So was wie ein Jahresrückblick

Ein Jahresrückblick ist ja immer so eine Sache. Entweder man mag ihn oder nicht. Hier im Blog sind Jahresrückblicke echt eine Seltenheit. Doch nach diesem echt verrückten Jahr 2020, so dachten wir uns, sollten wir es vielleicht ein bisschen ändern und zumindest einmal kurz auf das vergangene Jahr zurückblicken.
Inspirieren lassen dazu, haben uns dabei von Frau Brüllen und Frau Frische Brise, bei denen das schon Tradition hat.

Um den Jahresrückblick nicht nur aus einer Sicht zu zeigen haben wir ihn als Blog-Autoren-Duo gemacht. Viel Spaß.

Jahresrückblick

Jahresrückblick 2020

(* enthält Amazon-Affiliate-Links)

Ganz grob auf einer Skala von 1 bis 10: Wie war Dein Jahr?
Bianca: Mittelmäßig … 5-6
Ines: Vielleicht eine 4…

Zugenommen oder abgenommen?
B.: Gleich geblieben.
I.: Weder noch.

Haare länger oder kürzer?
B.: Kürzer. Am Ende meiner Krankschreibung im Oktober konnte ich meine langen Haare nicht mehr ertragen. Der Mann hatte die ehrenvolle Aufgabe mir den Zopf abschneiden. Seitdem habe ich einen Bob.
I.: Länger, ich war nur einmal beim Friseur und zwar im Juni.

Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
B.: Kurzsichtiger. Ok, ich bin eh schon blind wie ein Maulwurf, doch seit diesem Jahr wieder bestätigt mehr. Nach augenärztlicher Kontrolle habe ich eine neue Brille bekommen und die neuen Werte erstmal überhaupt nicht vertragen. Das hatte ich noch nie. Nach einer erneuten Vermessung meiner Augen haben ich nun verträgliche neue Brillenwerte, komme aber nun auch mit Brille beim rechten Auge nicht mehr auf 100% Sehkraft. Das liegt an der großen Differenz meiner Augen. Bei mehr als 4 Dioptrien Unterschied hat mein Kopf Stopp geschrien.
I.: Kurzsichtiger. Besser wird die Sicht nicht mehr nach 33 Jahren mit Brille wegen Kurzsichtigkeit.

Mehr Geld oder weniger?
B.: Weniger. Der Mann hatte 10 von 12 Monaten kein Einkommen und ich bin für alles aufgekommen.
I.: Leider weniger. Ich war 2,5 Monate länger in Elternzeit wegen Corona und fehlendem Kitaplatz für den Kleinen. In der Zeit hatte ich kein Einkommen.

Mehr ausgegeben oder weniger?
B.: Weniger. Wenn weniger Geld zur Verfügung steht, kann man auch nicht mehr ausgeben.
I.: Ich würde sagen mehr, in der Pandemie ist vieles teurer geworden.

Der hirnrissigste Plan?
B.: Ein Gewerbe anzumelden.
I.: Puh, das ist schwer zu sagen … Ich hatte mir eingebildet, eine Weiterbildung machen zu wollen, die in meinen Augen längst überfällig wäre. Es kamen mir aber die Pläne meines Arbeitgebers in die Quere, der mich überraschend versetzte.

Die gefährlichste Unternehmung?
B.: Fällt mir nix ein.
I.: Im Angesicht der Pandemie wahrscheinlich die Schuleinführung meines Mittelkindes, wo wir viele Menschen getroffen haben.

Die teuerste Anschaffung?
B.: Ungeplant neue Reifen fürs Auto und einen Plotter samt Zubehör.
I.: Ein Familienfotoshooting bei unserer Lieblingsfotografin.

Das leckerste Essen?
B.: Ofenkäse mit Kräutern und Knoblauch
I.: Das letzte Abendessen bei Freunden vor der Pandemie, es gab Kartoffeln und Sahnehering. Es war so schön, sorglos in Gesellschaft zu essen.

Das beeindruckenste Buch?
B.:Happy at Home“ (*) – stelle ich euch hier im Blog demnächst genauer vor.
I.: Ich habe die gesamte Sumpfloch-Saga (*) von Halo Summer gelesen – für Fans deutscher Fantasy sehr empfehlenswert.

Der ergreifendste Film?
B.:100 Dinge“ (*) – Der hat mich echt zum Nachdenken gebracht.
I.: Tatsächlich fand ich “Der Schacht” sehr beeindruckend.

Die beste Serie?
B.:Madam Secretary“ (*)
I.: Definitiv “Dark” auf Netflix.

Die beste CD?
B.: Da müsste ich die Kinder fragen. Ich bin eher Typ Radio an.
I.:A Pentatonix Christmas” (*)

Das schönste Konzert?
B.: Ich war noch nie in meinem Leben auf einem Konzert.
I.: Durch die Pandemie war ich bei keinem, ansonsten fand ich das gemeinsam eingesungene Lied des Firmenchores meines Mannes sehr toll.

Die meiste Zeit verbracht mit…?
B.: Meiner Familie
I.: Meinem Kleinsten.

Die schönste Zeit verbracht mit…?
B.: Meiner Familie
I.: Meinem Mann und den Kindern.

Vorherrschendes Gefühl 2020?
B.: Kraftlos
I.: übersättigt von menschlicher Nähe zu sein – ich wäre so extrem gern mal wieder allein

2020 zum ersten Mal getan?
B.: Ein Gewerbe angemeldet.
I.: Home Office… als Erzieherin ist das eher ungewöhnlich.

2020 nach langer Zeit wieder getan?
B.: Aquarell-Malerei – Dafür zwei Workshops besucht. Über einen habe ich im Blog berichtet.
I.: Eine Puppe genäht.

3 Dinge, auf die ich gut hätte verzichten können?
B.: Lockdown, Kinderquarantäne, Stress daheim wegen überreizter Nerven bei mir und dem Mann.
I.: Corona, einen gebrochenen Zeh, versetzt zu werden

Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
B.: Man soll nicht alles glauben was im Internet steht, besonders wenn die Quellenangabe fehlt.
I.: … dass Corona gefährlich und keinesfalls nur eine “kleine Grippe” ist.

Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?
B.: Ich hoffe, dass alle meine Geschenke schön waren.
I.: Eine selbstgenähte Zuckertüte und das Einschulungskleid für meine Mittlere.

Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
B.: Siebdruck-Set zu meinem 40. Geburtstag
I.: Eine Coverlock-Nähmaschine von meinem Mann zum Geburtstag

Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?
B.: „Danke für die tolle Zusammenarbeit heute. Das hat wunderbar geklappt.“ Mein Abteilungschef zu mir.
I.: Von meinem Mann: Wir schaffen das gemeinsam.

Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?
B.: Zu den Kindern, dass ich sie lieb habe, auch wenn ich manchmal mit ihnen laut schimpfe.
I.: Zu meinem Mann: Wir schaffen das gemeinsam.

Besseren Job oder schlechteren?
B.: Der gleiche wie immer, aber unter etwas schlechteren Bedingungen.
I.: Ich fürchte, da wo ich bin aktuell, bin ich leider nicht gerade glücklich.

Dieses Jahr etwas gewonnen und wenn, was?
B.: Der Mann ab und zu paar Euros beim Lotto.
I.: Leider nein.

Mehr bewegt oder weniger?
B.: Gleich viel. Ich fahre ja täglich (bis auf die Nachtschichten, mit dem Rad zur Arbeit.
I.: Bis zum Ende der Elternzeit sehr viel mehr, danach weniger.

Anzahl der Erkrankungen dieses Jahr?
B.: Erkältungsinfekte im Frühjahr und Herbst, wie jedes Jahr. Dazu eine Krankschreibung wg. der Psyche im Oktober. Ansonsten bin ich fit wie eh und je, obwohl es immer mal wieder im Rücken zwickt und der Orthopäde mich einmal einrenken musste dieses Jahr.
I.: Ich war das Jahr erstaunlich gesund. Tatsächlich hatte ich nur einmal Halsschmerzen, eine Bindehautentzündung und einen gebrochenen Zeh. Zählt man den chronischen Blödsinn nicht mit (Heuschnupfen, kaputter Rücken und schlechte Augen), bin ich 2020 gut weggekommen.

Davon war für Dich die Schlimmste?
B.: Die Psyche. Ich hasse diese Schwäche an mir, akzeptiere sie aber und lerne mit ihr umzugehen und rechtzeitig Pausen zu machen.
I.: Der Zeh, der schmerzt noch immer.

Dein Wort des Jahres?
B.: Zusammenhalt
I.: Impfung

Dein Unwort des Jahres?
B.: Corontäne
I.: Eigenverantwortung

Dein Lieblingsblog des Jahres?.
B.: Täglich den Blog von Frau Brüllen.
I.: Neben unserem lese ich eigentlich immer noch den Schnabelinablog mit am liebsten.

Mein größter Wunsch fürs kommende Jahr?
B.: Mehr unternehmen zu können. Freunde sorglos zu treffen und zu umarmen.
I.: Meine Schwester und ihre kleine Familie zusehen.

2020 war mit 1 Wort?
B.: Anstrengend
I.: Kräftezehrend

Foto des Jahres 2020?

Bei Bianca:

Bei Ines:

Schulkind
Schuleinführung

Das war es mit 2020.

Wir wünschen euch allen einen Guten Rutsch ins neue Jahr. Bleibt gesund und munter. Wir freuen uns euch auch in 2021 hier wieder begrüßen zu können.

Liebe Grüße
Bianca und Ines.

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Wir sagen Danke dafür.

Dankbarkeit statt Jahresrückblick

Momentan schießen sie ja wie Unkraut aus der Erde, Jahresrückblicke. Egal wo man liest, man kann ihnen nicht entkommen. Ich gebe es ehrlich zu, ich bin dieses Jahr besonders genervt davon. Liegt aber vermutlich daran, dass ich echt froh bin, wenn 2015 endlich zu Ende ist.

Es war einfach nicht unser Jahr, zuviel lief aus der Bahn und machte uns fertig und unglücklich. Zum Glück sind wir mit einem blauen Auge davon gekommen und einfach nur froh darüber, dass es nicht schlimmer geworden ist. Es hätte auch anders kommen können.

Deshalb möchte ich heute als Jahresabschluss einfach nur DANKE sagen. DANKE an alle die uns in 2015 geholfen haben, uns beistanden und uns Mut machten. Ohne euch hätten wir alles nicht so gut überstanden und geschafft. Ohne euch würden wir jetzt vermutlich nicht so gemütlich und ruhig auf unserer Couch sitzen, mit unserem kleinen Wunder nebenan.

Danke

DANKE an unsere Familien, die so oft den Babysitter für den Herbstzwerg gespielt haben oder beim Hausbau, Umzug und so geholfen haben.
DANKE an die Mädels von Dresden näht für die tollen Treffen, welche für mich immer noch die beste Seelenmedizin sind. Bei euch fühle ich mich einfach wohl.

DANKE an alle, die mich in den vielen Krankenhaus-Wochen besucht und aufgemuntert haben.

DANKE an alle Freunde die in 2015 für uns da waren, egal wo und wie.
Vielen DANK für alle Geschenke die wir bekommen haben, besonders für die für unsere kleine Herbstmaus.

Der größte DANK gilt aber natürlich dem Mann. 1000DANK und Küsse für alles was du in 2015 für uns geschafft hast.

Wimpelkette
Wimpelkette für unsere Herbstmaus von den lieben Mädels von Dresden näht.

Und natürlich DANKE für alle Leser hier und im alten Blog.
Wir lesen in 2016 wieder von einander.