Die Schulpflicht wird ausgesetzt!

„Die Schulpflicht wird ausgesetzt! Ab Montag“, sagt mein Mann zu mir. Er schaut mich stirnrunzelnd an.
Ich nicke: „Ab Montag! Irgendwie erleichtert mich das.“
Wir tauschen weitere Blicke. Ratlosigkeit schwingt mit darüber, was jetzt wohl auf uns zukommt? Die Medien sprechen schon von „Corona-Ferien“ und die Schließung von Kitas und allen Bildungseinrichtungen zeichnet sich ab. Der Lockdown bahnt sich an. Aber davon wissen wir am 13. März noch nichts, es ist übrigens ein Freitag.

Homeschooling …

Wir nehmen also beide Mädchen aus Grundschule und Kindergarten. Dank eines Geistesblitzes düsen mein Mann und meine Große noch einmal zur Schule zurück und packen alle Bücher ein, man weiß ja nie… und dann ist es eben Gewissheit. Corona ist da, die Schulpflicht ist weg. Wir müssen abwarten und schauen, was passiert.

Am Anfang ist Homeschooling chaotisch, auch wenn sich alle größte Mühe geben: Die Lehrerin mailt und die große Tochter stürzt sich auf ihre Deutschaufgaben. Ich helfe ihr so gut ich kann. Schnell wird klar: Mathe ist schwierig und mein Mann übernimmt geduldig den Part des Erklärbären. Wie ging nochmal halbschriftliche Division? Die Mittlere will auch Lernen und fordert Aufgaben ein. Sie ist genervt davon, dass die Große keine Zeit hat, weil sie Schule machen muss.

Alles blöd!

Überhaupt ist alles blöd am Anfang: Keine Spielplätze, keine Freunde, keine Großeltern und überhaupt darf man eigentlich nichts mehr, was Spaß macht. Vom „alten“ Leben sind nur die Schulaufgaben geblieben, die das große Kind bearbeitet, weil sie das eben machen MUSS. Immerhin MUSS sie nicht in die Schule, wo sie sich anstecken könnte. Für ihre neun Jahre ist sie äußerst vernünftig und verständnisvoll, auch wenn ihr ihre beste Freundin fehlt.

In den Wochen danach spielt sich der Alltag ein. Homeschooling läuft, Mathefrust wird begleitet, Sachunterricht und Deutsch laufen. Mit den besten Freundinnen aus der Schule wird videofoniert. Oma und Opa werden täglich angerufen von den Mädchen, das Baby quakt im Hintergrund und ist bestens gelaunt, weil alle da sind und um es kreiseln.

Lockerungen …

Die ersten Öffnungen schlagen dann vor kurzem zu Buche und ein kleiner Schimmer Hoffnung keimt auf: Vielleicht haben wir ja die Kurve gekriegt oder diese ausreichend geplättet, damit die Rückkehr in den Alltag gelingt.

Noch rechnen wir nicht damit, nachdem erst einmal die Wirtschaft langsam wieder hochgefahren wird, dass es schnell wieder in die Schule gehen soll für unsere Tochter. Bis zu den Sommerferien, so haben es die Medien und einige Experten prophezeit, sei Regelunterricht an deutschen Schulen und ein normaler Kitabetrieb nicht wirklich eine Option. Auch wenn Abschlussklassen nach und nach mit vielen Hygiene- und Schutzmaßnahmen wieder in die Bildungseinrichtungen dürfen, um Abi und Co. zu gewährleisten, halten wir es doch für verfrüht, die Drittklässlerin wieder zu schicken. Insgesamt hoffen wir auf ein langsames, behutsames Vorgehen und ein durchdachtes Konzept.

Die Schulpflicht wird wieder eingesetzt …

Die Schulpflicht wird wieder eingesetzt“, sagt mein Mann. Seine Stimme klingt finster und sehr besorgt.
Was? Ab wann?“, frage ich am 8. Mai.
„Ab 18. Mai… für alle Grundschüler.
Ich habe mich verhört, denke ich…
Für… alle?“, frage ich vorsichtig nach, „Sofort?
Ja, es sollen ALLE KINDER wieder zur Schule gehen müssen… und wenn ich das richtig verstehe, dann ohne irgendwelche sinnvollen Schutzmaßnahme.“
Ich schlucke und schüttele den Kopf: „Das glaube ich nicht…
Doch, doch!

Mein Mann ist gründlich. Er liest die Informationen vom Land Sachsen rauf und runter, informiert sich, telefoniert mit der Corona-Hotline… Das Ergebnis ist niederschmetternd: Unsere Tochter MUSS in die Schule zurück, wenn kein Wunder geschieht. Ohne Schutzmaßnahmen.

Was sollen wir nun machen? Klagen? Der Mann twittert erstmal. Und das macht er umfassend. Ich teile seine Gedanken hier mit euch und hoffe, sie bewirken etwas.

Wenn ihr den Tweet anklickt, könnt ihr den Thread direkt auf Twitter lesen.

Aufatmen … Aussetzung der Schulpflicht

16. Mai. Ich atme auf: „Der Besuch der Grundschule ist vorerst freiwillig! FREIWILLIG!
Mein Mann guckt mich an, als hätte ich gesagt, dass gerade ein Lama durch unser Wohnzimmer gehüpft sei. „Hier steht es, in der Zeitung! Eine Freundin aus der Nähgruppe hat es gerade erzählt!

Wir seufzen beide.
Bis 5. Juni ist der Besuch der Grundschulen in Sachsen nicht verpflichtend, wir müssen die Große nur ordnungsgemäß abmelden. Ein Stein fällt uns vom Herzen. Ich hoffe, dass sich bis dahin abzeichnet, wie sich all die Lockerungen auf das Infektionsgeschehen im Land ausgewirkt haben, und dass das nächste Konzept tatsächlich Schutzmaßnahmen enthalten wird.

Bleibt gesund.
Eure Ines.

Schulranzen mit Behelfsmaske aus Stoff

Bleibt zu Hause! – Gedanken einer Mama

Social Distancing – Worte, die wir in den letzten Tagen sehr oft zuhören bekommen haben. Bleibt zu Hause! – Es sollte unser aller Anliegen sein, gut und gesund durch diese Krisenzeit zu kommen.

Meine Mitautorin Ines hat ihre Gedanken dazu aufgeschrieben und möchte sie mit euch teilen.

An meine lieben Mitmenschen,

Seit Montag sind sie also Realität, die Corona-„Ferien“. Wobei „Ferien“ alles andere als zutreffend ist. Ja, das Wort ist fast schon blanker Hohn, wenn man bedenkt, was alles daran hängt. Der Alltag ist ausgehebelt und wir müssen uns neu finden in einer Wirklichkeit, in der vieles auf dem Spiel steht: Gesundheit und Leben unzähliger Menschen, aber auch Existenzen und Arbeitsplätze, nicht zuletzt auch ein großes Stück persönliche Freiheit. Es zeichnet sich ab, dass uns Corona mit alle seinen Begleiterscheinungen wohl länger und heftiger heimsucht, als wir es uns je hätten träumen lassen. 

Viel tun können wir vermutlich nicht, um dem Virus zu entgehen, denn er ist sehr viel ansteckender als beispielsweise die saisonale Grippe. In kürzester Zeit kann ein einzelner Kranker hunderte Gesunde infizieren. Dazu reicht ein Husten oder Niesen, ein Griff nach der Halteschlaufe in der Bahn mit ungewaschenen Händen, ein Zusammenstecken von Köpfen in kurzer Distanz. 

Social Distancing“ bzw. das Meiden sozialer Kontakte ist somit quasi Pflichtprogramm. Denn in jeder Familie (auch in meiner) gibt es Menschen, die gefährdet sind und zur Risikogruppe gehören. Nicht immer sieht man es diesen Menschen an, dass sie durch das Virus stärker bedroht sind, denn nicht nur alte Leute können schwer erkranken. Auch junge Männer und Frauen, ja sogar Kinder und Babys sind nicht davor gefeit, einen schweren Verlauf der Krankheit Covid-19 zu bekommen. Im Ernstfall müssten diese Personen bei einer Infektion ins Krankenhaus. 

Das macht mir ehrlich gesagt Angst. Stellt euch vor, ihr, eure Kinder, eure Eltern oder Großeltern müssten unter Umständen wochenlang beatmet und intensiv-medizinisch betreut werden. Und das in einem Gesundheitssystem, dass schon jetzt unter der aktuellen Last ächzt. Vielen Menschen wird es so ergehen, viele Menschen werden sterben, auch wenn es im Großen und Ganzen sicher auch Millionen symptomarmer Verläufe geben wird. 

Fakt ist:
Es stehen Menschenleben auf dem Spiel. Die Lage ist ernst.
Wir alle sitzen jetzt in diesem Boot. Wir alle müssen etwas tun .Müssen unseren Beitrag leisten, um Schlimmeres zu verhindern. 

Natürlich ist die Vermeidung einer Ansteckung äußerste schwer, allerdings hilft soziale Distanz ungemein, die Zeit bis es eventuell so weit ist zu strecken. Durch diese Verzögerung wird unser Gesundheitssystem entlastet, intensiv-medizinische Versorgung wird langfristig sichergestellt.

Klingt banal? So einfach soll das sein? Mehr müssen wir nicht tun? 

Bleibt zu Hause

Bleibt Zuhause!

Ja, so einfach ist es – so einfach und doch nicht leicht. Wer Kinder hat, wird mir da sicher ganz zustimmen. 

Allerdings haben wir Erwachsenen in einer solchen Situation die Zügel in der Hand und sind keineswegs ohnmächtig und hilflos. 

Wir können uns in der Regel gut anpassen.
Wissen, wie weit zwei Meter Abstand zwischen Personen in etwa sind.
Können uns meistens sehr gut regulieren und moderieren, können warten und Bedürfnisse aufschieben, Besorgungen und Wege im Vorfeld planen.
Wir können uns bewusst für eine gute Handhygiene entscheiden, uns zurückhalten, uns permanent ins Gesicht zu fassen.
Sind in der Lage unsere alltäglichen, freiwilligen Sozialkontakte zu koordinieren. 
Gesunder Menschenverstand reicht hierfür aus.

Kinder hingegen sind dem nicht gewachsen. Sie sind der momentanen Lage ausgeliefert, verstehen das alles nicht oder nur in Ansätzen. Corona ist für sie noch stärker als für uns eine unsichtbare Bedrohung, die nun bewirkt, dass sich vieles ändert. Besonders sie brauchen in einer Zeit der Entwurzelung neben all den Risikopatienten unseren Schutz. 

Wenn aber zum Beispiel nachmittags der Innenhof meines Viertels schier überquillt mit Eltern und Kindern, dann ist das in meinen Augen schlichtweg fahrlässig.

Ich bin sauer, ganz ehrlich.

Es wurden nicht umsonst Spielplätze gesperrt, Geschäfte geschlossen und öffentliche Räume für tabu erklärt. Wer meint, er müsse jetzt nicht zurückstecken, seine persönliche (Frei)zeitgestaltung ändern, oder auf etwas wie einen Spielplatzbesuch für seine Kinder, oder eine Wanderung in der Gruppe verzichten, der irrt. Jetzt auf Social Distancing zu pfeifen, grenzt in meinen Augen einfach nur an Unvernunft und Fahrlässigkeit.

Das Robert-Koch-Institut berichtet, dass die Infektion sowohl durch Husten und Niesen, aber auch über Schmierfilme über die Hände erfolgen kann. Keime fliegen bei einem Nieser bis zu 20 Meter weit – egal ob drinnen oder draußen. Der einzige Unterschied zwischen beiden Räumen ist die Dichte der Menschen, die sich darin befinden. 

Versteht mich nicht falsch, ich bin mir dessen bewusst, wie Kinder mit „Hüttenkoller“ sind. Wie sehr sie leiden, wenn sie den ganzen Tag drin sind – eingepfercht in die heimischen 4 Wände. Ohne Auslastung durch Freunde, Schule, Kita, Sportverein etc. 
Ich weiß, welche Belastung es für uns Eltern mitunter sein kann, Lehrer_innen, Erzieher_innen, Entertainer_innen, Spielgefährten, Beschützer und vieles mehr für unseren Nachwuchs sein zu müssen. Ganz „nebenbei“ soll auch noch das tägliche Leben weitergehen und gearbeitet werden. Vereinbarkeit sieht gänzlich anders aus.

Dennoch rechtfertigt das nicht, sich der Verantwortung für die Allgemeinheit zu entziehen und so zu tun, als ginge uns das alles persönlich nichts an. Diesen Egoismus braucht dieser Tage wirklich niemand! 

Ich will nicht, dass ihr alle grundsätzlich drinnen bleibt, aber die Menschenansammlung wie bei uns im Innenhof zum Beispiel ist einfach nur problematisch. Versucht bitte bitte bitte so etwas zu vermeiden.

Nutzt eure Balkons, eure Gärten.
Streicht unbedingt Spielverabredungen eurer Kinder.
Geht Spazieren, fahrt in den Wald, wo es weitläufig ist, geht morgens raus statt am Nachmittag.
Denkt an die Gemeinschaft und handelt dementsprechend, sonst wird es bald Ausgangssperren geben, die die Regierung verhängt. 

Ich weiß, es herrscht gerade eine besondere Situation, die uns viel abverlangt. In diesem Kontext brauche ich euch nicht sagen, dass es gerade jetzt auf gegenseitige Hilfe und Rücksichtnahme ankommt. 

Ich hoffe, ihr schüttelt jetzt nicht genervt den Kopf, aber ich möchte nicht, dass ihr oder meine Familie oder sonst wer, in intensiv-medizische Pflege muss, weil der Spielplatzbesuch vorging.
Ich weiß, welche Belastung gerade auf uns allen liegt. Natürlich ist das kein schöner Zustand. Wir wollen alle das Beste für uns und unsere Kinder, aber wenn sich, wie bei mir, das gesamt Viertel jeden Tag, an dem sie Sonne schein, ab 15 Uhr im Innenhof trifft zum Spielen, ist keinem geholfen. Damit flachen wir die Kurve der Zuwachsraten des Coronavirus sicher nicht ab, im Gegenteil.

In diesem Sinne: Wascht eure Hände, umarmt eure Lieben und bleibt gesund!

Bleibt Zuhause!
Bis bald eure Ines

Bleibt Zuhause

Rezension: Das Apfelkuchen-Geheimnis {Werbung}

~WERBUNG~ (ENTHÄLT *AMAZON-AFFILIATE-LINKS)

Mmh Apfelkuchen. Wer liebt ihn nicht, besonders jetzt mit frisch geernteten Äpfeln. Apfelkuchen gehört einfach zum Herbst. Aber auch sonst geht nichts über einen leckeren Apfelkuchen. Jede Familie hat da ihr Spezialrezept, oftmals ein lang gehüteter Familienschatz. Weiter gegeben von Generation zu Generation.

Passend dazu erschien dieses Jahr im Verlag arsEdition das Jugendbuch „Das Apfelkuchen-Geheimnis“ von Juliane Breinl.

Buchcover Das Apfelkuchen-Geheimnis
Abbildung Verlag arsEdition

Das Apfelkuchengeheimnis von Juliane Breinl

Inhalt

Zippa, die eigentlich Isabella Modotti heißt, ist frustriert. Seit sie Schwester von Zwillingsjungs ist, die sie meist nur die „Sabberlinge“ nennt, steht ihr Leben Kopf: Ihre Eltern sind müde, überall klebt Spucke und Brei und zu allem Überfluss muss die Elfjährige auch noch ihr Zimmer hergeben, weil die Betten der Kleinen so gar nicht in die freie Kammer neben der Küche passen.

… auch Backen, was neben Yoyotricks ihre große Leidenschaft ist, kann sie nur noch extrem selten, da Mama und Papa sie für alles Mögliche einspannen, statt sich viel Zeit für sie zu nehmen. Zippas Leben ist also momentan alles andere als schön und selbst die Besuche bei ihrem Freund Max schaffen es nicht so recht, sie aufzuheitern.

Als jedoch ihre Urgroßmutter Milla ganz plötzlich stirbt, sind die Wut und der Frust allerdings fürs Erste vergessen. Ur-Milla war dafür bekannt, jedes Jahr zu Zippas Geburtstag eine Schatzsuche zu veranstalten, doch diesmal wird alles anders sein, das spürt das Mädchen mit den blonden Locken ganz deutlich, als sie ihr Erbe – eine Taschenuhr, ein hübsches Kleid und ein Fotoalbum mit Hinweisen für die allerletzte Schatzsuche ihrer Omi – in den Händen hält.

Wie Recht sie hat, wird ihr schon ein paar Tage später bewusst, als sie erfährt, dass ihre Familie ein Haus geerbt hat. Nicht irgendein Haus, sondern eine prächtige, wenn auch heruntergekommene Villa, die einst der Halbschwester ihrer Uroma gehörte und die so einige Geheimnisse bergen soll, ja sogar einen echten Schatz soll es dort geben! Zippa und ihr Freund Max machen sich auf die Suche und finden dabei mehr als nur das leckerste Apfelkuchenrezept der Welt…

Rückencover Buch Das Apfelkuchen-Geheimnis

Aufmachung

Bevor meine großen Tochter zusammen mit mir begann „Das Apfelkuchen-Geheimnis„* zu lesen, schauten wir uns das Buch erst einmal genauer an. Denn allein anhand des Covers konnten wir uns, ohne den Rückcover-Text zu lesen, so gar nicht genau vorstellen, worum es im Buch gehen sollte – mal abgesehen von Apfelkuchen.

Das Cover ist ein Wenig unscheinbar und wird dem Buch, welches wirklich spannende, lustige und lebensnahe Momente aus dem Leben eines Mädchens und ihrer Familie enthält, irgendwie gar nicht gerecht. Zwar zeigt es die Hauptfigur Zippa, ihren Freund Max, den geheimnisvollen Apfelkuchen und die Villa, in die Familie Modotti im Laufe der Geschichte einzieht und die so manches Rätsel birgt, allerdings ist der Stil für meinen Geschmack etwas altbacken und vielleicht sogar zu kindlich für die Zielgruppe, die ich zwischen 8 und 11 Jahren sehe. Gerade das Haus im Hintergrund, das ein zentrales Story-Element darstellt, verschwindet ein Wenig zu sehr im Hintergrund für meinen Geschmack. Die Umschlaggestaltung im Inneren zeigt einen Apfelbaum, der sehr detailreich und hübsch gestaltet it, allerdings rein gar nichts mit der Geschichte zu tun hat. Dekorativ ist er aber allemal und er passt zu den kleinen Abbildungen, die am Anfang eines jeden Kapitels stehen.

Alles in allem ist bei der Optik also Luft nach oben, aber insgesamt wirkt das Buch dennoch harmonisch und wertig.

Blick ins Buch Das Apfelkuchen-Geheimnis

Was sagt meine Tochter?

Meine Große war wirklich begeistert von diesem Buch. Gerade zu Beginn, als Zippa ihre Situation als gro0e Schwester kleiner Babyjungs schildert, musste sie des Öfteren grinsen und kommentierte eifrig, dass es Zippa leider echt nicht glücklich getroffen habe, sie selbst aber sehr zufrieden mit ihrem kleinen Bruder sei, der so gar nichts mit den Sabberlingen gemeinsam zu haben scheint – zumindest noch nicht…

Schnell zog sie vor allem das Rätsel von Zippas Uroma in ihren Bann, hinter dem eine wahnsinnig interessante Familiengeschichte steht. Diese wird im Buch so lebhaft geschildert, dass wir unbedingt wissen wollten, wie es weitergeht.

Auch schreibt die Autorin nie gestelzt oder übertrieben in einer wunderbaren Art und Weise, so dass das (Vor-)Lesen leichtfällt und richtig Spaß macht.

Das einzige, das meine Tochter ein Wenig irritierte, war übrigens nicht, dass Zippas Hobby Backen ist. Das wird nämlich im Handlungsverlauf mehrfach als ungewöhnlich für ein Mädchen dieses Alters hingestellt. Dass Zippa hingegen auf Yoyotricks abfährt, fand meine Große hingegen eigenartig, weil das zumindest an ihrer Schule zurzeit absolut kein Thema ist. Unter den Kids um die 11 und älter ist es in meinen Augen hier auch gerade seit längerem so gar nicht im Trend. Mag sein, dass es andernorts anders ist, aber mein Kind konnte damit nicht allzu viel anfangen.

Ansonsten ist das Buch aber sehr lebensnah und spannend. Die Figuren sind sympathisch und nicht übertrieben. Sie handeln realistisch und nachvollziehbar, sind keine Alleskönner oder zu konstruiert in ihrem Handeln. Auch werden statt Beliebigkeit und Klischees zu bedienen, Zippas Abenteuer frisch und humorvoll erzählt.

Buch Das Apfelkuchen-Geheimnis

Fazit

Das Buch „Das Apfelkuchen-Geheimnis„(*) hat uns wirklich überzeugt und ist für das Lesealter ab der dritten Klasse sehr gut geeignet. Im Gewirr zahlreicher Bücher, in denen es zurzeit nicht selten magisch, mystisch oder actionreich zugeht, ist dieses Werk eine wundervoll bodenständige, lebensnahe Abwechslung. Auch wenn – nein, gerade weil – nicht der hundertste Zauberer, die x-te Fee oder der nächste Harry Potter die Geschichte tragen, sondern ein ganz normales Mädchen mit realen Ängsten. Nöten und Sorgen, die aber nie ins Dramatische abschweifen, bietet das Buch in meinen Augen ein gelungenes Leseerlebnis. Besonders für die gemeinsame Lektüre halte ich es sehr geeignet, da es im Kern vor allem um Zippas Familie geht und sich dieses Thema durch das ganze Buch zieht.

Die angenehme, unaufgeregte Sprache des Buches macht das Lesen und Vorlesen zum Genuss .

Vielen Dank an den Verlag arsEdition das wir rezensieren durften.

Bis bald eure Ines.

Sonntagssüß: Traumhaftes Erdbeertiramisu

Die Erdbeersaison steht schon in den Startlöchern und ich freue mich jedes Jahr darauf, dass es die leckeren, roten Früchte aus der Region überall zu kaufen geben wird. Außer die Erdbeeren pur zu genießen, kann man sie auf vielfälltigste Art und Weise zubereiten. Zu Kuchen, Marmelade, Smoothies, Kompott und vielem mehr.
Mein aktueller Favorit ist eine ganz einfache und dennoch raffinierte Zubereitung von Erdbeeren. Ein sahnig-cremiges Dessert – Erdbeertiramisu.

Erdbeeren

Dieses Rezept ist nicht nur einfach, sondern lässt sich auch wunderbar mit Kindern zubereiten. Außerdem ist es im Gegensatz zum klassischen italienischen Tiramisu ohne Kaffee, Alkohol und Frischei. Es ist eine fruchtig-frische Alternative für Genießer jeden Alters. Auch Kinder und Schwangere kommen auf ihre Kosten!

Traumhaftes Erdbeertiramisu

Welche Zutaten brauchen wir

  • 800g frische Erdbeeren
  • 1 Packung Löffelbiskuit (man braucht zwischen 15 und 20 einzelner Biskuits)
  • 500g Magerquark
  • 150g Joghurt
  • 250g Mascarpone
  • Saft einer (Bio-)Zitrone
  • Agavendicksaft zum Süßen oder ca. 150g Zucker
  • 2 Päckchen Sofortgelatine
  • Puderzucker oder weiße Schokolade (geraspelt)
  • Springform mit 28cm Durchmesser
Zutaten Erdbeertiramisu

Fangen wir mit der Zubereitung an

Zunächst schneidet ihr 500g eurer Erdbeeren zu kleine Stückchen. Träufelt ein Wenig Zitronensaft über die zerkleinerten Beeren. Anschließend süßt ihr sie mit Agavendicksaft oder 50g Zucker. Nehmt das was ihr bevorzugt. Stellt die Erdbeeren dann zur Seite.

Als nächstes legt ihr den Boden eurer Springform mit den Biskuits aus. Schön eng, so dass möglichst wenig Lücken bleiben. Ihr könnt die Zwischenräume dann mit Biskuitkrümeln auffüllen. Zerbröselt dazu grob übrig gebliebenen Kekse und streut sie dorthin, wo die Abstände noch sehr groß sind. Diese Aufgabe meistern auch schon kleinere Kinder mit Bravour.

Jetzt kommt die leckere Creme

Dazu gebt ihr Joghurt, Quark und Mascarpone in eine Rührschüssel. Dann wird der restliche Zitronensaft hinzugefügt sowie 100g Zucker oder Agavendicksaft nach Geschmack. Der Saft süßt weniger kräftig als Zucker, also überlegt, ob ihr eher Zuckerschnuten seid oder es dezenter mögt.

Jetzt vermischt ihr diese Zutaten mit dem Handmixer bis eine cremige Masse entstanden ist. Eure kleinen Helfer sind auch hier wieder die perfekte Unterstützung! Ist die Masse zu fest, könnt ihr etwas Joghurt oder Milch ergänzen, um sie etwas aufzulockern. Aber nicht zu viel! Die Konsistenz soll cremig bleiben, die Masse nicht fließen!

Jetzt kommt die Gelatine hinzu. Sie hilft dem Tiramisu, seine Form zu behalten. Ihr könnt durch sie eine ganze Menge an Fett einsparen, da ihr „schlankere“ Milchprodukte nutzen könnt wie Joghurt und Magerquark. So ist das Dessert so an warmen Tagen weniger Hitzeanfällig.

Gebt das Pulver nach Packungsanleitung in die Masse und mixt es gut unter. Wer keine Gelatine mag oder essen darf, kann sie entweder durch Agartine ersetzen (dann folgt bitte der Packungsanweisung für die Zubereitung) oder ihr lasst sie einfach ganz weg. Dann empfehle ich euch, statt Magerquark Sahnequark und statt des Joghurts 150g mehr Mascarpone zu verwenden.

Jetzt ist die Creme fertig.

Creme für Erdbeertiramisu

Zusammensetzen des Tiramisus

Auf eurem Biskuitgrund verteilt ihr die klein geschnittenen Erdbeeren, die nun Saft gezogen haben, möglichst gleichmäßig mitsamt der süßen Flüssigkeit.

Hierauf verteilt ihr nun gleichmäßig eure Quarkcreme. Streicht sie abschließend schön glatt. Die restlichen Erdbeeren werden nun in feine Scheibchen geschnitten und von außen nach innen auf der Creme in hübschen Kreisen verteilt.

Das fertige Tiramisu sollte jetzt noch ein Wenig durchziehen. Stellt es dazu für mindestens eine Stunde in den Kühlschrank. Besonders gut schmeckt das Erdbeertiramisu, wenn man es schon am Vortag zubereitet und über Nacht durchziehen lässt. Dafür legt ihr ein Wachstuch oder eine Folie über die Springform, damit die Erdbeeren nicht austrocknen.

Vor dem Servieren könnt ihr noch etwas Puderzucker auf die Erdbeeren streuen oder ihr raspelt einen Hauch weiße Schokolade über euer Tiramisu.

Viel Spaß beim nachmachen und lasst es euch schmecken.
Eure Ines.

Erdbeertiramisu

Ostereier färben mit Krepppapier | Regenbogenostereier

Mit den Kleinsten zu basteln, ist immer eine Herausforderung. Gerade wenn die Kinder in ein Alter kommen, in dem sie gerne alles selber machen möchten, liegen Enttäuschung oder die Wut bei den Krümeln ganz nah beieinander. Sie ist mitunter grenzenlos, wenn sie es nicht so hinbekommen, wie sie wollen.

So auch beim Ostereier gestalten. Gerade wenn es um das Verzieren von bunten Ostereiern geht, ist der Umgang mit Pinsel und Farbe noch ein schwieriges Unterfangen. Das erfordert sehr viel Übung und Geduld. Je kleiner die Kinder, desto seltener bringen sie diese schon mit.

Regenbogeneier

Ostereier färben mit Krepppapier

Für Ostern habe ich deshalb ein ganz einfaches, nahezu frustfreies kleines DIY für euch. Das Gestalten wunderschöner Regenbogeneier funktioniert schon mit Kindern ab 2 Jahren.

Ostereier einfach färben mit Krepppappier. Ein großer Vorteil dieser Technik ist, dass ihr nur wenige, kostengünstige Materialien benötigt. Die meisten davon habt ihr mit Sicherheit sogar schon im Haus.

Was brauchen wir für unsere Regenbogen-Ostereier?

Eier, Krepppapier, wasser
  • Eier (weiße oder braune eignen sich gleichermaßen)
  • buntes Krepppapier (* Amazon Affiliate-Link)
  • eine Schüssel mit Wasser
  • eine leere Schüssel, falls ihr die Eier ausblasen möchtet
  • ein bis zwei leere Eierkartons
  • Küchentücher
  • Wachstuchtischdecke
  • Schürze oder altes T-Shirt zum Schutz der Kleidung

Los geht es!

Gut vorbereitet sein ist wichtig!

Deckt eure Arbeitsfläche zuerst mit einer Folie oder Tischdecke ab, um sie vor Verfärbungen zu schützen. Den Kindern und euch zieht ihr am besten eine Schürze oder ein altes T-Shirt an. Nasses Krepppapier kann ganz hässliche Flecken hinterlassen!

Alle Materialien legt ihr nun in Reichweite bereit.
Wollt ihr die Eier ausblasen, dann legt los! Alternativ könnt ihr sie aber auch hart kochen. Die rosa Aufdrucke auf den Eiern bekommt man übrigens meistens mit warmem Wasser abgerubbelt.

Die Eier färben

Eure Eier sollen nun natürlich schön bunt werden. Dazu benötigt ihr das Krepppapier. Reißt oder schneidet es mit euren Kindern in kleine Schnipsel. Ihr könnt diese entweder in einem leeren Eierkarton „parken“ oder in ein paar Schüsselchen. Es macht sich besser für das Arbeiten mit den Schnipseln, wenn ihr eine Auswahl vor euch liegt, statt des gesamten Vorrats. Dieser wird sonst schnell nass und unbrauchbar.

Füllt nun eine oder mehrere Schüsselchen mit klarem Wasser. Befeuchtet damit einen Schnipsel nach dem anderen und verteilt diese auf den Eier. Keine Angst, wenn sie etwas verrutschen, das Ergebnis wird trotzdem schön. Achtung, es gibt bunte Finger durch das nasse Krepppapier!

Kleiner Tipp zum Reinigen der Finger: Es geht gut ab mit Seife und Nagellackentferner, aber auch Babyfeuchttücher kann man zum Reinigen benutzen. Aber keine Angst, Farbreste verschwinden spätestens nach dem nächsten Vollbad oder auch beim Aufwaschen. 😉

Ist das Ei bedeckt, wird es im Eierkarton abgelegt. Dort sollte es solange liegen, bis die Schnipsel durchgetrocknet sind. Das dauert mitunter ein paar Stunden, weil das Papier sehr saugfähig ist. Am besten lasst ihr die Eier bis zum nächsten Tag legen.

Trockenes Krepppapier vom Ei lösen

Wenn alles gut getrocknet ist, das Krepppapier von den Eiern „pellen“. Die trockenen Schnipsel fallen dann zum Teil von allein ab, manchmal brauchen sie aber auch etwas Hilfe. Löst alles Papier von den Eiern ab und bestaunt euer Werk!
Tipp: Das trockene Krepppapier nicht gleich wegwerfen. Ihr könnt es sehr gut als Füllmaterial für euer Osternest weiter verwenden.

Nun nur noch die Eier mit einem Faden versehen, falls ihr sie ausgeblasen habt, und an den Osterstrauch hängen. Oder ihr gestaltet damit euer eigenes kleines Osternest und legt sie hinein.

Je nachdem wie farbintensiv euer Krepppapier ist, werden die Eier eher pastellig oder knallig von der Farbgebung her. Schön sind definitiv alle Regenbogeneier.

Viel Spaß nun, wenn ihr eure eigenen Ostereier mit Krepppapier färbt.
Bis bald eure Ines

Verlinkt beim Creadienstag.