Auf die Bremse getreten …

… für meine Gesundheit und mein Wohlbefinden.
Zuerst war diese Ruhe hier und da ungewollt. Der Liebste wurde vor 3 Wochen krank, mit hohem Fieber und allem was zu so einer schönen Grippe dazu gehört. Der Zwerg entschied sich just zu diesem Zeitpunkt mal wieder einen Wachstumsschub hinzulegen und uns mit viel Gebrüll und schlechter Laune den Tag zu versüßen. Ruhe brachten da nur lange ausgedehnte Spaziergänge an der frischen Luft. Da schlief der Kleine ausdauernd. Ich verbinde das dann immer gern mit der Erledigung von Besorgungen. Aber wehe wir sind dabei auch allzu lang in einem warmen Geschäft, da ist er dann schnell wieder munter. Da blieb keine Zeit für bloggen oder anderes.
Als es dann dem Liebsten so halbwegs wieder besser ging, legte es mich flach. Auch mit Fieber und Co. Im Gegensatz zum Mann legte sich bei mir alles auf Hals, Stimme und Gliedmaßen. Ich ging tagelang wie eine alte Oma, konnte kaum Treppen steigen und das bei einer Maisonettewohnung. Und zu allem übel hatte meine Hausärztin ausgerechnet zu der Zeit wo es mir so dreckig ging Urlaub. Also suchte ich Rat bei meiner Hebamme und bekam von ihr den Tipp alles schön mit Hausmitteln kurieren und das Bett hüten. Stillen durfte und sollte ich weiterhin. Allerdings habe ich dann doch in der Woche wo es mir so schlecht ging zweimal eine halbe Paracetamol genommen, aber auch nur weil das Fieber nicht runter wollte bzw. wieder hoch kletterte. Der Zwerg blieb während wir so rumkränkelten zum Glück gesund. Trotzdem bekam er bei der U4-Untersuchung nur die 2. Rota-Impfung, die zweite 6-fach-Impfe hat die Ärztin wegen dem familiären Infekt verschoben.
Zum krönenden Abschluss des Ganzen gab es für mich dann noch eine verrenkte rechte Halsseite dazu. Irgendwie musste ich mich beim liegendstillen blöd bewegt haben. Hölle waren das Schmerzen. 
Ja und dann als ich wieder so halbwegs fit auf den Beinen war, zu Beginn der letzten Woche, gab es die Quittung auf der Waage und deshalb muss ich nun auf die Bremse treten.
Ja ihr seht richtig … da stehen ungesunde 44,6 kg und das bei 167 cm Körpergröße. Gewogen mit Schlafkeidung und vollem Stillbusen, aber schon nach der Toilette. Zum Nackiggewicht dürfen also bestimmt noch mal gutes Kilo abgezogen werden. Den BMI braucht ich da nicht mehr auszurechnen. Ich war schon immer im Untergewicht, selbst zum Ende der Schwangerschaft habe ich es nicht in den Normalbereich (ca 63 kg) geschafft. Trotzdem ist das nun weniger als vor der Schwangerschaft und wir haben uns schon vor der Geburt gesagt, wenn ich wieder so wenig wiegen sollte, dann hör ich auf mit dem stillen. Ob es nun Hebamme und Co passt oder nicht, aber es ist meine Gesundheit.
Tja. Nun ist das Stillen ja praktisch und ich liebe diese Nähe zu meinem Kleinen dabei, auch wenn es manchmal schon nervte. So von heut auf morgen abstillen will ich deshalb nun auch nicht. Zufüttern mussten wir ihn sowieso schon seit Tagen, da ich ihn einfach nicht mehr satt bekam und nach fast 3 Wochen stillen im 1,5-2 Sunden-Takt auch mit den Nerven fertig war. So bekommt er nun tagsüber die Flasche mit PRE-Milch und nachts stille ich ihn noch weiterhin. Tagsüber wird nun die Muttimilch abgepumpt und eingefroren. Wir werden dann die eingefrorene Milch für den Milchbrei verwenden. Ich erhoffe mir dadurch auch ein sanftes abstillen ohne Medikamente oder ähnlichem. Mal schauen ob so die Kilos wieder kommen oder nicht. Denn ein richtiges nicht mehr stillen ist es ja nun auch noch nicht. Aber wir sind auf dem Weg dahin. Und ich weiß für den Notfall kann ich den Zwerg z.B. unterwegs noch anlegen. Kraft schenkt mir die momentane Lösung aber trotzdem, denn Flasche geben kann der Liebste auch und er macht es sogar sehr gern. Damit wurde ich ja nun ein bissl sehr verwöhnt in der Krankenzeit. Hoffentlich ist der Zwerg dann auch lieb zu mir beim Flasche geben, wenn der Papa ab morgen wieder arbeiten geht. 😉
Selfie. 🙂
So sieht es nun aus bei uns. Wir haben nun nach 3 Wochen unsere Kraft langsam wieder. Der Zwerg ist auch nicht mehr so sehr auf Schreien aus, außer er ist hungrig. Er hat in dieser kränklichen Zeit bei uns viel neues gelernt und macht uns damit glücklich, auch schläft er jetzt wieder besser und mehr. Auch wenn so ein Wachstumsschub bei den Kleinen echt anstrengend ist, aber die neu gelernten und entdeckten Fertigkeiten sind toll. Der Kleine wird groß und mobil.
Ich bin in der letzten Woche sogar schon wieder an die Nähmaschine gekommen und konnte etwas kleines Neues für den Zwerg in der nächsten Kleidergröße nähen. Wenn die momentan noch anhaltende Müdigkeit dann hoffentlich auch irgendwann weg ist, wird es bestimmt wieder mehr. Pläne gibt es dazu schon im Kopf. Hier im Blog wird es dann auch wieder etwas mehr zu lesen geben. Bis dahin dauert es noch etwas und soviel wie im Januar wird es bestimmt nicht wieder so schnell, aber es wird. Versprochen.
Ich hoffe ihr habt bis hier her durchgehalten mit lesen. Fast wäre es noch mehr an Text geworden. 
Bis dahin. 
Bleibt alle schön gesund und munter.

5 Gedanken zu „Auf die Bremse getreten …

  1. OMG! Als ich in der Vorschau ein Waagenfoto sah mit dem Titel "auf die Bremse treten", dachte ich: man, die ist aber mutig! ;-)ich selbst habe gerade in mehreren Monaten 12 kg abgenommen und wiege jetzt 62 kg bei 170 cm … Dann las ich den Post und dachte, ich hab mich verguckt! Gut, dass du die Reißleine ziehst! Ich möchte noch 2 kg abnehmen, die kann ich dir ja dann schicken ;-)Meiner großen Tochter rühren wir gerade überall Sahne und Rapsöl unter: knapp 13 kg mit 4,5 Jahren … (102 cm)Viel Erfolg!LG, Nicole

  2. Hab es beim Nähtreffen ja schon gesagt: Alles Gute und viel Kraft wünsche ich Dir und Du machst das richtig. Hör auf Dich und Dein Gefühl. Dem Kleinen nutzt eine gestresste Mama, die sich kaum noch auf den Beinen halten kann, überhaupt nichts! Er braucht eine gesunde, ausgeglichene Mama 🙂 ich drück Euch die Daumen, dass es bald mit dem Gewicht etwas hoch geht. Das ist schon eine wahnsinnige Zahl auf der Waage. Und wie unterschiedlich das doch sein kann, manch einer kämpft um jedes einzelne Kilo wochenlang, bis es runter ist, der andere freut sich, wenn mal eins drauf kommt…Also, lasst Euch nicht unterkriegen! Alles Gute!!Liebe Grüße Dani Ela

  3. Das hast Du schön geschrieben, liebe Bianca. Ich komme fast gar nicht mehr zum Bloggen. Meine Kleine schläft tagsüber ganz wenig, immer nur mal kurz an der Brust.Tja, das mit dem Gewicht ist so unterschiedlich…ich würd gern abnehmen. Stille immer noch voll aber nehme eher zu als ab…Ich habe aber auch immer mega viel Hunger.Ich stille auchmeist mindestens aller 1,5-2 Stunden auch nachts meist.Ganz liebe Grüße und viel Kraft !Annett

  4. Ich denke, eine glückliche Mami, der es gut geht, ist das wichtigste für ein Baby. Stillen ist auch nicht alles.Wegen eurem Flaschenproblem: Habt ihr es mal mit so kleinen Milchpulverboxen probiert? da kann man einzelne Milchpulverportionen abfüllen, ohne dass da soviel Luft dran käme wie in dem Großpackungen. Ich habe das bei meinen Kindern auch genutzt, weil die zum Teil auch sehr speziell waren, was offene Packungen angeht. Man kann die Boxen richtig fest zudrehen und dann kommt quasi nicht mehr Luft dran als das was drin ist, also wenig. In ein Kompartiment kriegt man von Milupa-Pulver 8 Messlöffel von Beba und Bebivita sind as weniger. Gebt ihr HA? Wenn ja: Ihr könnt damit aufhören, sobald es Beikost gibt, dann kommt das Kindlein eh mit Allergenen in Berührung. Hier noch der Link zu den Böxlies, dies es auch bei dm günstig gibt.http://www.amazon.de/Nuk-710393-Beh%C3%A4lter-f%C3%BCr-Milchpulver/dp/B009X83YBM/ref=sr_1_sc_2?ie=UTF8&qid=1424633388&sr=8-2-spell&keywords=milchpulverbeh%C3%A4lter

  5. Ich glaube, bei dem sehr tiefen Untergewicht bei deiner Größe, solltest du dir ganz dringend professionelle Hilfe suchen. Meine Schwägerin, die als Ärztin arbeitet, hat eingeschätzt, dass bei diesen Zahlen die Kosten für die Kalorientrinks von der Krankenkasse übernommen werden und du ein entsprechendes Rezept ausgestellt bekommst. Du meinstest ja, dass die selbst die Kosten zwecks Hausbau momentan zu hoch wären. Selbst ohne dem stillen wird dein Körper nicht mehr viele Kraftreserven haben. Dein Sohn braucht eine Mutter – daher unternimm was.

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