#WMDEDGT – September 2020

Sonnabend. Nachtschicht-Tag. 
Es ist der 5. des Monats. Zeit für #wmdedgt – „Was machst du eigentlich den ganzen Tag“. 
Alle Mitmachwilligen versammeln sich wie immer bei Frau Brüllen. Los gehts.

Nachtschicht

Der Tag beginnt auf Arbeit und ich spüre es: Der Herbst kommt. Die Nächte werden wieder so frisch, dass ich Leggings unter die Arbeitshosen ziehe und einen dünnen Schal am Hals bevorzuge. Auch wenn ich die Nacht auf Arbeit ausschließlich vor 8 Monitoren verbringe, ist mir gefüllt ständig kalt. Zwiebellook ist wieder angesagt.

Aber es lässt sich noch aushalten mit dem frieren. Übergangszeiten sind nicht gerade meine Lieblingszeiten, sich wieder an die kühleren Temperaturen zu gewöhnen ist furchtbar. Das macht mich immer so müde. Besonders zwischen 3 und 5 Uhr morgens ist es echt schwierig wach zu bleiben. Aber ich halte mich tapfer, glaube ich. Trotzdem fallen mir diesmal die Augen kurz zu. Verdammt.

Verschlafener Vormittag

Nach der Nachtschicht führt mich der Heimweg direkt beim Bäcker vorbei. Das ist mittlerweile ein festes Ritual an Nachtschicht-Wochenenden. Ich kaufe für die Kinder jeweils ein Käse-Schinken-Brötchen, dann für uns noch ein halbes Brot und große doppelte Brötchen. Das Auto füllt sich mit dem Duft von frischen Brötchen.

Zuhause angekommen, es ist halb 7, sind die Kinder schon wach und nehmen mich freudig in Empfang. Sie tragen die Bäckertüten in die Küche und angeln sich ihr Brötchen heraus. Käse-Schinken-abknabbernd sitzen sie nun am Esstisch. Nichts mit ruhigem Alleinfrühstück für mich heute, denn normalerweise schlafen die Kinder eigentlich noch. Nur heute halt nicht. Naja egal.

Nach dem Frühstück Kuschel ich mich mit den Kindern unter eine Decke aufs Sofa und mache ihnen Trickfilm an. Bis der Mann aufsteht, bleibe ich bei ihnen. Dann stelle ich noch eine Waschmaschine an und verschwinde gegen 7:45 Uhr ins Bett und schlafe bis kurz nach 14 Uhr.

Während ich schlief …

… waren der Mann und die Kinder viel im Garten. Die Kinder haben gespielt und der Mann begann im Garten eine Rohrleitung zu unserer Zisterne frei zu legen, denn wir befürchteten einen Rohrbruch. Dieser bestätigt sich am Nachmittag dann auch.
Dafür musste heute erstmal eine Himbeerpflanze weichen. Aber wir setzten sie wieder ein, wenn alles behoben ist.
Am Montag wird der Mann dann neue Rohrleitungsstücke holen, damit der Zulauf zur Zisterne wieder gesichert ist.

Zum Mittagessen kochte der wie jeden Sonnabend eine Nudelvariation. Heute mit Bolognesesoße. Für mich blieb sogar eine Portion übrig, die ich dann Abends gegessen habe.

Nachmittag

Kurz vor dem Mittagessen war ich mal kurz wach, da die Kinder an der Schlafzimmertür geklopft hatten. Diese schließe ich nämlich mittlerweile immer ab, um nach der Nachtschicht am Wochenende in Ruhe schlafen zu können.

Komplett geweckt wurde ich aber letztendlich gegen 14 Uhr als ich die Tochter weinen gehört habe. Also bin ich zu ihr hin, habe sie beruhigt und gemeinsam sind wir dann runter gegangen. Mann und Sohn waren mittlerweile schon wieder im Garten. Einer im Sandkasten und der andere im aufgebuddelten Gartenbeet.

Zusammen mit der Tochter habe ich aber erstmal die fertige Wäsche in den Trockner getan und eine weitere Waschladung angestellt. Anschließend machten wir beide für uns etwas zu Essen. Für sie ein kleines Vesper und für mich Malzkaffee und Brötchen als „Frühstück“. Danach ist auch sie in den Garten und ich habe mich fertig angezogen.

Nachdem ich mir im Garten die Rohrproblematik angesehen habe, bin ich wieder ins Haus und habe mir den Staubsauger geschnappt und den Wohnbereich auf Vordermann gebracht. Dazu habe ich mir Musik (Radio) angemacht. Zwischendurch musste ich aber immer mal wieder raus in den Garten. Die Kinder haben mir ihre verrückten Konstellation aus allen möglichen Fahrzeugen von ihnen gezeigt.

Als ich alles fertig gesaugt hatte, folgten noch Wäsche legen und wegräumen. Auch die Badesachen der Kinder habe ich heute verräumt. Ich glaube nicht, dass wir die Schwimmringe dieses Jahr noch brauchen.

Der Nachmittag verging dadurch wie im Flug.

Abendprogramm

Zum Abendessen durften die Kinder heute Trickfilm und Sandmann schauen. Manchmal gibt es halt auch solche Tage. Danach ging es heute direkt ins Bett, denn die Stimmung war leider sehr gekippt und da ist es das Beste hier, alle irgendwie aus der Situation rauszunehmen.

Die Kinder durften in ihren Betten aber noch Hörspiel hören und sind dann dabei eingeschlafen. Ich habe dann später bei ihnen die Geschichten und das Nachtlicht ausgemacht. Es beruhigt mich, dass sie dabei so gut einschlafen können.
Auch ich habe mich noch etwas hingelegt, denn ich brauche das vor der Nachtschicht. Selbst der Mann ist zeitig ins Bett, die Gartenbuddelei hat ihn heute ganz schön geschafft.

Bevor ich zur Arbeit gefahren bin, habe ich nochmal alles im Haus kontrolliert, denn das beruhigt mich immer. Jetzt kann ich mich 8 Stunden auf die Arbeit konzentrieren, obwohl die Gedanken trotzdem zum Teil daheim sind.

Bis bald
eure Bianca

Verlinkt bei #wmdedgt.

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Hallo September!

Pünktlich zum September ist der Herbst da und ich habe direkt mal die Langarm-Shirts für die Kinder und mich wieder hervorgeholt. Der Mann trägt noch Kurzärmelig, aber der friert auch nicht so schnell wie ich.

Seit Montag haben wir nun auch ein Vorschulkind daheim, meine Güte wo ist die Zeit nur hin. In einem Jahr kommt der Sohn doch tatsächlich schon in die Schule und dann ist das Töchterlein das Vorschulkind. Was sie übrigens total ungerecht findet, dass sie noch ein Jahr warten muss. Ist nun aber leider mal so. 😉

Unser September …

Im September gibt es dieses Mal so Tage, da reiht sich ein Termin an den anderen. Verrückt. Aber ansonsten …

  • bis auf 2 Urlaubstage gehe ich diesen Monat planmäßig voll arbeiten
  • werde ich den Sohn in der Schule anmelden …
  • und am gleichen Tag zum ersten Elternabend in die Schule gehen, denn bei unserer Schule gibt es den schon für die Vorschüler
  • mit dem Sohn zum Kontrolltermin beim Augenarzt fahren
  • der Mann muss wieder zum Blut ziehen, denn seine Werte waren nicht in Ordnung
  • die Kinder bekommen ihre 2. Meningokokken-B-Impfung
  • in den Kindergarten kommt diese Woche noch der Zahnarzt
  • und nächste Woche die Fotografin, was mich daran erinnert, auch einen Termin für unsere jährlichen Familienbilder zu machen
  • im Garten wird weiter fleißig geerntet und vielleicht nochmal etwas Herbstgemüse ausgesät
  • außerdem freue ich mich auf die Mädels von Dresden näht zum ersten Nähtreff nach der Sommerpause
  • meine Schwester hat Geburtstag, da werden wir sie besuchen fahren

Geht mit Plänen für den Monat noch würde ich sagen, oder? Zuviel möchte ich nicht mehr geplant dazu packen, sondern lieber schauen, was die Zeit mit sich bringt. Es gibt auch sonst noch viele andere Sachen, die erledigt werden müssen im Alltag.

Einen schönen Septemberstart für alle.
Bis bald eure Bianca

Hallo September
Blätterranke

Mein Monatsbild für den September ist diesmal komplett beim Handlettering-Workshop von Kirschkunst entstanden. Von dem Workshop berichte ich bald.

Alle bisherigen Monatspläne findet ihr hier.

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12tel Blick August 2020

Willkommen im Herbst Spätsommer, der sich momentan aber eher wie ein kleiner Herbst anfühlt. Seit Mitte letzter Woche sind die Temperaturen unter 20°C gesunken und es war teilweise ganz schön stürmisch, wie zum Beispiel letzten Mittwoch, als ich mein Bild für den 12tel Blick August gemacht habe.

Mein 12tel Blick im August 2020

Die ersten Bäume verlieren doch tatsächlich schon ihre Blätter, was vor allem am trockenen heißen Sommerwetter liegt. Blätter abwerfen ist ja für manche Baumarten eine Art Schutzfunktion. Darunter zählt zum Beispiel die Pappel, was man auch gut auf meinem Foto sehen kann. Da werden die Baumkronen schon ganz schön licht. Hier der Vergleich zum Juli.

12tel Blick August 2020

Das aktuelle kleine Herbstwetter ist aber auch eine kleine Erholung. Es regnet ausreichend und ist nicht zu warm, aber auch noch nicht zu kalt. Die Ruhe vor dem letzten Sommerschwung, der dann hoffentlich bald im September kommt. Ein Altweibersommer wie man ihn mag, hoffe ich. So warm, dass die Kinder noch mal ausreichend im Pool baden können. Doch nicht mehr all zu heiß.

Ja, so eine kleine warme Spätsommerepisode wünsche ich mit noch einmal und danach kann der Herbst vollkommen hereintreten. Dann machen wir es uns wieder kuschlig daheim.

Bis bald
eure Bianca

Verlinkt beim 12tel Blick von Eva Fuchs.

Alle meine bisherigen 12tel Blicke findet ihr hier.

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Feuerwehr-Einladungskarte zum 5. Geburtstag

Auch wenn der 5. Geburtstag vom Sohn mittlerweile knapp 10 Monate her ist und er bald schon 6 Jahre alt wird, möchte ich trotzdem noch das ein oder andere von seinem 5. Geburtstag hier verbloggen. Keine Ahnung wie ich das alles letztes Jahr vergessen konnte.

Feuerwehr-Geburtstag

Für seinen 5. Geburtstag, und damit auch seinen allerersten Kindergeburtstag mit Freunden, hatte sich der Sohn das Thema Feuerwehr in den Kopf gesetzt und das bedeutete für mich reichlich Kreativität in die Tat umsetzten.

Die besten Inspirationen habe ich dafür auf Pinterest gefunden und mir dazu ein kleines Inspirationsboard angelegt. Alle Ideen habe ich allerdings nicht umgesetzt, aber so 2-3 Sachen waren dann doch dabei und wurden nachgebastelt.

Feuerwehr-Einladung basteln

Was passt besser zu den Einladungen vom 5. Geburtstag als die eigene Hand mit 5 Fingern, denn immerhin kann man nun ja auch die ganze Hand zeigen, wenn man gefragt wird wie alt man wird.
Es musste also eine rote Feuerwehrhand her! Mit 5 kleinen Finger-Feuerwehrmännern.

Handabdruck in Feuerrot

Insgesamt durfte der Sohn zu seinem Geburtstag 5 Kinder einladen und so mussten natürlich auch 5 Einladungen gebastelt werden. Die Karten mit Umschag dafür habe ich im Schreibwarenladen gekauft.

Um den Handabdruck zu machen, habe ich meine alte Acrylfarbe rausgekramt, gut geschüttelt und siehe da, selbst nach vielen Jahren (mindestens 6-7) Dornröschenschlaf ist die Farbe noch top. So konnte der spaßige Teil der Bastelei beginnen.

Ich habe alle Karten bereitgelegt und 5x die rechte Hand vom Sohn rot angepinselt und anschließend abgedrückt. Der fand das auch sehr spaßig und wollte am liebsten weiter rummatschen. Das ging aber nicht. Die Acrylfarbe haben wir danach gleich sorgfältig mit viel Seife von seiner Hand abgewaschen. Das ging gut und bis auf kleine Reste war alles ab.

Als alle Handabdrücke trocken waren, haben wir gelbe Punkte für die Gesichter der kleinen Finger-Feuerwehrleute auf die Fingerspitzen geklebt und ihnen Gesichter aufgemalt. Danach bekam jeder Feuerwehrmann noch einen Hut auf den Kopf und 2 Arme.

Und was wäre die Feuerwehr ohne einen Wasserschlauch? Nichts natürlich. So bekamen unsere kleinen Feuerwehrmänner letztendlich einen langen Schlauch in die Hand gedrückt gemalt und Wasser marsch.
Unterhalb des Handabdruckes habe ich dann noch das Wort „Einladung“ gestempelt.

Den Umschlag für die Einladung haben wir mit buntem Party-Washitape verziert und auch hier das Wort „Einladung“ drauf gestempelt. Fertig.

Hineingeschrieben habe ich dann alle wichtigen Daten zur Geburtstagsfeier, die direkt am Geburtstag statt fand, und der Sohn hat seine Einladungen stolz im Kindergarten an seine Gäste verteilt.

Unsere Einladungsidee kam so gut an bei den Kindern und ihren Eltern, dass der Sohn ein paar Wochen später auch eine Einladung mit Handabdruck zu einem Kindergeburtstag bekommen hat. Und auch wir werden dieses Jahr noch einmal so eine tolle Einladung basteln, denn immerhin wird auch das Töchterlein bald 5 Jahre alt und darf ihren ersten Kindergeburtstag feiern. Vermutlich wird der Handabdruck bei ihr aber eher lila oder rosa sein. Lieblingsfarbe halt.

Demnächst gibt es aber erstmal noch mehr vom Feuerwehr-Geburtstag zu lesen, denn natürlich ist es nicht bei dieser einen Bastelei dafür geblieben. Es gab ja noch das ein oder andere Feuerwehrspiel. 😉

Bis bald
eure Bianca

Verlinkt beim Creadienstag, Creative Lovers und DvD.

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Mit der Lößnitzgrundbahn von Radebeul nach Moritzburg

Heute gibt es, passend zum Wochenende, mal wieder einen Beitrag aus der Kategorie „Sachsen mit Kind entdecken„. Ich bin euch ja echt noch viele Beiträge von unseren Ausflügen in Sachsen schuldig. Heute berichte ich von einem unserer Urlaubsausflüge.

Mit der Dampfbahn durch den Lößnitzgrund von Radebeul nach Moritzburg und wieder zurück

Ende Juli haben wir mit den Kindern einen kleinen Ausflug zur Lößnitzgrundbahn gemacht. Einer Schmalspurbahn, die zur Sächsischen Dampfbahngesellschaft gehört und auf der Strecke Radebeul Ost – Moritzburg – Radeburg verkehrt.
Mit beschaulichem Tempo und einer schnaufenden Dampflok fährt man dabei durch den Lößnitzgrund, sowie Wald, Wiesen und Felder. Die Passagierwagen sind dabei noch wie anno dazumal. Teilweise im Sommer sogar als Offene Wagen ohne Dach. Ein Schmankerl für alle Liebhaber von alten Eisenbahnen.

Streckenplan Lößnitzgrundbahn
Abbildung der Fahrtstrecke im Flyer der Lößnitzgrundbahn.

Unseren Ausflug haben wir nach dem Mittagessen gestartet und sind dabei zuerst mit dem Auto nach Radebeul Ost gefahren, was knapp 45 Minuten von uns daheim entfernt ist. Wir hätten die Strecke auch mit dem Regionalexpress der Deutschen Bahn fahren können, aber wir wollten doch flexibler sein mit An-und Abreise. Was uns am Ende dann zu Gute kam, denn die Kinder waren nach dem Ausflug total müde. Kein Wunder, den einen kurzen Mittagsschlaf im Auto auf der Hinfahrt fanden beide überflüssig.

Angekommen am Bahnhof in Radebeul Ost, stand unser Zug schon da, leider noch ohne Lok, die wurde erst angekoppelt. Für unsere Hinfahrt nach Moritzburg hatten wir aber keine Dampflok, sondern eine alte Diesellok an den Zug bekommen, den die Dampflok hatte einen kurzen Check-up-Termin, wie uns der Schaffner erklärte. Muss ja auch mal sein. Das trübte unsere Vorfreude aber nicht, denn uns wurde auch gesagt, dass bei unserer Rückfahrt in ein paar Stunden, dann wieder eine schnaufende Dampflok den Zug ziehen würde.

Die historischen Passagierwagen waren sehr angenehm und ließen mich ein bisschen an die alten Reichsbahnwagen aus meiner Kindheit zurückdenken. Der innere Aufbau ist fast identisch.

Pünktlich fuhr der „Lößnitzdackel„, wie der Zug im Volksmund hier genannt wird, aus Radebeul Ost los in Richtung Moritzburg. Erst durch die Stadt, dann durch den Lößnitzgrund mit deinen vielen Bäumen und letztendlich über die Wiesen und Felder bis nach Moritzburg.
Eine herrliche Naturumgebung, wo es immer etwas zu entdecken gibt. Die Kinder schauten während der gesamten Fahrt aus dem Fenster und kommentierten jede Entdeckung. Auch wenn es nur ein Mähdrescher auf dem Feld war.

Lößnitzgrundbahn und Umgebung
Hinfahrt Radebeul Ost – Moritzburg

Während auf unserer Hinfahrt die Passagiermenge in unserem Wagon sehr angenehm wenig war, so wurde es auf der Rückfahrt sehr voll. Das mag aber auch an der Zeit gelegen haben. Wir sind kurz vor 13 Uhr nach Moritzburg hin gefahren und mit dem Zug 16 Uhr wieder zurück. Das war dann schon extrem. Aber ich muss sagen, es bestand ja Mund-Nasen-Schutzpflicht im Zug, dass es trotzdem auszuhalten war. Keiner hat geschubst oder gedrängelt und alle haben ordnungsgemäß Maske getragen. Nur das mit dem Abstand war da nicht so einfach.
Was eher etwas an den Nerven gezogen hat, waren unsere müden, quengligen und trotzdem laut schnatternden Kinder. Haha, aber so sind sie nun mal.

Schmalspurbahn Lößnitzdackel
Dampflok Lößnitzgrundbahn
Lößnitzgrund
Mit Dampf durch den Lößitzgrund

Schloss Moritzburg und Aschenbrödels Schuh

Für unseren gut 2,5-Stündigen Aufenthalt im Moritzburg hatten wir einen Plan und zwar die Suche nach dem Aschenbrödelschuh auf den Außenstufen vom Schloss. Das sollte zu schaffen sein.

Vom Bahnhof Moritzburg bis zum Schloss mussten wir aber erst einmal knapp 1,6 km durch den Ort laufen. Dafür haben wir gut 20 Minuten gebraucht, die aber erträglich waren. Man läuft direkt entlang der Bahnhofstraße zur Schlossallee und von dort gerade aus zum Schloss. Vom höchsten Punkt der Schlossallee sieht man dann auch schon die markante Kulisse von Schloss Moritzburg.

Schloss Moritzburg
Schloss Moritzburg

Die Kinder waren beeindruckt von der Schlosskulisse und dem umschließenden Schlossteich. Sie sind in der Schlosszufahrt von einer Seite zur anderen gerannt um ja nichts zu verpassen. Zum Glück war nicht all zu viel los an dem Tag. Manchmal hat es auch seine Vorteile einen Ausflug mitten in der Woche zu machen.

Als wir am Schloss ankamen, bestaunten wir, und besonders die Kinder, die Fassade vom Schloss. Wann sieht man schon mal Wildgeweihe an einer Fassade. Aber kein Wunder, immerhin wurde Schloss Moritzburg im 16. Jahrhundert auch als Jagtschloss erbaut.

Im Inneren vom Schloss hielten wir uns eigentlich nur kurz auf und besuchten dort die Toilette. Aber allein der Weg dahin, war sehr anschaulich, immerhin geht man durch einen Teil der Ausstellung. Für das Anschauen der Ausstellungen im Schloss müssen wir noch mal einen gesonderten Ausflug machen. Das dann aber erst wenn die Kinder etwas größer sind und davor einen bestimmten Märchenfilm gesehen haben.

Ausstellung Schloss Moritzburg mit Kutsche
Im Inneren von Schloss Moritzburg

Aschenbrödels Schuh

Denn immerhin war Schloss Moritzburg ein wichtiger Drehort für den Märchenfilm-Klassiker „3 Haselnüsse für Aschenbrödel“ (*Amazon Affiliate-Link). Wer kennt den Film nicht.

Wie bekannt, verliert Aschenbrödel auch ihren Schuh auf den Treppen vom Schloss, den dann der Prinz findet und … der Rest ist bekannte Geschichte. Genau diesen zarte schmale Schuh, der vor Jahren auf den Treppen verewigt worden ist, wollten wir nun finden. Also sind wir um das Schloss herum gelaufen und haben Ausschau gehalten. Es hat auch nicht lang gedauert bis wir ihn fanden.

Aschenbrödels Schuh
Aschenbrödels Schuh

Er war schon ganz blank poliert von all den Versuchen der Damen und Mädchen in den Schuh zu passen. Wir, also das Töchterlein und ich, haben es uns natürlich auch nicht nehmen lassen und den Schuh anprobiert.
Doch ach, er passte nicht. Dem Kind war er natürlich zu groß und bei mir selber war mein zarter Fuß doch echt zu breit. Naja ok, ich glaube auch nicht das Aschenbrödel Schuhgröße 39/40 hatte. Aber es war ein Spaß den Schuh anzuprobieren.

Aschenbrödels Schuh anprobieren
Aschenbrödels Schuh anprobieren

Nachdem wir den Schuh anprobiert hatten, machten wir noch einen gemütlichen Spaziergang durch den Schlosspark und um den Schlossteich. Also um die rechte Seite davon. So konnten wir das Jagtschloss von verschiedenen Perspektiven aus betrachten. Auf dem, mit einer festen Sanddecke versehenen, Weg kamen uns auch immer wieder Pferdekutschen entgegen. Das wäre ist eine gemütliche Alternative um die Schlossumgebung zu erkunden. Die Kinder wollten zumindest am liebsten mitfahren.

An manchen Stellen um den See konnten die Kinder sogar mal bis kurz vors Wasser des Schlossteiches rangehen, denn dem Teich fehlten bestimmt gut und gerne 0,5-1 m Wassertiefe. Das sah man auch an den Uferböschungen.
Alles in allem war der Weg durch die Schatten der Bäume sehr angenehm zu laufen.

Schloßteich und Schloß Moritzburg

Nach unserem ausgedehnten Spaziergang haben wir uns in einem kleinen Eiscafe eine kühle Erfrischung gegönnt. Die Kinder haben jeweils eine Kugel Eis im Becher gegessen, mehr schaffen sie noch nicht. Der Mann gönnte sich einen Heidelbeer-Eisbechen und ich mir eine Eisschokolade mit Sahne. Lecker, auch wenn ich meine Sahne mit dem Töchterlein teilen musste.
Danach sind wir wieder gemütlich zum Bahnhof der Lößnitzgrundbahn zurückgelaufen.

Es war ein wunderschöner Nachmittagsausflug, der damit endete, dass die Kinder auf der Heimfahrt total fertig einschliefen und wir sie daheim nur noch in ihre Betten legen mussten. Das gibt es hier auch nicht alle Tage.

Falls ihr also mal wieder ein neues Ausflugsziel in unserem wunderschönen Sachsen sucht, so sei euch die Lößnitzgungsbahn und Moritzburg mit deinem Schloss und Wald sehr empfohlen.

Bis bald
eure Bianca

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