Unser Abschied vom Schnuller – Tränen und Meer

Fundstück beim Auto aussaugen am Wochenende. Ein hellblauer Schnuller!

Definitiv vom Großen, denn die Kleine war bzw. ist kein Schnullerkind. Wie lange der Schnuller wohl schon in der Tasche der rechten hinteren Autotür geschlummert hat? Hm … Also über ein Jahr mindestens, denn seit unserem Urlaub an der Ostsee letztes Jahr Ende Juli braucht der Große keinen mehr.

Tschüss Schnuller, nur wie?

Unser Großer liebte seinen Schnuller über alles. Immer hatten wir einen dabei. Immer an einem Schlüsselband um den Hals, damit er ihn nicht verlieren konnte. Normale Schnullerketten haben bei uns nicht funktioniert, er hat sie immer abgezogen.

Lange hatten wir uns auch keinen Gedanken darüber gemacht, ob er ihn noch braucht oder nicht. Klar zum Einschlafen war er überlebenswichtig und wehe er musste ihn suchen.

Das Kind wurde 2 Jahre alt, wurde 2,5 Jahre alt. Der Schnuller war immer noch wichtig. In der Krippe klappte es tagsüber sehr gut ohne ihn, nur zum Einschlafen war er wichtig. Doch zu Hause war das anders, da wurde der Schnuller immer mit herum getragen, wenn auch nur am Band, Hauptsache dabei. Ohne ging nicht.

Langsam machten wir uns Gedanken, wie wir das Kind wohl Schnullerfrei bekommen, immerhin sollte er ja ab August in den Kindergartenbereich unserer Kita wechseln. Zusammen setzten wir uns als Ziel, im Urlaub an der Ostsee bekommen wir das Kind los von seinem heißgeliebten Schnuller.

Kind mit Schnuller im Mund
Oktober 2016

Drama , Drama, Drama – Wie uns eine Effekthandlung half.

Dann war der Urlaub da und wir überlegten nun, wie wir die Aktion „Schnullerfrei“ angehen könnten. Auf die Frage, ob der Große es den nicht mal probieren möchte ohne Schnuller zu schlafen, gab er ganz bereitwillig seinen Schnuller ab. Yeah, das ging einfach, war dann doch ein zu schneller Gedanke. Das Kind weinte am Abend herzzerreißend und Mama wurde weich . Also zurück auf Anfang.

So einfach wurde es dann nicht mehr, das Kind roch den Braten immer. Letztendlich half uns der Zufall und eine reine Bauchentscheidung, getragen von einem gestressten Nervenkostüm.

An einem Abend, als die Kinder ins Bett gingen und schlafen sollten, drehte der Große mal wieder so richtig auf und tat alles um nicht schlafen zu müssen. Seine Schwester ließ er dadurch auch nicht zur Ruhe kommen und warf zudem immer lustig seinen Schnuller ins Elternbett und holte ihn sich wieder. Irgendwann war es uns dann aber zu bunt, wir wurden kurz laut und nahmen ihm den Schnuller weg. Zack.

Das Kind schrie wie am Spieß nach seinem Schnuller, doch diesmal blieben wir hart, auch wenn es weh tat. Nach kurzer Zeit beruhigte sich das Kind und schlief ein. Am nächsten Morgen wachte er ganz normal auf und fragte auch nicht nach seinem Schnuller. Jedoch habe ich ihm voller Stolz erzählt, dass er ohne Schnuller geschlafen hat und wir uns darüber freuen. Er hat gestrahlt wie ein Mondgesicht. Das klappte dann jede Nacht, auch wenn er sich anfangs etwas schwer tat mit dem Einschlafen.

Wenn er gefragt hat, wo sein Schnuller ist, dann haben wir ihm gesagt: „ Na den haben wir doch gemeinsam in die Ostsee geworfen, du bist doch schon groß und brauchst keinen mehr.“ Hat das Kind ohne zu meckern akzeptiert und immer stolz gesagt: „Ja ich bin schon groß.“

Kind am Strand
Ostsee Juli 2017

Und nach dem Urlaub in der Kinderkrippe?

Klar, unser Vorgehen klingt erstmal brutal, war aber im Nachhinein die beste Entscheidung überhaupt. Da geht es auch mal, das Kind ganz trocken anzulügen. Denn, oh Wunder, er brauchte den Schnuller gar nicht so sehr zum Einschlafen, wie er ihn sonst immer gefordert hat. 

Als er dann nach dem Urlaub wieder in die Krippe ging, erzählte er seinen Erzieherinnen voller Stolz, dass er nun keinen Schnuller mehr braucht. Und was tat Mama? Ich bestätigte es voller Stolz und forderte im Flüsterton von der Erzieherin gleich den Kita-Schnuller ein, denn wir wollten ja keinen Rückschlag riskieren. Die Erzieherin verstand und holte schnell heimlich den Schnuller aus seinem Fach und gab ihn mir.

Natürlich ist der Schnuller nicht weg, er schlummert nun in seiner Erinnerungskiste mit dem Vermerk, dass das sein letzter Schnuller war. Er hat nun in seiner Kiste, seinen ersten und seinen letzten Schnuller drin.

Die kleine Schwester? Another Story!

Die kleine Schwester ist, wie bereits erwähnt, kein Schnullerkind, dafür aber ein Daumen-Nuckel-Kind. Nun ist sie genauso alt, wie der Große im letzten Jahr und nimmt immer noch ihren Daumen wenn sie müde wird in den Mund.  Und zeitgleich die andere Hand an den Bauchnabel.
Doch so einfach wie vor einem Jahr mit dem Schnuller, wird hier die Abgewöhnung garantiert nicht. Einen Daumen kann ich ja schließlich nicht so einfach wegnehmen. Irgendwer Tipps dafür?

Wie habt ihr eigentlich euer Kind Schnullerfrei bekommen? Erzählt doch mal.

Bis bald.

Laufrad schmücken zum Kindertag

Zum Kindertag steigt in unserer Kindertagesstätte eine kleine Party für die Kinder. Dazu können die Kindergartenkinder unter anderem ihr Fahrrad, Laufrad oder Roller mitbringen und damit dann durch den Garten fahren. Soweit ich gehört habe machen sie dann einen festlichen Kursus durch den Garten, Polonaise mit fahrbaren Untersatz quasi.

Für die Krippenkinder ist das so nicht geplant, denn viele sind ja auch noch zu klein dafür. Aber ich habe heute schon mal eine Erzieherin gefragt und unser eigenes Krippenkind darf gern sein Laufrad mitbringen. Denn wenn der große Bruder mit Laufrad in die Kita darf, dann möchte die Kleine natürlich auch. Logo oder? Ansonsten gibt es hier erfahrungsgemäß nur Gebrüll. Gleichbehandlung und so.

Ich bin ja sehr gespannt wie viele geschmückte Fahrräder, Laufräder und Roller am Kindertag so in der Kita herum fahren werden. Massen vermutlich, denn bei uns ist eine Kindergartengruppe so zwischen 14-18 Kinder stark und dass bei 4 Gruppen. Uuuh, aber bestimmt bringt nicht jedes Kind sein Laufrad oder so mit.

Laufrad schmücken?

Was zum Kindertag natürlich nicht fehlen darf, ist eine ordentliche Dekoration. Der Zaun unserer Kita ist schon seit zwei Tagen mit Wimpelketten geschmückt und zum Kindertag werden dann auch wieder die Gruppenzimmer geschmückt sein. Natürlich darf dann auch ein geschmücktes Fahrrad, Laufrad oder Roller nicht fehlen, das ist sogar ausdrücklich erwünscht.

Luftballons, Bänder – Hauptsache schön bunt. Also haben wir heute kurz vor dem Abendbrot die Laufräder der Kinder geschmückt.

Laufrad mit Luftballons

Aus unserer Partykiste habe ich die Luftballons rausgeholt und die Kinder durften sich die Farben raussuchen. Da merkt man schon gleich, wie die Farbgeschmäcker so verteilt sind. Es wunderte mich allerdings etwas, dass die Kleine kein rosa haben wollte, denn die Farbe nimmt sie unter anderem immer zuerst beim Malen. Aber was solls.

Neben den Luftballons habe ich noch bunte Bänder an die Lenkergriffe gebunden. Die Farben passend zu den Luftballons ausgewählt. Schon sehr praktisch wenn man davon eh genug im Vorrat hat. Ich hatte auch schon überlegt, ob ich einfach Stoff passend zuschneiden soll. So war es dann aber schneller.

Die Kinder sind hin und weg und können den Kindertag kaum erwarten. Bleibt nur zu hoffen, dass die Luftballons lang genug durchhalten.

Bis bald.

roter und grüner Luftballon am enker

roter und gelber Luftballon am Lenker

Wenn das reale Leben zu sehr rockt …

… dann liegt das virtuelle Leben flach und das ist auch gut so.
Der Februar hatte es in sich bei uns, denn auch hier ist die aktuelle Krankheitswelle nicht spurlos vorbei gezogen. Zuletzt war jetzt die Kleine für ganze 11 Tage daheim, davon 7 Tage mit Fieber, dass sich sehr hartnäckig gehalten hatte. Heute ist sie nun wieder den ersten Tag in der Krippe und ich hoffe sehr, dass sie keinen neuen Fieberrückfall bekommt, denn man hat ihr schon sehr angemerkt, wie sehr sie die Kita und die Kinder da vermisst hat.
In der ganzen Zeit nun, habe ich aber auch festgestellt, dass ich trotz ihres Fiebers relativ entspannt geblieben bin und mich da auch nicht habe stressen lassen, man kann es ja eh nicht ändern wenn das Kind krank wird, zudem ist es auch für die Kleine nun der erste Winter in ihrem Leben ohne die RSV-Vorsorge mit monatlichem Impfen. Von daher haben wir die Erkältungszeit bisher sehr gut überstanden. Natürlich waren wir auch beim Arzt, denn ich oft der Typ Mutter, der sich lieber zweimal absichert, bevor wir die Medikation eigenhändig hoch fahren, was in unserem Fall das Inhalieren betraf. Da tue ich mich lieber rückversichern, ob inhalieren nur mit Kochsalzlösung ausreicht oder noch ein Wirkstoffmittel zugegeben werden sollte.
Das Einzige was mich aber halt bei Krankheit, egal bei wem, immer extrem nervt, ist, dass der ganze Haushalt zum größten Teil liegen bleibt. Wirklich. Das was wir so nebenher gemacht haben, war nur das Nötigste. Also Wäsche machen mittels Waschmaschine und Trockner und die Küche in Schuss halten, bissl rumfegen. Der Rest blieb mehr oder weniger liegen, denn das kranke Kind geht vor. Auch meine sozialen Medien liegen in der Zeit oft brach, was bestimmt der ein oder andere bemerkt haben sollte. Wir haben halt viel mit dem kranken Kind zusammen gespielt, Bücher angeschaut und ja, auch mal vor der Glotze (TV) abgehangen.
Nebenbei ist dann ja noch das Große gesunde Kind da, er muss in die Kita gebracht und abgeholt werden und daheim fordert er auch ausreichend seine Zeit ein. Er soll sich ja nicht vernachlässigt fühlen, wenn die Kleine gefühlt ständig an einem hängt. Und nebenher hofft man als Mutter ja immer noch, dass er weiterhin gesund bleibt, wenn man jetzt mal von der Schnupfennase absieht.
Nebenbei war ich natürlich auch arbeiten, wie immer in Schichten, und toi toi toi musste ich in der ganzen Zeit keinen Tag Kindkrank nehmen. Der Mann ist ja leider auch immer noch selber krank geschrieben und kann dadurch mit auf die Kleine aufpassen, wenn ich auf Arbeit bin. Exklusive Vater-Tochter-Zeit quasi, denn die Kleine folgt einen auf Schritt und Tritt. An manchen Tagen, u.a. als ich Spätschicht hatte, bekam er jedoch noch die Unterstützung von der Oma oder seinem Kumpel. Denn wenn man selber nicht so mobil ist, dann ist auf zwei quirlige Kinder aufzupassen, sehr sehr anstrengend. An solchen Tagen ist er deshalb dann auch schon kurz nach den Kindern selber ins Bett gegangen um zu schlafen.
Ja ja, zwei quirlige Kinder, obwohl ein Kind krank ist. Unsere beiden Kinderlein haben so ein verrücktes Fiebergen, dass sie sich erst ab einer Körpertemperatur von an die 40°C freiwillig hinlegen und nicht mehr Spielen und Rumtoben wollen. Vorher merkt man ihnen da nicht an das sie ja krank sind, außer dass das Ess- und Trinkverhalten bei ihnen sehr eingeschränkt ist. Das haben sogar schon die Erzieherinnen in der Kita mitbekommen. Verrückt. Sind eure Kinder auch so?
Wir hoffen nun sehr, dass der März besser wird im Bereich der Gesundheit und wir wieder alles voll genießen können. Aber wenn es hier ruhiger wird, dann wisst ihr, dass unser Leben 1.0 einfach zu sehr rockt.
Bis bald.

Rezension: Hörst du, wie die Bäume sprechen? – Eine kleine Entdeckungsreise durch den Wald

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Seit wir auf dem Land leben, haben wir den Wald direkt vor unserer Nase und auch im Kindergarten gehen die Kinder öfters im Jahr in den Wald. Im Wald kann man viel entdecken – die verschiedenen Bäume, kleine und große Sträucher, Farne, Pilze, Tierspuren. Der Wald bietet unendliche Möglichkeiten die Natur zu entdecken.
Als Kind war ich viel im Wald. Im Urlaub sind wir oft in die heimischen Gebirge und Wälder gefahren und viel gewandert. Wir haben Heidelbeeren und Pilze gesucht. Sind durch Täler und Berge gewandert und haben den Wald und sein Leben entdeckt. Ich hoffe ich kann meinen Kindern auch so eine schöne Erinnerung an den Wald vermitteln und ihre Liebe zur Natur bestärken. Zur Unterstützung dafür gibt es unendlich viele Bücher, doch selten sind die Bücher auch kindgerecht erklärt. Das hat sich im letzten Jahr geändert. 2017 brachte der Erfolgsautor und Förster Peter Wohlleben sein erstes Kinderbuch heraus. „Hörst du, wie die Bäume sprechen? Eine kleine Entdeckungsreise durch den Wald.“  hat er für alle Kinder und Neugierigen ab 6 Jahre geschrieben und nimmt sie mit auf einen Rundgang durch den Wald und erzählt in einer sehr bildhaften und kindgerechten Sprache viel über seine faszinierenden Beobachtungen und Nachforschungen über den Wald.

Wald, Kinderbuch, Lernbuch, Sachbuch
Abbildung Oetinger Verlag

Das Waldbuch* ist aufgeteilt in 12 kurze Kapitel, wobei sich jedes Kapitel mit einem Thema zum Wald beschäftigt. Sei es nun „Wie ein Baum funktioniert„, „Jeder Baum ist anders„, „Wie Tiere im Wald leben“ oder auch „Der Wald und wir„. Dabei werden in jedem Kapitel 4 übergeordnete Fragen auf jeweils einer Doppelseite beantwortet. „Können Bäume sprechen?„, „Können Wälder Regen machen?„, „Schwitzen Bäume im Sommer?“ oder „Wem gehört der Wald„.
Alle diese Fragen sind so formuliert, als würde man selber als Kind vor dem Förster stehen und ihn fragen. Und genauso wird es einem dann auch erklärt im Buch, als würde der Förster persönlich mit uns mitten im Wald stehen und unsere Fragen beantworten. Dazu gibt es auf vielen Seiten dann noch eine kleine Quizfrage dazu, man wird ermutigt genauer hinzuschauen und es auch selber auszuprobieren. „Probier’s aus!“ und „Schau mal!„ermutigt die Kinder den Wald selber zu entdecken.
Durch die kindgerechte Gestaltung mittels Fotos und Illustrationen wirkt „Hörst du, wie die Bäume sprechen? Eine kleine Entdeckungsreise durch den Wald.„* anders als ein normales Sachbuch zum Thema Wald. Hier wird darauf geachtet, das es nicht langweilig wird, und dass das Waldbuch zu einem wunderschönen Begleiter für viele Waldspaziergänge und Entdeckungstouren wird. Dabei bekommen die Kinder Unterstützung und Gesellschaft von einem kleiner Fuchs, einem Eichhörnchen, einer Eule, einem Dackel und einer Schnecke die Kinder. Immer wieder kann man die putzigen Gesellen auf den Seiten entdecken. Selbst als Erwachsener lernt man dabei nicht aus, denn man liest viel mehr als einem früher in der Schule über den Wald vermittelt wurde.
Wenn man dieses Waldbuch* gelesen hat, dann möchte man sich am liebsten sofort anziehen und hinausgehen in den Wald. Ein fantastisches Buch für Groß und Klein, für Kindergarten, Schule und Freizeit. Und da der Frühling ja fast schon vor der Tür steht, vielleicht auch eine schöne Geschenkidee zum Osterfest oder für ein Geburtstagskind.
Also, husch husch –  es ist Zeit mal wieder in den Wald zu gehen. Schaut euch doch auch mal den Buchtrailer auf YouTube an. Dort erzählt euch Peter Wohlleben noch mehr zu seinem Waldbuch.
[youtube https://www.youtube.com/watch?v=H0V5NtAHquU&w=667&h=375]
Vielen Dank an die Verlagsgruppe Oetinger das wir rezensieren durften.

Wellness im Kindergarten

Heute war in unserem Kindergarten am Nachmittag ein Wellness-Tag für Eltern und Kind. Perfekt für den Start in das neue Jahr. Zeit zum gemeinsamen Entspannen mit dem Kind bzw. den Kindern. Die Erzieherinnen haben diesen Tag lange lange geplant, viele Ideen gesammelt und geschaut, was kann man wie bei Wellness kindgerecht machen und umsetzen kann, und dann ………. kam kaum jemand.
Schade, dass sich kaum Eltern und ihre Kinder dafür interessiert haben. Man konnte die anwesenden Eltern und Kinder echt an 2-3-4 Händen abzählen. Die ganze Mühe der Erzieherinnen war fast für umsonst. Traurig.
Für uns anwesenden Eltern und Kinder hatte das nun natürlich den Vorteil, dass man sich kaum anstellen musste für die Angebote.
Selbst unsere Teilnahme stand auf wackeligen Füßen, denn heute war echt der erste Tag, wo ich relativ wieder fit war. Das freute die Kinder und sie waren voller Begeisterung mit dabei. Dafür kränkelt der Mann immer noch vor sich hin und war deswegen daheim geblieben. Ich hatte ja die Befürchtung, dass meine zwei Wirbelwinde nicht zu bändigen sein würden, wenn ich allein mit ihnen da die Angebote ausprobiere. Und zeitweise war es auch sehr grenzwertig, besonders als die Zeit dann schon voran geschritten war. Denn man glaubt ja gar nicht wie schnell die Zeit so beim Wellnessen vergehen kann.

Das Wellness-Angebot

Es war wirklich sehr vielfältig, was die Erzieherinnen alles auf die Beine gestellt hatten. Da brauchte es echt schon einiges an Vorbereitungen. Wir haben auch alles probiert, einzig für Kinder-Yoga hat unsere Zeit nicht mehr gereicht. Vieles konnten die Kinder selber machen, anderes war für Eltern und Kind. Ich habe auch mal wieder festgestellt, dass meine Kinder beide extrem kitzelig sind, ganz wie die Mama. Massage war daher wirklich eher anstrengend, da die Kinder ständig lachen mussten und sich überhaupt bzw. kaum darauf einlassen konnten. Schade, denn gerade darauf hatte ich gehofft, um etwas zu finden, um die beiden Wirbelwinde mal runter zu bekommen. Aber wir probieren es weiter.
Wellness, Kindergarten, Programm
Sehr schön war Entspannung durch Basteln. Damit kann ich die Kinder immer begeistern, dass merke ich auch daheim. Bei so was sind sie voll dabei, die Kleine hat da sogar eine längere Ausdauer als der Große, aber dass kann auch so was „typisch Mädchenhaftes“ sein.

Unser Wellness-Programm – Eins nach dem anderen

Erste Station. Basteln zur Entspannung.
Kleine Knautschsäcke aus Luftballon und Reis zu basteln, fanden beide toll. Besonders der Reis hatte es der Kleinen angetan. Ich glaube sie hätte damit noch stundenlang spielen können. Fand sie ganz großartig.
Kindergarten, Wellness, Basteln, Knautschsack
Formen legen zur Entspannung war für beide Kinder interessant. Es gab verschiedene Varianten dafür. Auf einem Leuchttisch mit durchsichtigen Steinen zum Beispiel, mit Kunststoffringen auf Papierscheiben Formen legen oder auch mit kleinen Gummibändern in einem Webrahmen verschiedene Formen kreieren. Dann konnte man noch Bommeln und Traumfänger basteln. Während der Große fast alles an Legespielen durchgetestet hat, habe ich zusammen mit der Kleinen einen kleinen Traumfänger für sie gebastelt.
Kindergarten, Wellness, Formen legen
Entspannung durch Mandala ausmalen oder Sandmalerei fand in einem anderen Raum statt. Die Kinder haben die Sandmalerei ausprobiert, aber das war nicht so ihr Fall, obwohl sie das Prinzip her von ihrer Zaubertafel daheim kannten. Aber so mit dem Sand an den Fingern fand es vor allem die Kleine sehr irritierend. Zudem wollte sie sich immer auf die Tafel drauf setzen, getreu dem Motto: Na in den Sandkasten gehe ich ja auch immer rein.
Kindergarten, Wellness, Sandmalerei
Danach bekam Mama dann ein Handpeeling. Der Große hat dabei meine Hände zuerst in warmes Wasser getaucht und anschließend mit einem Peeling massiert. Angeleitet wurde er dabei von einer Erzieherin, die ihn dabei auch unterstützte. Abschließend hat er meine Hände abgetrocknet und mit einer Handcreme eingecremt. Sehr entspannend. Die Kleine wollte natürlich auch mitmachen. Ihr hat es aber gereicht, ihre Hände in das warme Wasser zu halten. Für das tolle Mitmachen dieser Übung gab es für jedes Kind ein kleines Tütchen Gummibärchen, welche natürlich sofort in aller Ruhe aufgegessen wurden.
Im Krippenbereich fand in zwei Räumen das Entspannungsprogramm für die unter Dreijährigen statt. Die Zimmer waren in warmes Licht getaucht und man spürte förmlich, dass die Kleinen hier zur Ruhe kommen sollten. In Gruppenzimmer der Tochter gab es eine kleine Massage. Während ihre Erzieherin die Geschichte von einem Auto vorlas, durften die Eltern mit kleinen Spielautos den Rücken vom Kind massieren. Ich habe das also gleich mal synchron bei beiden Kindern gemacht und nach einer kurzen Kicherrunde, da es ja etwas krabbelte, wurden die Kinder sogar (etwas) ruhig und entspannt. Danach war dann Mama dran, nur das war dann weniger interessant, wodurch das Auto nur eine kleine Runde über meinen Rücken fuhr. Schade. Aber die Kinder wollten weiter und noch mehr Wellness ausprobieren.
Kindergarten, Wellness, Massage, Kinder
Im Zimmer nebenan, waren sie dann wieder voll in ihrem Element. Beim Malen mit nachtleuchtender Farbe kreierten sie schöne Bilder. Anschließend gab es noch eine Runde Entspannung unter einem Sternenhimmel, der die Farben wechselte. Große Augen bei den Kindern.
Kindergarten, Wellness, Malen
Nach all den „Übungen“ zum Entspannen legten wir dann eine Auszeit in der Obst- und Getränkebar ein, wo wir leckeren Saft und fruchtiges Wasser tranken und die Kinder ein paar Obstspieße aßen. Es war alles ganz liebevoll von den Erzieherinnen angerichtet wurden. Man konnte sich auch einen Jogurt mit Früchten zubereiten oder auch nur einen kleinen Obstsalat selber mischen. Schade das ich davon vergessen habe ein Bild zu machen. Es war großartig.
Unsere letzte Station beim Wellnessen war eine Eltern-Kind-Massage, wo ich wieder synchron die Kinder massieren wollte. Allerdings war die Kleine dann schon so was von durch, dass sie sich überhaupt nicht mehr entspannen konnte und ich zu tun hatte sie ruhig zu halten. Ja sie drehte ein bissl auf, daran merkt man den Kindern immer an, dass es Zeit wird Feierabend zu machen. Der Große wurde unterdessen von einer Erzieherin mit massiert und war dabei auch recht ruhig, bis auf die kitzlichen Stellen halt. Die Gesichtsmassage gefiel aber beiden Kindern ganz gut, dass werde ich mir für daheim merken. Ist ja wie Köpfchen streicheln, dass ja besonders die Kleine sehr mag.
Vom wieder anziehen und heimgehen berichte ich jetzt hier mal lieber nicht so ausführlich. Doch dieser K(r)ampf hat dann die ganze Entspannung bei mir wieder verschwinden lassen. Man merkte da schon sehr, dass beide Kinder fertig waren für den Tag.
Zuhause gab es dann eigentlich nur noch Abendessen und Sandmann, dann ging es auch schon ins Bett. Zuvor haben wir aber noch die kleinen Bastelein in den Kinderzimmern aufgehangen. Jetzt bin ich ja mal gespannt, ob die Kleine nun mit ihrem Traumfänger übern Bett etwas ruhiger schläft.
Kindergarten, Wellness, Bastelein
Wir hatten also einen ganz tollen Nachmittag im Kindergarten und ich hoffe sehr, dass so ein Wellness-Programm noch einmal wiederholt wird, auch wenn bei dieser Premiere die Resonanz nicht so war, wie vorher erhofft. Aber ich kann es nur empfehlen und alle Eltern und Kinder die heute nicht dabei waren, haben echt was verpasst.
Wenn ihr also mal die Gelegenheit habt und euer Kindergarten oder eure Schule, so einen Wellness-Nachmittag veranstaltet, dann geht unbedingt hin mit euren Kindern. Man lernt sehr viel dabei, unter anderen wie die eigenen Kinder so auf Massagen und Entspannungsübungen reagieren. Ich fand es ja echt faszinierend zu sehen, wie sehr manch ein Kind abschalten und genießen konnte. Da war ich richtig neidisch, denn meine beiden Wirbelwinde konnten das leider noch nicht so. Aber vielleicht wird es ja irgendwann mal.
Bis bald.

Kreativ im Kinderzimmer – Fenstermalerei mit Kreidestiften

Schon lange (seit Herbst) habe ich mir vorgenommen mal wieder die Fenster der Kinderzimmer schön zu gestalten. Ich hatte das schon mal in der Weihnachtszeit 2016 gemacht, damals mit solchen Fensterbilderaufklebern, nur da fand der Große es irgendwann ganz toll, die Aufkleber abzumachen. Nun also ein neuer Versuch, ohne Aufkleber.
Angefixt durch das liebe Internet, insbesondere Instagram, hatte ich mir im Herbst beim Drogeriediscounter dm die Sonderedtion von Bine Brändle mit den Fensterbildern und Kreidemarkern gekauft. Wer sich nicht mehr erinnert, so sahen die aus:
Fensterbilder, Kreidestifte
Für die Weihnachtszeit habe ich das Vorhaben der Fenstermalerei nicht umsetzen können, irgendwie fehlte mir da der Antrieb dazu, vermutlich auch der Fülle an Fensterbildern bei Instagram geschuldet. Denn wie das immer so ist, wenn plötzlich was ganz hip wird, dann macht es erstmal gefühlt jeder. Und ich hänge ja eh immer den Trends hinterher, war schon immer so.

Jetzt aber

Was lange wärt wird gut, denn endlich habe ich es angepackt und schon mal ein Fenster der Kinderzimmer bemalt. Da das große Kind heute und morgen krankheitsbedingt zu Hause weilt und damit Mamas Genesung  (ebenfalls krank) etwas torpediert hat, musste Beschäftigung her und was war da besser geeignet, als nebenher sein Kinderzimmerfenster zu bemalen. Also Kind spielt und Mama malt Fenster an. Zwei Fliegen mit einer Klappe, also fast.
Fenstermalerei, Kreidestifte
Das Bemalen des Fensters hatte etwas meditatives, jedenfalls beim ersten Motiv, denn nur da konnte ich ungestört malen. Die weiteren Motive wurden immer mit kurzen Unterbrechungen gemalt, denn der 3-jährige hatte dann doch nicht so den Enthusiasmus mal länger allein zu spielen, während Mama malt. War ja auch zu interessant.
Aber ich habe es geschafft und das Kind (und auch Mama) sind sehr glücklich mit dem Endergebnis. Nun schmücken eine Freihand-Wimpelkette und zwei Weltraum-Motive das Fenster. Im Dunkeln ist das ganze natürlich noch ein bissl beeindruckender, denn dann sieht man die Kreidezeichnung viel besser.
Fenstermalerei, Kreidestifte
Fenstermalerei, Kreidestifte
Einzig unsere 3fach-verglasten Fenster haben das Abzeichnen etwas schwieriger gemacht als gedacht. Ist da schon ein ganz schöner Abstand, so zwischen Vorlage und zu bemalender Scheibe. Aber mit meistens einem Auge zugekniffen, ging es doch sehr gut. Vorher geputzt habe ich die Fenster aber nicht extra, die wurden erst irgendwann in den letzten 3 Monaten geputzt. Nur die neuen Handabdrücke, die der Große heute hinterlassen hat, muss ich jetzt noch irgendwie (ohne was zu verwischen) wegbekommen, weil der kleine Herr musste ja extra aufs Fensterbrett klettern um die Wimpelkette mal genauer abzuschauen. Ohne Worte, sag ich nur.
Demnächst noch das Fenster im Zimmer der Kleinen bemalen, damit sie auch was zum schauen hat und vielleicht gestalte ich mir ein Fenster in meinem Arbeits-/Nähzimmer.
Bis bald.
Verlinkt beim Creadienstag.

Winterwichtel zu Weihnachten

Ja ich weiß, Weihnachten ist rum, aber durch die Auszeit im Dezember wird jetzt hier noch ein bissl was nachgereicht.
Weihnachten war und ist ja immer eine passende Gelegenheit sich festlich zu kleiden, doch ich bin da ja eher der Typ Bequemlichkeit geht vor Glamour. Für die Kinder habe ich passend zum Anlass neue Shirts genäht mit weihnachtlich winterlichen Motiv. Den Stoff dafür habe ich bei Lillestoff bestellt.
Und wie sollte es so sein, wurde das letzte Shirt natürlich erst am Abend vor Heiligabend fertig. Es wäre ja auch zu schön gewesen, einmal nicht auf den letzten Drücker etwas zu beenden, aber es ließ sich leider nicht ändern. Natürlich bestand auch hier wieder die Möglichkeit, es muss doch nicht sein, dass ich etwas nähe, man soll sich ja zu nichts zwingen, aber ich wollte es gern. Da bin ich dann auch stur und ziehe es konsequent durch. Wer kennt das nicht.


Kombiniert mit weihnachtlichem Rot war zum Fest nun jedes Kind passend gekleidet. Für den Großen habe ich einen einfachen Schnitt gewählt, so konnte er ungestört herumtoben. Auch für die Kleine blieb es einfach, doch habe ich hier einen doch sehr mädchenhaften Schnitt mit Kräuselung und Passe genäht. Eine Premiere für mich und es ist mir doch sehr gelungen, muss ich mal ganz uneigennützig zugeben.
Wichtelweihnacht, Nähzimmer, Nähen für Kinder
Weihnachtsshirt, Nähzimmer, Nähen für Kinder
Schnitt Autumn Forrest aus Ottobre Kids 04/2014

Für 2018 habe ich mir nun vorgenommen, viel mehr Kleidung für die Kinder zu nähen, anstatt welche zu kaufen. Die To-Sew-Liste ist da nicht gerade kurz, besonders für den Großen stehen neue Sachen auf dem Plan. Ich möchte mich gern an neue Schnitte heranwagen, meinen Nähhorizont erweitern und geübter werden.
Bis bald.
Verlinkt bei LilleLiebLinks.

Zwei

Meine süße kleine Herbstmaus

2 Jahre bist du nun schon alt, wie konnte die Zeit nur so schnell vergehen. Du bist ein fröhliches aufgewecktes Kind, mit einem Dickkopf wie ihn meisten nur die Mama hat. Stur und trotzig gehst du deinen Weg und wenn dir etwas nicht passt, dann schmeißt du dich genau wie dein großer Bruder gerne mal auf den Boden und bockst eine kleine Weile rum. Wehe etwas geht nicht nach deinem Kopf. Du möchtest gern alles alleine machen und man darf dir dabei auch nicht helfen. Mama und Papa lassen dich dann immer in Ruhe und du musst selber ausprobieren. Meistens fragst du dann aber schnell nach, ob wir dir helfen können.
Du rennst durch die Gegend wie ein Wirbelwind, möchtest aber trotzdem gern noch viel auf den Arm genommen werden. Wenn du keine Lust hast, was ziemlich oft vorkommt, dann zeigst du es ausdrucksstark. Teilen kannst du wunderbar und gibst deinem Bruder immer etwas ab. Nun musst du nur noch lernen auch mal etwas von ihm anzunehmen, wenn er dir was geben möchte. Freundlich sagst du immer Guten Morgen und Gute Nacht und winkst dabei. Schlafen findest du eh am allerbesten, weswegen wir dich nicht zu zeitig wecken dürfen. Das gefällt dir nämlich überhaupt nicht.
Zu den Kindern in die Krippe gehst du immer gern und hast alle Erzieherinnen lieb, was du mit innigen Umarmungen zeigst. Trotzdem bist du oft auch in der Krippe ein kleiner trotziges Teufelchen, weswegen es deine Erzieherinnen nicht immer leicht mit dir haben. Aber alle haben dich lieb und du sie auch. Malen, basteln und mit den Puppen spielen macht dir besonders viel Spaß. Draußen liebst du besonders die Schaukel, da könntest du stundenlang sitzen und dich anschieben lassen.
Ach mein kleines Mädchen, was sind wir stolz auf dich. Du hattest so einen schweren Start ins Leben, doch merkt man ihn dir überhaupt nicht mehr an. Als du an diesem Tag vor 2 Jahren viel zu zeitig auf die Welt geholt werden musstest, war es kalt und hat geschneit. Du brachtest kurz den Winter mit in den Herbst, denn immerhin warst du ja als Winterkind angekündigt worden.
Ganz zart warst du, nur 1670g, und winzig klein mit 43 cm. Mama und Papa hatten solche Angst um dich. Doch nach ersten Startschwierigkeiten hast du es allen gezeigt und eine Turboentwicklung hingelegt. Heute hast du deinen Bruder eingeholt, denn du bist genauso groß und fast so schwer wie auch er mit 2 Jahren war. Ja ihr beide nehmt euch echt nicht viel. 84 cm und 11,1 kg – das kleine winzige Baby bist du schon lange nicht mehr.
Heute feiern wir das es dich gibt und lassen dich nicht mehr los.
Geburtstagskind, Geburtstag, Erinnerung
Alles Gute zum Geburtstag meine kleine Maus.

Rezension: Alle sind willkommen!

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Der Traum vom eigenem Zuhause – vier Wände, ein Dach – wer hat den nicht. Besonders für die, die kein Zuhause mehr haben (Thematik Flüchtlinge). Ein Zuhause an dem man alle, die man mag, willkommen heißen kann. Egal ob groß, ob klein. In dem Bilderbuch „Alle sind willkommen!“ von Patricia Hegarty, mit Illustrationen von Greg Abbott, erschienen im September 2017 im Verlag arsEdition, geht es genau darum.

Willkommen, Bilderbuch, Bilderbuch
Abbildung arsEdition

Die kleine Maus, die Hauptperson des Buches, träumt von ihrer Zukunft in einem glücklichen Zuhause. Als sie so auf einer Lichtung mitten im Wald steht und darüber nachdenkt, begegnet ihr ein Frosch der gerade sein Zuhause, einen Teich, verloren hat. Diese Begegnung lässt die Maus ihren Traum vom Haus Realität werden. Zusammen mit dem Frosch möchte sie ein Zuhause bauen – ganz wohlig, warm und fein. Sie möchte gleich loslegen, damit der Frosch nicht mehr traurig sein muss.
„Alle sind willkommen,
ganz egal, ob groß, ob klein,
ganz egal, woher sie kommen,
sollen bei uns zu Hause sein.“
Im Laufe der Geschichte gesellen sich immer mehr Tiere des Waldes (Hasen, Bär, Vögel, Fuchs, Dachs, ….) zu ihnen und helfen mit beim Hausbau. Viele Tiere haben ihr Zuhause verloren und die Maus lädt alle dazu ein mit ihr zusammen ein Haus zu bauen, wo alle willkommen sind. Schnell ist das Haus gebaut und als es fertig ist, lachen, tanzen und singen sie Tiere glücklich zusammen, denn jeder ist ein Teil davon und alle sind willkommen.

Die Geschichte berührt, denn sie zeigt auf, wie wichtig es ist zusammen zu arbeiten und Vorbehalte abzulegen. Zusammen erreicht man mehr und schafft es dadurch auch, sich einen Traum zu erfüllen. Hilfsbereitschaft, Vertrauen, Offenheit, Freundschaft – Themen die unsere Gesellschaft heute oft zu kurz kommen lässt.

Das Buch überrascht aber nicht nur mit seiner tiefgründigen liebevollen Geschichte, sondern auch mit einem spannenden Seitenaufbau, der überrascht und den ich selber so noch nicht gesehen habe. Der Seitenaufbau wird durch groß und kleinformatige Seiten aufgelockert und zum Teil ergänzen sich so mehrere Seiten zu einem zusammenhängenden Bild. Die Illustrationen sind liebevoll gestaltet mit kleinsten Details, die alles harmonisch und stimmig wirken lassen. Wer hier ein knallbuntes Bilderbuch erwartet, der wird enttäuscht werden. Die Farben sind ganz natürlich gehalten und lassen damit die Waldstimmung perfekt herüber kommen. Meinem Mann ist es dadurch zum Teil zu dunkel, ich selber finde es aber perfekt. Denn so wirkt die Geschichte mehr und die Kinder lernen zu dem noch, dass im Wald nicht alles knallbunt ist, wie es andere Bilderbücher suggerieren. Kurze, in Reimen gehaltene Texte sorgen dafür, dass auch das Vorlesen zu einem Vergnügen wird. Zwischendurch wird immer wieder der Titel des Buches „Alle sind willkommen!“ aufgenommen und wiederholt, was der ganzen Geschichte einen Rahmen gibt.

Alle sind willkommen!“ (*) ist ein wunderschönes Bilderbuch um Kindern, und auch Erwachsenen, zu zeigen, wie wichtig es ist, Vorurteile beiseite zu legen und gemeinsam anzupacken. Egal woher, zusammen erreicht man mehr und ist man stärker. Zusammenhalt – ein wichtiges Gut in unserer heutigen Zeit. Leider wird es viel zu oft vergessen.
Bis bald.
Vielen Dank an arsEdition das wir rezensieren durften.

Ha-Ha-Halloween

Gestern war ja Reformationstag, hier in Sachsen ist das immer Feiertag und da 500 Jahre Reformation gefeiert wurde, war es dieses Mal auch ein bundesweit Feiertag. Mitbekommen haben wir davon aber nichts. Einerseits weil wir nicht kirchlich sind und andererseits weil ich trotzdem zur Arbeit auf Frühschicht musste. Frühschicht hatte dann aber den Vorteil, dass ich Nachmittags daheim war und zusammen mit dem großen Kind am Abend immer wieder die Tür öffnen konnte. Es war ja auch noch Halloween.
Für den einen ist es kommerzieller Unsinn, für die Kinder aber ein Heidenspaß. Und wenn man bedenkt, dass Halloween vom heidnischen Fest Samhain abstammt und auch nix mehr bedeutet als die Nacht vor Allerheiligen, aus dem Englischen All Hallows Eve = Halloween. Da können sich die Kids doch gern mal als kleine Hexen und Geister verkleiden. Jede andere Verkleidung gehört meiner Meinung nach aber eher zu Fasching bzw. Karneval.
Daheim haben wir Halloween aber nur minimal gefeiert. Wir haben einen Kürbis aufgestellt mit Licht drin und der Mann hat ein kleines Gruselmittagessen für die Kinder gekocht. Am Abend haben wir dann noch zusammen Süßigkeiten an die klingelnden Kinder verteilt. Selber sind wir noch keine Trick-or-Treat-Runde gelaufen, vielleicht dann im nächsten Jahr wenn die Kinder 4 und 3 Jahre alt sind.

Halloween Gruselmittagessen

Da ich ja Frühschicht hatte, kümmerte sich der Mann vormittags allein um die Kinder. Für sie hatte er sich wegen Halloween ein besonderes Mittagessen überlegt – Gruselfinger. Es waren aber eigentlich nichts anderes als Würstchen im Schlafrock.
Halloween, Gruselfinger, Würstchen im Schlafrock
Halloween, Gruselfinger, Würstchen im Schlafrock
 
Dafür hat er  Wiener Würstchen zusammen mit Käse (in unserem Fall Camembert) und Ketschup in fertigen Pizzateig eingewickelt und noch ne Mandel als Fingernagel dazu. Mit Ei bestrichen und im Ofen gebacken. Fertig. Den Kindern hat es sehr gut geschmeckt. Angerichtet sah es dann so aus:
Gruselfinger, Würstchen im Schlafrock

Trick or Treat

Am Nachmittag habe ich dann alles für die am Abend klingelnden Kinder vorbereitet. Da wir es ja schon vom Vorjahr kennen, waren wir auch gut vorbereitet.
Kürbis, Halloween, Süßigkeiten
In einen Keramikkürbis habe ich ein Teelicht gestellt und die Lightbox passend beschriftet. Dazu eine große Schüssel mit Gummibärchen, Lollis und Schokolade. Als es Dunkel wurde, also so gegen 17:00 Uhr haben wir dann den Kürbis vor die Tür gestellt, so dass die verkleideten Kinder auch wussten, dass sie bei uns klingeln können. Dass wurde auch reichlich gemacht, obwohl ich das Gefühl hatte, es waren weniger Kinder als im Vorjahr. Aber trotzdem ist die Schüssel fast leer geworden.
Vorher – Nachher

Halloween, Süßigkeiten
Vorher

Süßigkeiten, Halloween
Nachher

Der Große war beim Anblick der Kinder teilweise sprachlos aber nicht ängstlich. Er hat auch immer fein die Süßigkeiten in die Beutel der Kinder getan. Eine Maske hatte ihm aber etwas sehr sprachlos gemacht, aber als der Junge sie dann auszog, dann hat der Große sogar gelacht, denn er bekam so mit, dass er keine Angst haben braucht. Nur die Kleine fand die geschminkten Kinder etwas verstörend, so dass sie fast jedes mal weinte und wir sie so nach dem dritten Mal Tür öffnen im Hintergrund gehalten haben. Für sie war das Ganze dann doch etwas zu beängstigend. Aber nächstes Jahr wird es bestimmt besser.
So war ab 17:30 Uhr immer ein Kommen und Gehen an unserer Haustür und als wir nach 18:30 Uhr dachten, dass war es für dieses Jahr, so klingelte es kurz nach 19 Uhr dann noch noch zweimal. Da dann aber auch der Große ins Bett musste, die Kleine schlief schon, holten wir unseren Kürbis dann wieder rein und machten alle Dekolichter aus. Danach hat auch wirklich keiner mehr geklingelt und der Abend verlief dann ruhig.
Haben bei euch auch Kinder geklingelt oder seid ihr selbst mit euren Kindern auf Trick-or-Treat-Runde gegangen? Schreibt doch mal.
Bis bald.