Mein Vormittag vor der Spätschicht

So ne Spätschicht auf Arbeit ist ja immer etwas blöd, denn der halbe Tag ist weg und man versucht daheim alles in wenige Stunden zu quetschen. An manchen Spätschichttagen fühle ich mich richtig gehetzt, weshalb ich schon vor längerer Zeit beschlossen habe, dass diese Vormittage ohne irgendwelche Großunternehmungen ist.

Der Tag beginnt

Der Wecker klingelt gegen 6:20 Uhr , natürlich ist ein, manchmal auch beide, Kind(er) schon munter. Meist ist das so kurz nach 5:30 Uhr der Fall. Entweder wird dann noch zusammen gekuschelt oder ich schicke die Kinder spielen. Letzteres ist dann immer der Fall wenn ich noch sehr müde bin.

Nach dem Aufstehen gehe ich normalerweise zuerst ins Bad, doch heute wollten die Kinder zuerst was zu trinken und zu essen. Anschließend mache ich mich grob tagesfertig, der finale Touch erfolgt dann erst kurz bevor ich auf Arbeit los muss.

Nachdem ich ansehnlich bin, hole ich die Kleidung der Kinder aus den Schränken und helfe ihnen beim Anziehen, die Kleine muss ja auch noch gewickelt werden. Heute gab es mal wieder, wie in 80% der Fällen täglich, Theater ums anziehen. Die Kleine machte heute freiwillig und super mit, beim Großen war es wieder sehr schwerfällig. Haben eure fast 4-jährigen auch so eine „Babyphase“ zur Zeit bzw. hatten sie so eine? Ich glaube ich muss mal mit seiner Erzieherin reden, ob er in der Kita auch so viel Unterstützung beim Anziehen braucht.

Irgendwann zwischenzeitlich steht auch der Mann auf, heute hat er mal keinen Arzt- oder Amtstermin, lediglich das Auto muss er heute noch in die Werkstatt schaffen. Ich schnippel derweil das Obst für den Großen für die Kita. Bei der Kleinen in der Krippe besorgt die Erzieherin die Obstpause.
Zusammen ziehen wir dann die Kinder final straßenfertig an und ich schaffe sie in die Kita.

Wieder daheim ist es kurz vor 7:30 Uhr und ich geselle mich zum Mann und wie frühstücken zusammen, bzw. ich frühstücke, er trinkt seinen Kaffee. Davor habe ich schon eine Waschmaschine angestellt. Noch eine kleine Einkaufsliste schreiben und fix die Dinge einkaufen. Als ich wieder daheim bin ist es kurz vor 9.

Der Mann füllt die derweil fertige Wäsche in den Trockner um und ich stelle eine neue Waschmaschine an. Heute ist nur Bettwäsche dran. Danach fange ich an Wohnzimmer und Küche aufzuräumen, das Spielzeug der Kinder was eigentlich in Ihre Zimmer gehört stelle ich auf die Treppe. Wir beginnen nämlich gerade mit dem Einführen kleiner Aufgaben. Dazu gehört es auch das eigene Spielzeug wieder in die Zimmer zu räumen.

Es wird Mittag

Nachdem eine gewisse Grundordnung wieder da ist, lege ich noch Wäsche und lausche ab 10 Uhr dem freitäglichen Instagram-Live-Kaffeerunde mit Daily-Pia. Dabei putze ich weiter und erledige etwas Bürokram.
Gegen halb 11 beginnt der Mann mit dem Mittagessen kochen, heute gibt es für uns beide Kartoffeln mit Kräuterquark und Leberwurst. Um nicht immer überlegen zu müssen, was wir kochen, machen wir mittlerweile einen Essensplan. So einfach.

Nach dem Mittagessen geht der Mann wieder in den Garten und ich widme mich noch schnell etwas PC-Arbeit (u.a. dieser Blogpost) und schaue nebenbei Instastories. Ab 13 Uhr mache ich mich dann Arbeitsfertig und düse mit dem Rad los zur Arbeit. Gegen 22:30 Uhr werde ich wieder daheim sein.

Der Mann holt später die Kinder ab und dann werden die Drei entspannt ins Wochenende starten. Zum Abendessen telefonieren wir dann wieder kurz miteinander.

Endlich wieder vollständig

Endlich sind wir wieder komplett daheim, der Mann hat seine Reha-Maßnahme beendet und ich habe ihn abgeholt.

Am Morgen waren die Kinder schon sehr unruhig und haben gemerkt, dass es ein bissl anders ist als in den letzten Wochen. Als ich ihnen sagte, dass der Papa wieder heim kommt, waren sie nicht so begeistert. Irgendwie verständlich so nach vier Wochen nur mit mir.
Mir war das ganze „Theater“ der Kinder gleich schon wieder zu viel so am frühen Morgen. Zur Beruhigung habe ich die gesamte Fahrstrecke über die Podcasts von Familie Berlin angehört. Bellas ruhige Stimme ist immer Balsam für mein Nervenkostüm.

Wieder daheim

Zur Mittagszeit waren der Mann und ich dann wieder daheim und haben ihn erstmal ankommen lassen. Dann wurde ausgepackt und später die Kinder aus der Kita abgeholt. Wie es sich dann auch gehört, wenn plötzlich ein Familienmitglied nach vier Wochen Abwesenheit wieder daheim ist, waren natürlich erstmal alle außer Rand und Band.

Der Mann und ich standen uns ungefähr die Hälfte der Zeit daheim irgendwie ständig im Weg, denn nach so langer Zeit muss ich mich erstmal wieder daran gewöhnen, dass da ja auch noch ein anderer da ist, der den Kindern das Essen machen kann bzw. macht.
Die Kinder waren einerseits (die Kleine) hoch erfreut, dass der Papa wieder da ist, andererseits (der Große) total sauer und haben geweint, weil plötzlich der Papa beim Abholen aus der Kita vor einem stand. Ja da gab es dicke Tränen das es nicht die Mama war. Aber das Kind hat sich schnell beruhigt, denn natürlich haben wir die Kinder zusammen abgeholt.

Auch die Nacht brachte Änderungen mit sich. Der Große kann nun nicht mehr so einfach zu mir ins Bett kommen, da der Mann ihn umgehend wieder in sein Bett schafft. Das hatte natürlich zur Folge, dass das Kind schon um halb sechs munter war und neben meinem Bett stand. Also habe ich ihn neben mich gelegt und gehofft er schläft noch etwas. Da lag ich dann eingeklemmt zwischen Kind, Mann und seinem Seitenschläferkissen. Ganz toll. Nicht. Ich konnte nun nicht mehr schlafen und auch das Kind schlief nur noch 15 Minuten, dann habe ich ihn spielen geschickt.

Ab heute wieder komplett

Der heutige Tag war nun schon fast wieder normal. Der Mann hat den kompletten Vormittag bei Arzt, Krankenkasse und ambulanten Rehazentrum verbracht. Die Kinder waren in der Kita und ich habe Wäsche gewaschen und ein bissl Hausputz gemacht.

Nun ist auch mein Urlaub vorbei, 3 von 4 Wochen der Reha des Mannes war ich daheim, zwei davon zusammen mit den Kindern. Einerseits war es nicht gerade schön, dass unser Urlaub dieses Jahr so ablief. Andererseits kann ich mich glücklich schätzen, dass die Reha genau in diesen Zeitraum fiel. So blieb mir das große Jonglieren mit den Arbeitszeiten erspart. Denn durch die Schichtarbeit ist das immer eine immense Arbeit und ein Hin und Her, wenn man dann auf einmal am besten nur noch Tagsüber arbeiten kann. Aber ich musste ja zum Glück nix ändern.

Jetzt werden wir uns übers Wochenende wieder alle aneinander gewöhnen und dann den ganz normalen Alltag wieder leben.

Bis bald.

Hallo September!

Der September startet mit kühlerem Wetter und plötzlich muss man den Kleiderschrank der Kinder durchschauen, ob überhaupt noch was passt an langer Kleidung. Unser Urlaub ist nun auch vorbei, die Kinder gehen wieder in den Kindergarten und ich habe jetzt noch paar Tage mit Überstundenabbau für mich. Der Mann weilt immer noch auf Reha, kommt aber bald wieder heim.

Im September werde ich/wir

  • den Mann von der Reha abholen
  • den Mann bei reichlich Arzt- und Behördenterminen unterstützen
  • neue Kleidung für die Kinder nähen, da wie erwartet vieles Hochwasser ist
  • die neuen Kita-Bilder in den Händen halten. Für die Fotos waren die Kinder im Urlaub jeweils einen Vormittag in der Kita.
  • Geburtstage in der Familie feiern
  • den Keller umräumen, denn die neuen Gartenmöbel wollen gut überwintert werden
  • voraussichtlich mit den Kindern in den Leipziger Zoo fahren, da wir das wegen der Reha vom Mann im Urlaub ja nicht machen konnten
  • an einer Vortragsreihe im Deutschen Hygiene-Museum in Dresden teilnehmen (Der erste Vortrag ist bereits morgen und Oma passt auf die Kinder auf)
  • das letzte Gemüse im Garten ernten und damit beginnen den Garten Winterstartklar zu machen
  • neue Visitenkarten für den Blog bestellen, durch den Umzug sind die alten ja nun wertlos
  • nach Nürnberg zur Bloggerkonferenz denkst fahren
  • auf Arbeit bei der Aktion „Stolperparcour“ mitmachen und unterstützen
  • wenn alles klappt zum Nähtreffen von Dresden näht fahren

Ansonsten kommen wir hoffentlich im neuen-alten Alltag wieder an. Die Kinder sind durch die lange Abwesenheit vom Mann richtig aus der Spur, ich habe wirklich nicht seine Durchsetzungskraft. Für mich selber hoffe ich ein wenig zur Ruhe zu kommen, die Zeit mit zwei kleinen Kindern ist echt anstrengend und das dann auch noch im Urlaub. Also Erholung hatte ich nur nachts beim schlafen.

Kommt alle gut in den September und genießt den schönen Herbsbeginn.

Bis bald.

 

Rezension: Lass uns losbasteln! {Werbung}

~Werbung~ (enthält *Amazon-Affiliate-Links)

Um das Basteln kommt man als Mama wohl kaum irgendwie herum, sei es daheim oder bei Elternabenden im Kindergarten. Ich spreche da aus Erfahrung. Dabei ist man entweder echt gut darin oder, mehr oder weniger, talentfrei dafür. Selber schätze ich mich so mittelmäßig beim Thema Basteln ein. Ich kann eigentlich ganz gut basteln und bin da auch oft perfektionistisch veranlagt, nur scheitert es immer an den Ideen dafür.

Klar das WWW ist voll mit Ideen und man brauch nur auf Instagram oder Pinterest zu schauen um etwas zu finden, doch ich selber schätze auch analoge Bastelvorlagen, denn nicht immer hat man Laptop oder Handy parat um nachzuschauen.

Lass uns losbasteln!

Bastelbücher gibt es viele und die Auswahl ist schwer.  Persönlich mag ich sehr gern einfach gehaltene Bücher mit klar verständlichen Anleitungen, die einen aber auch noch Spielraum für eigene Kreativität lassen.

Lass uns losbasteln!“ ist das große arskreativ-Buch mit vielen bunten Ideen vom Verlag arsEdition und genau so ein Bastelbuch wie ich es mag. Einfach, schlicht und verständlich. Da bekommt man wieder selber Lust mehr mit und für die Kinder zu basteln.

Was basteln wir?

Das Buch ist ganz einfach aufgebaut ohne großen Einleitungsschnickschnack. Es gibt ein buntes Inhaltverzeichnis zu Beginn, wo alle 8 Themenbereiche  mit einem Foto gezeigt werden.

Papier-Bastelspaß
Spiele basteln
Kinder-Party
Verkleidungen basteln
Upcycling
Kreatives Ostern
Herbst- & Halloween-Bastelei
Winter- &Weihnachts-Bastelei

Zu Beginn jedes Kapitels gibt es dann noch ein kleines Extra-Inhaltsverzeichnis mit den unterschiedlichen Projekten. So findet man schnell sein Wunschprojekt. Dann geht es auch schon los.

An die Schere, fertig, los!

Jedes Bastelprojekt ist im Buch sehr verständlich erklärt, ohne das der Text einen erschlägt. Kurz und knapp, Schritt für Schritt. Dazu gibt es zu jedem Bastelprojekt eine kleine Materialliste, wo steht was ihr alles braucht um loslegen zu können.

Bunt gestaltet mit ansprechenden Fotos von den fertigen Projekten, ist das Buch eine wahre Fundgrube an Bastelideen. Da es auch keine genauen Mustervorlagen gibt, ist hier jedem freie Hand und Phantasie gelassen. Das finde ich besonders gut, denn dann hat die Kreativität mehr Freiraum um entfaltet zu werden.

Viele Projekte bedürfen noch nicht mal einer Anleitung, denn die Bilder sprechen für sich. Man sieht das Bild, sucht sich die Materialien zusammen und legt los. So ging es mir mit der kleinen Krone aus einer Klopapierrolle.

Ganz einfach, klar und verständlich. Ideal für das Basteln mit kleinen Kindern oder für Kinder die schon ohne Anleitung basteln können. Man braucht noch nicht mal groß vorher einkaufen, denn die meisten Materialen hat man im Leben mit Kindern sowieso zuhause.

Viel Spaß beim Basteln.

Vielen Dank an arsEdition das wir rezensieren durften.

12 von 12 im August

Oh yeah, es ist der 12. des Monats und ich habe echt mal wieder daran gedacht bei „12 von 12“ von Draußen nur Kännchen mitzumachen. Ich glaube es ja kaum. Meine letzte Teilnahme ist echt schon ewig, fast ein Jahr, her. Gleich mal drei kreuze in den Kalender machen. Zudem sitze ich jetzt hier und schreibe diesen Blogpost, anstatt noch etwas vor der Nachtschicht zu schlafen. Das ist auch noch mal ein Kreuz im Kalender wert. Echt mal jetzt.

Hallo 12. August

Es ist Sonntag, der Tag startet mit Arbeit – Nachtschicht. Heute läuft alles ganz ruhig und das Arbeiten ist entspannt. Kurz vor 6 Uhr ist Feierabend, umziehen, duschen, heim fahren.

Zuhause angekommen, erstmal die Temperaturen festgehalten, glaubt ja einem sonst keiner, dass es hier morgens plötzlich nur knapp 9 °C sind. Die letzten Wochen waren es zu dieser Uhrzeit immer zwischen 17-21 °C.

Nachdem Kinder und Oma (unser Babysitter) aufgestanden sind, habe ich sie nach Hause zur Oma gefahren. Danach bin ich aber anstatt ins Bett, erstmal an die Nähmaschine gegangen. Schnell das gestern zugeschnittene Shirt zusammengenäht. Die Herbstproduktion an neuer Kleidung für den Großen ist nämlich gestartet.

Kurz nach 8 gehe ich dann aber doch ins Bett und schlafe gute 5,5 h durch.

Aufgestanden und erstmal „frühstücken“ mit Tee, Jogurt und Toast-

Danach nähe ich das Shirt vom Morgen fertig, es fehlten nur noch die Säume und huschel ein bissl im Haushalt umher. Wäsche wegräumen und so.

Auch Gartenarbeit steht auf dem Plan. Ich muss das ausnutzen, solange die Kinder noch bei Oma sind. Also verwelkte Blumen abschneiden und etwas Unkraut jäten.

Zwischendurch ruft die Waschmaschine.

Die Kinder sind mit Oma wieder da und futtern erstmal eine Runde Obst, Minisalami und Milchbrötchen auf den Liegen auf der Terrasse. Ist ja nicht so, dass es bald Abendbrot gibt.

Zum Abendbrot gibt es dann Rührei mit Würstchen und dazu Toast. Die Kinder essen wie erwartet nicht gerade viel.

Nach dem Abendbrot hetzen die Beiden noch eine Runde durch den Garten und spritzen sich gegenseitig oder selber mit ihren Wasserkanonen nass.

Sonntäglicher Höhepunkt –  Badewanne.
Die Kinder setzen dabei mal wieder das halbe Bad unter Wasser und weinen beim Haare waschen. Alles wie immer. Danach Haare fönen und ein bissl Maniküre, die Krallen Fingernägel hatten es wieder nötig. Im Anschluss wird noch in den Kinderzimmern gespielt und ich gieße den Garten.

Das zu Bett bringen ist heute wieder eine langwierige Angelegenheit. Ich habe für so was zur Zeit keine Nerven. Jetzt kurz bevor ich wieder zur Arbeit los muss ist endlich Ruhe. Nur noch eine Woche und dann ist Urlaub für die Kinder und mich.

Bis bald.

Verlinkt bei 12 von 12.

Unser Abschied vom Schnuller – Tränen und Meer

Fundstück beim Auto aussaugen am Wochenende. Ein hellblauer Schnuller!

Definitiv vom Großen, denn die Kleine war bzw. ist kein Schnullerkind. Wie lange der Schnuller wohl schon in der Tasche der rechten hinteren Autotür geschlummert hat? Hm … Also über ein Jahr mindestens, denn seit unserem Urlaub an der Ostsee letztes Jahr Ende Juli braucht der Große keinen mehr.

Tschüss Schnuller, nur wie?

Unser Großer liebte seinen Schnuller über alles. Immer hatten wir einen dabei. Immer an einem Schlüsselband um den Hals, damit er ihn nicht verlieren konnte. Normale Schnullerketten haben bei uns nicht funktioniert, er hat sie immer abgezogen.

Lange hatten wir uns auch keinen Gedanken darüber gemacht, ob er ihn noch braucht oder nicht. Klar zum Einschlafen war er überlebenswichtig und wehe er musste ihn suchen.

Das Kind wurde 2 Jahre alt, wurde 2,5 Jahre alt. Der Schnuller war immer noch wichtig. In der Krippe klappte es tagsüber sehr gut ohne ihn, nur zum Einschlafen war er wichtig. Doch zu Hause war das anders, da wurde der Schnuller immer mit herum getragen, wenn auch nur am Band, Hauptsache dabei. Ohne ging nicht.

Langsam machten wir uns Gedanken, wie wir das Kind wohl Schnullerfrei bekommen, immerhin sollte er ja ab August in den Kindergartenbereich unserer Kita wechseln. Zusammen setzten wir uns als Ziel, im Urlaub an der Ostsee bekommen wir das Kind los von seinem heißgeliebten Schnuller.

Kind mit Schnuller im Mund
Oktober 2016

Drama , Drama, Drama – Wie uns eine Effekthandlung half.

Dann war der Urlaub da und wir überlegten nun, wie wir die Aktion „Schnullerfrei“ angehen könnten. Auf die Frage, ob der Große es den nicht mal probieren möchte ohne Schnuller zu schlafen, gab er ganz bereitwillig seinen Schnuller ab. Yeah, das ging einfach, war dann doch ein zu schneller Gedanke. Das Kind weinte am Abend herzzerreißend und Mama wurde weich . Also zurück auf Anfang.

So einfach wurde es dann nicht mehr, das Kind roch den Braten immer. Letztendlich half uns der Zufall und eine reine Bauchentscheidung, getragen von einem gestressten Nervenkostüm.

An einem Abend, als die Kinder ins Bett gingen und schlafen sollten, drehte der Große mal wieder so richtig auf und tat alles um nicht schlafen zu müssen. Seine Schwester ließ er dadurch auch nicht zur Ruhe kommen und warf zudem immer lustig seinen Schnuller ins Elternbett und holte ihn sich wieder. Irgendwann war es uns dann aber zu bunt, wir wurden kurz laut und nahmen ihm den Schnuller weg. Zack.

Das Kind schrie wie am Spieß nach seinem Schnuller, doch diesmal blieben wir hart, auch wenn es weh tat. Nach kurzer Zeit beruhigte sich das Kind und schlief ein. Am nächsten Morgen wachte er ganz normal auf und fragte auch nicht nach seinem Schnuller. Jedoch habe ich ihm voller Stolz erzählt, dass er ohne Schnuller geschlafen hat und wir uns darüber freuen. Er hat gestrahlt wie ein Mondgesicht. Das klappte dann jede Nacht, auch wenn er sich anfangs etwas schwer tat mit dem Einschlafen.

Wenn er gefragt hat, wo sein Schnuller ist, dann haben wir ihm gesagt: „ Na den haben wir doch gemeinsam in die Ostsee geworfen, du bist doch schon groß und brauchst keinen mehr.“ Hat das Kind ohne zu meckern akzeptiert und immer stolz gesagt: „Ja ich bin schon groß.“

Kind am Strand
Ostsee Juli 2017

Und nach dem Urlaub in der Kinderkrippe?

Klar, unser Vorgehen klingt erstmal brutal, war aber im Nachhinein die beste Entscheidung überhaupt. Da geht es auch mal, das Kind ganz trocken anzulügen. Denn, oh Wunder, er brauchte den Schnuller gar nicht so sehr zum Einschlafen, wie er ihn sonst immer gefordert hat. 

Als er dann nach dem Urlaub wieder in die Krippe ging, erzählte er seinen Erzieherinnen voller Stolz, dass er nun keinen Schnuller mehr braucht. Und was tat Mama? Ich bestätigte es voller Stolz und forderte im Flüsterton von der Erzieherin gleich den Kita-Schnuller ein, denn wir wollten ja keinen Rückschlag riskieren. Die Erzieherin verstand und holte schnell heimlich den Schnuller aus seinem Fach und gab ihn mir.

Natürlich ist der Schnuller nicht weg, er schlummert nun in seiner Erinnerungskiste mit dem Vermerk, dass das sein letzter Schnuller war. Er hat nun in seiner Kiste, seinen ersten und seinen letzten Schnuller drin.

Die kleine Schwester? Another Story!

Die kleine Schwester ist, wie bereits erwähnt, kein Schnullerkind, dafür aber ein Daumen-Nuckel-Kind. Nun ist sie genauso alt, wie der Große im letzten Jahr und nimmt immer noch ihren Daumen wenn sie müde wird in den Mund.  Und zeitgleich die andere Hand an den Bauchnabel.
Doch so einfach wie vor einem Jahr mit dem Schnuller, wird hier die Abgewöhnung garantiert nicht. Einen Daumen kann ich ja schließlich nicht so einfach wegnehmen. Irgendwer Tipps dafür?

Wie habt ihr eigentlich euer Kind Schnullerfrei bekommen? Erzählt doch mal.

Bis bald.

Wochenende in Bildern – Auto putzen

Hot Summer, hot hot Summer … Puh Das Wochenende war ja echt heiß, Abkühlung gab es bei uns trotzdem nicht. Also Augen zu und durch.

Ich hatte mir vorgenommen, wenigstens einen Punkt auf meiner To-do-Liste zu schaffen, den ich die ganze Woche nicht geschafft habe. Die Zeit war knapp, denn für mich stand, wie gefühlt jedes Wochenende, am Nachmittag noch Arbeiten auf dem Programm. Also schnell schnell, aber gründlich.

Sonnabend

Die Kinder scheinen nicht viel von Wochenende und ausschlafen zu halten, anders kann ich es mir nicht erklären, dass der Große bereits kurz nach 5:30 Uhr munter war und die Kleine nur ne Stunde später.

Kind auf Treppe

Alle sind fleißig. Die Kinder helfen bei der großen Tagesaufgabe Auto aussaugen und putzen. Sie sind voller Eifer dabei bis ein Kindergartenfreund vom Großen unerwartet vorbeikommt. Danach darf ich alleine weiter machen und zwischendurch noch aufpassen, dass die Kinder keinen Blödsinn machen.

Während Mama weiter das Auto aussaugt, hat die Kleine ihren Spaß und spielt Autofahren. Mehr als aussaugen und Staub wischen habe ich dann leider nicht geschafft, also nächste Woche noch mal nacharbeiten. Hoffentlich.

Fundstück des Tages beim Auto säubern.

Bevor es auf Arbeit geht, noch mal die Blumenpracht im Beet bewundern. Wunderschönen die Gladiolen, aber irgendwie hatte ich eine andere Farbe in Erinnerung vom Vorjahr. Können die ihre Farbe ändern?

Sonntag

Gleiches Szenario am Morgen wie schon tags zuvor. Es ist echt zum heulen, wenn man von den Kindern so zeitig geweckt wird. Aber wenigstens schlafen sie zur Zeit durch. Man freut sich ja über die kleinen Dinge.

Die Kinder dürfen etwas fernsehen, am Wochenende machen wir morgens eine Ausnahme.

Heute Vormittag steht Gartenarbeit auf dem Plan.

Die Kinder wollen helfen bzw. irgendwie in Mamas Blumenbeet einbuddeln. Nein.

Nach dem Unkraut jäten, steht Ernte auf dem Programm. Ich nehme viele Bohnen ab, ein Teil davon wird dann gleich fürs Mittagessen verwendet.

Während der Mann das Mittagessen vorbereitet, backe ich spontan einen kleinen Kuchen für die Arbeit. Klare Arbeitsteilung hier.

Eine Stunde vor Arbeitsbeginn ist der Kuchen fertig. Ich schicke meinem Kollegen schon mal ein Foto via WhatsApp. Er freute sich über die kulinarische Überraschung.

Während die Familie wie immer Mittagsschlaf macht, fahre ich auf Arbeit. Am späten Nachmittag telefonieren wir wie immer bei Spätschicht miteinander.

Morgen früh werde ich dann die Kinder garantiert wecken müssen, da sie in die Kita müssen. Wollen wir wetten, dass sie dann keine Lust zum Aufstehen haben?

Bis bald.

Verlinkt bei Wochenende in Bildern.

 

Wochenende in Bildern 07./08.07.2018

Heute ist zwar Montag, aber ich möchte euch trotzdem noch gern unser Wochenende zeigen. Es war, abgesehen von den etwas anstrengenden Kindern, ein sehr schönes Wochenende. Es war ein Wochenende ohne Arbeit für mich und mit ganz viel Familie und Freunden bei uns daheim.

Samstag

Der Samstag startet wie jeder Wochentag früh. Das große Kind ist bereits kurz nach 6 Uhr munter, aber ich kann ihn dazu überreden noch etwas in seinem Zimmer zu spielen, bis die Kirchenglocke ding-dong macht, also bis 7 Uhr.
Mir stecken noch etwas die letzten beiden Nachtschichten vom Mittwoch und Donnerstag in den Knochen, außerdem schlafe ich zur Zeit etwas schlecht.

Verschlafener Blick

Den Vormittag verbringen die Kinder viel im Garten.Irgendwann ziehen sie auch ihre Jacken aus, die Sonne wärmt alles schnell auf.

Kinder im Garten

Für den Nachmittag backe ich Muffins. Wir bekommen Besuch von den Schwiegereltern.

Muffins backen

Zum Mittagessen heute etwas schnelles – Fischstäbchen mit Kartoffelbrei und Gurkensalat.

Tisch mit Mittagessen in Familie

Oma und Opa haben den Kindern aus dem Urlaub ein Geschenk mitgebracht. Die beiden bekamen ganz knuddelige Rucksäcke und waren vollkommen hin und weg davon.

Plüschtierrucksäcke

Am späten Nachmittag werden die Kinder dann langsam müde, also erstmal eine Runde mit Mama auf der Gartencouch kuscheln.

Als die Kinder im Bett sind, lasse ich den Mann und die Schwiegereltern für einige Zeit allein und verziehe mich in die Küche. Ich „backe“ eine Torte für unseren Sonntagsbesuch. Küchenchaos inkusive.

Torte backen

Sonntag

Der Sonntag startet leider genauso zeitig wie der Samstag, nur dass sich das große Kind diesmal nicht so easy dazu überreden lässt, noch etwas zu spielen. Dazu war dann noch die Kleine kurze Zeit später ebenfalls munter uns so kam es, dass die Kids zusammen auf der Couch kuschelten und spielten und Mama nebenbei mal fix 2 Körbe Wäsche legen konnte. Halb 8 war ich dann damit fertig und die Kinder hatten auch endlich Appetit für Frühstück.

Kinder spielen auf Sofa

Nach dem Frühstück geht es wieder in den Garten. Die Sonne scheint, aber es ist noch etwas frisch und natürlich mussten die neuen Rucksäcke ausgiebig getragen werden.

Zwischen 9 und halb 10 erstmal eine Obstpause für alle. Der Mann hat einen bunten Teller gezaubert.

Teller mit Obst

Am späten Vormittag dann noch etwas Hausputz. Kinderzimmer aufräumen und Staubsaugen. Es gibt tatkräftige Hilfe vom kleinen Kind.

Staubsauger

Am Nachmittag kommt meine Freundin samt Familie zu Besuch. Endlich haben wir das mal geschafft einen passenden Termin zu finden. Die Kinder verstehen sich super und spielen großartig zusammen. Die anfängliche Schüchternheit ist schnell verflogen und auch unsere Männer verstehen sich blendend. Was will man mehr.

Wir quatschen viel, trösten und ermahnen nebenbei die Kinder wenn es etwas zu wild wird. Wir Mädels tauchen zwischendurch ab in die Tiefen meines Nähzimmers und tauschen Stoffe gegen Kinderkleidung aus. Und irgendwann ist es dann auch schon Zeit fürs Abendessen. Der Mann legt lecker Fleisch aufs Feuer und wenn ich nicht an dieses eine Bild vom Festschmaus gemacht hätte, dann gebe es von diesem tollen Nachmittag kein einziges Foto. So soll es doch aber auch mal sein, einfach mal alles vergessen festzuhalten und genießen.

Gedeckter Tisch

Besuch verabschiedet, Kinder geduscht und im Bett, alles aufgeräumt – Füße hoch und freudig entspannt das Wochenende ausklingen lassen.

Füße auf Tisch

Was für ein schönes volles Wochenende. So sollte es doch immer sein, aber nun heißt es erstmal wieder 7 Tage arbeiten und die restliche Zeit mit der Familie genießen.

Bis bald.

Verlinkt bei Wochenende in Bildern.

55 Fragen an Elternblogger – Meine Antworten im Nachklang zur Blogfamilia

Zwei Monate ist die Blogfamilia nun schon wieder her und immer noch zehre ich von diesem tollen Tag mit großartigen Elternbloggern, dem Austausch und dem ganzen Input.

Regine vom Blog Raise and Shine beschäftigten im Nachklang zur Blogfamilia einige Fragen an ElternbloggerInnen. Jetzt fand ich auch mal Zeit sie zu beantworten.

Hier sind meine Antworten zu ihren 55 Fragen über Elternblogger:

1. Sind Elternblogs politisch?
Klar warum nicht. Irgendwie ist doch alles was man schreibt irgendwie politisch.

2. Wenn ja, welcher deiner letzten Posts hatte politische Relevanz?
Ich glaube keiner direkt. Ich versuche viel die Schichtarbeit in meine Posts zu integrieren um zu zeigen, wie wir das mit der Vereinbarkeit von Familie und Beruf so meistern oder auch nicht. Das ist doch auch ein bisschen politisch oder?

3. Muss jeder Elternblog politisch sein?
Nein nicht direkt.

4. Wie wichtig ist es dir persönlich, gesellschaftlichen Einfluss zu nehmen?
Wenn ich durch meine Texte Einfluss nehmen kann und damit etwas bewirke, finde ich das großartig. Aber noch glücklicher aus Einfluss, macht es mich, beachtet zu werden.

5. Hast du jemals eine Kooperation im Nachhinein bereut?
Da ich bisher, abgesehen von meinen Buchrezensionen, erst eine Kooperation hatte, habe ich noch nichts bereut.

6. Welches Unternehmen wäre dein Traumpartner für eine Kooperation?
Vermutlich ein Stoffherstellern, da ich in meiner Freizeit gern nähe.

7. Liest du selbst gerne Werbung auf Blogs?
Kommt aufs Thema an, es muss mich interessieren. Ich lese garantiert keine Werbung zu einem Thema, was total an mir vorbei geht. Wenn dann vielleicht auch noch auf vielen Blogs ein und dieselbe Kooperation bewerben, dann klicke ich auch weg, das ist nervig.

8. Was macht deinen Blog besonders?
Die Mischung hoffentlich. Ich schreibe ja von unserem Familienalltag mit Schichtarbeit im Hintergrund, über Buchrezensionen und DIY.

9. Was kannst du besonders gut?
Oh Gott, ich glaube gar nichts. Aber nein, ich glaube ich bin in vielen Dingen gut, möchte mich aber nicht festlegen. Ich mag es nicht, wenn jemand so festgelegt wird. Jeder hat seine Stärken und Schwächen.

10. Wem würdest du gerne entfolgen, traust dich aber nicht?
Oh da gibt es ein paar, denen man schon lange folgt, die jedoch mittlerweile für einen uninteressant geworden sind. Da ignoriere ich dann immer das Gepostete. Aber entfolgen möchte ich nicht direkt, ich könnte ja trotzdem vielleicht mal was Interessantes verpassen.

11. Würdest du im Nachhinein sagen, dass du deinen Blog naiv angegangen bist?
Ein bisschen ja. Ich hatte keine klare Linie am Anfang. Das merkt man daran, das ich mittlerweile zum dritten Mal umgezogen bin und nun die zwei alten Blogs vereint habe.

12. Rezepte, Mode und Schminktipps – darf man als emanzipierte Frau über diese Themen bloggen?
Klar, warum nicht. Gehört das nicht mit dazu?

13. Und überhaupt: Vermitteln wir ein einseitiges Frauenbild, wenn wir als Mütter rund ums Muttersein bloggen?
Nein. Das Muttersein ist doch so Vielfältig, warum sollten wir auf so etwas verzichten. Es ist doch ein Unterschied ob man zum Beispiel nur ein Kind hat oder vielleicht 4 Kinder. Genauso ist die Mutterschaft eine andere, wenn man arbeiten geht oder nicht, oder man ist Alleinerziehend oder erzieht die Kinder zusammen mit dem Partner/Mann. Einseitigkeit gibt es bei Elernblogger zum Thema Muttersein doch gar nicht.

14. Denkst du manchmal abschätzig über Kollegen und Kolleginnen?
Mal ehrlich, wer tut das nicht. Es gibt doch ab und zu mal was, was einem an dem anderen stört. Ich denke sogar, dass meine Kollegen/innen manchmal abschätzig über mich denken. Jeder ist halt speziell.

15. Was denkt dein Partner über deinen Blog?
Das möchte ich manchmal gar nicht wissen. Er liest sogar die meisten Texte. Da ich jedoch schon gebloggt habe, als wir uns kennengelernt haben, muss er es eh hinnehmen.

16. Wer unterstützt dich beim bloggen?
Keiner direkt. Ich versuche mir die Zeit für den Blog irgendwie frei zu schaufeln.

17. Welche Unterstützung würdest du dir wünschen?
Mehr Akzeptanz und nicht dafür belächelt zu werden. Und es wäre echt toll, wenn sich jemand findet, der mir bereitwillig mit dem Blogdesign hilft. Ich bettel bitte nämlich nur ungern um Hilfe.

18. Welche Themen kommen in Elternblogs zu kurz?
Eindeutig die Arbeitswelt. Man liest viel über Dinge, die die Kinder betreffen, also zum Beispiel Kindergarten und Schule. Aber wie die Eltern mit dem Job zu tun haben, kommt wenig rüber. Es gibt ja Blogger, die sind selbstständig und andere, wie ich, die sind angestellt und müssen alles irgendwie organisiert bekommen.

19. Warum greifst du diese Themen nicht auf? (Oder tust du das?)
Ich versuche es. Meine Posts zum Wochenende in Bildern, versuche ich immer unter dem Aspekt meiner Schichtarbeit zu schreiben.

20. Hast du schon einmal jemanden getroffen, den du im Netz toll fandest und persönlich unsympathisch?
Das verrate ich jetzt nicht.

21. Oder umgekehrt?
Das kann ich mir gut vorstellen.

22. Bist du manchmal neidisch auf den Erfolg anderer Blogger?
Ähm ja, ein bissl schon. Vor allem auf die Reichweite bin ich oft neidisch, wenn ich ehrlich bin.

23. Sind Blogaufrufe ein Indikator für Qualität und Kreativität von Blogs?
Hoffentlich nicht. Aber man muss erstmal gefunden werden.

24. Wirst du manchmal für deinen Blog belächelt?
Bestimmt. Also in der eigenen Familie sicherlich etwas, jedenfalls war das am Anfang so, was aber vermutlich auch an Unwissenheit über Blogs liegt.

25. Wenn ja: Offen oder hinter deinem Rücken?
Bei Kollegen und Bekannten bzw. Leuten die mich kennen, sicherlich hinterm Rücken. Denn seien wir mal ehrlich, wer sagt jemanden offen ins Gesicht, dass er das Geschreibsel von Demjenigen doof findet.

26. Jetzt mal ganz ehrlich: Bist du immer authentisch?
Ich versuche es zumindest, was auch oft an meinem Schreibstil rüberkommt.Ich schreibe viel, wie ich gerade denke, kurz und knackig und schmücke wenig aus.

27. Geht das überhaupt?
Es sollte gehen oder nicht.

28. Und wollen deine Leser das?
Ich denke schon. Also ich mag es gern, wenn ich mich mit dem Blogger identifizieren kann. Scheinwelten mag ich nicht.

29. Was muss passieren, damit du aufhörst zu bloggen?
Ich habe schon oft überlegt aufzuhören, unter anderem wegen meiner geringen Reichweite. Aber vermutlich müsste ein echt schlimmer Vorfall in der Familie passieren, dass ich es nicht mehr möchte mich mitzuteilen. Das ist auch oft bei mir der Grund für längere Pausen. Wenn das passiert, ist irgendwas familäres vorgefallen.

30. Gibt es Posts, die du im Nachhinein bereust?
Ja einige. Ich überlege sie jetzt nach dem Umzug auf diese Domain zu löschen. Es sind vor allem Posts aus der Anfangszeit meiens Bloggens, wo ich heute denke: Man ist das peinlich was ich da hingeschmiert habe.

31. Was fehlt der Eltern-Blogger-Szene?
Bloggende Omas und Opas. Ich kenne jedenfalls noch keine Blogs, die über das Oma/Opa-sein schreiben.

32. Networking ist alles – bist du dabei aktiv genug?
Leider nein. Vermutlich auch ein Grund für meine geringe Reichweite.

33. Vernetzt du dich gerne mit anderen Bloggern oder tust du es, weil es einfach dazu gehört?
Mittlerweile ja. Ich besuche Bloggertreffen wenn es die Zeit erlaubt und übe so Networking. Aber im Grund bin ich zu schüchtern dafür.

34. Welche Ziele verfolgst du mit deinem Blog?
I must be famous.
Nee mal ehrlich. Ich möchte gern zeigen, dass es funktioniert in Schichten arbeiten zu gehen und nebenbei ein tolles Familienleben zu haben, mit Hobbies die einen erfüllen. Ich bekomme oft zuhören, dass es viele Schichtarbeiter gibt, die damit nicht klar kommen und dass auch die Familie darunter leidet. Gern möchte ich das Gegenteil zeigen.

35. Wird es deinen Blog in drei Jahren noch geben?
Ich hoffe doch.

36. Und in zehn Jahren?
Das wäre der Wahnsinn, wenn ich wirklich so lange durchhalte. Dann wären meine Kinder in der Pubertät oder zumindest am Anfang dieser.

37. Was kommt nach dem Blog?
Die Welt? Keine Ahnung. Bei mir aber sicherlich kein Buch oder so, dafür habe ich nicht genug Ausdauer um so was zu schreiben.

38. Glaubst du, dass Blogs langfristig eine Zukunft haben?
Wenn man es geschickt anstellt und sich nicht von DSGVO und Co. in den Wahnsinn treiben lässt, sicherlich.

39. Würdest du gerne aus einer Social Media Plattform (Instagram, Facebook und Co.) aussteigen?
Machmal schon. Momentan habe ich sehr reduziert, auch meinem Mann zu liebe.

40. Was hält dich davon ab?
Irgendwie bleibt man doch dabei, um nichts zu verpassen. Ich bin oft zu neugierig dafür und habe Angst was zu verpassen. Neuen Plattformen außerhalb von Instagram, Twitter und Facebook habe ich bisher aber seht gut widerstanden.

41. Realität oder Inszenierung – Was möchtest du auf Instagram sehen?
Definitiv Realität. Aber seien wir ehrlich, wer zeigt gern sein weinendes trotzendes Kind oder sich selber total am Boden oder seine unaufgeräumte Bude.

42. Wie lange noch, bis der nächste „heiße Scheiß“ Insta und Pinterest ablösen wird?
Naja der letzte heiße Scheiß, ich weiß gleich gar nicht wie der hieß, hat ja nicht lange angehalten.

43. Würdest du dich über eine neue Social Media Plattform freuen?
Nö. Ich mag bewährtes. Bei jedem neuen fängt man doch nur wieder von vorn an.

44. Oder hättest du Angst davor?
Eher weniger,

45. Warum hast du mit dem Bloggen angefangen?
Ich wollte ehrlicherweise dazu gehören und auf mich aufmerksam machen, da mir das im reelen Leben bisher kaum gelungen ist. Ich war immer der Außenseiter und bin es gefühlt immer noch, was aber verlutlich an meiner speziellen Art liegt.

46. Bist du stolz auf das, was du tust?
Klar immer. Wenn ich das nicht wäre, dann würde ich nicht bloggen.

47. Machst du dir manchmal Sorgen um deine Daten und um die deiner Familie?
Ja, ab und zu. Vor allem um die Kinder je älter sie werden.

48. Welcher Kollege / welche Kollegin fasziniert dich (als Blogger und als Mensch)?
Oh da gibt es einige.
Ich finde Relleomein ganz toll oder auch Frau Brüllen, Frau Mutti bzw. jetzt Schnickeldi, JademondMotzmama, Chaoshoch2 und Tastesheriff. Alle unterschiedlich und doch interessant. Motzmama habe ich zum Beispiel erst dieses Jahr für mich entdeckt.

49. In welchem Bereich würdest du dich gerne weiterbilden?
Website-Gestaltung

50. Was würdest du gerne an deinem Blog verändern?
Das Layout und die Gliederung. Kann mir jemand dabei helfen ohne das ich viele viele Euros dafür ausgeben muss.

51. Hast du Texte im Entwurfsordner, für deren Veröffentlichung dir der Mut fehlt?
Ja, aber es sind eher unfertige Texte und oft ist der Entwurfsordner auch nur mein Kopf.

52. Liest du Blogs aus persönlichem Interesse oder aus strategischen Gründen?
Persönlichen Interesse.

53. Welche Elternblog hast du selbst als erstes gelesen?
Boah was für ne gemeine Frage, aber ich bin über die DIY-Blogs zu den Elternblogs gekommen, von daher kann ich das gar nicht so genau sagen.

54. Liest du diesen Blog auch heute noch?
Ja klar. Ich entfolge selten Blogs aus Desinteresse, aber eher dann, wenn da nichts mehr kommt. Wer regelmäßig schreibt, dem bleibe ich treu.

55. Oder gibt es ihn vielleicht gar nicht mehr?
Das kann ein Grund sein.

Puh geschafft. Also wenn du alles bis hier her gelesen hat, dann meinen größten Respekt und nun weißt du einiges mehr über mich ne meine Gedanken.

Bis bald.

Wochenende in Bildern – Zum Glück gibt es Oma

Eigentlich war der Plan für dieses Wochenende ganz klar – Mama Frühschicht, Papa passt auf Kinder auf, nachmittags dann Familienzeit. Doch es kam komplett anders und wieder einmal bin sehr froh, dass die Oma, also meine Mama, nur 10 km entfernt von uns wohnt.

Samstag

5:30 Uhr klingelt mein Wecker, die Arbeit ruft. Ich fange, wie schon am Freitag und auch sonst zur Frühschicht, dank Familienzeit eine Stunde später an. So eine Stunde mehr Schlaf macht sich echt bemerkbar. Nach der morgendlichen Runde im Bad, befülle ich schon mal die Waschmaschine und programmiere sie mir so, dass sie fertig ist, wenn ich am Nachmittag wieder nach Hause komme.

Waschmaschine

Während ich anschließend meine Tasche packe, steht das große Kind leider schon auf und möchte etwas essen. Ich mache ihm „nahrhafte“ Frühstückscerialien.

Cornflakes und Milch

Als ich mich fertig anziehe, steht auch der Mann auf und rennt kurze Zeit später ins Bad und die anschließende würgende Geräuschkulisse lassen Böses ahnen. Er versichert mir alles sei gut und so fahre ich mit dem Rad zur Arbeit.

Nach einer Stunde Arbeit erhalte ich eine Nachricht von daheim, dem Mann geht es gar nicht gut, ob ich denn nicht heim kommen könnte. Kann ich natürlich nicht, wir haben voll zu tun und sind wegen Urlaubszeit eh unterbesetzt. Also rufe ich meine Mama an und bitte sie um Hilfe. Gerade aufgestanden und deswegen ganz „begeistert“, versichert sie mir, so schnell wie möglich zu uns nach Hause zu fahren. Ich habe ein furchtbar schlechtes Gewissen, sie um Hilfe bitten zu müssen, aber leider geht es nicht anders.
Ohne Oma hätte ich meinen Kollegen allein lassen und heim fahren müssen.

Später rufe ich noch mal an, der Mann versichert mir, dass Oma nun da ist und er sich nun ins Bett legt. Er schläft dann 5 Stunden. Oma kümmert sich währenddessen um die Kinder, spielt mit ihnen, kocht ihnen Mittagessen, legt sie zum Mittagessen lang und kümmert sich nebenbei noch um unsere Wäsche und putzt etwas. Ich weiß echt nicht, wie wir so ne Oma verdient haben. Ich könnte meine Mama knutschen.

Als ich heim komme, hängt meine Wäsche vom Morgen auf der Leine, das große Kind hat bereits den Mittagsschlaf beendet und auch der Mann steht wieder auf den, noch wackeligen, Beinen. Sogar Essen kann er und es bleibt drin. Wer weiß was ihm heute morgen so platt gemacht hat.

Um den Mann noch Ruhe zu gönnen, schaffen die Kinder und ich dann die Oma wieder heim. Zusammen machen wir aber noch einen Abstecher zur Uroma ins Altersheim und genießen den Spaziergang durch den Park. Die Kinder sind begeistert vom Teich mit den Goldfischen.

Kinder am Teich

Nach der Uroma, werden auch gleich noch die Tante und die Cousins mit besucht, sie wohnen ja gleich bei Oma um die Ecke. Abends gibt es dann zur Freude der Kinder Pommes zum Abendbrot und anschließend wird die Kuschelrunde eher zur Kampfrunde, denn das kleine Kind will ständig das Große ärgern (Treten und Beißen) und so muss ich sie fest halten. Man hat die ne Kraft.

Mama und Kind

Sonntag

Der Sonntag beginnt zeitig, viel zu zeitig. Heute fange ich normal an mit arbeiten. So zeitig aufzustehen, bin ich gar nicht mehr gewöhnt, aber aller 4 Wochen ist es nun mal so.

Noch mal ein prüfender Blick in den Spiegel, wacher werde ich erstmal nicht, aber das erledigt dann die kühle Morgenluft auf dem Fahrrad. Also fertig machen, anziehen und los. Alles schön leise um ja keinen zu wecken.

Spiegelbild

Auf Arbeit wartet ist dann wieder viel zu tun, trotzdem rufe ich nach ein paar Stunden daheim an, um mich zu erkunden ob auch alles ok ist und die Kinder schön lange geschlafen haben. Haben sie natürlich nicht. Mama außer Haus, großes Kind wach und bald auch gleich das Kleine.

Oma ist auch wieder da, sie wollte den Mann heute noch mal unterstützen, denn ganz fit ist er noch nicht. Die Kinder freuen sich und was soll ich sagen, meine Wäsche auch.  Oma ist halt die Beste.

Nach der Arbeit schaffen wir dann die Oma wieder nach Hause und besuchen einfach noch mal die Tante und die Cousins. Mit dabei diesmal leckere Verpflegung.

Melone

Die Kinder genießen die Zeit zusammen und toben erst auf dem Spielplatz und anschließend im Kinderzimmer vom Cousin. Diesmal sogar ohne Zank und Streit, dafür aber teilweise etwas wild.

Kinder fahren Karussell

Wieder daheim, dürfen die Kinder zum Abendbrot etwas Trickfilm schauen, bevor es in die Wanne und ins Bett geht. Der Mann und ich machen dann noch eine Runde durch den Garten, Pflanzen gießen, denn an Regen mangelt es hier doch sehr.

Schattenbild mit Gießkanne

Wochenende vorbei und wieder einmal hat es uns gezeigt, wie schwierig es manchmal ist Familienleben und Schichtarbeit unter einen Hut zu bekommen. Ohne Oma wäre das an diesem Wochenende gar nicht gegangen. Wie gut, dass wir sie hier in der Nähe haben, manchmal wüsste ich ohne ihre Hilfe echt nicht weiter. Besonders wenn einer von uns ausfällt und der andere nicht so einfach frei machen kann von der Arbeit.

Oma ist halt die Beste.

Bis bald.

Verlinkt bei Wochenende in Bildern.