Ostereier färben mit Krepppapier | Regenbogenostereier

Mit den Kleinsten zu basteln, ist immer eine Herausforderung. Gerade wenn die Kinder in ein Alter kommen, in dem sie gerne alles selber machen möchten, liegen Enttäuschung oder die Wut bei den Krümeln ganz nah beieinander. Sie ist mitunter grenzenlos, wenn sie es nicht so hinbekommen, wie sie wollen.

So auch beim Ostereier gestalten. Gerade wenn es um das Verzieren von bunten Ostereiern geht, ist der Umgang mit Pinsel und Farbe noch ein schwieriges Unterfangen. Das erfordert sehr viel Übung und Geduld. Je kleiner die Kinder, desto seltener bringen sie diese schon mit.

Regenbogeneier

Ostereier färben mit Krepppapier

Für Ostern habe ich deshalb ein ganz einfaches, nahezu frustfreies kleines DIY für euch. Das Gestalten wunderschöner Regenbogeneier funktioniert schon mit Kindern ab 2 Jahren.

Ostereier einfach färben mit Krepppappier. Ein großer Vorteil dieser Technik ist, dass ihr nur wenige, kostengünstige Materialien benötigt. Die meisten davon habt ihr mit Sicherheit sogar schon im Haus.

Was brauchen wir für unsere Regenbogen-Ostereier?

Eier, Krepppapier, wasser
  • Eier (weiße oder braune eignen sich gleichermaßen)
  • buntes Krepppapier (* Amazon Affiliate-Link)
  • eine Schüssel mit Wasser
  • eine leere Schüssel, falls ihr die Eier ausblasen möchtet
  • ein bis zwei leere Eierkartons
  • Küchentücher
  • Wachstuchtischdecke
  • Schürze oder altes T-Shirt zum Schutz der Kleidung

Los geht es!

Gut vorbereitet sein ist wichtig!

Deckt eure Arbeitsfläche zuerst mit einer Folie oder Tischdecke ab, um sie vor Verfärbungen zu schützen. Den Kindern und euch zieht ihr am besten eine Schürze oder ein altes T-Shirt an. Nasses Krepppapier kann ganz hässliche Flecken hinterlassen!

Alle Materialien legt ihr nun in Reichweite bereit.
Wollt ihr die Eier ausblasen, dann legt los! Alternativ könnt ihr sie aber auch hart kochen. Die rosa Aufdrucke auf den Eiern bekommt man übrigens meistens mit warmem Wasser abgerubbelt.

Die Eier färben

Eure Eier sollen nun natürlich schön bunt werden. Dazu benötigt ihr das Krepppapier. Reißt oder schneidet es mit euren Kindern in kleine Schnipsel. Ihr könnt diese entweder in einem leeren Eierkarton „parken“ oder in ein paar Schüsselchen. Es macht sich besser für das Arbeiten mit den Schnipseln, wenn ihr eine Auswahl vor euch liegt, statt des gesamten Vorrats. Dieser wird sonst schnell nass und unbrauchbar.

Füllt nun eine oder mehrere Schüsselchen mit klarem Wasser. Befeuchtet damit einen Schnipsel nach dem anderen und verteilt diese auf den Eier. Keine Angst, wenn sie etwas verrutschen, das Ergebnis wird trotzdem schön. Achtung, es gibt bunte Finger durch das nasse Krepppapier!

Kleiner Tipp zum Reinigen der Finger: Es geht gut ab mit Seife und Nagellackentferner, aber auch Babyfeuchttücher kann man zum Reinigen benutzen. Aber keine Angst, Farbreste verschwinden spätestens nach dem nächsten Vollbad oder auch beim Aufwaschen. 😉

Ist das Ei bedeckt, wird es im Eierkarton abgelegt. Dort sollte es solange liegen, bis die Schnipsel durchgetrocknet sind. Das dauert mitunter ein paar Stunden, weil das Papier sehr saugfähig ist. Am besten lasst ihr die Eier bis zum nächsten Tag legen.

Trockenes Krepppapier vom Ei lösen

Wenn alles gut getrocknet ist, das Krepppapier von den Eiern „pellen“. Die trockenen Schnipsel fallen dann zum Teil von allein ab, manchmal brauchen sie aber auch etwas Hilfe. Löst alles Papier von den Eiern ab und bestaunt euer Werk!
Tipp: Das trockene Krepppapier nicht gleich wegwerfen. Ihr könnt es sehr gut als Füllmaterial für euer Osternest weiter verwenden.

Nun nur noch die Eier mit einem Faden versehen, falls ihr sie ausgeblasen habt, und an den Osterstrauch hängen. Oder ihr gestaltet damit euer eigenes kleines Osternest und legt sie hinein.

Je nachdem wie farbintensiv euer Krepppapier ist, werden die Eier eher pastellig oder knallig von der Farbgebung her. Schön sind definitiv alle Regenbogeneier.

Viel Spaß nun, wenn ihr eure eigenen Ostereier mit Krepppapier färbt.
Bis bald eure Ines

Verlinkt beim Creadienstag.

Rezension: Warum der Elefant einen Rüssel hat {Werbung}

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Im Jahre 1902 veröffentlichte Autor Rudyard Kipling ein wundervolles Buch. Es enthielt eine Handvoll Geschichten, die er „Just So Stories“ nannte. Es waren Erzählungen, die er seiner kleinen Tochter Josephine so oder so ähnlich, aber immer auf die gleiche Art und Weise (just so) am Abend zum Einschlafen erzählt hatte. Leider erlebte sein Kind die Herausgabe des Buches nicht mehr. Das kleine Mädchen starb kurz zuvor an einer schweren Lungenentzündung.

Was von ihr blieb, waren die ihr gewidmeten Geschichten, die in Großbritannien schon lange zu den Klassikern englischer Kinderliteratur gehören. Sie verzaubern noch heute mit Witz und Charme ihre Leser. Erklären fantasievoll, wie verschiedene Tiere ihre besonderen Merkmale und Eigenschaften erhielten.

Nachdem diese bezaubernden „Just So Stories“ noch einmal von Elli Woollard überarbeitet wurden, sind sie nun ins Deutsche übertragen und im Verlag arsEdition als Kinderbuch „Warum der Elefant einen Rüssel hat“ veröffentlicht. Die wunderschönen, kindgerechten Illustrationen stammen von Marta Altés. Die auf eindrucksvolle Weise spürbar macht, wie viel Liebe und Witz in den Geschichten steckt.

Buchcover Warum der Elefant einen Rüssel hat
Abbildung: Verlag arsEdition

Aufmachung des Buches

Als ich das Buch zum ersten Mal in den Händen hielt, war ich tatsächlich beeindruckt: Der matte Einband ist bunt und besitzt eine angenehm griffige Textur, die mich ein Wenig an eine Leinenbindung erinnert. Was aber hierbei einen besonderen Eindruck hinterlässt ist die Vorderseite des Covers. Sie ist entsprechend des Motivs geprägt und verfügt über glatte und strukturierte Ebenen, die man beim Berühren erfühlen kann.

Der Einband bietet so ein tolles, haptisches Erlebnis und regt an, das Covermotiv, mit all seinen vielfältigen Details genauer zu betrachten und zu erfühlen. Das macht nicht nur bei jungen Lesern Lust, das Buch in die Hand zu nehmen!

Innen ist das Buch nicht weniger farbenfroh und ansprechend gestaltet. Im Einband finden sich alle Tiere der Geschichten wieder in Form eines aus ihnen zusammengesetzten Musters. Auch vor und nach den einzelnen Tieren sind solche Musterseiten zu finden, allerdings zeigen sie dann entsprechend Wal, Kamel, Nashorn, Elefant oder Katze und einige andere, ausgewählte Elemente der Erzählung wie Fische, Palmen usw.
Auch in den Stories, die alle in komplexer Reimformgeschrieben sind, finden sich zahlreiche Illustrationen, die manchmal ganzseitig, manchmal als einzelne Motive gelungen in die Erzählung eingebettet sind.

Insgesamt ist das Kinderbuch „Warum der Elefant einen Rüssel hat“ (*) wunderschön und ansprechend gestaltet, aber nichts für Freunde des Minimalismus. Viele Motive und Muster sind sehr üppig, alle Illustrationen sind bunt und detailliert. Der Stil der Bilder ist liebevoll und kindgerecht. Zwar besitzt er mitunter einfache, comichafte Züge, jedoch wirkt er nie albern oder übertrieben.

Wer dieses visuell für Kinder (und Erwachsene) ansprechende Buch kaufen oder verschenken möchte, trifft damit eine gute Wahl, denn es lässt sich in der Tat sehen und macht einen sehr wertigen Eindruck.

Um was geht es?

Das Buch umfasst ein kurzes Vorwort und fünf gereimte Geschichten zu verschiedenen Tieren. Jede davon handelt von einem bestimmten Attribut der jeweils im Mittelpunkt stehenden Spezies. So schildern die Reime beispielsweise, warum der Elefant einen langen Rüssel hat oder die Katze noch heute ein wildes Tier ist und ihren Weg selbstbestimmt wählt, statt sich zähmen zu lassen.

Die Reime sind verhältnismäßig komplex und es entsteht selten das Gefühl, dass sie erzwungen sind gemäß dem Motto „Reim‘ mich oder ich fress‘ sich“. Stattdessen ermöglichen sie einen angenehmen, ungezwungenen Lesefluss und einen Rhythmus, dem man gerne lauscht. Auch kleinere Kinder dürften diesen Geschichten gerne zuhören, wobei  der Inhalt und die Reime mitunter noch zu komplex für ein tieferes Verständnis des Inhaltes sein dürften. 

Die Geschichten sind allesamt kurz und eignen sich gut, um sie zwischendurch vorzulesen. Auch als kurze Abendlektüre kann ich mir die Geschichten vorstellen, da die Geschichten zwar interessant, aber nicht außergewöhnlich aufregend oder aufwühlend sind. 

Was sagen meine Kinder?

Meine Töchter, 5 und 8 Jahre alt, lieben Bücher und waren sofort Feuer und Flamme für das schöne Werk von Ars Edition. Einband und Bilder gefielen ihnen sofort und mussten ausgiebig befühlt und betrachtet werden. Mehr als einmal hörte ich „Guck mal hier, Mama!“ oder das ein oder andere Glucksen beim Anschauen. 

Da die Große schon sehr gut Lesen kann, übernahm sie es, die Gutenachtgeschichte für ihre kleine Schwester vorzutragen. Und was soll ich sagen? Sie hatte tatsächlich trotz des komplexen Reims kaum Probleme beim Vorlesen. Anfangs musste sie sich zwar an die ungewöhnliche Form erst einmal gewöhnen, jedoch fand sie schnell in Sprachrhythmus und Erzählfluss hinein.

Grundsätzlich würde ich sagen, dass das Buch sehr gut das Lesealter und das Interesse der Mädchen trifft. Für kleinere Kinder dürfte der Inhalt noch etwas zu schwer zu verstehen sein, was jedoch die Bilder wieder wettmachen dürften, die bei uns auf große Begeisterung stießen.

Lieblingsgeschichten im Buch

Die Lieblingsgeschichte meiner Töchter war übrigens die von der Katze, weil wir selbst Samtpfötchen zu Hause haben. Aber wohl besonders, weil die Frau während der Erzählung ein Baby bekommt und Babys stehen hier gerade ganz hoch im Kurs. Schon zu Beginn der Geschichte lässt sich ein Babybauch erahnen. Als dann das niedlich gestaltete Kind auf den Bildern auftauchte, war bei beiden die Freude ganz groß.

Die Geschichte vom Nashorn fanden die Mädchen hingegen etwas seltsam und absurd. Allerdings sind alle Erklärungen für die tierischen Besonderheiten nicht wirklich ernst zu nehmen, weshalb mich ihre Skepsis ein Wenig überraschte. Wer nach einer logischen Erklärung sucht, dem sei deshalb ein naturwissenschaftliches Buch ans Herz gelegt, denn hier geht es vorrangig um eine spaßige Dichtung mit Unterhaltungswert.

Gut unterhalten haben sich meine Kinder in jedem Falle gefühlt. Die Geschichten wurden auch nicht nur einmal gelesen. Das Buch kam besonders gern dann zum Einsatz, wenn wir Lust auf eine kleine, angenehme Lesepause hatten oder auch, um kürzere Wartezeiten zu überbrücken. Auch wenn die Augen abends schon so schwer waren, dass eine lange Gutenachtgeschichte einfach nicht mehr gelohnt hätte, griffen wir gern auf die Erzählungen zurück.

Fazit 

Wer ein hochwertiges und amüsantes Buch für Kinder sucht, ist mit
Warum der Elefant einen Rüssel hat“ (*) sehr gut beraten. Das Gesamtpaket aus Text und Illustrationen überzeugt und lässt kaum Wünsche offen.

Aufgrund der Komplexität von Inhalt und Reimen würde ich das Buch ab etwa fünf Jahren empfehlen. Allerdings zweifle ich nicht daran, dass auch schon kleinere Kinder an den liebevoll gestalteten Bildern und dem angenehmen Klang der Geschichten ihre Freude finden dürften. Selbst wenn sich ihnen der Inhalt noch nicht erschließt.

Die wertige Aufmachung macht das Buch zu einem wunderbaren Geschenk für kleine und große Lesefreunde. Zudem ist es ein Highlight im Bücherregal.

Vielen Dank an den Verlag arsEdition das wir rezensieren durften.

Bis bald eure Ines.

Hallo, ich bin die Neue hier

Hallo, ihr Lieben, schön, dass es euch auf den Blog kremplinghaus.de verschlagen hat. Falls ihr neu hier seid oder euch als regelmäßige Leser_innen wundert, was es mit diesem , nicht von Bianca stammenden Post, auf sich hat, möchte ich es gern erklären und die Gelegenheit nutzen, mich kurz vorzustellen.

Ich bin die Neue hier im Blog

Mein Name ist Ines und ich bin seit kurzem Gastautorin bei Bianca. Ich bin 34 Jahre alt, verheiratet und Mutter von zwei Mädchen, 5 und 8 Jahre alt. Im Juni kommt noch ein kleiner Junge dazu und macht die Familie komplett.

Eigentlich hatte ich einmal vor, Lehrerin am Gymnasium zu werden, allerdings fühlte sich dieser Gedanke nach dem 1. Staatsexamen nicht mehr richtig an für mich, weshalb ich einen anderen Weg einschlug und ich über Umwege zum Erzieherberuf kam. Diesen übe ich seit ein paar Jahren in einer Dresdner Kita im Krippenbereich aus. 

Ich fühle mich wohl, bei allem, was kreativ ist und verbringe meine Zeit gern an der Nähmaschine. Aber auch Malen, Stricken, Häkeln und Basteln macht mir wahnsinnig viel Spaß. Außerdem lese ich leidenschaftlich gern und habe Spaß am Schreiben. Einen Traum konnte ich mir mit meinem eigenen Kinderbuch „Harald ist anders“ erfüllen, dass ich zusammen mit einem sehr lieben, ehemaligen Kollegen über eine CrowdFunding Kampagne veröffentlicht habe. Dazu habe ich hier im Blog auch schon ein Interview gegeben.

Bianca kenne ich seit etwas über fünf Jahren. Damals haben wir uns in der Dresdner Nähbloggerszene kennen gelernt. Mittlerweile verbindet uns weit mehr als unser Hobby und wir sind als Freundinnen zusammen gewachsen.  

Wie kommt es nun, dass ich jetzt hier bei Bianca im Blog schreibe?

Die Idee dazu hat sich vor kurzem herauskristallisiert, als wir uns über das Thema Bloggen im Allgemeinen unterhielten. Grundsätzlich finde ich Blogs mit Themen wie Familie, DIY und speziell Nähen sehr interessant. Einen eigenen Blog zu haben, halte ich derzeit, allerdings aus verschiedenen Gründen, kaum für realisierbar. Das gelegentlich Schreiben hier ist für mich da der perfekte Kompromiss und ich freue mich, dass Bianca mir diese Möglichkeit bietet und ich sie in Zukunft bei ihrem Herzensprojekt kremplinghaus.de unterstützen kann.

Bis bald eure Ines

Foto von Ines. 🙂