Sachsen mit Kind entdecken – Verkehrsmuseum Dresden

*WERBUNG unbezahlt und unbeauftragt

Wenn man mit Kindern unterwegs ist und sich etwas anschauen möchte, dann ist das ja auch immer eine Sache des Wetters. Ganz unabhängig davon ist man bei einem Museumsbesuch. Was jetzt recht öde klingt, besonders mit Kindern, kann auch sehr interessant für die ganze Familie werden. Ein guter Tipp für einen Museumsbesuch, bei zum Beispiel schlechtem Wetter, ist dabei das Verkehrsmuseum Dresden.

Im Herzen Dresden, in historischer Kulisse

Wir haben das Verkehrsmuseum Dresden, das mitten im Herzen Dresdens in der Altstadt liegt, im Sommer als Familie besucht. Also 2 Erwachsene und 2 kleine Kinder im Alter von 2 und 3 Jahren und wir haben es keinesfalls bereut, auch wenn man erst denkt, dass sowas noch nichts für so kleine Kinder ist.

Seit nun mehr als 60 Jahre kann man sich nun schon im Johanneum, direkt bei der Frauenkirche und neben dem Residenzschloss, Ausstellungen zur Verkehrsgeschichte anschauen. Dabei findet man alle Zweige der Verkehrsgeschichte vor: Eisenbahn, Straßenverkehr, Schifffahrt und Luftfahrt. Aber auch für die Kleinen ist mit dem Verkehrsgarten eine wunderbare Welt rund um den Verkehr gedacht worden

Ich kenne das Museum bereits aus Kinder- und Jugendtagen und war sehr erstaunt, was sich in den letzten Jahren, wo viele Umbauten und Renovierungen statt fanden, alles verändert hat.

Eisenbahn, Straßenverkehr, Schifffahrt und Luftfahrt

Das Verkehrsmuseum beherbergt neben den 4 ständigen Ausstellungen zu den Themen Eisenbahn, Straßenverkehr, Schifffahrt und Luftfahrt auch immer noch ein bis zwei Sonderaustellung. Zudem findet man eine große Modelleisenbahnanlage im Museum, wo es mehrmals am Tag Vorführungen gibt.

Verteilt auf 3 Etagen gibt es in jeder Ecke etwas zu entdecken. Natürlich kann man mit kleinen Kindern nicht überall ewig stehen bleiben und sich alles genau anschauen, doch das tut dem Besuch keinen Abbruch. Auch so lässt sich viel anschauen und erklären. Denn wenn man dem Kind zum Beispiel erklärt, dass der Opa in genau so einem Auto früher gefahren ist oder dass früher die Autos noch kein Dach hatten, dann staunt selbst der kleinste Knirps.

Und spätestens wenn man dann direkt neben den großen Eisenbahnkolossen aus dem 19. Jahrhundert steht, ist eigentlich jedes Kind hin und weg und begeistert.

Sonderausstellung

Als wir im Sommer diesen Jahres das Verkehrsmuseum besucht haben, war gerade die Sonderausstellung „Geliebt. Gebraucht. Gehasst. Die Deutschen und ihre Autos.„. Da werden bei einem Erinnerungen wach, wenn man beispielsweise die Filmplakate von Autofilmen der 80er und 90er Jahre sieht. Oder man ist betroffen von der Vielzahl an Verkehrstoten, die es früher wie heute immer noch gibt. Der Titel dieser Ausstellung ist schon sehr treffend gewählt.

Das der Eingang zur Sonderausstellung zudem noch wie eine Waschanlage gestaltet war fanden wir echt witzig. Die Kinder hingegen waren da etwas vorsichtig und mussten erst einmal behutsam heran und dann hindurch geführt werden. Bei so was muss man dann immer abwägen, ob es nicht besser ist, sich erst einmal etwas anderes anzuschauen. Wir hatten uns für letzteres entschieden.

Diese Ausstellung kann noch bis Januar 2019 besucht werden. Ein Highlight war für uns dabei der Sonderteil zum Film „Manta, Manta“ inklusive Original Filmmanta.

Nicht nur sehen, auch hören – Interaktiv durch das Verkehrsmuseum

An alles ist bei den Ausstellungen gedacht worden. Man kann sich über einen Audio-Guide zu allen Exponaten etwas erzählen lassen, dazu muss man dann immer die entsprechende Nummer auswählen. Den Audio-Guide kann man sich schon vorher von daheim aus ganz bequem über die kostenlose Verkehrsmuseums-App herunterladen, so dass man gleich starten kann. Sehr praktisch.

Auch gibt es die Möglichkeit, sich schon daheim am Computer virtuell ein Schiff zu bauen und dann im Verkehrsmuseum bei einer Regatta starten zu lassen. Multimedialen Museumsbesuch nenne ich so was.

Aber auch vor Ort gibt es zahlreiche Möglichkeiten, auch ohne die App, sich etwas anhören zu können. An vielen Exponaten, besonders in der Schifffahrts- und Sonderausstellung, sind Monitore und Audiostationen vorhanden. Unser Großer fand das toll, ist es doch etwas anderes als nur zu schauen. Die Kinder fanden das sehr spannend.

Berühren und Mitmachen erlaubt

Sehr gut fanden wir auch, dass es nicht überall im Verkehrsmuseum untersagt war, die Exponate anzufassen, sondern man auch mal genauer hinschauen konnte. Das finde ich ja besonders bei Museumsbesuchen mit Kindern sehr wichtig. Denn erklären sie mal einem kleinen Kind, dass es nur neben der großen Eisenbahn stehen darf und nicht hinein gehen kann.

Auch wenn unser Kinder mit 2 und 3 Jahren doch noch etwas sehr jung sind, wollen auch sie alles genau erklärt haben. Wir sind nämlich gerade mitten im Warum-Alter. Da ist ein genauer Blick oft richtig Gold wert, als wenn man nur von außen erklären muss. Natürlich immer unter der Prämisse, dass man es nicht übertreiben darf. Das war bei uns am großen Steuerruder in der Schifffahrtsausstellung der Fall. Der Große fand das sich drehende Ruder einfach zu toll, auch wenn es mehr als doppelt so groß war wie er.

Der Verkehrsgarten für die Kleinen

Das so ein Museumsbesuch mit kleinen, aber auch großen Kindern anstrengend ist, kann sich sicher jeder vorstellen. Um eine Verschnaufpause für die Eltern zu schaffen, gibt es im 2. Obergeschoss des Museums für die Kinder einen Kindertreff und den  Verkehrsgarten, da können sie toben, bauen, malen oder experimentieren. Die Eltern haben etwas Luft zum erholen und können den Kindern dabei einfach nur zuschauen oder mit ihnen gemeinsam etwas machen. Viele Eltern nutzen den Verkehrsgarten auch für eine kleine Snackpause, denn es stehen dort Tische und Stühle zum verweilen bereit.

Die 300 m² große Verkehrslandschaft ist dabei das absolute Highlight für die Kinder. Auf Bobby-Cars und Bobby-Trains können sie dort umherfahren und nebenbei noch spielerisch die Verkehrsregeln lernen. Allerdings muss man da genauso wie im normaulen Straßenverkehr aufpassen, denn auch in so einer Kinderlandschaft gibt es schon kleine und große Verkehrsrowdys.

Wessen Kind sein Verkehrswissen genauer testen möchte, der kann immer am ersten Freitag jeden Monats seinen Bobbycar-Führerschein machen lassen. Ist doch auch mal was.

Vielfalt zum angemessenen Preis

Das Verkehrsmuseum Dresden bietet auf seiner gesamten Fläche ein Menge für große und kleine Entdecker. Wer Fahrzeuge liebt, der wird das Verkehrsmuseum lieben. Es bringt einem die mobile Welt auf Straße, Schienen, Wasser und Luft näher und ist dabei ganz nah an einem dran.

Auch der Preis ist dafür fantastisch, angesichts der Menge die einem geboten wird. Kinder bis 5 Jahre kommen kostenlos ins Museum und ein Erwachsener zahlt 9 Euro und das finden wir topp. Denn es gibt wirklich andere Museen oder Ausstellungen wo man für weniger mehr zahlen muss.

Wir werden sicherlich in den nächsten Jahren noch mehrmals wieder kommen, denn von Autos, Eisenbahn und Co. bekommen unsere Kinder nämlich nicht genug. Einzig die Rettungskräfte wie Feuerwehr und Polizei hat unser Großer etwas vermisst. Aber vielleicht gibt es ja irgendwann mal dazu eine Sonderausstellung.

Bis bald.

Verkehrsmuseum Dresden

Sachsen mit Kind entdecken – Dresdner Parkeisenbahn

*WERBUNG unbezahlt und unbeauftragt

Vor langer Zeit habe ich es angekündigt, nun endlich der erste Beitrag zu meiner Reihe „Sachsen mit Kind entdecken“. Es gibt ja so viel tolles hier bei uns in Sachsen  und das möchte ich euch nun zeigen.

Dresdner Parkeisenbahn

Den Anfang macht die Dresdner Parkeisenbahn, ein Dresdner Unikat, das ich schon aus meiner eigenen Kindheit kenne. Sogar meine Eltern haben Kindheitserinnerungen daran, denn die Parkeisenbahn gibt es schon seit der Nachkriegszeit und auch vorher schon als Ausstellungsbahn. Genaueres zur Geschichte könnt ihr auf der Website der Parkeisenbahn nachlesen.

Wir haben die Parkeisenbahn dieses Jahr an einem Wochenendtag in unserem Sommerurlaub besucht. Da der Mann ja in der Zeit zur Reha war, haben wir das mit einem Besuch bei hm verbunden. Zum Glück war er nur eine halbe Autostunde von Dresden in der Rehabilitation, so dass wir daraus gut einen kompletten Familienausflug machen konnten.

Genau an dem Tag als wir nun dort waren, fand der jährliche Tag der offenen Tür bei der Parkeisenbahn statt. Das haben wir natürlich nicht gewusst, denn als Nicht-Dresdner sind wir da nicht so genau informiert, aber das tat der Stimmung keinen Abbruch. Es war sehr spannend an diesem Tag, denn wir sahen auch einige kuriose Fahrzeuge auf den Schienen und hätten auch den Lokschuppen besuchen können. Doch das heben wir uns lieber für ein anderes Jahr auf, wenn die Kinder dann größer sind und alles besser verstehen. Diesmal stand nur eine gemütliche Rundfahrt auf dem Programm.

Eine Zugfahrt die ist lustig

Die Fahrt mit der Lilliputeisenbahn war sehr entspannend und auf der 5,6 km langen Strecke kann man den Großen Garten von Dresden wunderbar entdecken. Es gibt insgesamt 5 Bahnhöfe an denen man ein- und/oder aussteigen kann und mit der Familie oder allein oder zu Zweit den Großen Garten und alles rundherum entdecken kann.

Die ca. 30 minütige Rundfahrt war für die Kinder eine Premiere. Wir fuhren in seitlich offenen Personenwagen, in den kühleren Monaten gibt es dann geschlossene und beheizte Personenwagen, was uns den Fahrtwind frisch um die Nase wehen ließ. Der Große hat gefühlt jeder Person im Park zugewunken, die er nah gesehen hat. Und die Leute haben auch zurück gewunken.

Ich habe die Fahrt sehr genossen und alte Erinnerungen sind wieder wach geworden. Das letzte Mal war ich 2012 mit meinen Neffen da, damals sind wir im geschlossenen Personenwagen gefahren. Ich habe jetzt erst Bilder davon wiederentdeckt.

Gegen Ende der Fahrt musste ich die Kinder dann daran erinnern doch bitte sitzen zu bleiben, denn für die Kleinen können 30 Minuten doch ganz schön lang werden. Mal einfach dann aufstehen und eine Runde laufen wie im normalen Zug ist da nicht machbar. Aber sie haben es gut verstanden und mit festhalten, konnte die Kleine dann kniend aus dem Fenster schauen.

Schüler/innen als Parkeisenbahner/innen

Eine Besonderheit der Parkeisenbahn sind die über 200 ehrenamtlichen Hobby-Parkeisenbahner die, nach der Schule und in den Ferien, den ganzen Fahrbetrieb mit unterstützen. Zu DDR-Zeiten hieß die Parkeisenbahn deshalb auch Pioniereisenbahn.

Die Schüler/innen ab der 4./5. Klasse haben eine richtige kleine Ausbildung zum Parkeisenbahner/in hinter sich und kennen sich gut aus. Man trifft sie beim Fahrkartenkauf, am Gleis, im Zug und bei der Fahrscheinkontrolle. Sie machen die Durchsagen an den Bahnhöfen und pfeifen den Start der Zugfahrt.

Fahrkosten

Die Fahrkosten für eine Rundfahrt liegen bei momentan 6€ pro Erwachsenen. Als Familie (2 Erwachsene, 2 Kinder) haben wir bei unserem Besuch 15€ gezahlt, da Kinder nur bis zum 2. Geburtstag umsonst mitfahren. Man muss aber nicht unbedingt eine komplette Rundfahrt buchen, sondern man kann zum Beispiel auch nur eine oder zwei Stationen fahren. Pro Station zahlt man als Erwachsener 1€.
Beachtet werden muss auch, dass man bei der Rundfahrt nicht einfach aus und später wieder zusteigen kann. Dann verliert die Karte seinen Wert.

Ich finde die Preise aber ok, wenn man bedenkt, was für Nebenkosten so eine Eisenbahnanlage mit ihren ganzen Loks und Wagons verursacht. Gegen Entgelt kann auch der Hund oder für Teilstrecken sogar der Kinderwagen mitfahren. Wir hatten unseren Buggy allerdings im Hauptbahnhof stehen gelassen und nach 30 Minuten Fahrt war er immer noch da. Hat also keiner geklaut.

Es lohnt sich

Die Saison bei der Parkeisenbahn geht immer von Ende März bis Ende Oktober und dann noch mal für wenige besondere Fahrten in der Adventszeit im Dezember. Wenn ihr also in diesem Monaten mal in Dresden zu Besuch seit, dann besucht unbedingt die Dresdner Parkeisenbahn. Eine Rundfahrt mit ihr lohnt sich und ist ein besonderes Erlebnis für die ganze Familie.

Und für alle Dresdner -Wann seit ihr das letzte Mal mit der Parkeisenbahn gefahren? Vielleicht habt ihr ja nun Lust euren nächsten Ausflug in den Großen Garten zur Parkeisenbahn zu machen.

Bis bald.

Sachsen mit Kind entdecken – Eine neue Serie im Blog

Dieses Jahr machen wir Urlaub daheim und wollen dabei unter anderem viele Tagesausflüge mit den Kindern machen. Für uns steht da im Vordergrund, dass alle Unternehmungen in einer akzeptablen Zeit für uns zu erreichen sind, den mit kleinen Kindern ist eine längere Anreise ja immer so eine Sache. Ich denke ihr wisst was ich meine. Deshalb beschränken wir uns dieses Jahr auf die Heimat, also Sachsen.

Hier gibt es ja bekanntermaßen viel Schönes und das wollen wir nun zusammen mit unseren Kindern erkunden bzw. haben es auch schon erkundet. Daran wollen wir euch etwas teilhaben lassen und davon berichten, weshalb es nun im Blog eine neue Serie geben wird:

Sachsen mit Kind entdecken.

Wir berichten euch von unseren Ausflügen, was wir dabei so alles entdecken und lassen euch daran teilhaben ob es uns gefallen hat oder nicht. Bei den Berichten darüber hier möchten wir uns aber nicht nur auf zukünftige Ausflüge beschränken, sondern auch auf welche, die wir schon unternommen haben, als die Kinder noch etwas kleiner waren, was hier bedeutet, unsere Ausflüge der letzten 2 Jahre, den wer uns kennt, der weiß ja, dass die Kids momentan erst 2,5 und 3,5 Jahre alt sind.

Ihr dürft also gespannt sein.
Bis bald.

Sachsen, Kind, entdecken