #wmdedgt – „Was machst du eigentlich den ganzen Tag“.
Alle Mitmachwilligen versammeln sich wie immer bei Frau Brüllen. Los gehts.

Willkommen zur Frühschicht

Irgendwann in der Nacht, ich glaube es war irgendwas gegen 2 Uhr, krabbelten kleine große Füße in unser Elternbett und kuschelten sich an meinen Rücken. Da der Mann allerdings auf dem Sofa schlief, er ist dort eingeschlafen und da lasse ich ihn liegen, habe ich das große Kind mal entspannt auf die Mannesseite geschoben. Umdrehen und weiterschlafen.

4:15 Uhr klingelt der Wecker. Wäh, ich will nicht. Muss aber. Frühschicht, der Beginn einer wundervoll arbeitsreichen 7 Tage Woche steht an. Gegen 4:25 klappt es dann auch endlich mit dem Aufstehen und ich schleiche mich aus dem Bett ins untere Bad. Ich muss ganz leise machen, damit das Kind, welches neben mir im Bett lag, nicht munter wird. Es klappt. Badzeit.

Nach waschen, frisch machen, anziehen, Zähneputzen und den ganzen Bimbamborium bin ich kurz nach 5 fertig und schleiche mich in die Küche. Da wir eine offene Wohnküche haben, sehe ich den Mann selig auf dem Sofa schlafen. Es stört ihn nicht, das ich bei vollem Küchenlicht mein Frühstück und Mittagessen für die Arbeit vorbereite. Alles in den Rucksack, leise die Straßensachen anziehen und los. Frische 13 Grad draußen, auf dem Fahrrad gefühlt weniger. Ein Hoch auf den Zwiebellock.

Im Werk angekommen, erstmal umziehen und zur Anlage radeln. Übergabe von der Nachtschicht. Fahranweisung und alle Schichtinfos vom Wochenende nachlesen, Anlage checken ob alles läuft wie es muss. Erste Störungen beseitigen und zwischendurch ein Schokobrot essen. Zack 1 h rum. Kurz daheim anrufen und mit dem Mann den Tag besprechen. Er schafft die Kinder zum Kindergarten.

Weiter geht es mit der Vorbereitung für den Tag. Frühbesprechung mit den Chefs.

Ein Anlagenteil umstellen, einen außer Betrieb nehmen. Hier ne Freigabe schreiben, da ne Einweisung für Fremdmitarbeiter machen. Dies checken, jenes ändern, da was spülen. Hin und her. Irgendwann ist es Zeit fürs Frühstück und dann auch schon bald wieder Mittagessen. Danach geht es noch mal ordentlich rund. Hin und herlaufen. Zum Glück habe ich keinen Schrittzähler, denn ich möchte gar nicht wissen wie viele Kilometer ich an manchen Tagen laufe.

Frühschicht bedeutet, es ist immer was los, so will es das Gesetz. Ich denke lieber nicht an morgen. Heute dann noch eine Extra-Info-Veranstaltung nach der Schicht. Gegen 15:10 Uhr bin ich endlich wieder daheim. Auf dem Heimweg hat es getröpfelt. Als ich zuhause ankomme liegt der Mann schlafend auf dem Sofa. Immer noch oder schon wieder? Nein er macht nur seinen täglichen Mittagsschlaf. Die Medikamente fordern es so.

Nachmittags Familienzeit

Ich bin müde und kaputt. Hatte ich schon erwähnt, dass ich eine anstrengende Frühschicht hatte? Ja oder? Doch gleich müssen die Kinder abgeholt werden. Ich würde eher viel lieber im Bett verschwinden. Naja. Krone richten, weiter machen. Gähn.

Kurz vor 16 Uhr fahre ich zum Kindergarten. Abholen funktioniert heute gut. Obwohl das große Kind etwas sehr überdreht ist, hören beide auf mich. Das ist nicht immer so. Auf dem Heimweg halten wir am Briefkasten und werden 2 Briefe vom Mann ein.

Natürlich müssen wir an der aktuellen Baustelle im Dorf kurz anhalten und schauen. Eine Fußgängerbrücke über einen kleinen Kanal wird abgerissen und das ist natürlich total interessant. Zuhause gibt es dann erstmal ein Eis für die Kinder. Sommerritual, auch wenn es heute eher trüb ist.

Ich mache mir einen Malzkaffee, der Mann einen richtigen Kaffee. Die Kinder verschwinden nach dem Eis in Zimmer und Garten zum spielen. Pause.

Nach einem halben Kaffee ruft mich der Große, ich soll ein Legoquad bauen. Äh, erst Kaffee, dann Lego. Das Kind ist einverstanden, fragt aber gefühlt aller 10 Sekunden nach, wann ich komme. Dazwischen will auch die Kleine noch etwas. Irgendwie ist der Papa immer Luft wenn Mama daheim ist. Ungerecht.

Irgendwann sitze ich dann im Kinderzimmer des Großen vor dem ausgekippten Lego und versuche nach Online-Anleitung ein Quad zu bauen. Geht nicht bei dem Chaos. Wir beschließen die Legos erstmal etwas nach Farbe zu sortieren um dann besser bauen zu können. Mittlerweile hat sich auch das Töchterlein zu uns gesellt.

Während ich so auf dem Boden sitzend gemütlich Lego nach Farben sortiere, beschließen die Kinder im Zimmer der Tochter mit ihren alten Babybettmatrazen erst zu turnen und dann Buden zu bauen. Ich sortiere weiter Lego. Das ist echt entspannend. Dabei überlege ich, ob ich nicht farblich passende Säckchen für die Steine nähen sollte.

Die Kirchenturmuhr schlägt 18 Uhr

Kurz danach bin ich fertig mit sortieren und schleiche mich runter zum Mann und in den Garten. Als ich so an den Stangenbohnen stehe und ernte, stellen die Kinder fest, dass ich verschwunden bin. Laute Mama-Rufe durchhallen Haus und Garten. Der Große kommt zu mir. Wir schließen den Deal, das wir das Lego heute liegen lassen und morgen weiterbauen. Er ist einverstanden und nascht erstmal an den Himbeeren. Ich lasse ihn eine kleine Schüssel holen und gemeinsam ernten wir Himbeeren.

Während die Kinder etwas Trickfilm schauen dürfen, leistet der Mann mir Gesellschaft und erntet alle Bohnen, die ich übersehen habe. Danach noch Gurken und Erbsen durchsehen und ernten.

Zeit fürs Abendessen. In der Zeit, wo der Mann das Abendbrot für die Kinder vorbereitet, pulle ich die Erbsen und froste sie ein. Das waren ja nicht so viele. Die Kinder essen ihr Brot, Möhrchen und ein paar Schüttelgurken und schauen Sandmann. Ich sitze mit am Tisch und putze die Bohnen nebenher. Danach waschen und Schlafsachen anziehen. Da ich die Bohnen noch kleinschneide und die Kinder heute gut drauf waren, dürfen sie noch den Trickfilm nach dem Sandmann schauen. In der Zeit schaffe ich es dann auch die Bohnen zu schneiden und zu waschen.

Zeit fürs Bett. Wir bringen die Kinder in ihre Zimmer, schließen die Rollos und beide Kinder dürfen noch Toniebox hören. Ich mache mir mein Abendbrot und begebe mich zum Laptop um diesen Blogpost zu schreiben.
In der nächsten Stunde möchte jedes Kind wieder was von mir. Die Kleine was trinken oder ganz plötzlich ihre Socken aus des Bruders Zimmer holen. Der Große braucht dringend eine Massage zum Einschlafen von Mama, ich leite ihn direkt zum Mann weiter. Der kann das heute auch mal machen, ich will schreiben.

Dann muss der Große mir noch dringend was sagen, wie jeden Abend. Insgesamt ist es 3x was ganz dringendes. Ich versuche dem Kind zuzuhören. Am Ende singe ich ihm noch 2 Gute-Nacht-Lieder vor. Hoffen wir das nun Ruhe wird.

Ein langer Tag geht zu Ende.

Zwischendurch habe ich immer geschrieben und meine Schnittchen gegessen. Jetzt dann noch die Bohnen eintüten und einfrieren, Schlafzeug anziehen und ins Bett. Aber ne Rückenmassage könnte ich auch noch gut vertragen heute. Man bin ich verspannt.

Morgen früh geht der Tag wieder zeitig los. Wieder Frühschicht, die letzte für diese Woche. Wir erinnern uns, 4:15 Uhr klingelt der Wecker. Der Tag startet neu.

Wie war euer Tag denn so?

Verlinkt bei #wmdedgt.

Alle meine anderen Blogposts zu #wmdedgt findet ihr hier.

Heute ist Montag – Schichtarbeit und die Wochentage

Auch wenn der Kalender sagt, dass heute Freitag ist, ist für mich heute Montag. Morgen dann Dienstag, Mittwoch, … Ach das schöne Leben als Schichtarbeiter, wenn man nicht aufpasst, dann kann man ganz schön durcheinander kommen. Manchmal ertappe ich mich dabei, dass ich überlegen muss, welcher Wochentag heute ist.

Kein regulärer Wochenrhythmus

Für mich startet heute eine neue Arbeitswoche. Mit anschließendem Wochenende ist diese Woche 10 Tage lang. 7 Tage arbeiten, 3 Tage frei. Diesmal sind das 3 Frühschichten, 2 Spätschichten, 2 Nachtschichten und anschließend 3 Tage frei. Die freien Tage fallen dann zufällig auf ein richtiges Wochenende, wie immer einmal im Monat, sonst sind die immer unter der regulären Woche. Da sind dann sogar mal größere Unternehmungen drin.

So eine 10 Tage Woche habe ich nur einmal im Monat, sonst sind es immer 9 Tage pro Schichtwoche. Pro Monat macht das 3 volle Schichtblöcke und je nach Beginn am Monatsanfang, noch ein paar Tage dazu. Immer schön regelmäßig, das ganze Jahr durchgeplant. Es gibt Monate mit 21 Arbeitstagen, aber auch welche mit 24 Arbeitstagen. Dazwischen dann Urlaubstage und Freischichten, denn durch die Schichtarbeit baut man automatisch Überstunden auf und die müssen regelmäßig abgebaut werden. Die tarifliche Arbeitszeit liegt nämlich bei 21,75 Arbeitstagen im Monat, was einer 40h-Woche entspricht.

Planung ist alles

Jedes Jahr im Oktober habe ich dadurch auch immer schon meinen kompletten Urlaubs- und Freischichtenplan fürs kommende Jahr durchgeplant. Natürlich hebe ich mir immer ein paar Tage auf, denn man weiß ja nie was so noch kommt. Aber so eine Planbarkeit ist das großartige an Schichtarbeit.

Für reguläre Termine im Jahr, wie zum Beispiel Zahnarzt oder die Vorsorgeuntersuchungen der Kinder, hat so ein regelmäßiger Arbeitsrhythmus natürlich auch seine Vorteile, ich kann die Termine schon Monate vorher ausmachen, da ich genau weiß, wie ich arbeiten muss. Möchte ich allerdings mal wegfahren, zum Beispiel zu einer Bloggerkonferenz, so muss ich auch mal außer Plan Freischichten oder Urlaub nehmen, denn natürlich habe ich nicht an jedem Wochenende frei.

Auch die Hausarbeit lege ich meistens immer so, dass sie erledigt wird, wenn die Kinder im Kindergarten sind, also meist an Spät- und Nachtschichttagen. So kann ich dann die Zeit intensiver mit den Kindern verbringen, wenn ich nachmittags daheim bin. Den Wocheneinkauf erledige ich daher immer ohne die Kinder, was ein echter Luxus ist. Einzig auf den samstäglichen Marktbesuch nehme ich ab und zu ein Kind mit, sofern eins möchte. Das ist aber auch immer nur aller 14 Tage, denn auch hier hin kann ich nur, wenn ich den Samstagvormittag frei habe.

Familienleben light und intensiv

Jetzt mag man vermutlich denken: Oje, die armen Kinder, die sehen da ihre Mutter ja kaum.  Das kann nicht gut sein, da ist das Verhältnis bestimmt von Beginn an gestört.

Mmh – ich weiß nicht. Klar, es gibt Tage, da sehe ich meine Kinder wegen der Schichtarbeit nur früh bis ich sie in der Kita abgegeben habe und dann erst am nächsten Morgen wieder. Das sind immer die Spätschichttage unter der Woche und es sind hier zu Hause sogar die entspanntesten Tage. Für die Kinder, den Mann und oft auch für mich. Denn zu aller Überraschung sind die Kinder an diesen Tagen meist sehr pflegeleicht. Der Mann hat halt die Ruhe weg und das merken die Kinder.  Dafür telefonieren wir dann immer zur Abendbrotzeit miteinander.

Trotz der ganzen Schichtarbeit bin ich allerdings meist genauso so daheim, wie ein normaler Tagschichtarbeiter auch. Nur halt an den Spätschichttagen nicht und auch das Wochenende ist bei uns immer anders. Aber dafür genießen wir dann die gemeinsame Zeit intensiver miteinander. Wie heute nachmittag zum Beispiel oder morgen dann.

Morgen früh werde ich dann nun wieder zeitig aufstehen, wenn alle noch schlafen, mich fertig machen und zur Arbeit fahren. Der Mann kümmert sich um die Kinder. Wenn ich am frühen Nachmittag nach Hause komme, dann machen alle gerade ihren Mittagsschlaf (ja auch der Mann) und mit ein bissl Glück, habe ich dann so eine halbe Stunde oder etwas länger oder kürzer Zeit für mich und kann die Ruhe genießen und entspannen. Der Nachmittag wird dann voll genutzt mit Familie, Wäsche waschen (Monatsende, viel Kita-Wäsche) und Gartenzeit.

Zwinkern

Und wenn ich daran denke, auch zwischendurch mal ein paar Bilder zu machen, ja dann gibt es am Sonntag vielleicht sogar ein Wochenende in Bildern Frühschicht Edition. Vielleicht, kommt darauf an wie ko ich bin.

Bis bald.

Arbeiten am Feiertag

Wer mich kennt und weiß, was ich arbeite*, der weiß auch, dass es für mich keine regulären Wochenarbeitstage gibt, schon gar kein reguläres Wochenende, geschweige denn einen Feiertag, wo man mal die Beine hoch legen kann.
Puh, kompliziert oder? Was für eine Einleitung, aber einfacher ging es gerade nicht.

Ich bin Schichtarbeiter!

Und das nun schon fast mein ganzes Arbeitsleben lang, mal abgesehen von der Ausbildung und den ersten 2-3 Jahren danach. Ich habe mich damit arrangiert, mein unser Leben danach angepasst. Dazu zählt auch, dass ich am Wochenende und an Feiertagen, so wie heute, arbeiten gehen muss, sofern ich nicht Urlaub oder Überstundenabbau beantragt habe. Natürlich geht es vermutlich nicht nur mir so, sondern auch allen anderen Schichtarbeitern in den verschiedensten Berufen, wo rund um die Uhr alles am laufen gehalten werden muss. Hilft ja alles nix.

Wenn ich also zum Beispiel, so wie heute am 1. Mai, arbeiten muss, dann stört mich das eigentlich weniger. Es hat auch Vorteile an diesen Tagen auf Arbeit zu sein, denn an solchen Tagen, wo kein normaler Arbeitsbetrieb wie von Montag bis Freitag zwischen 7-17 Uhr herrscht, kommt man auch mal zu Sachen für die sonst eher weniger Zeit ist. Da wären Reinigungsarbeiten oder auch mal die ein oder andere Pflicht-Online-Schulung zu machen. Alles nebenher zum routinemäßigen Arbeitsplan und in der Hoffnung, dass es keine Störungen im Ablauf gibt.

Wird das alles auch gut bezahlt?

Natürlich. Ich habe das Glück, dass mein Arbeitgeber mit der Gewerkschaft gut zusammen arbeitet und wir Tariflohn bezahlt bekommen. Ich bekomme also tariflich zugesicherte Zuschläge für die Arbeit am Feiertag. Das ist in Monaten mit mehreren Feiertagen ein schöner kleiner Bonus. Aber ich sage mir immer trotzdem immer, dass ich Spaß an meiner Arbeit haben muss, Zuschläge hin oder her. Was nützt einem das viele Geld, wenn es einem mit der Arbeit nicht gut geht.

Und die Familie? Bleibt die an solchen Tagen nicht auf der Strecke?

Nein. Ich kann trotzdem, je nach Schicht, genügend Zeit mit meiner Familie verbringen. Auch wenn es einem  als Mama manchmal schwer fällt. Einzig die Spätschicht ist an Tagen wie Feiertag oder Wochenende wirklich ein bissl doof, da hat man nur den, meist kurzen, Vormittag zusammen und während im Sommer vielleicht der ein oder andere abends gemütlich grillt, hockt man auf Arbeit. Bei Früh- und Nachtschicht ist es aber recht angenehm, denn dann kann man auch am Nachmittag noch schön etwas gemeinsam unternehmen und zum Beispiel Ausflüge machen oder wie wir heute, einfach nur im Garten abhängen.

Man muss das Positive sehen.

Für mich bedeutet das arbeiten am heutigen Feiertag jedoch auch, dass ich nach meiner heutigen Feiertags-Nachtschicht, in mein Wochenende starten werde. Ja ein Wochenende mitten in der Woche. Während die meisten wieder arbeiten gehen, habe ich nun 2 Tage frei. Wenn ich also morgen früh wieder zuhause bin, dann stehen die Kinder auf, wir frühstücken gemeinsam und ich bringe sie in den Kindergarten.

Danach kann ich ganz erholsam ein paar Stündchen schlafen und wenn ich später (meist Mittags) wieder aufstehe, habe ich immer noch so 2-3 Stunden für mich, keine Mama-Auszeit, wo ich dann oft die Zeit im Arbeitszimmer an der Nähmaschine verbringe. In dieser Zeit macht nämlich der kranke Mann dann auch oft seinen Mittagsschlaf, so dass mich keiner stört.

Ich sage euch auch, dass so ein Wochenende unter der Woche echt Vorteile hat, den man kann zum Beispiel früh bei Zeiten Einkaufen gehen oder auch mal andere wichtige Sachen erledigen. Ganz ohne Stress und ohne Kinder, denn die sind ja dann den Vormittag in der Kita. Aber davon erzähle ich später mal mehr.

Wie sieht es bei euch eigentlich aus? Habt ihr Feiertags immer frei oder müsst ihr auch arbeiten gehen. Erzähl doch mal.

Bis bald.

Kalender mit Feiertag und Schichtarbeit
* Chemiebranche

Schnippisch

SCHNIPPISCH
schnippisch
schnippisch
SCHNIPPISCH – [denkt euch hier einfach verschiedene Tonlagen meiner Stimme]

Also ich muss ja ehrlich zugeben, dass ich dieses Wort, bzw. dieses Adjektiv, gerade erstmal im Duden (der dicke Gelbe) nachgeschlagen habe, um andere Worte dafür zu finden.
bissig, gallig, scharfzüngig, spitz; (umgangsprachlich abwertend – echt jetzt?) pampig, patzig, schnodderig; (salopp) rotzig
Ach ja ich vergaß: oft respektlos ungezogen. Wie so ne GÖRE.

Meine Güte noch mal. Ich bin ne Frau, sogar ne meistens sehr Erwachsen, stehe am Anfang eines neuen PMS-Schubes (mein Mann wird sich bedanken), habe leichtes Halsweh und der Rotz hängt heute in der Nase fest (rotzig – you know). Da kann man auch schon mal SCHNIPPISCH sein.
Der Tag begann gut und endet scheiße, denn wenn einem beim Arbeiten plötzlich gut verdrängte Vorkommnisse (die mir echt nah gingen und wonach ich maßlos enttäuscht war) der letzten Monate wieder hochkommen, ja dann ist halt die zuvor gute Laune urplötzlich im Keller und dann habe ich nun mal keinen Bock eine süß-liebensgewürzig-zuvorkommend-arschkriechend-gute Laune vorzugaukeln und lieb-nett-freundlich auf irgendwas/Irgendwenn zu antworten. Das sieht man mir eigentlich auch an, ich schau dann immer wie diese Grumpy-Cat. Und ja, dann bin ich halt mal schnippisch und vor allem GENERVT, wenn man mich was fragt. Weil ich dann keinen Bock auf Fragen oder eine Unterhaltung habe.

Mein Gott noch mal, wenn ich so drauf bin bzw. man mir das ansieht – ach ja dafür müsste man mir ja auch mal ins Gesicht schauen und keinen Kommentar aus der hinteren Reihe los lassen – dann ignoriert mich einfach. Schaut durch mich hindurch, wie ihr es sonst auch immer macht, und LASST MICH EINFACH IN RUHE. Wenn ich mit meinen Mitmenschen kommunizieren möchte, dann zeige ich das eigentlich, dann rede ich auch, lieb-nett-freundlich-liebensgewürzig. Das beherrsche ich nämlich auch, wie so ne kleine süße Püppi.

So das musste jetzt mal raus, ganz SCHNIPPISCH. Das hatte sich seit Wochen/Monaten angestaut. Man tut das gut. Zum Glück war zwischen den ersten Gedanken hierzu und den nun hier gerade aufgeschriebenen liebevoll schnippischen Worten eine sehr erfrischende Radfahrt im winterlich kühlen Wind, ansonsten wäre ich wohl noch ausfallender geworden. Jetzt ist meine schnippische Laune auch gleich besser. Jetzt könnte man sich sogar recht angenehm mit mir unterhalten.

Nun, wo mein Kopf und Herz erleichtert ist, werde ich selig in mein Bett gehen und schlafen, wohl wissend, dass ich garantiert ab morgen wieder, hinter vorgehaltenen Händen versteht sich, Dorf-/Arbeitsgespräch sein werde. Ja ja ich weiß, hier lesen so einige mit. Ja ja.

Aber wisst ihr was, das interessiert mich nicht. Denn wie sangen schon die Ärzte: „Lasst die Leute reden und lächle einfach mit, …
Doch hallo, über neue Leser freue ich mich immer.

Bis bald.

Der Rücken – mal wieder

Also das ist echt nicht mein Monat. Nachdem mich ja eine Erkältung quält, hat sich heute noch mein Rücken dazu gesellt. Aua.

Schon vor knapp 2 Wochen im Urlaub habe ich mir durch irgendeine doofe Bewegung ganz dolle Rückenschmerzen im Bereich der Lendenwirbelsäule zugezogen. Da ging 3-4 Tage nichts ohne Schmerzen, aber irgendwie war es dann wieder weg. Ohne irgendwelche spezielle Therapie, alles ganz normal weiter gemacht, außer wenn es gezwickt hat. Als alles wieder gut war, kam übrigens die doofe Erkältung.

Und nun heute dann heute morgen auf Arbeit, kurz vor 6 Uhr, gehen ich vorm Schreibtisch in die Hocke um kurz was am Rechner nachzuschauen Ihr kennt sicherlich so ne Pose, wenn man neben jemanden schnell was nachschauen will) und beim Aufstehen – Zack, waren die „tollen“ Schmerzen von vor 2 Wochen wieder da. Maaaaaan, ich will nicht mehr.
Etwas später habe ich dann den Mann angerufen, er solle mir doch bitte, nach dem Kinder in Kita bringen, meinen letzten Wärmeumschlag* zur Arbeit bringen. Wärme hilft ja bekanntermaßen gegen Rückenschmerzen. Na ja, es tat gut die Wärme zuhaben, aber bei bestimmten Bewegungen tat es trotzdem sau weh. Zum Glück ging Laufen gut und alles andere in Senkrechter Position, nur beim Hinsetzten gibt es die Schmerzen, bis ich die bequemste Position (leicht gebeugt) gefunden hatte.

Der Heimweg auf dem Rad war auch ok und dann zu Hause lief es auch recht gut. Sogar die Kinder aus der Kita abholen war machbar. Nur beim Hinsetzten muss ich sehr aufpassen, dann zwiebelt es immer schön in der Lendenwirbelsäule.

Ach ich habe aber auch echt ein Pech diesen Monat. Hoffentlich vergeht das Ganze jetzt ganz schnell wieder, für Arzt habe ich eigentlich keine Zeit und Lust sowieso nicht. Wenn es jedoch am Freitag immer noch so schmerzhaft wie heute ist, dann werde ich natürlich hingehen. Aber ich hoffe wieder auf Selbstheilung durch normales Weitermachen und gar nicht groß dran denken. Das hilft meistens. Und dann kann es auch bitte mal wieder gut sein mit den gesundheitlichen Querelen. Reicht fürs erste dieses Jaht bei mir.

Bis bald.

Familienleben im Schichtbetrieb

Ich habe letzte Woche nach einem passenden Untertitel für den Blog gesucht. Er sollte passend zu unserem jetzigen Leben passen und doch vielschichtig sein. Das ist gar nicht so einfach wie man denkt, ich fand die Entscheidung sehr schwer und deshalb hatte ich bei Twitter und auf Facebook um Entscheidungshilfe gebeten und zum Glück waren die Meinungen auf beiden Portalen gleich. Der Blog-Untertitel heißt …

Familienleben im Schichtbetrieb

Sehr passend, sogar der Mann fand diesen Titel am besten.
Was sagt der neue Untertitel nun über uns aus? Viel sogar. Nämlich unter anderem, wie wir arbeiten – in Schichten. Der Mann erst seit dem Ende der Elternzeit vor wenigen Wochen und ich schon seit Jahren. Er geht aus gesundheitlichen Gründen 80% und auch erstmal nur für ein halbes Jahr, um zu sehen wie das so geht mit der Gesundheit. Ich schon seit Jahren in Vollzeit. Unsere ganzen Planungen, also auch unser Familienleben, sind voll darauf abgestimmt.

Es gibt dadurch aber nun auch Tage,wo der Mann und ich uns nicht sehen. Das ist immer dann, wenn er Frühschicht und ich Spätschicht habe. Da telefonieren wir aber immer spätestens dann zusammen, wenn die Kinder im Bett sind.

Wir arbeiten in aufeinanderfolgenden Schichten. Da haben wir lange darüber nachgedacht und auch viel nachgerechnet, welche Schicht-Kombination für uns die Beste ist und welche nicht. Am Ende habe wir uns dafür entschieden, dass ich immer nach dem Mann auf Schicht gehe. Das bedeutet aber auch, dass einer von uns an den Tagen, wo die Kids nicht in der Kinderkrippe sind, entweder eher aufhören muss (der Mann) oder später anfängt zu arbeiten (ich). Aber das geht bei uns zum Glück ganz gut zu arrangieren. Den Großteil davon übernehme ich und wenn ich aufgrund der Arbeit nicht später anfangen kann, dann muss der Mann halt eher aufhören, damit wir eine ordentliche Kinderübergabe, oder passend zur Arbeit, eine Schichtübergabe machen können.

Wir haben da natürlich auch den Vorteil, dass wir den gleichen Arbeitgeber haben, nuur in unterschiedlichen Bereichen arbeiten. Er an dem einen Ende vom Chemiewerk, ich am anderen. Und natürlich verschiedene Schichten.

Und wie verkraften das die Kinder?
Ganz gut. Sie kennen es ja nicht anders. Bisher war zwar immer nur Mama auf Arbeit und der Papa daheim, doch jetzt ist auch mal der Papa auf Arbeit. Aber ansonsten hat sich für sie nichts verändert. Der Tagesablauf ist immer der Gleiche, nur manchmal halt nur mit Mama, nur mit Papa oder Mama und Papa zusammen. Bei dem einen klappt es besser und beim anderen weniger. Bei Mama leider das weniger, aber dass liegt leider eher daran, dass hier zwei totale Papakinder wohnen. Na ja kein Wunder wenn der Papa die meiste Elternzeit genommen hat.

Wenn der Große nachfragt, dann sagen wir immer z.B.: Der Papa ist auf Arbeit. Als Antwort kommt dann: Papa arbeit und er zeigt in Richtung Chemiewerk, welches am Horizont zu sehen ist. Andersrum genauso. Die Kleine versteht es mit ihren 15 Monaten vermutlich eh noch nicht so ganz und von daher ist es für sie ebenfalls normal. Sie werden halt damit groß, dass es Zeiten gibt, wo Mama oder Papa auf Arbeit sind.

Und bei den Tagen, wo wir es nicht so ganz hinbekommen mit der Organisation, weil zum Beispiel die Kita zu hat oder wir an einem Feiertag arbeiten müssen, dann können wir zum Glück auf meine Eltern und meine Schwester zurückgreifen. Die Kinder haben dann mal Oma/Opa/Tante-Tag und übernachten auswärts. Klappt zum Glück auch ohne Probleme.

Diese Woche habe ich nun eine volle Schichtwoche, also von Montag bis Sonntag, dafür hat der Mann diese Woche ein paar Tage zusätzlich frei. Seine 80% werden nämlich über das Überstundenkonto abgerechnet, da man bei einem 24/7-Betrieb mit 8h-Schichten mal nicht so einfach jeden Tag 6,5h gehen kann. Also hat er jeden Monat ein paar Tage extra, die er freinehmen muss. Auch schön.

Mal schauen wie es dann wird, wenn mal ein Kind oder beide zusammen krank werden. Hatten wir ja bisher noch nicht, aber ich denke mal, durch die Schichtarbeit können wir auch das gut händeln, da ja eigentlich immer jemand daheim ist, außer einer kommt von Nachtschicht und der andere muss zur Frühschicht, dann müssen wohl auch wir mal Kindkrank machen.
Aber alles nur eine Frage der Organisation sage ich da immer.

Bis bald.

Baby-Geschenk von den lieben Arbeitskollegen

Gestern Abend habe ich zusammen mit meinen lieben Arbeitskollegen endlich unsere Arbeits-Weihnachtsfeier nachgeholt, denn irgendwie hat es nicht funktioniert diese im Dezember stattfinden zu lassen. 
Das war ein wunderschöner Abend den ich sehr genossen habe, denn immerhin bin ich ja schon seit Anfang März 2014 zu Hause und ich vermisse meine Arbeit manchmal wirklich sehr. Aber der kleine Zwerg hilft über diese Sehnsucht doch schon sehr hinweg.
Der kleine Mann hat mich zu dem Essen begleitet, denn der Papa musste leider arbeiten. Er war die ganze Zeit ganz lieb und hat alles genau beobachtet, denn bei den ganzen Stimmen war an schlafen natürlich nicht zu denken. Man könnte ja was verpassen. 😉
So bekam er auch live mit, wie die Mama ein großes Geschenk für ihn bekam. Meine Kollegen haben zusammengelegt und uns ein wunderschönes Geschenkpaket gepackt. Da haben wir uns sehr darüber gefreut.
Heute Vormittag haben wir das Geschenk dann ausgepackt. Da gab es einen großen Stoffball (der klappert wenn man ihn schüttelt), Bio-Mullwaschlappen, Weleda Calendula Pflegeöl* und Weleda Calendula Bad*, ein Buch* für Mama und Papa übers Kinderkriegen 😉 und einen Gutschein für ein Cafe in unserer Innenstadt. Ein paar Geldscheine (die ich für ein großes Geschenk später aufheben werde) und eine tolle Karte wo alle Kollegen unterschrieben haben, gab es außerdem dazu. Das alles war wunderschön eingepackt und riesig. 🙂
Alle haben sich gefreut uns zu sehen und waren sehr erstaunt wie lieb und ruhig der Zwerg ist und wie toll er schon sein Köpfchen halten kann. Nur als er Hunger bekam und später doch müde wurde, hat er kurz rumgemeckert. So ein braves Kind macht Mama natürlich stolz und ich hoffe mal, dass das weiterhin so bleibt. 🙂
Verlinkt beim Freutag.
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Weihnachtsfeier am Nikolaustag

Der 2.Advent ist da, dieses Jahr fällt er auf den Nikolaustag. Da freuen sich alle Kinder, auch die Großen. Ich habe heute auch wieder etwas von meinen Eltern bekommen, lecker Schokolade mit Waffel.
Am Freitag hatte ich ja auch Weihnachtsfeier von der Arbeit. War richtig schön mit Weihnachtsmarktbummel vorneweg. Da gabs lecker Glühwein aus wunderschönen Tassen, ich habe allerdings die alkoholfreie Variante (Kinderglühwein) vorgezogen.
Anschließend haben wir dann schön im Brauhaus Watzke in Dresden gefeiert. Dort ist Freitags immer Fassbiertag für den Tisch und da mussten wir natürlich zuschlagen. Selber zapfen macht natürlich mehr Spaß.
Jedenfalls war es ein wunderschöner Abend, auch die Wichtelei hat jedem gefallen.
Wünsche noch ein einen wundervollen Advent.

Sonntag Morgen in Deutschland

Morgens 6:15 Uhr in Deutschland.
Es ist Sonntag, der Morgen dämmert, alle Welt schläft noch.
Außer ich, ich bin auf dem Weg von der Arbeit nach Hause.
ABER: Als alle Welt aufstehen musste, lag ich in meinem warmen Bett und schlummerte tief und fest.
Jetzt habe ich ausgeschlafen und schön „gefrühstückt“. Heute muss ich nochmal auf Nachtschicht und dann habe ich zwei freie Tage, mein Wochenende sozusagen.
Ich wünsche allen noch einen wunderbaren Sonntag und einen guten Start in die Woche.