Rezension: Das Huhn das vom Fliegen träumte {Werbung}

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Habe ich euch eigentlich schon mal erzählt, das ich früher eine richtige Leseratte war. Nein, naja dann wisst ihr es jetzt. Aber als dann die Zeiten mit Internet, anderen Hobbys und Arbeit immer mehr wurden, verschwand auch allmählich die Zeit, wo viele Bücher gelesen wurden. Heute bin ich froh, wenn ich einen dicken Roman in Jahr schaffe. Oh weh, aber vielleicht liegt es ja auch nur daran, dass ich sehr anspruchsvoll bei der Auswahl meiner Literatur bin.
Durch Amberlight und Königinnenreich bin vor ein paar Monaten auf die Website ‚Blog dein Buch‚ aufmerksam geworden und habe mich dann dort auch nach längerem Überlegen angemeldet. Nach ein paar gescheiterten Versuchen bei für mich interessanten Büchern ausgewählt zu werden, hat es nun aber doch geklappt und ich darf meine erste Rezension zu einem Buch schreiben.
Abbildung vom Klein & Aber Verlag
„Das Huhn das vom Fliegen träumte“ von der koreanischen Autorin Sun-Mi Hwang erschien zum Ende des Winters im Klein & Aber Verlag und ist eine wunderbare Tierfabel, welche man gar nicht mehr aus der Hand legen möchte, so fesselnd ist diese einfühlsame Geschichte. Allein schon die Kurzbeschreibung „Für Veränderungen ist es nie zu spät …“ bei ‚Blog dein Buch‘ lässt erahnen, wie tiefgründig und mitreißend diese Geschichte ist.
Die 160 Seiten des broschierten Buches, mit den tollen Zeichnungen der japanischen Künstlerin Nomoco, sind geprägt von Hoffnung, Liebe, Mut, Freundschaft und dem unbändigen Willen der Protagonistin Sprosse, einer Legehenne, nach Freiheit und Selbstbestimmung.
Das dieses Buch allein über zehn Jahre lang die Bestsellerlisten Koreas anführte, verwundert mich dabei nicht, selten hat mich eine Tiergeschichte so gefesselt wie diese. Das ist vorher nur George Orwells „Animal Farm“ gelungen, welche ich sofort wieder in Erinnerung habe. Die zeitlose Geschichte von der Legehenne Sprosse lässt vermutlich in vielen unserer Leben Parallelen erkennen und besonders Frauen werden in den Wünschen von Sprosse, eigene Wünsche fürs Leben wieder erkennen. Bei mir war es jedenfalls so.
Während des Lesens der 11 kurzen Kapitel war ich immer wieder einem Auf und Ab der Gefühle ausgesetzt, da mich allein die ungezwungene Schreibweise der Autorin so mitgerissen hat. Das Buch begleitet einen durch ein Jahr in Sprosses kurzem Hühnerleben, welches aber gleichzeitig das Aufregendste und Schönste für sie sein wird. Denn es wird das Jahr sein, wo sich ihre Wünsche erfüllen. Wo sie sich durch einen Zufall aus der Gefangenschaft des Hühnerstalls befreien kann und ihren Traum vom Ausbrüten eines Ei’s und dem Großziehen eines Kückens erfüllt, trotz aller Widerstände und Gefahren.

Wie fand ich das Buch?

Ich habe mit Sprosse gelitten, als sie sich fragte: „Warum bin ich im Hühnerstall eingesperrt, während die Henne frei im Hof herumlaufen darf?“ oder sie im späteren Verlauf der Erzählung ihren besten Freund, die Wildente Streuner, an das gefährliche Wiesel verliert und sich fragt: „Warum bist du heute Nacht nicht wach geblieben? Warum hast du keinen Warnruf ausgestoßen?“ Ja warum nur? Fragen wir uns das nicht auch immer wieder in unserem Leben, wenn etwas nicht so läuft wie gewünscht.
Ich fühlte mit Sprosse, als sie sich entschloss den Hof zu verlassen, da keines der freien Tiere sie akzeptierte und wollte das sie bleibt. Aber auch, als sie ein herrenloses Ei fand und es kurzerhand adoptierte und sich sagte: „Keine Sorge Kleines, ich halte dich warm.“ und dabei starke Muttergefühle entwickelte, die sie nicht mehr loslassen, trotz des Unterschiedes: „Dann ist es eben eine Ente und kein Huhn. Na und? Es weiß trotzdem, dass ich seine Mutter bin!“ So soll es doch sein, Liebe über die Grenzen hinaus, egal ob wir gleich sind oder nicht. So nimmt die Geschichte ihren Lauf, wie man sie auch mit dem menschlichen Dasein vergleichen kann. Von den Sorgen und Ängsten einer Mutter, bis zum Loslassen des Kindes in ein eigenes Leben, zeigt die Geschichte von Sprosse, dass wir uns alle dem Lauf des Lebens beugen müssen, bis in den Tod.

Abbildung vom Klein & Aber Verlag

Diese Tierfabel zeigt deutlich auf, dass man sein Leben nur selber in die Hand nehmen muss, um etwas zu erreichen und man nie aufgeben sollte, seine Träume zu verwirklichen, egal wie sie enden.
So hoffe ich, das noch viele Leute dieses mitfühlende Buch lesen werden und davon genauso begeistert sind wie ich. Ja ich würde es sogar als Thema für den Schulunterricht empfehlen, den selten wird einem so deutlich gezeigt, wie kostbar unser Leben ist.
Vielen Dank an Blog dein Buch und den Klein und Aber Verlag, dass ich rezensieren durfte.

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