Wellness im Kindergarten

Heute war in unserem Kindergarten am Nachmittag ein Wellness-Tag für Eltern und Kind. Perfekt für den Start in das neue Jahr. Zeit zum gemeinsamen Entspannen mit dem Kind bzw. den Kindern. Die Erzieherinnen haben diesen Tag lange lange geplant, viele Ideen gesammelt und geschaut, was kann man wie bei Wellness kindgerecht machen und umsetzen kann, und dann ………. kam kaum jemand.

Schade, dass sich kaum Eltern und ihre Kinder dafür interessiert haben. Man konnte die anwesenden Eltern und Kinder echt an 2-3-4 Händen abzählen. Die ganze Mühe der Erzieherinnen war fast für umsonst. Traurig.
Für uns anwesenden Eltern und Kinder hatte das nun natürlich den Vorteil, dass man sich kaum anstellen musste für die Angebote.

Selbst unsere Teilnahme stand auf wackeligen Füßen, denn heute war echt der erste Tag, wo ich relativ wieder fit war. Das freute die Kinder und sie waren voller Begeisterung mit dabei. Dafür kränkelt der Mann immer noch vor sich hin und war deswegen daheim geblieben. Ich hatte ja die Befürchtung, dass meine zwei Wirbelwinde nicht zu bändigen sein würden, wenn ich allein mit ihnen da die Angebote ausprobiere. Und zeitweise war es auch sehr grenzwertig, besonders als die Zeit dann schon voran geschritten war. Denn man glaubt ja gar nicht wie schnell die Zeit so beim Wellnessen vergehen kann.

Das Wellness-Angebot

Es war wirklich sehr vielfältig, was die Erzieherinnen alles auf die Beine gestellt hatten. Da brauchte es echt schon einiges an Vorbereitungen. Wir haben auch alles probiert, einzig für Kinder-Yoga hat unsere Zeit nicht mehr gereicht. Vieles konnten die Kinder selber machen, anderes war für Eltern und Kind. Ich habe auch mal wieder festgestellt, dass meine Kinder beide extrem kitzelig sind, ganz wie die Mama. Massage war daher wirklich eher anstrengend, da die Kinder ständig lachen mussten und sich überhaupt bzw. kaum darauf einlassen konnten. Schade, denn gerade darauf hatte ich gehofft, um etwas zu finden, um die beiden Wirbelwinde mal runter zu bekommen. Aber wir probieren es weiter.

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Sehr schön war Entspannung durch Basteln. Damit kann ich die Kinder immer begeistern, dass merke ich auch daheim. Bei so was sind sie voll dabei, die Kleine hat da sogar eine längere Ausdauer als der Große, aber dass kann auch so was „typisch Mädchenhaftes“ sein.

Unser Wellness-Programm – Eins nach dem anderen

Erste Station. Basteln zur Entspannung.
Kleine Knautschsäcke aus Luftballon und Reis zu basteln, fanden beide toll. Besonders der Reis hatte es der Kleinen angetan. Ich glaube sie hätte damit noch stundenlang spielen können. Fand sie ganz großartig.

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Formen legen zur Entspannung war für beide Kinder interessant. Es gab verschiedene Varianten dafür. Auf einem Leuchttisch mit durchsichtigen Steinen zum Beispiel, mit Kunststoffringen auf Papierscheiben Formen legen oder auch mit kleinen Gummibändern in einem Webrahmen verschiedene Formen kreieren. Dann konnte man noch Bommeln und Traumfänger basteln. Während der Große fast alles an Legespielen durchgetestet hat, habe ich zusammen mit der Kleinen einen kleinen Traumfänger für sie gebastelt.

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Entspannung durch Mandala ausmalen oder Sandmalerei fand in einem anderen Raum statt. Die Kinder haben die Sandmalerei ausprobiert, aber das war nicht so ihr Fall, obwohl sie das Prinzip her von ihrer Zaubertafel daheim kannten. Aber so mit dem Sand an den Fingern fand es vor allem die Kleine sehr irritierend. Zudem wollte sie sich immer auf die Tafel drauf setzen, getreu dem Motto: Na in den Sandkasten gehe ich ja auch immer rein.

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Danach bekam Mama dann ein Handpeeling. Der Große hat dabei meine Hände zuerst in warmes Wasser getaucht und anschließend mit einem Peeling massiert. Angeleitet wurde er dabei von einer Erzieherin, die ihn dabei auch unterstützte. Abschließend hat er meine Hände abgetrocknet und mit einer Handcreme eingecremt. Sehr entspannend. Die Kleine wollte natürlich auch mitmachen. Ihr hat es aber gereicht, ihre Hände in das warme Wasser zu halten. Für das tolle Mitmachen dieser Übung gab es für jedes Kind ein kleines Tütchen Gummibärchen, welche natürlich sofort in aller Ruhe aufgegessen wurden.

Wellness auch für Kleine

Im Krippenbereich fand in zwei Räumen das Entspannungsprogramm für die unter Dreijährigen statt. Die Zimmer waren in warmes Licht getaucht und man spürte förmlich, dass die Kleinen hier zur Ruhe kommen sollten. In Gruppenzimmer der Tochter gab es eine kleine Massage. Während ihre Erzieherin die Geschichte von einem Auto vorlas, durften die Eltern mit kleinen Spielautos den Rücken vom Kind massieren. Ich habe das also gleich mal synchron bei beiden Kindern gemacht und nach einer kurzen Kicherrunde, da es ja etwas krabbelte, wurden die Kinder sogar (etwas) ruhig und entspannt. Danach war dann Mama dran, nur das war dann weniger interessant, wodurch das Auto nur eine kleine Runde über meinen Rücken fuhr. Schade. Aber die Kinder wollten weiter und noch mehr Wellness ausprobieren.

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Im Zimmer nebenan, waren sie dann wieder voll in ihrem Element. Beim Malen mit nachtleuchtender Farbe kreierten sie schöne Bilder. Anschließend gab es noch eine Runde Entspannung unter einem Sternenhimmel, der die Farben wechselte. Große Augen bei den Kindern.

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Nach all den „Übungen“ zum Entspannen legten wir dann eine Auszeit in der Obst- und Getränkebar ein, wo wir leckeren Saft und fruchtiges Wasser tranken und die Kinder ein paar Obstspieße aßen. Es war alles ganz liebevoll von den Erzieherinnen angerichtet wurden. Man konnte sich auch einen Jogurt mit Früchten zubereiten oder auch nur einen kleinen Obstsalat selber mischen. Schade das ich davon vergessen habe ein Bild zu machen. Es war großartig.

Eltern-Kind-Massage

Unsere letzte Station beim Wellnessen war eine Eltern-Kind-Massage, wo ich wieder synchron die Kinder massieren wollte. Allerdings war die Kleine dann schon so was von durch, dass sie sich überhaupt nicht mehr entspannen konnte und ich zu tun hatte sie ruhig zu halten. Ja sie drehte ein bissl auf, daran merkt man den Kindern immer an, dass es Zeit wird Feierabend zu machen. Der Große wurde unterdessen von einer Erzieherin mit massiert und war dabei auch recht ruhig, bis auf die kitzlichen Stellen halt. Die Gesichtsmassage gefiel aber beiden Kindern ganz gut, dass werde ich mir für daheim merken. Ist ja wie Köpfchen streicheln, dass ja besonders die Kleine sehr mag.

Vom wieder anziehen und heimgehen berichte ich jetzt hier mal lieber nicht so ausführlich. Doch dieser K(r)ampf hat dann die ganze Entspannung bei mir wieder verschwinden lassen. Man merkte da schon sehr, dass beide Kinder fertig waren für den Tag.

Zuhause gab es dann eigentlich nur noch Abendessen und Sandmann, dann ging es auch schon ins Bett. Zuvor haben wir aber noch die kleinen Bastelein in den Kinderzimmern aufgehangen. Jetzt bin ich ja mal gespannt, ob die Kleine nun mit ihrem Traumfänger übern Bett etwas ruhiger schläft.

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Wir hatten also einen ganz tollen Nachmittag im Kindergarten und ich hoffe sehr, dass so ein Wellness-Programm noch einmal wiederholt wird, auch wenn bei dieser Premiere die Resonanz nicht so war, wie vorher erhofft. Aber ich kann es nur empfehlen und alle Eltern und Kinder die heute nicht dabei waren, haben echt was verpasst.

Wenn ihr also mal die Gelegenheit habt und euer Kindergarten oder eure Schule, so einen Wellness-Nachmittag veranstaltet, dann geht unbedingt hin mit euren Kindern. Man lernt sehr viel dabei, unter anderen wie die eigenen Kinder so auf Massagen und Entspannungsübungen reagieren. Ich fand es ja echt faszinierend zu sehen, wie sehr manch ein Kind abschalten und genießen konnte. Da war ich richtig neidisch, denn meine beiden Wirbelwinde konnten das leider noch nicht so. Aber vielleicht wird es ja irgendwann mal.

Bis bald.

Ein Gedanke zu „Wellness im Kindergarten

  1. Toll, dass eurer Kindergarten so etwas anbietet. Klingt echt interessant. Ich hätte mir das auch angeschaut und finde es schade, dass so wenig Leute kamen. Aber vielleicht waren auch viele verhindert oder krank.
    Liebe Grüße
    Dani Ela

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