Interview mit der Kinderbuchautorin Ines Schmidt zu ihrem ersten Kinderbuch "Harald ist anders"

Heute schreibe ich hier mal einen ganz besonderen Blogpost. Einen der mir am Herzen liegt, weil er von einem meiner Herzensmenschen handelt – von meiner lieben Freundin Ines.

Ines ist Mama von 2 Mädchen, hat Lehramt studiert und arbeitet nun als Erzieherin und ich habe sie vor ein paar Jahren über das Nähhobby und die Treffen von „Dresden näht“ kennengelernt. Wo es zu Beginn nur um das gemeinsame Hobby ging, tauschen wir uns heute um viel mehr als nur das aus. Wir quatschen über unsere Kinder und Familie, die Arbeit und auch unsere täglichen Sorgen werden immer mal wieder angesprochen. Ja über die Jahre hat sich daraus eine richtige Mädelsfreundschaft entwickelt.

Kinderbuchautorin, Ines Schmidt, Harald ist anders
Foto von Ines Schmidt

Nun hat Ines sich einen Traum erfühlt und endlich ihr erstes Kinderbuch herausgebracht. Es heißt „Harald ist anders“ und ist ein richtiges Herzensprojekt von ihr, denn sie arbeitet schon seit ihrer Ausbildung an diesem Buch. Und um sie bei ihrem Projekt, dem, für den Druck des Buches, dazu stattfindenden Crowdfounding zu unterstützen, habe ich sie um ein kleines Interview gebeten, um mit ihr mal genauer über ihr Kinderbuch zu sprechen.

Interview mit Ines Schmidt zu ihrem ersten Kinderbuch „Harald ist anders“

Hallo Ines. Ich darf doch wie immer Ines sagen oder fürs Interview lieber Frau Schmidt?

Kein Grund zu so viel Förmlichkeit, selbst auf Arbeit in der Kita sprechen mich alle, inklusive der Eltern, beim Vornamen an. „Ines“ reicht völlig.

Vor kurzem wurde bekannt, dass du ein Kinderbuch geschrieben hast und es zusammen mit Jan-Eric Dressler von www.stoffkiwi.de herausbringst. Das Buch heißt „Harald ist anders“ und handelt von der Suche nach der eigenen Identität, von der Frage, wer man ist und wer man sein möchte. Was hat dich dazu bewogen das Kinderbuch mit genau dieser Geschichte zu schreiben? 

Als ich in der Erzieherausbildung war, kam im Unterricht das Thema „Kinderbücher“ auf. Zusammen mit ein paar wundervollen Mädels aus meiner Klasse tauschte ich mich damals sehr intensiv darüber aus, welchen Wert Geschichten besonders für Kinder haben. Schnell war klar, dass Worte und Bilder sehr sinn- und identitätsstiftend sein können, dass es aber zur „Suche nach dem ich zu diesem Zeitpunkt kaum etwas zu finden gab auf dem deutschen Markt.

Ich fand das unheimlich schade, denn genau dieses Thema spukte mir damals im Kopf herum. Und so beschloss kurzerhand, mir dazu selbst eine Geschichte auszudenken.
Aus den ersten, noch sehr diffusen Ideen heraus entstand zunächst ein kleines, knuffiges Wesen in grau, von dem die Erzählung handeln sollte. Ein Name fehlte aber zu diesem Zeitpunkt noch und der fiel mir dann zusammen mit meinen Mädels im Gestaltungsunterricht ein: Harald! So heißt heute kaum noch jemand. Ein schöner, alter Name, der gut klingt und auf den sich so einige Wörter reimen. Das gefiel mir unheimlich gut.

Als der Name stand, ging alles fast wie von selbst und ich reimte und illustrierte viele Abende bis das Buch in seiner ersten Fassung fertig war.

Harald ist anders, Kinderbuch, Ines Schmidt
Abbildung von Ines Schmidt und Jan-Eric Dressler (stoffkiwi.de)

Klingt spannend. Was können die Kinder und natürlich auch Erwachsene von Haralds Geschichte lernen? Viel fürs Leben nehme ich an.

Irgendwann stellen wir alle fest, dass wir anders sind als andere. Jeder beginnt dann damit, zu forschen, wer man ist und wohin man eigentlich gehört. In diesem Kontext zeigt „Harald ist anders“ vor allem eines: dass die Suche auch einen Zielpunkt finden sollte, nämlich den, sich selbst zu akzeptieren und zu lieben, wie man ist.

Oh das kenne ich gut und weiß genau was du meinst. Bei mir hat diese Suche bis ins Erwachsenenalter gedauert. Aber ich schweife ab.
Jan-Eric Dressler von www.stoffkiwi.de ist bei dem Buchprojekt für das Layout, Vertrieb, Online-Marketing und so verantwortlich. Wie kam es zu eurer Zusammenarbeit? 

Jan-Eric und ich lernten uns in der Kita, in der ich arbeite kennen. Wir freundeten uns an und ich erzählte ihm von meinem Buch. Er las es seinem großen Sohn vor und beschloss: „Ines, dass muss veröffentlicht werden!“ Da er da ein echtes Talent ist und ich zugegebenermaßen nur wenig Ahnung habe, wie man so etwas angeht, war ich sehr dankbar für seine Unterstützung und wir erarbeiteten gemeinsam ein Konzept für das Buchprojekt.

Hattest du vor der Zusammenarbeit mit Jan-Eric auch schon mal die Überlegung, deine Texte und Illustrationen an einen Kinderbuchverlag zu senden bzw. einen Verlag deswegen anzuschreiben?

Ich habe tatsächlich darüber nachgedacht, aber ich bin immer sehr unsicher, ob meine Werke wirklich vorzeigbar sind und ob die Texte einem größeren Publikum gefallen könnten. Zwar hatten mir schon ein paar enge Freunde und meine Familie geraten, mich an einen Verlag zu wenden, aber getraut habe ich mich einfach nicht. Außerdem ist es auch nicht leicht, seine Herzensprojekte einfach so aus der Hand zu geben. Schließlich war es Jan-Erics Begeisterung und Überzeugungskraft, die mich bewog, selbst etwas zu starten und „Harald“ auf den Weg zu bringen, anstatt zu einem Verlag zu gehen.

Von „Harald ist anders“ ist ja bereits ein Hörbuch und eine App veröffentlicht worden und nun soll die Geschichte von Harald auch endlich gedruckt als Buch erscheinen. Dafür habt ihr auf Startnext ein Crowdfounding gestartet und vielleicht möchtest du uns verraten, warum man euer Projekt unbedingt unterstützen sollte. Ich nehme mal an nicht nur wegen der tollen Dankeschön-Präsente?

Neben der App und dem wunderschönen Hörbuch ist „Harald ist anders“ für mich nach wie vor eines: ein BUCH. Eines, das eine ganz besondere und schöne Botschaft enthält und wichtige Gefühle bei Kindern wie auch bei Eltern berührt. Noch gibt es kein „richtiges“ Buch zum Anfassen und (Vor-)lesen und das soll sich einfach ändern. Ich bin mit Büchern groß geworden und noch immer liebe ich das Gefühl, Seiten durchzublättern, zu fühlen und zu riechen. Uns zu unterstützen würde bedeuten, dass das Buch endlich Realität wird und für mich würde ein Traum wahr werden, nämlich mein Buch mit anderen teilen zu können. Wer uns unterstützt bekommt somit etwas ganz Besonderes in die Hand, etwas Wertvolles und Schönes.

Meine Unterstützung habt ihr schon mal sicher und ich freue mich jetzt schon auf mein signiertes Buch von dir. Und die Kinder auf eine neue Geschichte beim abendlichen Vorlesen.
Zu guter Letzt jetzt noch die Frage die viele bestimmt brennend interessiert: Sind weitere Abenteuer von Harald in Planung oder wird es gar ein anderes Kinderbuch geben?

Derzeit überlege ich, das Buch ins Englische zu übertragen. Das dauert natürlich seine Zeit, da ich zwar recht gut Englisch spreche, aber das Reimen in einer Fremdsprache für mich eine echte Herausforderung darstellt. Mal schauen, ob ich das umsetzen kann.
Gerne möchte ich irgendwann auch all die Geschichten aufschreiben, die mir noch im Kopf herumschwirren – besonders die, die ich meinen Töchtern aus dem Stegreif erzählt habe, wenn sie mal wieder nicht einschlafen konnten und mich baten: „Mama, erzähl‘ uns doch bitte noch eine Geschichte!

„Mama, erzähl‘ uns doch bitte noch eine Geschichte!“

Das könnte glatt von meinem Sohn stammen und ein besserer Satz zum Abschluss unseres Gespräches wäre mir jetzt auch nicht eingefallen. Vielen Dank liebe Ines für das Interview.

Wenn Euch das Interview gefallen hat, dann freue ich mich, wenn Ihr den Beitrag teilt und pinnt! Bitte unterstützt auch Ines bei ihrem Crowdfounding für das Kinderbuch auf startnext.de, damit es bald veröffentlicht werden kann und dann in vielen Kinderzimmern zu finden ist. Noch bis zum 15.12.2017 könnt ihr mit ein paar Euro dafür sorgen, dass es dieses großartige Kinderbuch auch in gedruckter Form geben wird.

Danke und bis bald.

Harald ist anders, Startnext, Crowdfounding

* Alle Links sind freiwillig gesetzt worden und wurden nicht bezahlt.

Take a challenge

Ich bin ja nicht so der Typ für Challenges. Schon zu oft habe ich bereits am zweiten Tag hatte ich immer vergessen mitzumachen. Oder ich habe gar nicht erst angefangen, obwohl ich Interesse hatte. Es ist ein Wahnsinn.
Im Mai gab es beispielsweise die Instagram-Challenge #MeettheBloggerDE von Anne Häusler. Ich hätte zu gern teilgenommen, nur fiel mir für einige Tage nichts ein, was ich hätte posten können. Also habe ich es gelassen. Eigentlich idiotisch, aber wenn ich nicht weiß, was ich schreiben soll, dann lasse ich es lieber. Immer noch besser als sich irgend etwas aus den Fingern zu saugen, was dann vielleicht nicht der Wahrheit entspricht. Verständlich oder.
Jetzt gibt es bei Instagram eine neue Challenge – #lebenmitkindchallenge. Eine tolle Challenge und diesmal bin ich mit dabei, denn ich weiß für jeden Tag was ich posten möchte. Tag 1 #ich,  Tag 2 #wearefamily und heute Tag 3 #ohnegehtesnicht habe ich bereits erfolgreich absolviert und ich freue mich auf die nächsten Tage. Es gibt so viele neue Leute dabei zu entdecken. Fantastisch.
Ich würde mich freuen wenn ihr mich bei Instagram besucht und vielleicht auch mitmacht.
Bis bald.