Rezension: Das Apfelkuchen-Geheimnis {Werbung}

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Mmh Apfelkuchen. Wer liebt ihn nicht, besonders jetzt mit frisch geernteten Äpfeln. Apfelkuchen gehört einfach zum Herbst. Aber auch sonst geht nichts über einen leckeren Apfelkuchen. Jede Familie hat da ihr Spezialrezept, oftmals ein lang gehüteter Familienschatz. Weiter gegeben von Generation zu Generation.

Passend dazu erschien dieses Jahr im Verlag arsEdition das Jugendbuch „Das Apfelkuchen-Geheimnis“ von Juliane Breinl.

Buchcover Das Apfelkuchen-Geheimnis
Abbildung Verlag arsEdition

Das Apfelkuchengeheimnis von Juliane Breinl

Inhalt

Zippa, die eigentlich Isabella Modotti heißt, ist frustriert. Seit sie Schwester von Zwillingsjungs ist, die sie meist nur die „Sabberlinge“ nennt, steht ihr Leben Kopf: Ihre Eltern sind müde, überall klebt Spucke und Brei und zu allem Überfluss muss die Elfjährige auch noch ihr Zimmer hergeben, weil die Betten der Kleinen so gar nicht in die freie Kammer neben der Küche passen.

… auch Backen, was neben Yoyotricks ihre große Leidenschaft ist, kann sie nur noch extrem selten, da Mama und Papa sie für alles Mögliche einspannen, statt sich viel Zeit für sie zu nehmen. Zippas Leben ist also momentan alles andere als schön und selbst die Besuche bei ihrem Freund Max schaffen es nicht so recht, sie aufzuheitern.

Als jedoch ihre Urgroßmutter Milla ganz plötzlich stirbt, sind die Wut und der Frust allerdings fürs Erste vergessen. Ur-Milla war dafür bekannt, jedes Jahr zu Zippas Geburtstag eine Schatzsuche zu veranstalten, doch diesmal wird alles anders sein, das spürt das Mädchen mit den blonden Locken ganz deutlich, als sie ihr Erbe – eine Taschenuhr, ein hübsches Kleid und ein Fotoalbum mit Hinweisen für die allerletzte Schatzsuche ihrer Omi – in den Händen hält.

Wie Recht sie hat, wird ihr schon ein paar Tage später bewusst, als sie erfährt, dass ihre Familie ein Haus geerbt hat. Nicht irgendein Haus, sondern eine prächtige, wenn auch heruntergekommene Villa, die einst der Halbschwester ihrer Uroma gehörte und die so einige Geheimnisse bergen soll, ja sogar einen echten Schatz soll es dort geben! Zippa und ihr Freund Max machen sich auf die Suche und finden dabei mehr als nur das leckerste Apfelkuchenrezept der Welt…

Rückencover Buch Das Apfelkuchen-Geheimnis

Aufmachung

Bevor meine großen Tochter zusammen mit mir begann „Das Apfelkuchen-Geheimnis„* zu lesen, schauten wir uns das Buch erst einmal genauer an. Denn allein anhand des Covers konnten wir uns, ohne den Rückcover-Text zu lesen, so gar nicht genau vorstellen, worum es im Buch gehen sollte – mal abgesehen von Apfelkuchen.

Das Cover ist ein Wenig unscheinbar und wird dem Buch, welches wirklich spannende, lustige und lebensnahe Momente aus dem Leben eines Mädchens und ihrer Familie enthält, irgendwie gar nicht gerecht. Zwar zeigt es die Hauptfigur Zippa, ihren Freund Max, den geheimnisvollen Apfelkuchen und die Villa, in die Familie Modotti im Laufe der Geschichte einzieht und die so manches Rätsel birgt, allerdings ist der Stil für meinen Geschmack etwas altbacken und vielleicht sogar zu kindlich für die Zielgruppe, die ich zwischen 8 und 11 Jahren sehe. Gerade das Haus im Hintergrund, das ein zentrales Story-Element darstellt, verschwindet ein Wenig zu sehr im Hintergrund für meinen Geschmack. Die Umschlaggestaltung im Inneren zeigt einen Apfelbaum, der sehr detailreich und hübsch gestaltet it, allerdings rein gar nichts mit der Geschichte zu tun hat. Dekorativ ist er aber allemal und er passt zu den kleinen Abbildungen, die am Anfang eines jeden Kapitels stehen.

Alles in allem ist bei der Optik also Luft nach oben, aber insgesamt wirkt das Buch dennoch harmonisch und wertig.

Blick ins Buch Das Apfelkuchen-Geheimnis

Was sagt meine Tochter?

Meine Große war wirklich begeistert von diesem Buch. Gerade zu Beginn, als Zippa ihre Situation als gro0e Schwester kleiner Babyjungs schildert, musste sie des Öfteren grinsen und kommentierte eifrig, dass es Zippa leider echt nicht glücklich getroffen habe, sie selbst aber sehr zufrieden mit ihrem kleinen Bruder sei, der so gar nichts mit den Sabberlingen gemeinsam zu haben scheint – zumindest noch nicht…

Schnell zog sie vor allem das Rätsel von Zippas Uroma in ihren Bann, hinter dem eine wahnsinnig interessante Familiengeschichte steht. Diese wird im Buch so lebhaft geschildert, dass wir unbedingt wissen wollten, wie es weitergeht.

Auch schreibt die Autorin nie gestelzt oder übertrieben in einer wunderbaren Art und Weise, so dass das (Vor-)Lesen leichtfällt und richtig Spaß macht.

Das einzige, das meine Tochter ein Wenig irritierte, war übrigens nicht, dass Zippas Hobby Backen ist. Das wird nämlich im Handlungsverlauf mehrfach als ungewöhnlich für ein Mädchen dieses Alters hingestellt. Dass Zippa hingegen auf Yoyotricks abfährt, fand meine Große hingegen eigenartig, weil das zumindest an ihrer Schule zurzeit absolut kein Thema ist. Unter den Kids um die 11 und älter ist es in meinen Augen hier auch gerade seit längerem so gar nicht im Trend. Mag sein, dass es andernorts anders ist, aber mein Kind konnte damit nicht allzu viel anfangen.

Ansonsten ist das Buch aber sehr lebensnah und spannend. Die Figuren sind sympathisch und nicht übertrieben. Sie handeln realistisch und nachvollziehbar, sind keine Alleskönner oder zu konstruiert in ihrem Handeln. Auch werden statt Beliebigkeit und Klischees zu bedienen, Zippas Abenteuer frisch und humorvoll erzählt.

Buch Das Apfelkuchen-Geheimnis

Fazit

Das Buch „Das Apfelkuchen-Geheimnis„(*) hat uns wirklich überzeugt und ist für das Lesealter ab der dritten Klasse sehr gut geeignet. Im Gewirr zahlreicher Bücher, in denen es zurzeit nicht selten magisch, mystisch oder actionreich zugeht, ist dieses Werk eine wundervoll bodenständige, lebensnahe Abwechslung. Auch wenn – nein, gerade weil – nicht der hundertste Zauberer, die x-te Fee oder der nächste Harry Potter die Geschichte tragen, sondern ein ganz normales Mädchen mit realen Ängsten. Nöten und Sorgen, die aber nie ins Dramatische abschweifen, bietet das Buch in meinen Augen ein gelungenes Leseerlebnis. Besonders für die gemeinsame Lektüre halte ich es sehr geeignet, da es im Kern vor allem um Zippas Familie geht und sich dieses Thema durch das ganze Buch zieht.

Die angenehme, unaufgeregte Sprache des Buches macht das Lesen und Vorlesen zum Genuss .

Vielen Dank an den Verlag arsEdition das wir rezensieren durften.

Bis bald eure Ines.

Sonntagssüß: Traumhaftes Erdbeertiramisu

Die Erdbeersaison steht schon in den Startlöchern und ich freue mich jedes Jahr darauf, dass es die leckeren, roten Früchte aus der Region überall zu kaufen geben wird. Außer die Erdbeeren pur zu genießen, kann man sie auf vielfälltigste Art und Weise zubereiten. Zu Kuchen, Marmelade, Smoothies, Kompott und vielem mehr.
Mein aktueller Favorit ist eine ganz einfache und dennoch raffinierte Zubereitung von Erdbeeren. Ein sahnig-cremiges Dessert – Erdbeertiramisu.

Erdbeeren

Dieses Rezept ist nicht nur einfach, sondern lässt sich auch wunderbar mit Kindern zubereiten. Außerdem ist es im Gegensatz zum klassischen italienischen Tiramisu ohne Kaffee, Alkohol und Frischei. Es ist eine fruchtig-frische Alternative für Genießer jeden Alters. Auch Kinder und Schwangere kommen auf ihre Kosten!

Traumhaftes Erdbeertiramisu

Welche Zutaten brauchen wir

  • 800g frische Erdbeeren
  • 1 Packung Löffelbiskuit (man braucht zwischen 15 und 20 einzelner Biskuits)
  • 500g Magerquark
  • 150g Joghurt
  • 250g Mascarpone
  • Saft einer (Bio-)Zitrone
  • Agavendicksaft zum Süßen oder ca. 150g Zucker
  • 2 Päckchen Sofortgelatine
  • Puderzucker oder weiße Schokolade (geraspelt)
  • Springform mit 28cm Durchmesser
Zutaten Erdbeertiramisu

Fangen wir mit der Zubereitung an

Zunächst schneidet ihr 500g eurer Erdbeeren zu kleine Stückchen. Träufelt ein Wenig Zitronensaft über die zerkleinerten Beeren. Anschließend süßt ihr sie mit Agavendicksaft oder 50g Zucker. Nehmt das was ihr bevorzugt. Stellt die Erdbeeren dann zur Seite.

Als nächstes legt ihr den Boden eurer Springform mit den Biskuits aus. Schön eng, so dass möglichst wenig Lücken bleiben. Ihr könnt die Zwischenräume dann mit Biskuitkrümeln auffüllen. Zerbröselt dazu grob übrig gebliebenen Kekse und streut sie dorthin, wo die Abstände noch sehr groß sind. Diese Aufgabe meistern auch schon kleinere Kinder mit Bravour.

Jetzt kommt die leckere Creme

Dazu gebt ihr Joghurt, Quark und Mascarpone in eine Rührschüssel. Dann wird der restliche Zitronensaft hinzugefügt sowie 100g Zucker oder Agavendicksaft nach Geschmack. Der Saft süßt weniger kräftig als Zucker, also überlegt, ob ihr eher Zuckerschnuten seid oder es dezenter mögt.

Jetzt vermischt ihr diese Zutaten mit dem Handmixer bis eine cremige Masse entstanden ist. Eure kleinen Helfer sind auch hier wieder die perfekte Unterstützung! Ist die Masse zu fest, könnt ihr etwas Joghurt oder Milch ergänzen, um sie etwas aufzulockern. Aber nicht zu viel! Die Konsistenz soll cremig bleiben, die Masse nicht fließen!

Jetzt kommt die Gelatine hinzu. Sie hilft dem Tiramisu, seine Form zu behalten. Ihr könnt durch sie eine ganze Menge an Fett einsparen, da ihr „schlankere“ Milchprodukte nutzen könnt wie Joghurt und Magerquark. So ist das Dessert so an warmen Tagen weniger Hitzeanfällig.

Gebt das Pulver nach Packungsanleitung in die Masse und mixt es gut unter. Wer keine Gelatine mag oder essen darf, kann sie entweder durch Agartine ersetzen (dann folgt bitte der Packungsanweisung für die Zubereitung) oder ihr lasst sie einfach ganz weg. Dann empfehle ich euch, statt Magerquark Sahnequark und statt des Joghurts 150g mehr Mascarpone zu verwenden.

Jetzt ist die Creme fertig.

Creme für Erdbeertiramisu

Zusammensetzen des Tiramisus

Auf eurem Biskuitgrund verteilt ihr die klein geschnittenen Erdbeeren, die nun Saft gezogen haben, möglichst gleichmäßig mitsamt der süßen Flüssigkeit.

Hierauf verteilt ihr nun gleichmäßig eure Quarkcreme. Streicht sie abschließend schön glatt. Die restlichen Erdbeeren werden nun in feine Scheibchen geschnitten und von außen nach innen auf der Creme in hübschen Kreisen verteilt.

Das fertige Tiramisu sollte jetzt noch ein Wenig durchziehen. Stellt es dazu für mindestens eine Stunde in den Kühlschrank. Besonders gut schmeckt das Erdbeertiramisu, wenn man es schon am Vortag zubereitet und über Nacht durchziehen lässt. Dafür legt ihr ein Wachstuch oder eine Folie über die Springform, damit die Erdbeeren nicht austrocknen.

Vor dem Servieren könnt ihr noch etwas Puderzucker auf die Erdbeeren streuen oder ihr raspelt einen Hauch weiße Schokolade über euer Tiramisu.

Viel Spaß beim nachmachen und lasst es euch schmecken.
Eure Ines.

Erdbeertiramisu

Ostereier färben mit Krepppapier | Regenbogenostereier

Mit den Kleinsten zu basteln, ist immer eine Herausforderung. Gerade wenn die Kinder in ein Alter kommen, in dem sie gerne alles selber machen möchten, liegen Enttäuschung oder die Wut bei den Krümeln ganz nah beieinander. Sie ist mitunter grenzenlos, wenn sie es nicht so hinbekommen, wie sie wollen.

So auch beim Ostereier gestalten. Gerade wenn es um das Verzieren von bunten Ostereiern geht, ist der Umgang mit Pinsel und Farbe noch ein schwieriges Unterfangen. Das erfordert sehr viel Übung und Geduld. Je kleiner die Kinder, desto seltener bringen sie diese schon mit.

Regenbogeneier

Ostereier färben mit Krepppapier

Für Ostern habe ich deshalb ein ganz einfaches, nahezu frustfreies kleines DIY für euch. Das Gestalten wunderschöner Regenbogeneier funktioniert schon mit Kindern ab 2 Jahren.

Ostereier einfach färben mit Krepppappier. Ein großer Vorteil dieser Technik ist, dass ihr nur wenige, kostengünstige Materialien benötigt. Die meisten davon habt ihr mit Sicherheit sogar schon im Haus.

Was brauchen wir für unsere Regenbogen-Ostereier?

Eier, Krepppapier, wasser
  • Eier (weiße oder braune eignen sich gleichermaßen)
  • buntes Krepppapier (* Amazon Affiliate-Link)
  • eine Schüssel mit Wasser
  • eine leere Schüssel, falls ihr die Eier ausblasen möchtet
  • ein bis zwei leere Eierkartons
  • Küchentücher
  • Wachstuchtischdecke
  • Schürze oder altes T-Shirt zum Schutz der Kleidung

Los geht es!

Gut vorbereitet sein ist wichtig!

Deckt eure Arbeitsfläche zuerst mit einer Folie oder Tischdecke ab, um sie vor Verfärbungen zu schützen. Den Kindern und euch zieht ihr am besten eine Schürze oder ein altes T-Shirt an. Nasses Krepppapier kann ganz hässliche Flecken hinterlassen!

Alle Materialien legt ihr nun in Reichweite bereit.
Wollt ihr die Eier ausblasen, dann legt los! Alternativ könnt ihr sie aber auch hart kochen. Die rosa Aufdrucke auf den Eiern bekommt man übrigens meistens mit warmem Wasser abgerubbelt.

Die Eier färben

Eure Eier sollen nun natürlich schön bunt werden. Dazu benötigt ihr das Krepppapier. Reißt oder schneidet es mit euren Kindern in kleine Schnipsel. Ihr könnt diese entweder in einem leeren Eierkarton „parken“ oder in ein paar Schüsselchen. Es macht sich besser für das Arbeiten mit den Schnipseln, wenn ihr eine Auswahl vor euch liegt, statt des gesamten Vorrats. Dieser wird sonst schnell nass und unbrauchbar.

Füllt nun eine oder mehrere Schüsselchen mit klarem Wasser. Befeuchtet damit einen Schnipsel nach dem anderen und verteilt diese auf den Eier. Keine Angst, wenn sie etwas verrutschen, das Ergebnis wird trotzdem schön. Achtung, es gibt bunte Finger durch das nasse Krepppapier!

Kleiner Tipp zum Reinigen der Finger: Es geht gut ab mit Seife und Nagellackentferner, aber auch Babyfeuchttücher kann man zum Reinigen benutzen. Aber keine Angst, Farbreste verschwinden spätestens nach dem nächsten Vollbad oder auch beim Aufwaschen. 😉

Ist das Ei bedeckt, wird es im Eierkarton abgelegt. Dort sollte es solange liegen, bis die Schnipsel durchgetrocknet sind. Das dauert mitunter ein paar Stunden, weil das Papier sehr saugfähig ist. Am besten lasst ihr die Eier bis zum nächsten Tag legen.

Trockenes Krepppapier vom Ei lösen

Wenn alles gut getrocknet ist, das Krepppapier von den Eiern „pellen“. Die trockenen Schnipsel fallen dann zum Teil von allein ab, manchmal brauchen sie aber auch etwas Hilfe. Löst alles Papier von den Eiern ab und bestaunt euer Werk!
Tipp: Das trockene Krepppapier nicht gleich wegwerfen. Ihr könnt es sehr gut als Füllmaterial für euer Osternest weiter verwenden.

Nun nur noch die Eier mit einem Faden versehen, falls ihr sie ausgeblasen habt, und an den Osterstrauch hängen. Oder ihr gestaltet damit euer eigenes kleines Osternest und legt sie hinein.

Je nachdem wie farbintensiv euer Krepppapier ist, werden die Eier eher pastellig oder knallig von der Farbgebung her. Schön sind definitiv alle Regenbogeneier.

Viel Spaß nun, wenn ihr eure eigenen Ostereier mit Krepppapier färbt.
Bis bald eure Ines

Verlinkt beim Creadienstag.

Rezension: Warum der Elefant einen Rüssel hat {Werbung}

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Im Jahre 1902 veröffentlichte Autor Rudyard Kipling ein wundervolles Buch. Es enthielt eine Handvoll Geschichten, die er „Just So Stories“ nannte. Es waren Erzählungen, die er seiner kleinen Tochter Josephine so oder so ähnlich, aber immer auf die gleiche Art und Weise (just so) am Abend zum Einschlafen erzählt hatte. Leider erlebte sein Kind die Herausgabe des Buches nicht mehr. Das kleine Mädchen starb kurz zuvor an einer schweren Lungenentzündung.

Was von ihr blieb, waren die ihr gewidmeten Geschichten, die in Großbritannien schon lange zu den Klassikern englischer Kinderliteratur gehören. Sie verzaubern noch heute mit Witz und Charme ihre Leser. Erklären fantasievoll, wie verschiedene Tiere ihre besonderen Merkmale und Eigenschaften erhielten.

Nachdem diese bezaubernden „Just So Stories“ noch einmal von Elli Woollard überarbeitet wurden, sind sie nun ins Deutsche übertragen und im Verlag arsEdition als Kinderbuch „Warum der Elefant einen Rüssel hat“ veröffentlicht. Die wunderschönen, kindgerechten Illustrationen stammen von Marta Altés. Die auf eindrucksvolle Weise spürbar macht, wie viel Liebe und Witz in den Geschichten steckt.

Buchcover Warum der Elefant einen Rüssel hat
Abbildung: Verlag arsEdition

Aufmachung des Buches

Als ich das Buch zum ersten Mal in den Händen hielt, war ich tatsächlich beeindruckt: Der matte Einband ist bunt und besitzt eine angenehm griffige Textur, die mich ein Wenig an eine Leinenbindung erinnert. Was aber hierbei einen besonderen Eindruck hinterlässt ist die Vorderseite des Covers. Sie ist entsprechend des Motivs geprägt und verfügt über glatte und strukturierte Ebenen, die man beim Berühren erfühlen kann.

Der Einband bietet so ein tolles, haptisches Erlebnis und regt an, das Covermotiv, mit all seinen vielfältigen Details genauer zu betrachten und zu erfühlen. Das macht nicht nur bei jungen Lesern Lust, das Buch in die Hand zu nehmen!

Innen ist das Buch nicht weniger farbenfroh und ansprechend gestaltet. Im Einband finden sich alle Tiere der Geschichten wieder in Form eines aus ihnen zusammengesetzten Musters. Auch vor und nach den einzelnen Tieren sind solche Musterseiten zu finden, allerdings zeigen sie dann entsprechend Wal, Kamel, Nashorn, Elefant oder Katze und einige andere, ausgewählte Elemente der Erzählung wie Fische, Palmen usw.
Auch in den Stories, die alle in komplexer Reimformgeschrieben sind, finden sich zahlreiche Illustrationen, die manchmal ganzseitig, manchmal als einzelne Motive gelungen in die Erzählung eingebettet sind.

Insgesamt ist das Kinderbuch „Warum der Elefant einen Rüssel hat“ (*) wunderschön und ansprechend gestaltet, aber nichts für Freunde des Minimalismus. Viele Motive und Muster sind sehr üppig, alle Illustrationen sind bunt und detailliert. Der Stil der Bilder ist liebevoll und kindgerecht. Zwar besitzt er mitunter einfache, comichafte Züge, jedoch wirkt er nie albern oder übertrieben.

Wer dieses visuell für Kinder (und Erwachsene) ansprechende Buch kaufen oder verschenken möchte, trifft damit eine gute Wahl, denn es lässt sich in der Tat sehen und macht einen sehr wertigen Eindruck.

Um was geht es?

Das Buch umfasst ein kurzes Vorwort und fünf gereimte Geschichten zu verschiedenen Tieren. Jede davon handelt von einem bestimmten Attribut der jeweils im Mittelpunkt stehenden Spezies. So schildern die Reime beispielsweise, warum der Elefant einen langen Rüssel hat oder die Katze noch heute ein wildes Tier ist und ihren Weg selbstbestimmt wählt, statt sich zähmen zu lassen.

Die Reime sind verhältnismäßig komplex und es entsteht selten das Gefühl, dass sie erzwungen sind gemäß dem Motto „Reim‘ mich oder ich fress‘ sich“. Stattdessen ermöglichen sie einen angenehmen, ungezwungenen Lesefluss und einen Rhythmus, dem man gerne lauscht. Auch kleinere Kinder dürften diesen Geschichten gerne zuhören, wobei  der Inhalt und die Reime mitunter noch zu komplex für ein tieferes Verständnis des Inhaltes sein dürften. 

Die Geschichten sind allesamt kurz und eignen sich gut, um sie zwischendurch vorzulesen. Auch als kurze Abendlektüre kann ich mir die Geschichten vorstellen, da die Geschichten zwar interessant, aber nicht außergewöhnlich aufregend oder aufwühlend sind. 

Was sagen meine Kinder?

Meine Töchter, 5 und 8 Jahre alt, lieben Bücher und waren sofort Feuer und Flamme für das schöne Werk von Ars Edition. Einband und Bilder gefielen ihnen sofort und mussten ausgiebig befühlt und betrachtet werden. Mehr als einmal hörte ich „Guck mal hier, Mama!“ oder das ein oder andere Glucksen beim Anschauen. 

Da die Große schon sehr gut Lesen kann, übernahm sie es, die Gutenachtgeschichte für ihre kleine Schwester vorzutragen. Und was soll ich sagen? Sie hatte tatsächlich trotz des komplexen Reims kaum Probleme beim Vorlesen. Anfangs musste sie sich zwar an die ungewöhnliche Form erst einmal gewöhnen, jedoch fand sie schnell in Sprachrhythmus und Erzählfluss hinein.

Grundsätzlich würde ich sagen, dass das Buch sehr gut das Lesealter und das Interesse der Mädchen trifft. Für kleinere Kinder dürfte der Inhalt noch etwas zu schwer zu verstehen sein, was jedoch die Bilder wieder wettmachen dürften, die bei uns auf große Begeisterung stießen.

Lieblingsgeschichten im Buch

Die Lieblingsgeschichte meiner Töchter war übrigens die von der Katze, weil wir selbst Samtpfötchen zu Hause haben. Aber wohl besonders, weil die Frau während der Erzählung ein Baby bekommt und Babys stehen hier gerade ganz hoch im Kurs. Schon zu Beginn der Geschichte lässt sich ein Babybauch erahnen. Als dann das niedlich gestaltete Kind auf den Bildern auftauchte, war bei beiden die Freude ganz groß.

Die Geschichte vom Nashorn fanden die Mädchen hingegen etwas seltsam und absurd. Allerdings sind alle Erklärungen für die tierischen Besonderheiten nicht wirklich ernst zu nehmen, weshalb mich ihre Skepsis ein Wenig überraschte. Wer nach einer logischen Erklärung sucht, dem sei deshalb ein naturwissenschaftliches Buch ans Herz gelegt, denn hier geht es vorrangig um eine spaßige Dichtung mit Unterhaltungswert.

Gut unterhalten haben sich meine Kinder in jedem Falle gefühlt. Die Geschichten wurden auch nicht nur einmal gelesen. Das Buch kam besonders gern dann zum Einsatz, wenn wir Lust auf eine kleine, angenehme Lesepause hatten oder auch, um kürzere Wartezeiten zu überbrücken. Auch wenn die Augen abends schon so schwer waren, dass eine lange Gutenachtgeschichte einfach nicht mehr gelohnt hätte, griffen wir gern auf die Erzählungen zurück.

Fazit 

Wer ein hochwertiges und amüsantes Buch für Kinder sucht, ist mit
Warum der Elefant einen Rüssel hat“ (*) sehr gut beraten. Das Gesamtpaket aus Text und Illustrationen überzeugt und lässt kaum Wünsche offen.

Aufgrund der Komplexität von Inhalt und Reimen würde ich das Buch ab etwa fünf Jahren empfehlen. Allerdings zweifle ich nicht daran, dass auch schon kleinere Kinder an den liebevoll gestalteten Bildern und dem angenehmen Klang der Geschichten ihre Freude finden dürften. Selbst wenn sich ihnen der Inhalt noch nicht erschließt.

Die wertige Aufmachung macht das Buch zu einem wunderbaren Geschenk für kleine und große Lesefreunde. Zudem ist es ein Highlight im Bücherregal.

Vielen Dank an den Verlag arsEdition das wir rezensieren durften.

Bis bald eure Ines.

Hallo, ich bin die Neue hier

Hallo, ihr Lieben, schön, dass es euch auf den Blog kremplinghaus.de verschlagen hat. Falls ihr neu hier seid oder euch als regelmäßige Leser_innen wundert, was es mit diesem , nicht von Bianca stammenden Post, auf sich hat, möchte ich es gern erklären und die Gelegenheit nutzen, mich kurz vorzustellen.

Ich bin die Neue hier im Blog

Mein Name ist Ines und ich bin seit kurzem Gastautorin bei Bianca. Ich bin 34 Jahre alt, verheiratet und Mutter von zwei Mädchen, 5 und 8 Jahre alt. Im Juni kommt noch ein kleiner Junge dazu und macht die Familie komplett.

Eigentlich hatte ich einmal vor, Lehrerin am Gymnasium zu werden, allerdings fühlte sich dieser Gedanke nach dem 1. Staatsexamen nicht mehr richtig an für mich, weshalb ich einen anderen Weg einschlug und ich über Umwege zum Erzieherberuf kam. Diesen übe ich seit ein paar Jahren in einer Dresdner Kita im Krippenbereich aus. 

Ich fühle mich wohl, bei allem, was kreativ ist und verbringe meine Zeit gern an der Nähmaschine. Aber auch Malen, Stricken, Häkeln und Basteln macht mir wahnsinnig viel Spaß. Außerdem lese ich leidenschaftlich gern und habe Spaß am Schreiben. Einen Traum konnte ich mir mit meinem eigenen Kinderbuch „Harald ist anders“ erfüllen, dass ich zusammen mit einem sehr lieben, ehemaligen Kollegen über eine CrowdFunding Kampagne veröffentlicht habe. Dazu habe ich hier im Blog auch schon ein Interview gegeben.

Bianca kenne ich seit etwas über fünf Jahren. Damals haben wir uns in der Dresdner Nähbloggerszene kennen gelernt. Mittlerweile verbindet uns weit mehr als unser Hobby und wir sind als Freundinnen zusammen gewachsen.  

Wie kommt es nun, dass ich jetzt hier bei Bianca im Blog schreibe?

Die Idee dazu hat sich vor kurzem herauskristallisiert, als wir uns über das Thema Bloggen im Allgemeinen unterhielten. Grundsätzlich finde ich Blogs mit Themen wie Familie, DIY und speziell Nähen sehr interessant. Einen eigenen Blog zu haben, halte ich derzeit, allerdings aus verschiedenen Gründen, kaum für realisierbar. Das gelegentlich Schreiben hier ist für mich da der perfekte Kompromiss und ich freue mich, dass Bianca mir diese Möglichkeit bietet und ich sie in Zukunft bei ihrem Herzensprojekt kremplinghaus.de unterstützen kann.

Bis bald eure Ines

Foto von Ines. 🙂