55 Fragen an Elternblogger – Meine Antworten im Nachklang zur Blogfamilia

Zwei Monate ist die Blogfamilia nun schon wieder her und immer noch zehre ich von diesem tollen Tag mit großartigen Elternbloggern, dem Austausch und dem ganzen Input.

Regine vom Blog Raise and Shine beschäftigten im Nachklang zur Blogfamilia einige Fragen an ElternbloggerInnen. Jetzt fand ich auch mal Zeit sie zu beantworten.

Hier sind meine Antworten zu ihren 55 Fragen über Elternblogger:

1. Sind Elternblogs politisch?
Klar warum nicht. Irgendwie ist doch alles was man schreibt irgendwie politisch.

2. Wenn ja, welcher deiner letzten Posts hatte politische Relevanz?
Ich glaube keiner direkt. Ich versuche viel die Schichtarbeit in meine Posts zu integrieren um zu zeigen, wie wir das mit der Vereinbarkeit von Familie und Beruf so meistern oder auch nicht. Das ist doch auch ein bisschen politisch oder?

3. Muss jeder Elternblog politisch sein?
Nein nicht direkt.

4. Wie wichtig ist es dir persönlich, gesellschaftlichen Einfluss zu nehmen?
Wenn ich durch meine Texte Einfluss nehmen kann und damit etwas bewirke, finde ich das großartig. Aber noch glücklicher aus Einfluss, macht es mich, beachtet zu werden.

5. Hast du jemals eine Kooperation im Nachhinein bereut?
Da ich bisher, abgesehen von meinen Buchrezensionen, erst eine Kooperation hatte, habe ich noch nichts bereut.

6. Welches Unternehmen wäre dein Traumpartner für eine Kooperation?
Vermutlich ein Stoffherstellern, da ich in meiner Freizeit gern nähe.

7. Liest du selbst gerne Werbung auf Blogs?
Kommt aufs Thema an, es muss mich interessieren. Ich lese garantiert keine Werbung zu einem Thema, was total an mir vorbei geht. Wenn dann vielleicht auch noch auf vielen Blogs ein und dieselbe Kooperation bewerben, dann klicke ich auch weg, das ist nervig.

8. Was macht deinen Blog besonders?
Die Mischung hoffentlich. Ich schreibe ja von unserem Familienalltag mit Schichtarbeit im Hintergrund, über Buchrezensionen und DIY.

9. Was kannst du besonders gut?
Oh Gott, ich glaube gar nichts. Aber nein, ich glaube ich bin in vielen Dingen gut, möchte mich aber nicht festlegen. Ich mag es nicht, wenn jemand so festgelegt wird. Jeder hat seine Stärken und Schwächen.

10. Wem würdest du gerne entfolgen, traust dich aber nicht?
Oh da gibt es ein paar, denen man schon lange folgt, die jedoch mittlerweile für einen uninteressant geworden sind. Da ignoriere ich dann immer das Gepostete. Aber entfolgen möchte ich nicht direkt, ich könnte ja trotzdem vielleicht mal was Interessantes verpassen.

11. Würdest du im Nachhinein sagen, dass du deinen Blog naiv angegangen bist?
Ein bisschen ja. Ich hatte keine klare Linie am Anfang. Das merkt man daran, das ich mittlerweile zum dritten Mal umgezogen bin und nun die zwei alten Blogs vereint habe.

12. Rezepte, Mode und Schminktipps – darf man als emanzipierte Frau über diese Themen bloggen?
Klar, warum nicht. Gehört das nicht mit dazu?

13. Und überhaupt: Vermitteln wir ein einseitiges Frauenbild, wenn wir als Mütter rund ums Muttersein bloggen?
Nein. Das Muttersein ist doch so Vielfältig, warum sollten wir auf so etwas verzichten. Es ist doch ein Unterschied ob man zum Beispiel nur ein Kind hat oder vielleicht 4 Kinder. Genauso ist die Mutterschaft eine andere, wenn man arbeiten geht oder nicht, oder man ist Alleinerziehend oder erzieht die Kinder zusammen mit dem Partner/Mann. Einseitigkeit gibt es bei Elernblogger zum Thema Muttersein doch gar nicht.

14. Denkst du manchmal abschätzig über Kollegen und Kolleginnen?
Mal ehrlich, wer tut das nicht. Es gibt doch ab und zu mal was, was einem an dem anderen stört. Ich denke sogar, dass meine Kollegen/innen manchmal abschätzig über mich denken. Jeder ist halt speziell.

15. Was denkt dein Partner über deinen Blog?
Das möchte ich manchmal gar nicht wissen. Er liest sogar die meisten Texte. Da ich jedoch schon gebloggt habe, als wir uns kennengelernt haben, muss er es eh hinnehmen.

16. Wer unterstützt dich beim bloggen?
Keiner direkt. Ich versuche mir die Zeit für den Blog irgendwie frei zu schaufeln.

17. Welche Unterstützung würdest du dir wünschen?
Mehr Akzeptanz und nicht dafür belächelt zu werden. Und es wäre echt toll, wenn sich jemand findet, der mir bereitwillig mit dem Blogdesign hilft. Ich bettel bitte nämlich nur ungern um Hilfe.

18. Welche Themen kommen in Elternblogs zu kurz?
Eindeutig die Arbeitswelt. Man liest viel über Dinge, die die Kinder betreffen, also zum Beispiel Kindergarten und Schule. Aber wie die Eltern mit dem Job zu tun haben, kommt wenig rüber. Es gibt ja Blogger, die sind selbstständig und andere, wie ich, die sind angestellt und müssen alles irgendwie organisiert bekommen.

19. Warum greifst du diese Themen nicht auf? (Oder tust du das?)
Ich versuche es. Meine Posts zum Wochenende in Bildern, versuche ich immer unter dem Aspekt meiner Schichtarbeit zu schreiben.

20. Hast du schon einmal jemanden getroffen, den du im Netz toll fandest und persönlich unsympathisch?
Das verrate ich jetzt nicht.

21. Oder umgekehrt?
Das kann ich mir gut vorstellen.

22. Bist du manchmal neidisch auf den Erfolg anderer Blogger?
Ähm ja, ein bissl schon. Vor allem auf die Reichweite bin ich oft neidisch, wenn ich ehrlich bin.

23. Sind Blogaufrufe ein Indikator für Qualität und Kreativität von Blogs?
Hoffentlich nicht. Aber man muss erstmal gefunden werden.

24. Wirst du manchmal für deinen Blog belächelt?
Bestimmt. Also in der eigenen Familie sicherlich etwas, jedenfalls war das am Anfang so, was aber vermutlich auch an Unwissenheit über Blogs liegt.

25. Wenn ja: Offen oder hinter deinem Rücken?
Bei Kollegen und Bekannten bzw. Leuten die mich kennen, sicherlich hinterm Rücken. Denn seien wir mal ehrlich, wer sagt jemanden offen ins Gesicht, dass er das Geschreibsel von Demjenigen doof findet.

26. Jetzt mal ganz ehrlich: Bist du immer authentisch?
Ich versuche es zumindest, was auch oft an meinem Schreibstil rüberkommt.Ich schreibe viel, wie ich gerade denke, kurz und knackig und schmücke wenig aus.

27. Geht das überhaupt?
Es sollte gehen oder nicht.

28. Und wollen deine Leser das?
Ich denke schon. Also ich mag es gern, wenn ich mich mit dem Blogger identifizieren kann. Scheinwelten mag ich nicht.

29. Was muss passieren, damit du aufhörst zu bloggen?
Ich habe schon oft überlegt aufzuhören, unter anderem wegen meiner geringen Reichweite. Aber vermutlich müsste ein echt schlimmer Vorfall in der Familie passieren, dass ich es nicht mehr möchte mich mitzuteilen. Das ist auch oft bei mir der Grund für längere Pausen. Wenn das passiert, ist irgendwas familäres vorgefallen.

30. Gibt es Posts, die du im Nachhinein bereust?
Ja einige. Ich überlege sie jetzt nach dem Umzug auf diese Domain zu löschen. Es sind vor allem Posts aus der Anfangszeit meiens Bloggens, wo ich heute denke: Man ist das peinlich was ich da hingeschmiert habe.

31. Was fehlt der Eltern-Blogger-Szene?
Bloggende Omas und Opas. Ich kenne jedenfalls noch keine Blogs, die über das Oma/Opa-sein schreiben.

32. Networking ist alles – bist du dabei aktiv genug?
Leider nein. Vermutlich auch ein Grund für meine geringe Reichweite.

33. Vernetzt du dich gerne mit anderen Bloggern oder tust du es, weil es einfach dazu gehört?
Mittlerweile ja. Ich besuche Bloggertreffen wenn es die Zeit erlaubt und übe so Networking. Aber im Grund bin ich zu schüchtern dafür.

34. Welche Ziele verfolgst du mit deinem Blog?
I must be famous.
Nee mal ehrlich. Ich möchte gern zeigen, dass es funktioniert in Schichten arbeiten zu gehen und nebenbei ein tolles Familienleben zu haben, mit Hobbies die einen erfüllen. Ich bekomme oft zuhören, dass es viele Schichtarbeiter gibt, die damit nicht klar kommen und dass auch die Familie darunter leidet. Gern möchte ich das Gegenteil zeigen.

35. Wird es deinen Blog in drei Jahren noch geben?
Ich hoffe doch.

36. Und in zehn Jahren?
Das wäre der Wahnsinn, wenn ich wirklich so lange durchhalte. Dann wären meine Kinder in der Pubertät oder zumindest am Anfang dieser.

37. Was kommt nach dem Blog?
Die Welt? Keine Ahnung. Bei mir aber sicherlich kein Buch oder so, dafür habe ich nicht genug Ausdauer um so was zu schreiben.

38. Glaubst du, dass Blogs langfristig eine Zukunft haben?
Wenn man es geschickt anstellt und sich nicht von DSGVO und Co. in den Wahnsinn treiben lässt, sicherlich.

39. Würdest du gerne aus einer Social Media Plattform (Instagram, Facebook und Co.) aussteigen?
Machmal schon. Momentan habe ich sehr reduziert, auch meinem Mann zu liebe.

40. Was hält dich davon ab?
Irgendwie bleibt man doch dabei, um nichts zu verpassen. Ich bin oft zu neugierig dafür und habe Angst was zu verpassen. Neuen Plattformen außerhalb von Instagram, Twitter und Facebook habe ich bisher aber seht gut widerstanden.

41. Realität oder Inszenierung – Was möchtest du auf Instagram sehen?
Definitiv Realität. Aber seien wir ehrlich, wer zeigt gern sein weinendes trotzendes Kind oder sich selber total am Boden oder seine unaufgeräumte Bude.

42. Wie lange noch, bis der nächste „heiße Scheiß“ Insta und Pinterest ablösen wird?
Naja der letzte heiße Scheiß, ich weiß gleich gar nicht wie der hieß, hat ja nicht lange angehalten.

43. Würdest du dich über eine neue Social Media Plattform freuen?
Nö. Ich mag bewährtes. Bei jedem neuen fängt man doch nur wieder von vorn an.

44. Oder hättest du Angst davor?
Eher weniger,

45. Warum hast du mit dem Bloggen angefangen?
Ich wollte ehrlicherweise dazu gehören und auf mich aufmerksam machen, da mir das im reelen Leben bisher kaum gelungen ist. Ich war immer der Außenseiter und bin es gefühlt immer noch, was aber verlutlich an meiner speziellen Art liegt.

46. Bist du stolz auf das, was du tust?
Klar immer. Wenn ich das nicht wäre, dann würde ich nicht bloggen.

47. Machst du dir manchmal Sorgen um deine Daten und um die deiner Familie?
Ja, ab und zu. Vor allem um die Kinder je älter sie werden.

48. Welcher Kollege / welche Kollegin fasziniert dich (als Blogger und als Mensch)?
Oh da gibt es einige.
Ich finde Relleomein ganz toll oder auch Frau Brüllen, Frau Mutti bzw. jetzt Schnickeldi, JademondMotzmama, Chaoshoch2 und Tastesheriff. Alle unterschiedlich und doch interessant. Motzmama habe ich zum Beispiel erst dieses Jahr für mich entdeckt.

49. In welchem Bereich würdest du dich gerne weiterbilden?
Website-Gestaltung

50. Was würdest du gerne an deinem Blog verändern?
Das Layout und die Gliederung. Kann mir jemand dabei helfen ohne das ich viele viele Euros dafür ausgeben muss.

51. Hast du Texte im Entwurfsordner, für deren Veröffentlichung dir der Mut fehlt?
Ja, aber es sind eher unfertige Texte und oft ist der Entwurfsordner auch nur mein Kopf.

52. Liest du Blogs aus persönlichem Interesse oder aus strategischen Gründen?
Persönlichen Interesse.

53. Welche Elternblog hast du selbst als erstes gelesen?
Boah was für ne gemeine Frage, aber ich bin über die DIY-Blogs zu den Elternblogs gekommen, von daher kann ich das gar nicht so genau sagen.

54. Liest du diesen Blog auch heute noch?
Ja klar. Ich entfolge selten Blogs aus Desinteresse, aber eher dann, wenn da nichts mehr kommt. Wer regelmäßig schreibt, dem bleibe ich treu.

55. Oder gibt es ihn vielleicht gar nicht mehr?
Das kann ein Grund sein.

Puh geschafft. Also wenn du alles bis hier her gelesen hat, dann meinen größten Respekt und nun weißt du einiges mehr über mich ne meine Gedanken.

Bis bald.

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